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Liebe Stolbergerinnen und Stolberger,

 

Spatenstich zur Sanierung des Kaiserplatzes am 16.03.2016
Spatenstich zur Sanierung des Kaiserplatzes am 16.03.2016

ich hoffe, Sie sind gut und wohlbehalten in das Jahr 2017 gestartet, das für jeden einzelnen von uns und für unsere Stadt viele Chancen und neue Möglichkeiten bietet. Schon in den vergangenen Monaten haben wir in Stolberg zusammen vieles bewegt und so die Grundlagen für eine positive Entwicklung gelegt:

 

  • Wir haben mit der umfassenden Sanierung der Stolberger Innenstadt begonnen und die ersten Bauabschnitte am Bastinsweiher und am Kaiserplatz schreiten zügig voran.
  • Wir haben in die Breitbandversorgung investiert und bis Ende des Jahres werden fast alle Haushalte Zugang zu einer schnellen Internetverbindung haben können.
  • Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die öffentliche Infrastruktur verbessert und aktuell werten wir durch den Bau des neuen Parkhauses am Stolberger Hauptbahnhof das gesamte Areal weiter auf und stärken dadurch unsere Position als bedeutender Knotenpunkt.

 

Ob in Sachen Familienfreundlichkeit, mit Blick auf die Sanierung unserer Finanzen oder bei der Stärkung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhaltes – in vielen Bereichen ist unsere Stadt vorangekommen.

 

Auch im Jahr 2017 wird sich in der Kupferstadt viel bewegen. Wir werden nicht nur weitere Projekte im Rahmen der Innenstadtsanierung beginnen und so dafür Sorge tragen, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Herzen Stolbergs weiter zu steigern. Wir werden mit der Gründung einer zweiten Gesamtschule zusätzlich das Bildungsangebot in unserer Stadt umgestalten und an den Elternwillen anpassen. Auch kulturell wird in der Kupferstadt einiges los sein.

 

Als ersten Höhepunkt können wir uns auf den Kupferstädter Karneval mit seinen zahlreichen Veranstaltungen, Umzügen, Festen und Feiern freuen. Die vielen Karnevalsgesellschaften, die bei uns in Stolberg aktiv sind und die sich mit viel Kreativität, Freude und Tatkraft für den Erhalt unseres wunderbaren Brauchtums einsetzen, haben sich wieder ein buntes und abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Ich hoffe, dass auch Sie das bunte Treiben in Stolberg genießen werden und ich wünsche allen Närrinnen und Narren viel Erfolg, volle Säle und gute Stimmung!

 

Herzliche Grüße

Ihr

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Tim Grüttemeier

Bürgermeister

Aktuelle Meldungen:

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Sa

14

Jan

2017

Tattoos sollen Stolberg Identität verleihen

Ein Lichtkonzept für die Innenstadt . Kupferhöfen, Plätzen, Brücken, Gassen und Gebäuden soll mehr Aufmerksamkeit zuteil werden.

Bildquelle: Archigraphus
Bildquelle: Archigraphus

Ötzi soll sie schon gehabt haben, und irgendwie scheint die ganze Geschichte der Menschheit von Tätowierungen begleitet gewesen zu sein. Ein Tattoo, wie man heute sagt, ist eigentlich ein Motiv, das mit einer Farbe unter die Haut gestochen wird. Viele Menschen finden das chic, bei Tieren dient eine Tätowierung meist zur Identifikation. Und beim Thema Identifikation ist man schon in Stolberg angelangt. Tattoos sollen auch hier in der Innenstadt „die Stolberger Identität prägenden Elemente entlang der Talachse lesbar machen“, wie es das Büro „Archigraphus“ formuliert.

 

Freilich wollen die Aachener Architekten nicht mit Nadel und Farbe losziehen, um Motive in Gestein zu stechen, sondern wesentlich subtiler mit Licht für Atmosphäre und eben Identifikation sorgen. Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt hat „Archigraphus“ ein Lichtkonzept entwickelt, um die einzelnen Quartiere, die wie Perlen auf einer Schnur aneinandergereiht die Innenstadt bilden, optisch miteinander zu verknüpfen und markante Orte mit Licht in Szene zu setzen.

 

Eines von mehreren vorgeschlagenen Elementen dabei ist das „Kupferhof-Tattoo“: Das stilisierte Bild eines Kupferhofes, das sowohl tagsüber ohne großartige technische Hilfsmittel erkennbar ist und in der Dunkelheit durch Illumination seine besondere Wirkung entfalten soll. Wie die Idee in Stolberg konkret umgesetzt werden soll, das muss noch „im Rahmen der Detailplanung und in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden geklärt werden“, berichten die beiden „Archigraphen“ Markus Ulrich und Joachim Schmidt. Nächsten Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung und im März im Vergabeausschuss soll das politische Plazet für das weitere Vorgehen erteilt werden.

 

Aber das Büro hat bereits „tätowiert“: in Aachen bei einem Projekt an der Königsbrücke. Dort wurde mit speziell präparierter Disco-Farbe ein historisches Stadtbild auf ein Betonlager gemalt, das tagsüber in Gelb leuchtet, und durch Illumination nachts grün erstrahlt. So einfach wird es in der Kupferstadt nicht gehen.

 

Nicht nur die privaten Eigentümer der historischen Gebäude müssen mitspielen, sondern auch die Technik und vor allem der Denkmalschutz. Nachgedacht wird erst einmal über eine Metallsilhouette in zur Kupferstadt passenden Farbtönen. Doch es bleibt spannend, was nach Planungsphase und Behördenabstimmung im Detail vorgeschlagen wird.

 

In jedem Fall ist das „Kupferhof-Tattoo“ nicht das einzige Element, mit dem die „Archigraphen“ zur optischen Wiederbelebung der Innenstadt beitragen wollen. Intensiv haben sie sich zuvor mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt. Auf Basis der geschichtlichen Entwicklung des Siedlungsfleckens an der Vicht stellten die Aachener fest, dass „die Stolberger ihre Stadt nicht über ihre Kernstadt – das Siedlungsband der historischen Stadtteile von Oberstolberg und Mühle – definieren, sondern vielmehr über Einzelquartiere und Vororte“. Die „Stadtidee“ von Stolberg erscheint den Raumgestaltern eher diffus. Aber die Talachse hat aus ihrer Sicht „aufgrund ihrer Kontinuität und ihres hohen urbanen Erlebniswertes das Zeug zum Identifikationsträger für ganz Stolberg und darüber hinaus ein hohes touristisches, und baukulturelles Potenzial“.

 

Zudem haben sich die Raumplaner mit dem aktuellen Beleuchtungskonzept der „nebeneinander entstandenen Stadtelemente“ vertraut gemacht. Sie fanden einen warmen Farbtyp mit niedriger Lichtstärke in der Altstadt, atmosphärisch getragene Lichtzonen an den neu gestalteten Räumen Kaiserplatz, Stadthalle, Bastinsweiher und Frankental sowie das kalte und intensive Licht im Korridor der Rathausstraße: „Eine Situation, die durchaus Sinn ergeben kann“, so Ulrich und Schmidt.

 

Sie wollen nun auf dieser Basis nicht nur die Nacht-, sondern auch die Tageswirkung in den Quartieren mit universell auf der ganzen Talachse einsetzbaren Elementen unterstreichen. Dabei soll die Entstehungsgeschichte der Kupferstadt einen variablen Farbduktus vorgeben: die metallischen Farbtöne von Messing, Kupfer und Zink. Das Licht soll dabei als „Lesehilfe“ bei der (Neu-)Entdeckung des Stadtraums dienen.

 

Zur praktischen Umsetzung geben die Raumplaner zehn Steckbriefe an die Hand, wie mit unterschiedlichen lichttechnischen Einrichtungen an insgesamt gut 70 Orten Wirkung erzielt werden kann: etwa als Leitobjekte errichtete und illuminierte Mühlräder (z. B. Mühlener Markt), Bodenscheinwerfer an markanten Gebäuden (z. B. Ketschenburg) und Bäumen (z. B. Offermann-Platz), eine Spur aus Lichtflecken (z. B. zur Brücke Enkereistraße), eine Aufwertung bestehender Raumerlebnisse (z. B. Jugendstilstelen an der Heinrich-Heimes-Brücke), weitere Nadelstelen (z. B. Haltepunkt Rathaus), eine flächige Anstrahlung von Fassaden (z. B. Gründerzeit-Jugendstil-Ensemble Steinweg / Stielsgasse), die Ausleuchtung von Fassadenelementen (z. B. Elefant der Apotheke) sowie eine Abstimmung der Straßenbeleuchtung in Kooperation mit der EWV – und, nicht zu vergessen, besagte Tattoos an nahezu allen Kupferhöfen der Tal­achse.

 

Natürlich haben die Architekten auch die Feder gespitzt und einmal grob kalkuliert, was ihr voll umfängliches Konzept wohl kosten würde. Mit knapp 1,1 Millionen Euro stand dann eine Summe unter dem Strich, die sich Stolberg selbst bei 80-prozentiger Landesförderung nicht leisten könnte. Also haben Raumplaner, Stadtverwaltung und politische Lenkungsgruppe gewogen und abgewogen, um die Vorschläge in einer Priorität zu gewichten.

 

Immerhin hat die nachrangige Prioritätenstufe 2 immer noch ein Volumen von rund 715 000 Euro, aber vorrangig bedacht werden soll mit erster Priorität ein Paket im Wert von 250 000 Euro. Das beinhaltet vor allem eine Reihe von Kupferhof-Tattoos, die Illumination von Baumgruppen sowie diverse Lichtflecken.

 

Auch wenn die Lichtinstallation in diesem Jahr beginnen soll, werden allerdings diese 19 vorrangigen Details nicht auf einen Streich realisiert werden können. Tobias Röhm muss da die Erwartungshaltung ein wenig bremsen. Im Haushalt stehen für dieses Jahr 100 000 Euro bereit. Darüber hinaus benötigte Mittel müssten überplanmäßig je nach Kassenwirksamkeit bereitgestellt oder für den nächsten Haushalt angemeldet werden.

 

Die gute Nachricht ist, dass Regierungspräsidentin Gisela Walsken eine Freundin der Illumination ist. Ursprünglich war das Thema „Licht im Raum“ nur für den Bereich zwischen Willy-Brandt- und Kaiserplatz vorgesehen. „Es stieß aber auf ein so großes Interesse und hohe Mitwirkungsbereitschaft, dass es auf das ganze Fördergebiet ausgedehnt werden soll“, berichtet der Technische Beigeordnete, dass auch die Bezirksregierung das so sieht und bereits im Juli zugestimmt hat. Fristgerecht sei auch der erste Förderantrag auf den Weg gebracht.

 

Bemerkenswert dabei sei, dass das Komplettpaket der „Archigraphen“ auch ein Volumen von rund 115 000 Euro privaten Engagements enthalte, das aus dem Verfügungsfonds aktuell bis zu einer Gesamthöhe von 22 500 Euro gefördert werden könne. Die Liste enthält beispielsweise die Elefanten-Apotheke, den Kupferhof Rosental sowie historische Gebäude an Rathausstraße, Steinweg und Aachener Straße. Darüber hinaus sollen weitere 19 000 Euro gestemmt werden für Projekte, die in unmittelbarer Nähe, aber außerhalb des eigentlichen Sanierungsgebietes liegen: beispielsweise der Kupferhof Steinfeld und die Grundschule Hermannstraße.

 

Tattoos, Flecken und angestrahlte Bäume

 

  • Zum ersten Maßnahmenpaket von 250 000 Euro gehören neben der grundlegenden Erarbeitung der jeweiligen Elemente folgende Projeke:
  • Tattoos an den Kupferhöfen Roderburgmühle, Veldtmühle, Ellersmühle, Rosental 2, Grünenthal, Enkerei und Krone.
  • Lichtflecken sollen erhalten Brücke und Durchgang Kaplan-Dunkel-Platz, die Brücke Steinfeldstraße, der Platz Kortumstraße / Steinweg 76, die Brücke Enkereistraße, der Quartiersplatz Wurstgasse, der Durchgang Steinweg 25 sowie Offermann-Platz zu Steinweg und Zweifaller Straße.
  • Illuminiert werden sollen die Baumgruppen von Olof-Palme-Friedensplatz, Kupferhof Rosental und Offermann-Platz. Zudem soll die Ausstrahlung des alten Rathauses verbessert werden.
  • Den aufwendigen Leitobjekten (illuminierte Mühlräder) wurde zweite Priorität gewährt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Jan

2017

Schon als Kind von Karneval total infiziert

Michael Bartz , Präsident der Ersten Großen KG und Vizepräsident des Karnevalskomitees, berichtet im Interview über seine Erfahrungen.

Foto: D. Steffens
Foto: D. Steffens

Michael Bartz ist der neue Präsident der Ersten Großen KG, die in der laufenden Session mit 8x11 Jahren ein jeckes Jubiläum feiert. Bartz war 2010 selbst Stolberger Prinz, ist Vizepräsident des Karnevalskomitees der Kupferstadt. Dirk Müller sprach mit ihm über seinen karnevalistischen Werdegang bis heute, die Prinzenlieder aus seiner Feder und einiges mehr.

 

Wie sind Sie zum Karneval gekommen?

 

Bartz: Durch meine Familie. Ich war schon als Kind karnevalsbegeistert. Der Kinderkarnevalszug in Büsbach war immer wieder das Highlight für die ganze Familie. Unser Haus an der Hostetstraße war bei dieser Gelegenheit mit rot-blauer Fahne geschmückt und mit selbst gemalten Fensterbildern verziert. Es gab Erbsensuppe, und mein Bruder Mathias und ich saßen auf der Fensterbank und haben den Zug bestaunt. Den Büsbacher Zug am Karnevalssonntag schauen wir uns übrigens immer noch dort an, da mein Bruder jetzt das Haus bewohnt. Irgendwann kam dann aber der Gedanke auf: Zuzuschauen ist toll, das Mitmachen noch besser.

 

Und wie haben Sie mitgemacht?

 

Bartz: Da mein Bruder und ich damals bei den Pfadfindern aktiv waren, haben wir uns zunächst der Pfadfindergruppe angeschlossen, die bis heute in originellen Kostümen für viel Freude in den Stolberger Zügen sorgt. Im Jahr 2000 haben wir dann eine eigene Zuggruppe gegründet: die IG junge Narren. Zuerst sind wir mit Bollerwagen, später auch mit Fahrzeugen in den Karnevalszügen mitgegangen. Wir haben dabei fünf Jahre lang untereinander sehr viel Spaß gehabt.

 

Ist aus der IG junge Narren die KG Teuflische Jecke entstanden?

 

Bartz: Ganz genau. 2005 haben wir die Teuflischen Jecke gegründet – als Alternative zu den alteingesessenen Traditionsgesellschaften sollte die KG jung, frisch und dynamisch sein, sich immer wieder selbst neu erfinden. So ist sie auch geblieben. Aber wir haben uns von Beginn an eindeutig als einen Teil des gesamten Stolberger Karnevals gesehen. Daher war schon bei der Gründung klar, dass wir dem Kupferstädter Karnevalskomitee beitreten wollten. Der damalige Komitee-Ehrenpräsident Hans-Josef Wellmann hat sich sehr für uns stark gemacht, und die KG Teuflische Jecke wurde schnell ins Komitee aufgenommen.

 

Wie kam es, dass Sie Stolberger Karnevalsprinz wurden?

 

Bartz: Das war äußerst klassisch: 2009 habe ich an einer Theke verlauten lassen, dass ich gerne einmal Prinz werden möchte. Einige Tage später folgte ein Anruf von Andreas Smyra, seinerzeit Präsident der Ersten Großen. Wir haben uns getroffen, und ich habe die Bedingung gestellt: Wenn ich Prinz werde, begleitet die Tanzgarde der Teuflischen Jecke mich bei den Auftritten. Das war gar kein Problem, und ich habe rasch gemerkt, dass die Erste Große eben nicht eingefahren und unnahbar ist, und solche Vorurteile völlig falsch sind. Ich bin seinerzeit stets netten und offenen Leuten begegnet – und das sind die Mitglieder der Ersten Großen auch heute noch. 2010 war ich dann tatsächlich Stolberger Prinz.

 

Wie haben Sie Ihre närrische Regentschaft erlebt?

 

Bartz: Es war eine absolut fantastische Zeit mit den Stolberger Jecken – und auch mit der Prinzengarde der Ersten Großen. Die Prinzengarde trägt die Tollität in der Session bildlich gesprochen auf Händen, und das ist wirklich keine Floskel. Die Mitglieder der Garde leben in der Session mit ganzer Leidenschaft für den Prinzen. Das hat mich immer wieder enorm beeindruckt.

 

So beeindruckt, dass Sie selbst Mitglied der Prinzengarde wurden?

 

Bartz: Auch, wobei mehrere Faktoren zusammenspielten. Als feststand, dass Torsten Graf aus meinem Hofstaat meine Nachfolge als Prinz antreten würde, wollte ich ihn gerne in seiner Session begleiten. Und die Erste Große suchte einen Prinzenadjutanten. Ein Amt, für das ich mich befähigt fühlte, da ich ja noch frische Prinzenerfahrung hatte. Es hat mich sehr gefreut, dass ich als Adjutant in die Prinzengarde aufgenommen wurde.

 

Dann erweiterten Sie Ihr närrisches Engagement noch im Stolberger Karnevalskomitee...

 

Bartz: Ja. Durch meine Mitgliedschaft in der Prinzengarde der Ersten Großen habe ich viele Freundschaften zu anderen Gesellschaften geschlossen, und die Arbeit im Komitee hat mich interessiert. In der Session 2011/2012 wurde ich mit Unterstützung des Komitee-Präsidenten Josef Behlau zum Vizepräsidenten des Karnevalskomitees gewählt.

 

In der aktuellen Session tragen Sie aber nicht mehr die Uniform der Prinzengarde.

 

Bartz: Stimmt, ich habe die Gardeuniform mit der Elferratsuniform getauscht, weil ich im Sommer 2016 zum Präsidenten der Ersten Großen gewählt wurde und die Nachfolge von Heinz Hartmann angetreten habe. Es ist mir eine große Freue und Ehre. Und die Erste Große im Jubiläumsjahr des 8x11-jährigen Bestehens zu repräsentieren, ist natürlich besonders großartig. Als ich in der Burg den amtierenden Stolberger Prinzen, Axel I. Wirthmüller, proklamieren durfte, hat sich für mich persönlich auch ein Kreis geschlossen, da ich selbst ja im Jahr 2010 auf dem Narrenthron saß. Jetzt Axel zu inthronisieren war ein tolles Erlebnis. Zumal die Stolberger Proklamation in stilvollem Rahmen und im Wahrzeichen der Stadt weit über unsere Region hinaus einzigartig ist.

 

Für die Erste Große steht nach dem Burggrafenfest am Sonntag, 22. Januar, das Sessions-Highlight mit der Gala-Kostümsitzung an. War es eine gute Entscheidung, die Galasitzung um Kostüme zu erweitern?

 

Bartz: Absolut. Es wäre allerdings ein Fehler gewesen, aus der Gala- eine Kostümsitzung zu machen. Das zeigt jedes Jahr unser Publikum, denn nach wie vor kleiden sich viele Gäste der Sitzung gerne in Abendgarderobe. Dass jetzt ebenfalls viele Gäste in bunten, originellen und festlichen Kostümen in der Stadthalle sind, wertet die Sitzung noch auf. Die Mischung stimmt einfach, und die Stimmung ist sehr gut.

 

Was wird dem Publikum bei der Gala-Kostümsitzung diesmal geboten?

 

Bartz: Wenn die Sitzung am Samstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr in der Stadthalle beginnt, präsentieren wir unseren Gäste traditionell ein hochkarätiges Programm. Unter anderem treten die „3 Colonias“, die „Beckendörfer Knallköpp“ und die Tanzgruppe „Original Kölsch Hännes‘chen“ auf. Die „Druckluft Marching Band“ aus Köln spricht auch das jüngere Publikum an, und wir sind besonders stolz darauf, dass wir die Ehrengarde der Stadt Köln präsentieren können, die übrigens schon vor 25 Jahren bei unserer Sitzung aufgetreten ist. Was das kulinarische Angebot betrifft, wird jetzt ein externer Caterer eine breitere Palette an Speisen zu zivilen Preisen bereitstellen. Und selbstverständlich wird der Auftritt des Stolberger Prinzen, Axel I., ein Höhepunkt der Sitzung sein. Axel wird sein Prinzenlied und ein Medley mit seiner eigenen Tanzflotte zum Besten geben.

 

Apropos Prinzenlied: Den Song von Axel I. haben Sie komponiert und getextet. Wie bereits andere Prinzenlieder zuvor. Wie kam es denn dazu?

 

Bartz: Musik ist schon lange mein Hobby. Als Kind habe ich in der Musikschule Merz Keyboard gelernt, später Bassgitarre bei dem Stolberger Ausnahmemusiker Peter Sonntag. Die Blockflöte ist glücklicherweise an mir vorübergegangen, stattdessen habe ich bei einem Blues-Workshop in der Stolberger Volkshochschule Mundharmonika gelernt. Seit 2016 nehme ich noch E-Gitarren-Unterricht bei Norbert Walter Peters im Musikstudio Steinweg. Als Jugendlicher habe ich ein Hobby-Tonstudio aufgebaut und war später auch als DJ aktiv. 2010 habe ich dann mein eigenes Prinzenlied geschrieben und in der Folge ein professionelles Tonstudio aufgebaut. Es ist für mich ein reines Hobby geblieben, aber – Kindertollitäten mitgezählt – habe ich inzwischen zwölf Prinzenlieder getextet und komponiert und war als Produzent und Textschreiber an einigen weiteren beteiligt.

 

Sie sind gleichzeitig Präsident der Ersten Großen und Vizepräsident des Stolberger Karnevalskomitees. Kommt es dabei nicht zu Interessenkonflikten?

 

Bartz: Ganz im Gegenteil, denn beide Ämter profitieren voneinander. Bei der Komiteearbeit ist es durchaus von Nutzen, dass ich in einer KG aktiv bin, und weiß, wie der Karneval an der Basis funktioniert. Umgekehrt profitiere ich als Präsident der Ersten Großen – so wie die anderen Komitee-Gesellschaften auch – von der Mitgliedschaft im Komitee. Durch den Austausch auf Bundesebene tragen wir viele Themen wie Jugendarbeit, GEMA, juristische Aspekte und mehr in die Vereine hinein. Das Komitee vermittelt den angeschlossenen Gesellschaften so wertvolle Informationen. Die Treffen auf Bundesebene haben für mich dabei noch einen schönen Nebeneffekt: Man merkt, der Stolberger Karneval braucht sich in keinster Weise hinter anderen Städten zu verstecken, sondern ist einzigartig und wirklich prima.

 

Wie hat sich das Stolberger Karnevalskomitee entwickelt?

 

Bartz: Sehr gut. Im 6x11. Jahr seines Bestehens sind dem Komitee 13 Stolberger Karnevalsgesellschaften angeschlossen – so viele wie noch nie. Und was noch wichtiger ist: Der Zusammenhalt ist sehr gut, die Gesellschaften ziehen alle an einem Strang. Die übersichtliche Größe des Stolberger Komitees ist dabei auch ein Vorteil, denn im Vergleich zu großen Verbänden mit mehr als 100 Mitglieds-Gesellschaften ist der Kontakt miteinander in Stolberg viel persönlicher. Trotzdem haben wir noch Luft nach oben. Und es sieht auch ganz so aus, als würde das Stolberger Komitee künftig noch wachsen.

 

Bedeutet eine Mitgliedschaft im Komitee, dass die beitretende KG auf große Tollitäten verzichten muss?

 

Bartz: Nein, das stimmt nicht. Natürlich wäre es schöner, wenn es in Stolberg nur einen großen Prinzen geben würde. Aber wenn es in Stadtteilen traditionell erwachsene Tollitäten gibt, ist diese gewachsene karnevalistische Struktur kein Hindernis, Mitglied im Stolberger Karnevalskomitee zu werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

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