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Liebe Stolbergerinnen und Stolberger

 

in Stolberg blicken wir auf einen aufregenden Jahresanfang zurück! Die Närrinnen und Narren unserer Stadt haben ihre Mitmenschen in der zurückliegenden Session erneut mit ihren zahlreichen Feiern, Festen und Veranstaltungen begeistert und die Tollitäten unserer Stadt, allen voran unser Stadtprinz Axel I., haben die „jecke Zick“ genutzt, um Freude und Frohsinn in unserer Stadt zu verbreiten. Insbesondere die Schlüsselübergabe, die nach langer Zeit wieder auf dem Kaiserplatz und erstmalig mit einem Rathaussturm abgehalten wurde, war ein Highlight, an das wir uns gerne zurückerinnern werden.

 

Die vielen neuen Ideen, mit denen wir unser rheinisches Brauchtum stärken und weiterentwickeln, sind dabei nur ein Beispiel von vielen für den großen Zusammenhalt in unserer Stadt, der sich auch in den kommenden Monaten an zahlreichen Stellen zeigen wird. Bereits zum dritten Mal bringen zum Beispiel am Freitag, den 17.03.2017 die Gastwirte unserer Altstadt die Kultur und Musik der „Grünen Insel“ zu uns in die Kupferstadt und laden Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern zur großen „St. Patrick’s Day Party“ ein. Die große Bereitschaft, sich für seine Mitmenschen einzusetzen, wird sich auch wieder während der 3. Kupferstädter Frühjahrskehrwoche vom 24. bis 29. April 2017 zeigen, zu der wir als Stadt erneut gemeinsam mit der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg e.V. einladen.

 

Daneben finden natürlich noch viele weitere Veranstaltungen in Stolberg statt und die vielen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Helfer und Ausrichter freuen sich sehr auf Ihren Besuch. Es wird also wieder viel geboten in und für die Kupferstadt.

 

Herzliche Grüße

Ihr

 

 

 

 

 

 

Dr. Tim Grüttemeier

Bürgermeister

Aktuelle Meldungen:

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Mi

26

Apr

2017

Das Mauerwerk soll einem Damm weichen

4,3 Kilometer fließt der kleine Fischbach von seiner Quelle bis zur Mündung in die Vicht. Das Gewässer ist in der Regel unauffällig. Doch an einem Hochwasserschutz führt kein Weg vorbei, erklärt der Wasserverband.

Foto: Gombert
Foto: Gombert

Ein kleiner Fußweg mit einer kleinen Brücke verbindet die Eifelstraße in Vicht mit der Johannesstraße, die auf der Höhe des Altenheims nicht mehr ist als ein Pfad für Fußgänger. Wer den Hang hinauf will, muss den Fischbach überqueren, der an einem sonnigen Montagmorgen ruhig vor sich hinplätschert. „Man kann sich das kaum vorstellen“, sagt Ludwig Kniprath, „aber wenn es stark regnet, sieht das hier ganz anders aus.“ Kniprath ist Gebietsingenieur beim Wasserverband Eifel Rur (WVER) und an diesem Vormittag mit Gisela Heinen von der Unteren Wasserbehörde in Vicht unterwegs – zur Gewässerschau.

 

„Bei der Gewässerschau sehen wir uns beispielsweise einen Bach wie den Fischbach von der Quelle bis zur Mündung an und dokumentieren auffällige oder problematische Stellen, die in dieser Form noch nicht bekannt sind“, erklärt Gisela Heinen. Das können zum Beispiel Rohre sein, die von irgendwo her in das Gewässer ragen. „Dann gilt es zu klären, woher genau das Rohr kommt, welches Wasser dort abgeleitet wird – und auch, ob das Rohr in dieser Form genehmigt ist“, sagt Heinen. Gleiches gilt für Brücken, Stege oder andere Bauwerke in direkter Umgebung des Fischbachs – so zum Beispiel eine Gabionenmauer, die direkt ans Gewässer angrenzt und aussieht, als sei sie jüngeren Datums. „Wir müssen an solchen Stellen nachprüfen, ob eine Genehmigung vorliegt“, erklärt Gisela Heinen. Im Zweifelsfall nehme man dann Kontakt zu den Grundstückseigentümern auf.

 

Mit Gummistiefeln, Kamera und Kartenmaterial sowie GPS-Sender ausgestattet waten Heinen und Kniprath bachaufwärts, finden ab und an Äste oder Kanthölzer im Bett des Gewässers, die einen kleinen Rückstau verursachen. Kniprath erklärt: „Solche Sachen müssen wir entfernen lassen, denn diese Barrieren können im Falle eines Hochwassers ganz schnell für Probleme sorgen.“

 

Das war zum Beispiel im Juli 2014 der Fall, als nicht nur die Vicht, sondern auch der kleine Bach über die Ufer trat und im Ort eine Menge Keller flutete. Die Stolberger Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Das Altenheim an der Eifelstraße musste evakuiert werden und im Anschluss mehrere Wochen lang saniert. „Es ist ein Glück, dass es seinerzeit nur Sachschäden zu beklagen gab“, sagt Ludwig Kniprath.

 

Bis zu diesem Hochwasserereignis hatten dem zuständigen WVER gar keine Daten über den Fischbach vorgelegen. Es ist aber notwendig zu wissen, wie das Fassungsvermögen an jeder einzelnen Stelle aussieht, um daraufhin zu entscheiden, ob in Sachen Hochwasserschutz etwas unternommen werden muss. In den vergangenen beiden Jahren wurde der Bach vermessen und es wurden Modelle erstellt. Schnell wurde klar: Es muss bauliche Veränderungen geben, um ein Hochwasser wie 2014 besser verhindern zu können.

 

Während ihrer Tour durch den Ort bekommen WVER und untere Wasserbehörde immer wieder Gesellschaft von Vichtern. Alfred Kohn erklärt, dass es immer wieder mal zu nassen Kellern komme – auch, weil der Grundwasserpegel recht hoch liege. „Elektrogeräte wie die Waschmaschine sollte man besser aufbocken, damit man keine böse Überraschung erlebt, beispielsweise nach der Rückkehr aus einem Urlaub“, so Kohn.

 

Auch die Anlieger der Eifelstraße, deren Grundstücke direkt an den Fischbach grenzen, scheinen sich selbst gegen eventuelle Hochwasser geholfen zu haben: Ein bisweilen recht abenteuerliches Bauwerk aus Betonsteinen und Sandsäcken schützt die Gärten, Parkplätze und Häuser. „Man kann die Anwohner ja durchaus verstehen – aber das wird in Zukunft nicht so bleiben“, kündigt Ludwig Kniprath an. Das Mauerwerk Marke Eigenbau soll entfernt werden. Stattdessen soll ein Damm errichtet werden, der das Wasser von den Grundstücken fernhält. Wie so ein Damm aussehen kann, sieht man ein kleines Stückchen weiter bachabwärts, wo ein kleiner Weiher an den Fischbach grenzt. Auch müssen Bäume, die entlang des Ufers wachsen, teilweise weichen. „Die Wurzeln der Bäume sind das Problem“, erläutert Ludwig Kniprath. Werden diese zu stark, würde das Erdreich am Ufer zu sehr aufgelockert. Außerdem bestünde die Gefahr, dass der Baum kippt und das Wasser sich schnell aufstaut.

 

„Wir befinden uns derzeit noch in Gesprächen mit den Anwohnern“, erklärt Kniprath, ist sich aber sicher, dass sich der WVER mit den Vichtern schnell einig wird – der Hochwasserschutz sei ja auch im Sinne der Anwohner. Auch die kleine Brücke, die die Eifelstraße mit der Johannesstraße verbindet, kann in dieser Form nicht weiter bestehen: „Der Durchlass ist im Falle eines Hochwassers zu klein“, sagt Kniprath. Das Bachbett muss an der Stelle erweitert, die Brücke angehoben werden. Einen genauen Zeitplan für die Baumaßnahmen gibt es laut WVER noch nicht. Man hoffe aber auf eine zeitnahe Umsetzung, erklärt Kniprath.

 

Bei der Gewässerschau wird aber auch deutlich, dass eventuelle Hochwasser nicht das einzige Problem des kleinen Fischbachs sind. Immer wieder wird das natürliche Bachbett durch Sohlschalen aus Beton ersetzt. „Eine Renaturierung des Bachs wäre – sofern die umliegende Bebauung das überhaupt zulässt –natürlich wünschenswert.“

 

Die Gewässerschauen im Stadtgebiet Stolberg laufen noch mehrere Tage: Heute, Mittwoch, und morgen wird jeweils ab 9 Uhr die Vicht begutachtet. Wer mag, kann heute an den Kreisverkehr Münsterbachstraße/Eschweilerstraße kommen oder morgen an die Brücke an der Kurt-Schumacher-Straße/L 12.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

26

Apr

2017

Weiter Warten auf Hochwasserschutz an der Vicht

Rückhaltebecken: Wasserverband Eifel-Rur überprüft Planung auf Basis aktueller Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

„Dringenden Handlungsbedarf“ hat der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) für den Hochwasserschutz entlang des Vichtbaches beschrieben. Das war vor neun Jahren im städtischen Umweltausschuss. Bereits bei einem Hochwasser, das statistisch gesehen alle 50 Jahre eintritt (HQ 50), kann die Vicht die Altstadt überfluten. Schäden in Höhe von 13,4 Millionen Euro werden prognostiziert. Bei einem HQ 100 würde von der Finkensiefstraße bis zum Rathaus die Innenstadt, Teile der Mühle und der Industrie an der Nikolausstraße geflutet.

 

Vor drei Jahren, beim Hochwasser im Juli 2014, fehlte am Offermann-Platz nur eine gute Handbreit bis zur Oberkante der Ufermauer, dann hätte der heftig angeschwollene Bach die Altstadt geflutet. Knapp wurde die Schwelle unterschritten, die ein 20-jährliches Hochwasser beschreibt: Ab dieser Marke ist mit ersten deutlichen Schäden in der Altstadt zu rechnen...

 

Einem solchen Ereignis versucht der WVER vorzubeugen, was an der Vicht gar nicht so einfach ist. Denn der Bach bezieht sein Wasser aus unzähligen Siefen, Rinnsalen, Quellflüsschen und Bächen aus den Höhen der Voreifel aus einem 108 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet. Zum Vergleich: Das Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre des Dreilägerbachs mit 3,67 Millionen Kubikmeter Speicherraum umfasst lediglich zwölf Quadratkilometer.

 

Anhand der vorliegenden hydrologischen Daten untersuchte der WVER in den vergangenen Jahren den Bau von Rückhaltebecken. Eine Reihe von Varianten wurde modellhaft geprüft – etwa unter dem Aspekt, wann aus welchem Nebenfluss wie viel Zulauf auf den Scheitelpunkt des Vichtbachs treffen könnte. Ergebnis der Untersuchungen war ein Rückhaltevolumen von 1,2 Millionen Kubikmeter. Das entspricht etwa der Größe des Stausees in Heimbach.

 

14 unterschiedliche Becken mit ungesteuerten Drosseln wurden untersucht. Als hydrologisch wirksam gelten zwei Becken: eins mit einem Fassungsvolumen von 825 000 Kubikmetern unterhalb von Rott und ein 405 000 Kubikmeter fassendes Becken unterhalb von Mulartshütte.

 

Eigentlich hatte der Wasserverband beabsichtigt, nach Abschluss der hydrologischen Berechnungen zum Ende des vergangenen Jahres die detaillierte Objektplanung für die konkreten Maßnahmen in Gang zu setzen. Diese sollten im laufenden Jahr abgeschlossen und bei der Bezirksregierung Köln eingereicht werden.

 

„Jedoch müssen die hydrologischen Daten nun noch einmal überrechnet werden“, erklärt WVER-Sprecher Marcus Seiler auf Anfrage unserer Zeitung. Den Wasseringenieuren hat der Deutsche Wetterdienst quasi „dazwischengefunkt“. Dieser hat Ende vergangenen Jahres neue so genannte Basis-Daten herausgegeben: die sogenannten Koordinierten Starkniederschlags-Regionalisierungs-Auswertungen (Kostra), die der Wetterdienst in unregelmäßigen Ab­ständen herausgibt. Die ausgewerteten Daten geben „Auskunft über die Eintrittswahrscheinlichkeit von Starkregenereignissen und sind die Grundlage für die Bemessung von wasserwirtschaftlichen Anlagen“, erklärt Seiler. Der WVER habe sich entschieden, seine bisherigen Berechnungen mit den neuen Daten noch einmal zu überrechnen. „Wir möchten uns nicht dem Vorwurf aussetzen, nicht mit dem ganz aktuell verfügbaren Zahlenmaterial gearbeitet zu haben“, betont Seiler. Zudem könnte dies bei einer kritischen Wertung des Vorhabens zum Bau der beiden Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht ins Feld geführt werden. Denn in Mulartshütte und Rott gibt es Gegner des geplanten Baus der Becken.

 

Konsequenz der Verwendung der aktuellen Daten ist eine Verzögerung: Der WVER wird eine Genehmigungsplanung frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 einreichen können. Dann soll die Bezirksregierung das Verfahren übernehmen und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange einleiten. Wann eine genehmigte Planung vorliegen wird und ein Bau der Becken erfolgen kann, ist derzeit offen – wann das nächste Hochwasser kommt, auch.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

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