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Fr

17

Aug

2018

Schritt für Schritt zur grüneren Stadt

Klimaschutz spielt wichtige Rolle. Projekte „Naturnahe Schulhöfe“ und „Grüne Trittsteine“ in den Startlöchern.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Dürre und Hitze, Starkregen, Überschwemmungen und Unwetter: Das Wetter ist extremer geworden und das wirkt sich nicht nur auf die Menschen aus. Auch Kommunen müssen auf den Klimawandel reagieren. Aber wie? Stichworte sind an dieser Stelle unter anderem Grünflächen und Frischluftschneisen. Zwei Schlagworte, die auch in Stolberg in Zukunft eine wichtige Rolle spielen sollen. Dort beschäftigt man sich seit 2014 ausgiebig mit dem Thema Klimaschutz. Im Rat wurde damals die Umsetzung eines integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes (IKSK) beschlossen. Dieses sollte als Arbeitsgrundlage für Klimaschutzmanager Georg Trocha dienen, der ein Jahr später eingestellt wurde. Welche Projekte mittlerweile bereits angestoßen wurden und wo sich in Zukunft diesbezüglich noch eine Menge tun soll? Ein Überblick.

 

Liegenschaften: In ihren eigenen Liegenschaften will die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen, sagt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. Die energetische Sanierung – beispielsweise von Schulen – spiele dabei eine wichtige Rolle. Momentan findet eben diese Sanierung in der Grundschule an der Prämienstraße statt. Hochwertige klimaeffektive Baustoffe und Wärmerückgewinnung sollen dafür sorgen, dass unter anderem das Raumklima in den Klassenräumen besser reguliert werden kann. Im Rathaus selbst wurden die raumlufttechnischen Anlagen saniert. Insgesamt 97 Tonnen CO2 sollen damit eingespart werden. Gefördert wurde das Projekt, das nicht nur im Rathaus, sondern auch im Jugendheim Münsterbusch umgesetzt wurde, durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Auch das Modellvorhaben Breinigerberg soll mit 200 000 Euro gefördert werden. Doch nicht nur die energetische Aufwertung des Bestands sei wichtig, sondern auch die Verwendung von energetisch hochwertigen Standards bei Neubauten, sagt Röhm und nennt als Beispiel den Ausbau der Gesamtschul- und Kita-Infrastruktur, der derzeit in Stolberg angegangen wird. Darüber hinaus sollen insgesamt 22 Liegenschaften untersucht werden, um so im Rahmen eines Klimaschutzteilkonzepts den Sanierungsfahrplan für die kommenden zehn Jahre festzulegen. Eine entsprechende Konzeptionierung laufe momentan. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sei die sogenannte Gebäudeautomation. Vom Rathaus aus kann so der Energieverbrauch in einigen städtischen Gebäuden – darunter vor allem Schulen – kontrolliert und im Notfall auch eingegriffen werden. Würde es beispielsweise in den Ferien einen Wasserrohrbruch geben, würde dies anhand der Verbrauchszahlen auffallen und es könnte gehandelt werden. Bereits seit 2015 gibt es dieses System in Stolberg. Sukzessive sollen weitere Anlagen aus städtischen Gebäuden dazugeschaltet werden, sagt Tobias Röhm.

 

Städtebau: Nur vereinzelt gebe es in der Stolberger Innenstadt grüne Stellen, eine Vernetzung sei allerdings nicht gegeben. Gerade in den Stadtteilen Ober- und Unterstolberg, Münsterbusch und Liester seien Flächen zudem oft nur monoton bepflanzt oder komplett versiegelt. Auf diese Weise könnten sich Kinder allerdings nicht mit den Themen Natur und Garten auseinandersetzen, meint Röhm.

 

Das Projekt „Naturnahe Schulhöfe“ soll das ändern. Dieses ist ein Teil des integrierten Handlungskonzepts (IHKo) „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“. Eine naturnahe Schulhofgestaltung soll in den Grundschulen Prämienstraße und Grüntalstraße sowie in der Willi-Fährmann-Schule realisiert werden. Wichtig sei, dass Schüler und Lehrer sich aktiv in dieses Projekt einbringen, erklärt Tobias Röhm. So soll nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessert, sondern auch die Naturschutz- und Umweltbildung angeregt werden. Durch die Öffnung der Schulgelände für die Bewohner des Viertels soll zudem gemeinsam Verantwortung für die neu gestalteten Flächen übernommen werden. Zur Umsetzung werden bauliche Maßnahmen in den Schulhofbereichen nötig sein. Gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Bewohnern sowie Landschaftsarchitekten wird geplant. Erste Veranstaltungen dazu haben bereits stattgefunden. Die Kosten für das Projekt sollen 797 500 Euro betragen. Ein weiteres Projekt aus dem IHKo trägt den Titel „Grüne Trittsteine“. Über diese sollen einzelne Grünflächen miteinander in Bezug gebracht und vernetzt werden. So soll eine größere Struktur entstehen und zudem soll es Pflanzen und Tieren ermöglicht werden, sich dauerhaft anzusiedeln. Die Kosten sollen bei rund 195 000 Euro liegen. Auch eine Öffnung der Bebauung zur Vicht soll in Zukunft für eine Frischluftzufuhr in der Innenstadt sorgen. Der Abriss der Gebäude Steinweg 38 und 40 ist bereits öffentlich ausgeschrieben. „Generell wird das Thema Stadtgrün bei allen Stadtentwicklungs- und Verkehrsprojekten und Planungen mitgedacht und berücksichtigt“, sagt Röhm und fügt hinzu: „Stadtgrün führt unmittelbar zu einer höheren urbanen Qualität, die sich direkt auf das Mikroklima und eine verbesserte Immobilienwertigkeit auswirkt.“

 

Mobilität: „Klimaschutz ist nicht möglich, ohne das Thema Mobilität zu berücksichtigen“, sagt Tobias Röhm. Das bestätigt ein Blick auf aktuelle Zahlen. Alleine im Stolberger Verkehrssektor entstehen 33 Prozent des CO2-Verbrauchs. Ein entsprechendes Mobilitätskonzept soll im Oktober im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt vorgestellt und beschlossen werden. Darin sollen 34 Mobilitätsmaßnahmen sowie die Erarbeitung eines Radwegenetzes für Stolberg mit 19 Radrouten enthalten sein. Derzeit wird zudem geprüft, ob der Radweg zwischen Atsch und Eilendorf ausgebaut werden kann. Das Thema Fahrradständer an weiterführenden Schulen spiele ebenfalls eine wichtige Rolle. Diese seien zwar an allen Einrichtungen vorhanden, allerdings sei der Bedarf teilweise höher. Aus diesem Grund will man Hauptausschuss und Rat vorschlagen, das Thema im Haushalt für 2019 zu berücksichtigen. Eine Erweiterung und Erneuerung von Fußwegverbindungen und Beleuchtung im Bereich der Berg- und Talachse steht ebenfalls auf der Agenda. Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge befindet sich auch im Aufbau. Im städtischen Fuhrpark ist das Thema Elektrofahrzeuge verankert (wir berichteten). Im kommenden Jahr soll außerdem eine Machbarkeitsstudie zum Thema Stadtbussystem in Auftrag gegeben werden. Angedacht ist außerdem, dass an der Haltestelle Schneidmühle ein neuer P&R-Parkplatz entsteht.

 

Erneuerbare Energien: Durch Ökostrom, der unter anderem im Stolberger Rathaus zu 100 Prozent eingesetzt wird, konnten bisher 2000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden. Doch auch andere Arten von erneuerbaren Energien kommen im Stadtgebiet zum Einsatz. Im Camp Astrid hat man sich beispielsweise für eine Photovoltaikanlage entschieden. Im öffentlich geförderten Wohnraum auf der Rotsch wurde eine Solarthermie eingebaut. Das neue Gerätehaus der Zweifaller Feuerwehr enthält eine Pelletsheizung. Es sei wichtig, dass man sich die Vielfalt der Möglichkeiten genau anschaue und dann prüfe, welche man davon zum Einsatz bringt, so Röhm.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

16

Aug

2018

Zwischen Animateur und Lebensretter

Der Fachkräftemangel ist auch im Stolberger Hallenbad ein Thema. Die Besucherzahlen steigen an – trotz Hitze.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Sommer, Sonne, Freibad? Fehlanzeige! In Stolberg geht es für kleine und große Wasserratten in das Hallenbad Glashütter Weiher. Planschen im Freien ist dort nicht möglich. Wirkt sich das nun negativ auf die Besucherzahlen aus? Schließlich hätte doch alles ganz anders sein können. Das Hallenbad Glashütter Weiher hätte zwar kein richtiges Freibad werden können, aber doch um einen Außenbereich mit Liegewiese ergänzt werden können. Damals – genauer gesagt im Jahr 2004 – hatte sich der damalige Bürgermeister Hans-Josef-Siebertz (CDU) davon eine deutliche Steigerung von Attraktivität und Besucherzahlen versprochen. Damals ließ der Stolberger Bauausschuss das Projekt allerdings sterben. Eine Entscheidung, die nicht unbedingt falsch war. Denn: Trotz tropischer Temperaturen war das Hallenbad in den vergangenen Wochen bestens besucht.

 

Um ein Drittel sei die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sagt Leiter Manfred Beissel. Doch nicht nur die Flatrate-Karten, die regelmäßig in den Ferien angeboten werden, kommen gut bei den Stolbergern an. In diesem Jahr fand zum ersten Mal ein kostenloser Nichtschwimmerkurs im Stolberger Hallenbad statt. Der war dringend nötig, entschied die Stolberger Politik. Schließlich waren die Nichtschwimmerzahlen in der Kupferstadt sehr hoch. Von den insgesamt 2148 Grundschülern konnten (Stand Februar 2018) 648 Mädchen und Jungen nicht schwimmen. Mit den Nichtschwimmerkursen, die Kirsten Luft und ihre Kollegin Grit Keiming betreuten, sollte sich das ändern. Und wie fällt die Bilanz der beiden Frauen aus?

 

Von 23 Kindern, die drei Wochen lang fleißig übten, erreichten 14 das Seepferdchen. Zwei kleine Wasserratten schafften sogar die Prüfungen, die für das Abzeichen Bronze notwendig sind. Und die haben es in sich. Schließlich mussten sie dafür nicht nur 200 Meter – also acht Bahnen – in 15 Minuten im tiefen Becken schwimmen, sondern auch zwei Meter tief tauchen, vom Ein-Meter-Brett springen und die Baderegeln beherrschen.

 

Ganz einfach sei der Gang ins große Becken jedoch nicht allen Kindern gefallen. Einige hätten ihre Angst erst einmal überwinden müssen. „Einige Kinder, meinten, dass sie das nicht können. Aber kann ich nicht, gibt es nicht“, meint Kirsten Luft. Im kleinen Becken hätten die Trainingseinheiten begonnen, mit und mit hätten sich die Kinder an die Schwimmhilfen rangetastet und wären damit schließlich auch ins große Becken gegangen. „Die Hilfen haben wir dann nach und nach weggelassen, bis es auch so geklappt hat“, sagt Luft. Nicht nur die Eltern seien zufrieden gewesen. Auch die Kinder hätten mit Spaß an den Kursen teilgenommen und dafür erhielten Luft und ihre Kollegin Grit Keiming von der einen oder anderen kleinen Wasserratte sogar ein kleines Dankeschön in Form einer Urkunde. Die Angestellten im Stolberger Hallenbad hoffen, dass sich ein solcher Kurs im kommenden Jahr wiederholen wird. Die Entscheidung darüber werden wohl Politik und Verwaltung treffen.

 

Doch es gibt nicht nur gute Nachrichten aus dem Hallenbad. Schließlich ist mittlerweile auch dort der Fachkräftemangel angekommen. Auszubildende könnten zwar eingestellt werden, sind aber schlichtweg nicht zu finden. Dabei umfasst der Beruf des Fachangestellten für Bäderbetriebe etliche unterschiedliche Aufgaben: vom Animateur bis zum Lebensretter. Wie ein typischer Arbeitstag aussieht? Montags bis samstags wird im Hallenbad in zwei Schichten gearbeitet. Die erste Schicht beginnt um 5.15 Uhr mit einem Kontrollgang. Unter anderem müssen die Alarmanlage ausgeschaltet, die Technik überprüft und die Umkleiden kontrolliert werden. Um 6 Uhr öffnet das Hallenbad dann seine Pforten.

 

Eine der Hauptaufgaben des Personals besteht darin, die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten. Das geschieht zwischen 6 und 8 Uhr – zumindest während der Schulzeit. Dann wird das Hallenbad am Vormittag nämlich für den Schulsport genutzt. Zwischen 8 und 13 Uhr finden dann Reinigungsarbeiten – darunter beispielsweise das Säubern der Filtern – und Arbeiten in der Technik statt. Der Schichtwechsel wird um 14 Uhr eingeläutet. Neben der Beaufsichtigung der Badegäste stehen dann ebenfalls Reinigungsarbeiten an. Schließlich findet am Nachmittag das Training der Vereine statt.

 

Ab 21.45 Uhr wird die Halle mit einem Hochdruckreiniger gesäubert, nach den letzten Kontrollgängen gehen um 23 Uhr die Lichter aus. Neben Aufsicht, dem Überwachen der technischen Anlagen sowie der Wasserqualität und der Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten, müssen Fachangestellte für Bäderbetriebe auch Schwimmunterricht erteilen. Wer sich für eine Ausbildung interessiert, kann sich im Hallenbad unter 02402/91027 melden oder per E-Mail an hallenbad@stolberg.de wenden.

 

Voraussetzungen für eine Ausbildung

  • Fachoberschulreife, Freude am Umgang mit Menschen und darüber hinaus auch ein hohes Verantwortungsbewusstsein sowie technisches Verständnis und ein Interesse an chemischen und physikalischen Zusammenhängen gehören zu den Voraussetzungen für diesen Beruf dazu.
  • Zudem sollten Bewerber Spaß an sportlicher Betätigung, die Bereitschaft auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu arbeiten und praktische Erfahrungen – beispielsweise im Schwimmsport – mitbringen.
  • Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Theorie findet zwei Mal wöchentlich in einem Kölner Berufskolleg statt, die Praxis im Hallenbad Glashütter Weiher.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen


Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: info@cdu-aachen-land.de

Verlinkungen:

http://cdu-staedteregion-aachen.de/cdu-kreisverbaende/informationen
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