Aktuelles - Mein ganz persönlicher Blog

In meinem Blog halte ich Sie über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufendem.

Do

17

Mai

2018

Stolberg plant Gewerbegebiet Buschmühle

Nur Grüne wegen Naturschutzes dagegen. SPD äußert ihr Befremden über gemeinsame Planungen von Aachen und Eschweiler.

Als einzige klar gegen den Versuch, ein Gewerbegebiet Buschmühle auszuweisen, positionieren sich die Grünen: „Wegen der Nähe zum Naturschutzgebiet“, sagt Dina Graetz, „und weil der Autobahnanschluss in weiter Ferne ist“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Alle anderen Fraktionen stimmen im Hauptausschuss zwar dem Antrag der CDU, die Flächen zwischen Sebastianusstraße (L 236) und „Buschmühle“ (L 221) als Gewerbegebiet zu planen und zum neuen Regionalplan anzumelden, zu, aber der Vorstoß löst bei den Sozialdemokraten durchaus Befremden in mehrerlei Hinsicht aus.

 

Dieter Wolf wundert sich, dass die Verwaltung dieses Areal nicht in der kürzlich vorgelegten Liste potenzieller neuer Gewerbeflächen in Stolberg aufgeführt hat. Das liege daran, dass es ein aktueller Antrag der CDU sei, antwortet Bürgermeister Tim Grüttemeier.

 

Dann kommt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende auf das städteregionale Gewerbeflächenkonzept zu sprechen. Das hat das Ziel, interkommunale Gewerbeflächen-Pools zu schaffen, so dass Kommunen mit einem größeren Bedarf als auf eigener Fläche dargestellt werden kann, auch zukünftig prosperieren können. Laut Prognose fehlen bis 2035 in Stolberg zwar 20 Hektar freie Gewerbefläche, aber wie könne die Stadt einerseits eine Poolbildung anstreben und andererseits ein eigenes Projekt forcieren wollen?

 

Was den eingefleischten Sozialdemokraten in diesem Zusammenhang aber außergewöhnlich befremdlich erscheint, ist das Vorpreschen der Genossen in Aachen und in Eschweiler ein bilaterales Gewerbegebiet auf noch landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Indestadt zu realisieren. In den Räten beider Städte sind mit den Stimmen von CDU und SPD jedenfalls die Planung des gemeinsamen Projektes in Hehlrath auf den Weg gebracht worden. „Dort scheint man schon sehr weit zu sein“; sagt Wolf und wundert sich sehr über die Gelassenheit der Stolberger Verwaltungsspitze. Welchen Sinn ein städteregionales Gewerbeflächenkonzept bei einem solchen Vorpreschen einzelner noch macht und wie die Beteiligung von Kommunen an welchen Gebieten zu welchen Konditionen geregelt werden, wird die Verwaltung nun auf Forderung der SPD in den Sitzungen des Rates und der entsprechenden Fachausschüsse Anfang Juli darlegen. Zudem soll es einen Sachstandsbericht über dieses Konzept, das die Agit eigentlich schon im März vorlegen sollte, geben, in dem – so wird es am Rande der Ratssitzung kolportiert – besagtes Gewerbegebiet Buschmühle bereits längst eingeplant ist.

 

Ungeachtet der städteregionalen Pläne kann die Stolberger SPD sich mit einem Gewerbegebiet Buschmühle durchaus anfreunden „mit Blick auf die Geografie und dem erwarteten Autobahnanschluss“, sagt Wolf.

 

Mit Blick auf den Bedarf in Stolberg ebenso von Gabi Halili (Linke), die sich aber fragt, warum überhaupt die Städteregion initiiert worden sei, wenn nicht zur Planung von Gewerbeflächen?

 

Genau dies sei aber eine kommunale Aufgabe, kontert ihr Bernd Engelhardt. Ein gemeinsames Auftreten der Kommunen mit einem abgestimmten städteregionalen Konzept verschaffe aber „ein besseres Standing“ gegenüber der Bezirksregierung bei der Novellierung des Regionalplanes, der langfristig die Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort definiere. „Ein Gewerbegebiet Buschmühle ist kein Schnellschuss“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende, „sondern es bedarf einer vernünftigen und sorgfältigen Vorbereitung“. Gegen die Stimmen der Grünen beauftragt der Hauptausschuss die Verwaltung mit breiter Mehrheit in die Planung einzusteigen.

 

In den 1990er Jahren werden die landwirtschaftlichen Nutzflächen als Standort für einen Stolberger Zentralfriedhof auserkoren – übrigens gegen den breiten Widerstand der Bevölkerung, die den Bestattungsfeldern in den Ortsteilen weiterhin den Vorzug gibt. In Atsch, Büsbach, Donnerberg und Münsterbusch sind zu dieser Zeit wegen anstehenden Wassers bereits keine Erdbestattungen mehr gestattet. Unter diesem Vorzeichen weist der Stadtrat 330 000 Quadratmeter an der Gabelung der beiden Landesstraßen als Friedhofsfläche aus. 1997 realisiert werden als erster Bauabschnitt lediglich zehn Prozent dieser Fläche. Doch zehn Jahre nach seiner Eröffnung wird bekannt, dass der Zentralfriedhof den gleichen Mangel aufweist wie besagte vier Friedhöfe, die für Erdbestattungen geschlossen sind: Anstehendes Wasser verhindert, dass die Leichen innerhalb der Ruhezeit von 30 Jahren verwesen können.

 

Ein Jahr später schlägt die Verwaltung dem Rat vor, den Friedhof zu schließen. 2010 beschließt der Rat, gar keine Bestattungen auf dem Friedhof Buschmühle zuzulassen. Mit dem Auslaufen der Ruhezeiten könnte das Gelände spätestens 2040 entwidmet und anderweitig genutzt werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Bewerbungen nur mit einem ganzheitlichen Konzept

Stolberg schreibt Gastronomie der Burg aus. Übernahme des Dienstleistungsvertrages möglich. Entscheidung im September.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Während Noch-Burggastronomin Monika Lück gegenüber unserer Zeitung die Richtigkeit ihrer Darstellung rund um die Frage von Parkausweisen beteuert, ihr keine Dissonanzen über den Dienstleistungsvertrag für die Burg bekannt seien und juristische Schritte gegen die Darstellungen von Bürgermeister Tim Grüttemeier ankündigte, beschloss der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung ohne Diskussionen die Verpachtung der Burggastronomie ab 1. Januar 2019 auszuschreiben.

 

Lücks City Hotel GbR hatte den seit 2011 bestehenden Vertrag fristgerecht zum Jahresende gekündigt, nachdem es in der Parkplatzfrage zwischen ihr und der Stadt zu keinem Einvernehmen gekommen war. Zu Silvester endet ebenfalls der Dienstleistungsvertrag für die Burg zwischen der City Hotel GbR und der Stadt. Gestern wurde die Ausschreibung der Gastronomie auf der städtischen Internetseite bereits inklusive des touristischen Burgkonzeptes veröffentlicht.

 

Denn von dem neuen Pächter der Restauration und Außengastronomie wird „ein aussagekräftiges Nutzungskonzept“ erwartet, „das die Burg über die rein gastronomische Nutzung hinaus als Gesamtobjekt betrachtet und geeignet ist, die touristischen Aktivitäten der Stadt rund um Burg und Altstadt zu unterstützen und zu ergänzen“. Neben dem konzeptionellen Ansatz sind Referenzen und Businessplan vorzulegen, und Aussagen zu dem Entwurf des Pachtvertrages zu treffen. Der Entwurf besteht aus den bislang geltenden Vereinbarungen. Demnach erwartet die Stadt eine monatliche Pacht von rund 1200 Euro plus Nebenkosten. Darüber hinaus könne der Pächter in den Dienstleistungsvertrag einsteigen. Dieser ist mit einer jährlichen Auszahlung von 60 000 Euro im Haushalt angesetzt. Alternativ werde die Stadt die Aufgaben mit eigenem Personal leisten, was etwa 1,5 Hausmeisterstellen entspreche.

 

Die Bewerbungsunterlagen werden bis zum 1. August erbeten. Die Bewerbungen werden dann im Rathaus durch ein Auswahlgremium mit führenden Vertretern aller Fraktionen sowie Fachleuten der Verwaltung gesichtet und bewertet. Die besten maximal drei Bewerber dürfen sich persönlich und ihre Konzepte dem Stadtrat am 11. September präsentieren; in dieser Sitzung soll dann auch die Entscheidung über die Neuverpachtung getroffen werden. Nach dem gleichen Modell war beispielsweise Anfang 2015 die Agentur für die städtische Imagekampagne ausgewählt worden.

 

Ansprechpartner bei der Stadt sind als Amtsleiter für Stadtentwicklung Andreas Pickhardt und Doris Emonts als Leiterin der Liegenschaftsabteilung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Muslimisches Studentenheim ist nun auch ein Thema im Landtag

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling stellt Anfrage an die Landesregierung. „Schlechte Idee für den Stadtteil Mühle.“

Ein Studentenwohnheim für männliche Muslime soll in der Jordanstraße entstehen. Der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) hatte dort ein Gebäude erworben. Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling hat nun eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

 

„Ein Studentenwohnheim das ausschließlich männlichen Studierenden muslimischen Glaubens zugänglich ist, stellt ein rückwärtsgewandtes Vorhaben dar und ist integrationshemmend“, erklärt er. Hintergrund der Anfrage sei, dass dem VIKZ in der Vergangenheit von nordrhein-westfälischen Behörden der Betrieb eines Schülerwohnheims sowie von internatsähnlichen Einrichtungen untersagt worden sei.

 

In seiner Anfrage möchte Kämmerling von der Landesregierung wissen, wie diese, die vom VIKZ in NRW betriebenen Projekte vor dem Hintergrund ihrer integrationsfördernden Eignung bewertet. Dabei sollen alle Einrichtungen, die der Landesregierung bekannt sind, einzeln aufgeführt werden. Außerdem fragt Kämmerling, welche Erkenntnisse von der Kölner Polizei in der „Arbeitsgruppe VIKZ“ gesammelt wurden und wie der Verband vor dem Hintergrund enorm hoher Investitionen einer offensichtlich aktiven Expansion finanziert werde.

 

Zudem geht es in der Anfrage darum, warum in der Vergangenheit Genehmigungen zur Einrichtung von Internaten durch den VIKZ von den zuständigen Behören, wie beispielsweise dem Landesjugendamt Rheinland, nicht erteilt worden seien.

 

Außerdem soll die Landesregierung Auskunft erteilen, welche Auffassung sie bezüglich der von Dritten verfassten Aussage, die Studenten- und/oder Schülerwohnheime des VIKZ seien integrationshemmend, weil sie junge Menschen von der westlichen Grund- und Werteordnung isolieren, vertrete.

 

„Egal, was bei dieser Prüfung herauskommt: Für mich steht fest, dass ein derart isoliertes Studentenwohnheim eine der schlechtesten Ideen ist, die man gerade für den Stadtteil Mühle haben kann. Insbesondere die Mühle braucht Akzeptanz für Integration. Abgeschottete Einrichtungen aber bewirken das Gegenteil. Ich persönlich begrüße das Vorhaben des VIKZ nicht“, so Kämmerling.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Aufklärung über Huntington-Krankheit ein Anliegen

Bunte Scheinwerferer und informative Vorträge über das erbliche Nervenleiden. Die Diagnose bedeutet oft einen Absturz.

Foto: M.-L. Otten
Foto: M.-L. Otten

Blaue und lila Scheinwerfer machten jetzt in der Stolberger Finkenbergkirche darauf aufmerksam, dass der Gottesdienst den an Huntington erkrankten Menschen und ihren Angehörigen galt. Das Beleuchtungsprojekt „LightItUp4HD“ startete in Kanada und erreichte 2017 auch Deutschland. Angestrahlt wurden bisher verschiedene Gebäude in Wacken, Itzehoe, Marburg, Wolfsburg, Aachen, Leverkusen, Kassel, Bochum Gelsenkirchen und Schwalmstadt und nun auch in Stolberg.

 

Blau steht für Huntington und lila für die juvenile Form der Erkrankung.

 

Für die musikalische Mitgestaltung konnte der Chor der Martin-Luther-Kirche in Brand unter Leitung von Martina Priegnitz-Werner gewonnen werden, der neues geistliches Liedgut wie „Meine Zeit steht in deinen Händen“, „Anker in der Zeit“ oder „Gib mir die richtigen Worte“ zum Besten gab.

 

Pfarrer Axel Neudorf hatte den Nachmittag unter das Bibelzitat „Helft einander, Lasten zu tragen“ aus dem Galaterbrief gestellt. In der Predigt um die Heilung eines Gelähmten legte er den Augenmerk auf die hartnäckigen Freunde, die dem Kranken beistehen und in respektvoller Selbstverständlichkeit für ihn da sind.

 

Der Glaube helfe, die Mauern zu durchbrechen, und die Gottesnähe ermögliche eine neue Beziehung, sodass der Kranke und Schwache tief in der Seele heil werde. Das anschließende Interview mit der Oberärztin Dr. Kathrin Reetz vom Uniklinikum in Aachen und mit Ingrid Krebs von der Selbsthilfegruppe in Brand zeigte dann den Zuhörern die wesentlichen Gesichtspunkte der Krankheit auf.

 

Die Huntington-Krankheit, nach dem amerikanischen Arzt George Huntington benannt, ist ein erbliches Nervenleiden, verursacht durch eine veränderte Erbanlage. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, das Erkrankungsrisiko für Nachkommen liegt bei 50 Prozent. Zu den körperlichen Veränderungen gehören Unruhe, unwillkürliche, ruckartige Bewegungen, Schwierigkeiten beim Gehen, Stehen, Sprechen und Schlucken.

 

Psychische Veränderungen äußern sich in Persönlichkeitsveränderungen wie erhöhter Reizbarkeit, Ängstlichkeit, sozialer Rückzug, und psychiatrischen Störungen wie Depression, Wahnvorstellungen, Nachlassen der geistigen Kräfte im Sinne einer Demenz-Entwicklung. In der Regel erscheinen deutliche Symptome zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Die Krankheit, die mittels eines Bluttestes gut nachweisbar ist, sei nicht heilbar, so die Auskunft der Expertinnen.

 

In den Selbsthilfegruppen haben sich Menschen zusammengeschlossen, die persönlich oder beruflich mit der Huntington-Krankheit konfrontiert sind. Aufklärung ist ihnen ein Anliegen, denn die Diagnose bedeute oft Absturz, finanzielle Probleme und Ehescheidung.

 

Der offene Umgang mit der Krankheit und die Gespräche dagegen helfen, die Erkrankten aus dem Abseits herauszuholen, sie über die Fortschritte bezüglich Behandlung, Vorbeugung und Forschung und über wirtschaftliche und rechtliche Möglichkeiten so zu informieren, dass sie weitgehend unabhängig bleiben können. Nach dem Gottesdienst bestand noch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Zeit mit der Familie ist oft Frage des Geldes

Schwangerschaftsberatung des SkF stellt Jahresbericht vor. Suche nach Hebammen und Wohnungen beschäftigen viele Familien.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Es gibt sie in allen erdenklichen Formen: egal ob klassisch oder doch eher außergewöhnlich. Die Rede ist von den Familien. Das wissen auch Tanja Dreher, Katja Bock und Claudia Blau. Wenn es in Sachen Familie nämlich Fragen oder Probleme gibt, sind die Stolberger dort an der richtigen Adresse. Die Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen arbeiten in der Schwangerschaftsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Passend zum Tag der Familien, der in dieser Woche stattfand, haben sie nun ihren Jahresbericht vorgestellt.

 

Schon seit rund 30 Jahren erfahren Frauen dort Unterstützung bei allen Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt. Mit Erfolg. Die Beratungsstelle hat einen guten Zulauf. 2017 suchten 511 Frauen die Schwangerschaftsberatung auf. 39 davon waren zugewanderte Frauen. Unterstützt werden nicht nur Schwangere, sondern auch Mütter bis zum dritten Lebensjahr des Kindes.

 

Auch wenn überwiegend werdende Mütter die Beratung aufsuchen, gibt es auch bei den Männern ein anderes Bewusstsein sich mit der neuen Rolle als Vater auseinander zu setzen. „Manchmal kommt es schon in der Schwangerschaft zur Trennung, und es stellt sich die Frage, wie Elternschaft dann gelebt werden kann. Auch wenn die Beziehungen auseinander gehen, wollen sie den Kontakt zu den Kindern oft halten“, sagt Tanja Dreher.

 

Die Beraterinnen machen allerdings auch deutlich, dass sie nicht nur von Familien aufgesucht werden, die sich in einer Problemlage befinden. Werdende Eltern müssen als Familie vielfältige Herausforderungen meistern.

 

Blau, Bock und Dreher haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder heute viel früher im Kindergarten oder von der Tagesmutter betreut werden, weil beide Eltern arbeiten gehen. „Die Idee längerfristig von nur einem Gehalt zu leben, ist nicht mehr in den Köpfen der Eltern drin. Wie lange man heute zu Hause bleibt, ist eine rechnerische Entscheidung“, sagt Katja Bock.

 

Auch finanzielle Probleme seien bei den Familien, die die Beratung aufsuchen, oft vertreten. Aufstockende Leistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag oder Arbeitslosengeld II seien keine Seltenheit. Ist dann noch ein Kind unterwegs, wird es meistens besonders eng – finanziell und räumlich. Die Anschaffung von Baby-Bett, Kinderwagen & Co. sei recht kostspielig, und auch gebrauchte Sachen seien für die werdenden Mütter oft nicht zu stemmen.

 

Deshalb sei man in der Beratungsstelle auch immer wieder auf der Suche nach gut erhaltenen Kinderwagen oder Bettchen, um so – im Notfall – eine Erstversorgung zu leisten. Als anerkannte Schwangerschaftsberatungsstelle habe man auch Zugriff auf Mittel aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ sowie auf den Bischofsfonds, ein Hilfsfonds auf den katholische Beratungsstellen Zugriff haben.

 

Doch nicht nur finanzielle Probleme müssen oft gelöst werden. Die Beratung umfasst auch rechtliche und psychosoziale Aspekte. Und auch das Thema Sprache spielt eine wichtige Rolle. Zwei Deutschkurse wurden gemeinsam mit Ehrenamtlern eingerichtet. So haben zugewanderte Schwangere oder Mütter mit Kindern bis zu einem Jahr die Möglichkeit, die Sprache zu erlernen. Auch der Austausch und das Knüpfen von Kontakten stünden im Vordergrund.

 

Ein immer wiederkehrendes Problem: die Suche nach einer geeigneten Wohnung. Gerade Menschen, die mehrere Kinder haben, alleinerziehend sind oder Hartz IV beziehen, seien bei Vermietern nicht besonders beliebt. „Ihre Chancen, eine anständige Wohnung zu bekommen, sind sehr gering“, so Claudia Blau.

 

Die Suche nach einer Nachsorge- Hebamme gestaltet sich zunehmend schwierig. Man muss sich immer früher in der Schwangerschaft darum bemühen, wissen Blau, Dreher und Bock. Für Familien mit einem besonderen Unterstützungsbedarf bietet der SkF eine weitere Hilfe an. Die enge Vernetzung zwischen der Schwangerschaftsberatung und der Familienhebamme der Frühen Hilfen ermöglicht eine frühzeitige Unterstützung. So können schwangere Frauen bei Bedarf unkompliziert vermittelt werden und erhalten dort eine qualifizierte Begleitung bis zum ersten Lebensjahr ihres Kindes.

 

Kooperationen gibt es auch zwischen der Beratungsstelle und einigen Stolberger Schulen in den Bereichen Sexualpädagogische Angebote zum Thema: Aufklärung, Familienplanung, erste Liebe oder auch Projekt bezogen „Vor dem Anfang starten“, indem es um frühe Elternschaft geht. Ziel ist hier mit Hilfe von Informationen, sich verantwortungsvoll mit dem Thema frühe Elternschaft auseinander zu setzen. Die Schüler besuchen dann in Gruppen die Beratungsstelle.

 

Dies ist jedoch nicht das einzige Angebot , das den drei Frauen am Herzen liegt. Aufmerksam machen möchten sie auch auf das Beratungsangebot rund um die so genannte vertrauliche Geburt.

 

Seit dem 1. Mai 2014 können schwangere Frauen in Deutschland medizinisch versorgt und ambulant wie stationär begleitet ein Kind zur Welt bringen, ohne dabei ihre eigene Identität preis zu geben. Die vertrauliche Geburt soll eine Alternative zur Babyklappe sein und Frauen davor schützen, ihr Kind alleine zur Welt zu bringen. Gibt es keine schwerwiegenden Gründe, die dagegen sprechen, hat das Kind übrigens nach 16 Jahren das Recht zu erfahren, wer seine leibliche Mutter ist. Im Jahr 2017 fand in Stolberg eine vertrauliche Geburt statt.

 

Neben der Beratung in Stolberg werden auch Außensprechstunden angeboten. So findet jeden ersten und dritten Donnerstag und einmal im Monat montagnachmittags eine Beratung in der Kindertagesstätte in der Florianstraße 38 in Alsdorf statt. In Baesweiler findet die Beratung jeden zweiten und vierten Donnerstag im Familienzentrum Sonnenschein in der Mariastraße 4 statt und in Eschweiler jeden ersten und dritten Dienstag beim SkF in der Peilsgasse 1-3. Bei der Beratung der Schwangeren sei es wichtig, dass man sich zwecks Terminvergabe frühzeitig – im Idealfall vor der 20. Schwangerschaftswoche – meldet.

 

Kontakt und weitere Informationen:

  • Der Sozialdienst katholischer Frauen hat in Stolberg seinen Sitz in der Birkengangstraße 5.
  • Wer einen Termin bei Claudia Blau, Tanja Dreher oder Katja Bock ausmachen möchte, kann sich unter ☏ 02402/951640 melden.
  • Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite unter www.skf-stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Auf Friedenssuche unterwegs

An Wallfahrt nach Heimbach beteiligen sich viele Christen. Führungswechsel.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

„Suche Frieden“, lautete das Motto der jüngsten Heimbach-Wallfahrt der Pfarre St. Lucia, an der sich auch Pilger aus der Büsbacher Pfarre St. Hubertus beteiligt hatten.

 

Geleitet wurde die Pilgerfahrt zum Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter in der Heimbacher Salvatorkirche von Paul Matthias Kirch. Der 65-jährige, der in seiner Eigenschaft als Präfekt die Wallfahrt zum 28. Male leitete, gab jetzt sein Amt im Rahmen einer Andacht in Heimbach in jüngere Hände weiter. Somit wird die kommende Wallfahrt von dem 30-jährigen Thomas Lang geleitet, dessen Großvater Peter Lang schon in den 1980er Jahren das Präfektenamt innehatte.

 

Beteiligt hatten sich an der zweitätigen Wallfahrt rund 85 Personen. 75 davon hatten den Hinweg zu Fuß absolviert. Einige hatten für ihre Heimbach-Pilgerfahrt den Bus genutzt. Den Rückweg bewältigten dann 18 Personen zu Fuß. Singend und betend war man am späten Sonntagnachmittag durch die Altstadt kommend zur abschließenden Dankandacht in die Kirche St. Lucia gezogen. Dort fand Pfarrer Hans-Rolf Funken lobende Worte für den scheidenden Präfekten Paul Matthais Kirch. Er dankte ihm für sein langjähriges Engagement.

 

Bereits in Heimbach hatte man Martina Lohse und Gisela Pidancet für ihre 40 Jahre währende treue Teilnahme an der Wallfahrt geehrt.

 

Seit 25 Jahren ist Manfred Lohse als eifriger Pilger unterwegs. Ihm wurde ebenfalls der Dank der 1933 gegründeten Stolberger Heimbach-Bruderschaft zuteil. In Heimach hatte man einen Gottesdienst und eine Andacht gestaltet. Inbegriffen in das Programm war auch der Kreuzweg zur Abtei Mariawald.

 

Zwischenstopps hat man auf dem Hin- und Rückweg sowohl in Mausbach und in Vossenack eingelegt. An beiden Tage hatte die Sonne vom wolkenlosen Himmel gebrannt.

 

Somit hatte sich die Wallfahrt zu einer schweißtreibenden und anstrengenden Angelegenheit gestaltet.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Aufstieg in Verbandsliga folgt der Titel

Die Handballer des Stolberger SV feiern nach dem Abpfiff des Spiels gegen Niederpleis eine erfolgreiche Saison.

Foto: L. Ebersbach
Foto: L. Ebersbach

Ohne Yannick Töws und Joshua Frauenrath (beide verletzt), dafür wieder mit Tim Heister in seinem ersten Spiel nach dem Kreuzbandriss, begann der Stolberger SV sein letztes Saisonspiel in der Handball-Landesliga vor guter Kulisse am Glashütter Weiher. Der Gast aus Niederpleis musste seinerseits ebenfalls auf drei Akteure verzichten.

 

Nach kurzer Abtastphase entwickelte sich die Partie wie so viele andere Heimspiele der Saison. Der Gastgeber stellte eine ordentliche Defensive und war im Angriff nicht zu stoppen, so dass der Halbzeitstand von 20:7 die Dominanz verdeutlichte und die Meisterschaft schon früh eingefahren war.

 

Dabei erhielten alle Akteure ausreichend Spielanteile, wobei sich Tim von der Stein und Max Schlotterhose in absoluter Spiellaune präsentierten.

 

In der 2. Hälfte setzte sich die Überlegenheit des SSV weiter fort, aber man ließ einige Großchancen ungenutzt und feierte gemeinsam mit den Fans schon den sich mit dem Schlusspfiff abzeichnenden Titel.

 

„Wenn man bedenkt, dass wir mit neun Feldspielern Meister geworden sind, dann ist diese Leistung gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die beste Mannschaft der Liga beendet absolut verdient die Saison auf Platz 1. Wir haben die direkten Duelle gegen BTB2 und Oberbantenberg klar und souverän für uns entschieden und nur durch einige Ausfälle bedingt fünf Punkte abgegeben. Die ganzheitliche Entwicklung, die Stabilität und die qualitative Balance zwischen Angriff und Abwehr war beeindruckend“, schildert SSV-Trainer Bernd Schellenbach seine Eindrücke von der abgelaufenen Saison.

 

Besonders die Variabilität in der Offensive mit den Leistungssteigerungen aller Spieler war deutlich erkennbar, so dass unter den Top 13 der Feldtorschützen der Liga gleich sechs SSV-Jungs zu finden sind, die alle über 100 Feldtore erzielen konnten.

 

Auf die kommende Saison will man sich beim SSV nun gut vorbereiten und beginnt daher am 12. Juni wieder mit dem Training, bei dem auch die drei neuen Akteure am Start sein werden.

 

„Die Mannschaft bleibt zusammen und erhält durch die Zugänge eine breitere Basis. Wir werden gewohnt intensiv arbeiten und schauen mal, wo wir nach der Vorbereitung stehen werden“, blickt Schellenbach voraus.

 

Als Aufsteiger in die Verbandsliga wird sich der SSV nun einer neuen Herausforderung stellen müssen, die man aber gerne annehmen wird. Vorsitzender Ekki Meurers und sein Team freuen sich gemeinsam mit Mannschaft, Trainer und Betreuer auf die neue Aufgabe Verbandsliga.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

17

Mai

2018

Kölsche Hits sorgen für richtige Stimmung bei den Fans

Bei Fete auf dem Alter Markt kommen Besucher auf ihre Kosten. Gute Laune mit „Pantoffelhelden“ und „Schlubbe Jubbe“.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Auch bei kühlem, aber trockenem Wetter, fand die von der Gaststätte „The Savoy“ veranstaltete Vatertagsfete auf dem Alten Markt großen Zuspruch.

 

Protagonist war die Gruppe „Pantoffelhelden“, die mit einem regionalen und Kölner Musikprogramm am Himmelfahrtstag für gute Laune und Abwechslung sorgte. Geleitet wurde das Septett von Roland Fest, der für Gesang, Banjo und Gitarre verantwortlich war.

 

Ihm zur Seite standen Svilna Robert (Trompete und Gesang), Ingo Muntaniol (Schlagzeug), Holger Höhner (Bass und Gitarre), Monika Langen (Keyboard und Gesang), Helmut Flohrmann (Geige) sowie Dieter Schaaf (Akkordeon). Sie sorgten gemeinsam mit Fest, der ebenso wie Schaaf schon zur Vorgängergruppe „Schlubbe Jubbe“ gehört hatte, dafür, dass die Songs Gestalt und Format erhielten sowie druckvoll gespielt wurden. Zur Aufführung kamen bei dem Auftritt unter anderem Songs wie „Hey Kölle“, „Ich möcht ze Foss no Kölle jon“, „In unserem Veedel“ und „Mir sin Kölsche us Kölle am Rhing“: Lieder, womit sich die Formation, die überwiegend im Kölner Raum auftritt, an das Repertoire der Gruppen „Bap“, „Bläck Fööss“ und „Höhner“ anlehnt.

 

Aber auch Stolberger Songs wie „De Lola“, „Kippenboogie“, „Schnäpse“, „Vogelsänger“ und Paraplü“ wurden gespielt.

 

Damit knüpfte das Septett, das seit 2006 unter dem Namen „Pantoffelhelden“ auftritt, an die langjährige Musiktradition der Gruppe „Schlubbe Jubbe“ an. Auf Wunsch der KG „Zunfthäre“ werden die Pantoffelhelden demnächst eine CD mit Alt-Stolberger Lieder herausbringen.

 

Die CD soll laut Roland Fest in der Karnevalssession 2019 erscheinen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Wer sauber ankommt, macht was falsch

Drei Hindernisläufe sollen kleine und große Sportler in die Stadt locken. Ein Konzept, das in der Region einzigartig sein soll.

Grafik: ZVA/Thomas Heinen, Foto: Shutterstock, Karte: mapz.com
Grafik: ZVA/Thomas Heinen, Foto: Shutterstock, Karte: mapz.com

Es wird matschig und nass rund um die Stolberger Burg und in der Altstadt. Grund dafür ist allerdings nicht das Wetter, sondern eine neue Veranstaltung, die – laut Verwaltung und Organisatorenteam – in der gesamten Region einmalig sein soll: der StolRun. Was sich dahinter verbirgt? Ein sieben Kilometer langer Extremlauf – zwölf verschiedene Hindernisse inklusive. Für die Teilnehmer bedeutet das allerdings nicht nur laufen, klettern, tauchen und rutschen. Vielmehr sollen sie die Stadt auch auf eine neue Art entdecken.

 

Begonnen haben die Überlegungen mit dem Tourismuskonzept, das die Verwaltung 2015 ausarbeitete. Die drei Themenschwerpunkte lauteten StolRun, StolBike und StolBurg. Am Sonntag, 2. September, soll der erste StolRun stattfinden und ist in drei Läufe unterteilt. Schließlich sollen nicht nur Sportler, sondern auch Familien mit der Veranstaltung angesprochen werden.

 

Los geht es an diesem Tag um

10 Uhr mit der sogenannten Kids Mile. Auf einer Gesamtlänge von zwei Kilometern können kleine Sportler zwischen acht und zwölf Jahren starten. Insgesamt sechs Hindernisse gilt es bei diesem Lauf zu überwinden. Selbstverständlich sind an jedem Hindernis unterstützende Hände, um – wenn nötig – zu helfen.

 

Ebenfalls zwei Kilometer lang und ausgerüstet mit sechs Hindernissen ist der zweite Lauf, die sogenannte Family Round, die gegen 11 Uhr starten soll. „Uns war es wichtig, etwas anzubieten, an dem die ganze Familie teilnehmen kann“, so Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. Bereits an zahlreichen Läufen in der Städteregion habe sich die Stolberger Verwaltung in den vergangenen Jahren beteiligt. So kam die Idee auf, auch in Stolberg einen Lauf ins Leben zu rufen. Das Ziel, das die Stolberger Verwaltung mit dem Konzept erreichen wollte: „Wir wollten Stolberg bekannter machen. So können die Teilnehmer schöne Stellen der Stadt entdecken und noch einmal wieder kommen, wenn es weniger anstrengend ist“, so Grüttemeier weiter.

 

Der Stolberger Verwaltungschef will als gutes Beispiel vorangehen und ebenfalls am 2. September an den Start gehen – allerdings beim Hauptlauf. Dieser soll unter dem Titel Coppermens Hell stattfinden und um 12.30 Uhr starten. Was die Teilnehmer dann erwartet? Eine sieben Kilometer lange Strecke gespickt mit zwölf Hindernissen und drei extremen Steigungen. Unter anderem müssen die Sportler über den Boden einer Matsch-Area robben und in ein Eisbecken springen. „Das Ziel ist es nicht, sauber anzukommen, sondern Spaß zu haben“, sagt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger, der ebenfalls am Lauf teilnehmen wird.

 

Start des Hauptlaufs ist vor dem Rathaus. Dann geht es durch die Altstadt, hinauf zur Burg, vorbei am jüdischen Friedhof und durch die Gehlens Kull und wieder zurück zum Stolberger Rathaus. Dort erwartet die Besucher dann ein kleines Rahmenprogramm, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt sein wird.

 

Damit die Teilnehmer nach dem Lauf auch schnell wieder in saubere Sachen reinschlüpfen und nach der Veranstaltung noch ein wenig in der Stadt verweilen können, sorgt die Verwaltung dafür, dass Umkleiden und Duschen zur Verfügung stehen, so Tim Grüttemeier.

 

Das Konzept scheint aufzugehen: Die Anmeldungen für den StolRun können sich bereits nach wenigen Tagen sehen lassen. Innerhalb der ersten drei Tage meldeten sich 60 Teilnehmer an.

 

Luft nach oben gebe es genug. „Wenn 2000 Menschen teilnehmen würden, würden wir uns freuen“, sagt Stefan Hanrath, dessen Agentur die Veranstaltung organisiert. Das Starterfeld könne alle 15 Minuten beliebig erweitert werden, so Hanrath weiter.

 

Eine Eintagsfliege soll die Veranstaltung übrigens nicht sein. Die Stolberger Verwaltung will daraus vielmehr eine neue Tradition machen.

 

Anmeldungen und Preise in der Übersicht:

  • Wer am StolRun teilnehmen möchte, kann sich im Internet unter www.stolrun.de anmelden.
  • Kids Mile und Family Round kosten pro Person 12 Euro Startgeld. Wer sich noch bis Ende Mai für den Hauptlauf anmeldet, zahlt 29 Euro. Vom 1. Juni bis 30. Juni kostet die Anmeldung 39 Euro, ab dem 1. Juli bis 31. August kostet die Anmeldung 49 Euro.
  • Wer gleich zwei Runden laufen möchte, zahlt bis zum 31. Mai 39 Euro, vom 1. Juni bis 30. Juni 49 Euro und vom 1. Juli bis 31. August 59 Euro.
  • Unterstützt wird die Veranstaltung nicht nur von der Stadt Stolberg, sondern auch von der Sparkasse, der Bäckerei Moss, der EWV sowie den Unternehmen Schwermetall und auch KMD.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Stolbergs Politik soll gegen Verwaltung Farbe bekennen

Niederschlagswasser: Bürgerinitiative fordert Stadtrat auf, „restriktivem Vorgehen zur Kanalanschlusspflicht ein Ende zu setzen“.

„Der Rat wird aufgefordert, einen Beschluss zu fassen, der restriktiven Vorgehensweise der Verwaltung zur Durchsetzung der Kanalanschlusspflicht um jeden Preis und ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort ein Ende zu setzen“: Diese Forderung erheben jetzt die Mitglieder der „Bürgerinitiative gegen den Versickerungswahnsinn der Stadt Stolberg“. Vor zwei Monaten setzten sich erstmals gut ein Dutzend individuell von den städtischen Maßnahmen betroffene Bürger zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und sich in ihrem Vorgehen abzustimmen. Bei einem zweiten Treffen einen Monat später waren es rund 80 Betroffene, die mit steigender Tendenz ihren Abwehrkampf gegen das als kompromissfrei empfundene Vorgehen der Verwaltung koordinieren.

 

Nachdem bereits der Petitionsausschuss des Landtages mit dem Stolberger Modus Vivendi angerufen worden ist, wendet sich die Bürgerinitiative nun an die Mitglieder des Stadtrates – also an die Politiker, die zuvor die Grundlagen im Ortsrecht beschlossen haben, auf die die Verwaltung sich heute bei ihren Bescheiden beruft.

 

Im Namen der Bürgerinitiative erklären Andreas Frings und Robert Bings: „Zahlreiche Mitglieder des Stadtrates haben sich in vielen Fällen schon vor Ort davon überzeugen können, zu welchen abstrusen Forderungen die bisher von der Verwaltung verfolgte Politik führt.“

 

Nun fordert die BI die Fraktionen zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde auf, mit dem Ziel die eigenen Vorschläge zur Regelung der Niederschlagswasserproblematik kurzfristig in einen neuen Ratsbeschluss münden zu lassen. Drei Termine schlägt die BI dazu vor (23. Mai, 28. Mai, 6. Juni) und bittet die Fraktionen, sich untereinander auf einen davon zu verständigen.

 

So schlägt die BI vor, den „pauschalen Vorrang der gezielten Versickerung in den Untergrund“ zu stoppen zugunsten einer „oberflächlichen Versickerung“, sofern nicht deren wesentlicher Zweck die Gebührenersparnis sei. Dabei wird auf ein „Perspektivkonzept 2025“ der Stadt Köln verwiesen. Demnach schließe die Metropole am Rhein Haftungsrisiken für sich dadurch aus, dass mit der Befreiung von der Kanalanschlusspflicht dem Grundstückseigentümer die Haftung für mögliche Schäden aus seiner Niederschlagswasserbeseitigung übertragen werde.

 

Weiterhin sollte aus Sicht der BI die Forderung nach hydrogeologischen Gutachten nicht mehr der Regelfall, sondern die Ausnahme – etwa im gewerblichen Bereich – sein. Stattdessen sollten die tatsächlichen Versickerungsgegebenheiten vor Ort betrachtet und danach entschieden werden, ob tatsächlich Schäden durch die Versickerung bereits eingetreten oder zukünftig zu erwarten sind.

 

Einen Vorrang der oberflächlichen Versickerung begründet die BI mit mehreren Argumenten. So seien tatsächliche Schäden durch oberflächliche Versickerung in Stolberg in nennenswerten Umfang sind nicht bekannt.

 

Zudem könne es umweltpolitisch nicht vertretbar sein, Gartenbewässerung im großen Umfang statt durch aufgefangenes Regenwasser durch Frischwasser vorzunehmen, stromintensive Pumpen zur Beförderung von Wasser zum Kanal zu betreiben, für Flächen, bei denen das Regenwasser bisher unzweifelhaft problemlos versickert und darüber hinaus dem Grundwasser die natürliche Wasserzufuhr zu entziehen.

 

Außerdem sei es bei einem Anschluss großer Teile der Flächen zu befürchten, dass es bei Starkregenereignissen verstärkt zu Überschwemmungen komme, weil das Kanalnetz diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen sei.

 

Auf Basis von Ortsrecht und Landeswassergesetz werde aktuell noch in einem Stolberger Merkblatt zur Befreiung vom Anschluss und Benutzungszwang für das Niederschlagswasser festgelegt, dass einer gezielten Versickerung im Untergrund Vorrang eingeräumt werde.

 

Denn eine nur oberflächliche Versickerung birge das Risiko eines ungeordneten Abflusses des Regenwassers auf Nachbargrundstücke. Ferner gelte bis dato die Erstellung eines hydrogeologischen Gutachtens als Regelfall, wenn der Grundeigentümer den Nachweis der Versickerung erbringen muss, um von der Pflicht zu einem Kanalanschluss befreit zu werden, erklärt die Bürgerinitiative zur gängigen Praxis in Stolberg.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Gott feiern als Tröster in allen Lebenslagen

Zum „Tag der Ökumene“ an Pfingstmontag feiern Jung und Alt im Gemeindezentrum. Nach dem Ökumenischen Gottesdienst gibt es buntes Angebot.

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Seit einigen Jahren hat sich der Pfingstmontag in Stolberg als „Tag der Ökumene“ fest etabliert.

 

In Erinnerung an das Pfingstereignis, das vor fast 2000 Jahren Menschen unterschiedlichster Herkunft und Sprache für Christus begeisterte, wollen auch die Evangelische Kirchengemeinde Stolberg und Katholische Kirchengemeinde St. Lucia dies in einem fröhlichen Fest miteinander feiern.

 

Der inhaltliche Akzent soll in diesem Jahr auf Gott als den Tröster in allen Lebenslagen liegen. Das Christusfest beginnt wie schon in den letzten Jahren mit einem Ökumenischen Gottesdienst um 11.30 Uhr im Saal des Ökumenischen Gemeindezentrums, bei dem die Kirchenchöre St. Cäcilia Münsterbusch und Lucia sowie die Evangelische Kantorei musikalisch mitwirken.

 

Im Anschluss lädt der Vorbereitungskreis zum gemütlichen Beisammensein bis ca. 14.30 Uhr ein, zu dem Gruppen aus dem Haus und der beiden Gemeinden eine bunte Palette von Angeboten vorbereitet haben. So ist für Speis und Trank gesorgt, am Grillstand, mit Salatbar und kulinarischen Köstlichkeiten oder auch beim Kaffee mit frisch gebackenen Waffeln. Der Weltladen ist wieder dabei und auch ein Büchertrödelmarkt. Präsentationen der Gruppen und kreative Tische laden ein, ins Gespräch zu kommen und mit zu machen. Auf die Kinder und Jugendlichen warten verschiedene Spielangebote und Spielgeräte, Hüpfkissen und Kicker.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Meistertitel wird in der Rüst ausgespielt

FC Breinigerberg richtet Sparkassenpokal um Stadtmeisterschaft aus. Elf Teams am Start. Favoriten verteilt auf drei Gruppen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die Gruppen und damit die Vorrundenspiele zur Fußball-Stadtmeisterschaft um den Sparkassenpokal sind ausgelost und versprechen einen interessanten Turnierverlauf. Der vom Stadtsportverband veranstaltete Wettbewerb wird diesmal vom FC Breinigerberg ausgerichtet und findet in der Zeit vom 23. bis zum 30. Juni statt. Mit einem kleinen Wermutstropfen, denn auf dem „Balkan“ treten auf dem Rasen des Platzes in der Rüst nur elf Mannschaften an. Und dies nicht etwa in Folge der Fusion von Grün-Weiß Mausbach und VfL Vichttal, denn der frisch verschmolzene Verein ist bei der Stadtmeisterschaft dennoch mit zwei Teams vertreten.

 

Tatsächlich ist es der FC Stolberg, der keine Mannschaft stellt und beim Kampf um die Stadtkrone in Form des Sparkassenpokals nicht vertreten ist. „Als der Termin der Stadtmeisterschaft bekannt gegeben wurde, hatte unsere 1. Mannschaft noch die Chance auf die Relegation und den Aufstieg in die Kreisliga A, was sportlich für uns Priorität hatte. Bedingt durch die beginnende Urlaubszeit konnten wir leider auch die 2. Mannschaft nicht in Team-Stärke für die Stadtmeisterschaft aufstellen“, erklärt Hans-Josef Siebertz, Vorsitzender des FC Stolberg.

 

„Wir bedauern, dass wir absagen mussten, und plädieren dafür, dass die Stadtmeisterschaft in Abstimmung mit dem Stadtsportverband, dem Sponsor, dem jeweiligen Ausrichter und den anderen Stolberger Turnier-Veranstaltern künftig an einem festen Termin am Ende der Sommerferien stattfindet“, sagt Siebertz. Anton Küffen, Geschäftsführer beim FC Breinigerberg, erläutert, die Stadtmeisterschaft zu terminieren, sei diesmal besonders schwierig gewesen: „Es gibt in Stolberg drei große und lange Sommerturniere, mit denen die Stadtmeisterschaft nicht kollidieren soll. Hinzu kommt noch die Fußball-Weltmeisterschaft, so dass wir zusätzlich darauf achten mussten, dass die Begegnungen beim Sparkassenpokal nicht zeitgleich mit Spielen der Deutschen Elf stattfinden.“

 

Mit nun also elf teilnehmenden Teams ergibt sich bei der Stadtmeisterschaft ein Vorrunden-Modus mit zwei Vierergruppen, von denen die ersten drei Mannschaften ins Viertelfinale einziehen, und mit einer Dreiergruppe, bei der die beiden bestplatzierten Teams weiterkommen. Für die Gruppe A bedeutet dies wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen am Samstag, 23. Juni, ab 14 Uhr. Denn während der Mittelrheinligist VfL Vichttal als klarer Gruppenfavorit an den Start geht, kämpfen mit dem Ausrichter FC Breinigerberg, dem VfR Venwegen und dem BSC Schevenhütte drei Mannschaften aus der Kreisliga C um den Einzug ins Viertelfinale.

 

In der Gruppe B, die am Sonntag, 24. Juni, ab 11 Uhr spielt, kann Bezirksligist FSV Columbia Donnerberg als sicherer Anwärter auf das Viertelfinale gelten, wogegen es zwischen den grün-weißen Mausbachern, momentan Schlusslicht in der Kreisliga B, und dem FC Adler Büsbach aus der Kreisliga C spannend werden dürfte. Wenn eine Vorrundengruppe für Überraschungen gut ist, dann wohl Gruppe C, weil am Sonntag, 24. Juni, ab 14 Uhr vier Teams aus vier Ligen aufeinandertreffen. In der Favoritenrolle misst sich Mittelrheinligist SV Breinig mit der SG Stolberg aus der Kreisliga A, den Sportfreunden Dorff (Kreisliga C) und ASA Atsch (Kreisliga D).

 

Gespielt wird in der Vorrunde wie im Viertelfinale Montag und Dienstag, 25. und 26. Juni, jeweils ab 18 Uhr und im Halbfinale, Donnerstag, 28. Juni, ab 18 Uhr über einmal 45 Minuten. Bei dem Spiel um den dritten Platz und dem Finale der Stadtmeisterschaft um den Sparkassenpokal, Samstag, 30. Juni, ab 16 Uhr beträgt die Spielzeit zweimal 30 Minuten.

 

Kommt es beim Endspiel zum Gleichstand wird das Spiel um zweimal 10 Minuten verlängert, bevor notfalls ein Elfmeterschießen entscheidet.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Erstes Fest im neuen Haus

Die Zweifaller Feuerwehr lädt Familien ein.

Foto: C. Ebener
Foto: C. Ebener

Mit einem bunten Familienfest wurde der Vatertag bei der Zweifaller Feuerwehr gefeiert.

 

Die Wehrkräfte hatten besonderen Grund zur Freude, denn erstmals konnte man rund um das brandneue Gerätehaus feiern, wie Löschgruppenführer Stephan Brück betonte.

 

Mit einer Hüpfburg, der großen Wiese mit Fußballtor, einem kleinen Bagger und einem Wasserspiel war für die kleinen Gäste gesorgt, während sich die großen zum gemütlichen Plausch auf dem Vorplatz und in der Halle trafen, wobei auch die Erwachsenen noch einiges über die Feuerwehr vor Ort und ihre ehrenamtliche Arbeit lernen konnten.

 

Neugierige Kinder gewannen einen Einblick in das Innenleben eines Einsatzfahrzeugs und ließen sich für die Jugendfeuerwehr begeistern. Das Spielcorps 1925 Zweifall war ebenfalls mit dabei und sorgte für die passende musikalische Untermalung.

 

Der Löschzug freute sich über viele Gäste und besonders über die Kameraden aus anderen Löschzügen und Vereinen, die den 17 Zweifallern Feuerwehrkräften einen Besuch abstatteten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Über Jahrzehnte dem Verein und der Jugend verbunden

Beim Vereinsjugendtag zeichnet der SV Breinig zahlreiche Ehrenamtler für ihre Unterstützung aus. Wahl des Vorstandes.

Foto: Bene Kloubert
Foto: Bene Kloubert

Eine große Resonanz fand der Vereinsjugendtag des SV Breinig in der Vereinsgaststätte „By Henry“ auf der Schützheide.

 

Die Nachwuchskicker fanden sich ein, um einen neuen Jugendvorstand zu bestimmen. Einstimmig wurde Thomas Menke als Jugenleiter, seine beiden Stellvertreter Stefan Becker und Günter Kloubert gewählt. Der Jugendgeschäftsführer Sascha Hommes wurde ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt.

 

Nach einem Überblick über die noch nicht ganz abgelaufene Saison fand Sascha Hommes lobende Worte für das Breiniger Fußballcamp, welches in den Osterferien zum 6.Mal ausgetragen wurde. Organisiert wird das Camp von Eric Morsch, Sportlicher Leiter Jugendbereich, und Sascha Hommes selbst. Auch stellte Sascha Hommes die Arbeit von Kilian Simon als ausgebildeten Athletiktrainer für alle 15 Jugendmannschaften heraus.

 

Im Verlauf der Veranstaltung gab Günter Kloubert einen Überblick über die Aktionen und Feste in dieser Saison. So unterstützten 30 D-Jugendspieler, zusammen mit der Spielgemeinschaft der DJK Dorff, die Stolberger Kehrtage. Auch das soziale Engagement der übrigen Jugendmannschaften wurde hervorgehoben.

 

Still wurde es, als Thomas Menke die Verdienste der aus dem Jugendvorstand ausscheidenden Simone Marcelli für den Verein hervorhob. Simone war in ihrer 22-jährigen Tätigkeit für den SV Breinig als Spielerin und Betreuerin zahlreicher Jugendmannschaften sehr erfolgreich.

 

Im Anschluss wurden einige Jugendspieler für ihre zehnjährige Mitgliedschaft im Verein mit einem Präsent geehrt. Die Verbundenheit zum Verein durch ehrenamtliche Tätigkeit ist eines der Schwerpunkte, die sich der neue Vorstand für die neue Saison setzt.

 

Turnierkoordinator Mirko Marinovic berichtete, nicht ohne Stolz, dass abermals 55 Jugendmannschaften am Mexiko-Turnier 2017 teilnahmen. Dann bedankte sich Thomas Menke bei allen ehrenamtlichen Jugendtrainer und weiteren Helfern der Jugendabteilung. Ohne ihr Engagementwäre keine so erfolgreiche Jugendarbeit möglich.

 

Nach der Wahl des neuen Jugendvorstands wurden die zahlreich erschienenen Jugendlichen und weiteren Vereinsangehörigen noch zu einem gemeinsamen Zusammensein im Vereinsheim eingeladen.

 

Neuer Jugendvorstand: Thomas Menke, Jugendleiter; Günter Kloubert und Stefan Becker, beide stv. Jugendleiter; Sascha Hommes, Jugendgeschäftsführer, Jugendkassierer, Boris Conrads.

 

Weitere Beisitzer im Jugendvorstand sind: Dr. Werner de Fries, Fabian Groß, Bene Kloubert, Tim Höfer, Julius Menke, Philipp Menke, Achim Kreus, Daniel Hennigs, Eckhard Schenk, Andreas Dahmen, Ralf Kmieckowiak, Olaf Rubey, Mirko Marinovic

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

16

Mai

2018

Im Westernstil kräftig gefeiert

Ein Vatertagsfest gibt es in Zweifall. Eingeladen dazu haben die „Copper City Pioneers“. Mit Saloon, Whisky-Bar und gefülltem Tanzzelt.

Foto: C. Ebener
Foto: C. Ebener

Ein Vatertagsfest der anderen Art gab es in Zweifall zu erleben. Die „Copper City Pioneers“ luden zum 32. Mal zum „Vatertag in Western-Art“, wie es Vorsitzender Sigi Kress beschrieb. Auf der 2003 eröffneten Ranch kamen zahlreiche Countryfans und -tänzer aus der ganzen Region zusammen, Kennschilder aus Köln, Düsseldorf, den Niederlanden und Belgien gab es auf dem Parkplatz. Einige Hobbyisten hatten es sich bereits auf dem Gelände eingerichtet, wo sie bis Pfingsten im echten Pionier-Stil leben. Beim Vatertagsfest sorgten Saloon, Whisky-Bar und die passende Musik von „Beethovens Boogie Country Trio“ und DJ Renata für die optimale Stimmung. Zudem wurden mehrere Workshops angeboten, um beim Linedance sein Können unter Beweis zu stellen. Das Tanzzelt füllte sich den ganzen Tag über immer wieder, während der Nachwuchs auf dem großen Gelände genug Platz zum Spielen hatte und große Augen machte, als eine Postkutsche auf dem Platz vorfuhr. Wer selbst einmal in die Western-Welt reinschnuppern will, kann jeden Mittwoch um 20.30 Uhr vorbeischauen.

 

Mehr Infos gibt es unter:

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Nebulöse Vorgänge im Seniorenzentrum

Mitarbeiter aus der Einrichtung am Amselweg melden sich zu Wort. Mobbing und Burn Out? Verdi kann das nicht bestätigen.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Kaum zu sehen war das Seniorenzentrum am Amselweg gestern Morgen – versteckt hinter einer undurchsichtigen Nebeldecke. Undurchsichtig scheint wohl auch das zu sein, was sich derzeit im Inneren der Einrichtung abspielt. Ende der vergangenen Woche berichteten wir, dass die finanzielle Situation der Einrichtung am heutigen Dienstag Thema in Hauptausschuss und Rat sein wird. Daraufhin meldeten sich einige Mitarbeiter, die nun ihre Sicht darstellen wollen.

 

Bereits in der Vergangenheit hatte das Thema Arbeitsbedingungen immer wieder eine Rolle gespielt. Von Überlastung und Druck war die Rede. Ende des vergangenen Jahres fand schließlich eine Mitarbeiterversammlung statt. Dabei stand nicht nur die finanzielle Situation der Einrichtung im Vordergrund, sondern auch der Gesundheitszustand der Mitarbeiter. Der sollte verbessert werden. Mit einer Analyse der Arbeitsplatzbelastung, die ein externer Anbieter durchführen soll, wollte man die Situation vor Ort darstellen.

 

Betriebsrat und Mitarbeiter sowie die Geschäftsführung hatten die Aufgabe, einen entsprechenden Fragenkatalog zusammenzustellen. Dieser sei nun fertiggestellt, teilte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier auf Nachfrage mit. Am morgigen Mittwoch findet in der Einrichtung eine Betriebsversammlung statt. Auf dieser soll der Fragenkatalog vorgestellt werden. Gegenüber unserer Zeitung hatten sich die Mitarbeiter beschwert, dass sich diesbezüglich bisher noch nichts getan habe. Und damit nicht genug.

 

Vor allem gegenüber Geschäftsführerin Gabriele Makola erheben sie schwere Vorwürfe. Mittlerweile seien zwölf Angestellte in psychologischer Behandlung. Gründe dafür seien Burn Out und Mobbing. Auch Klagen wegen Mobbings seien bereits eingereicht worden.

 

Harald Meyer, Gewerkschaftssekretär der Verdi für den Bereich Gesundheit und Soziales, ist bereits seit etlichen Jahren mit der Situation vor Ort betraut. Auch er nahm an der Mitarbeiterversammlung Ende des vergangenen Jahres teil und stehe mit dem Betriebsrat in engem Austausch. Es gebe mehrere Probleme in der Einrichtung, eines davon sei die Geschäftsführerin, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung. Mobbing-Fälle und damit verbundene Klagen seien ihm allerdings nicht bekannt. Ausschließen würde er dies jedoch nicht.

 

Auch zur aktuellen finanziellen Situation der Einrichtung beziehen die Mitarbeiter Stellung. Zu den eingesparten 30 000 Euro eines Hausmeisterpostens schreiben sie: „Einer der Hausmeister, bzw. Hausmeistergehilfen sollte seinen Hut nehmen, damit die Zahlen passen. Ihm wurde nach zehn Jahren Tätigkeit im Haus angeboten entweder Altenpfleger zu werden, oder sein Job ist Geschichte, und das mit über 50 Jahren – unglaublich!“

 

In der heutigen Ratssitzung wird Geschäftsführerin Gabriele Makola der Kommunalpolitik Rede und Antwort stehen. Ihre Mitarbeiter hoffen, laut eigener Aussage, dass sich in Sachen Arbeitsbedingungen bald etwas ändern wird.

 

„Wir haben alle die Nase gestrichen voll. Die Zahl der Kündigungen steigt und steigt“, heißt es in den Ausführungen der Mitarbeiter weiter.

 

Die Stolberger Verwaltung und die Geschäftsführung der Einrichtung reagierten gestern auf die Vorwürfe überrascht. Es habe keinerlei Anzeichen für Probleme gegeben, vielmehr habe man in den vergangenen Wochen mit den Mitarbeitern und auch mit dem Betriebsrat gut und konstruktiv zusammengearbeitet, hieß es.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Die „Blaupause“ entsteht für die deutschen Kontrollzentren

Stolberger EWV spielt aktive Rolle bei der Gestaltung der Energiewende.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Es geht um die Zukunft dessen, was nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 in Deutschland eingeläutet wurde: die Energiewende. Binnen der kommenden Jahre sollen Wind und Sonne mittels dezentraler Anlagen 80 Prozent des Strombedarfs decken. Damit verbunden ist eine Abkehr von Großkraftwerken mit ihrem gut steuerbaren Übertragungsnetz hin zu regionaleren Verteilnetzen mit Anschluss an den Endverbraucher. „Diese Netze müssen smarter werden, um Stromerzeugung und -bedarf in einem komplexeren Energiesystem auszubalancieren“, sagt Yvonne Rollesbroich. Damit stehen die Netze und ihre Betreiber vor großen Herausforderungen, denn Vorbilder für das neue System gibt es bislang nicht“, erklärt die Pressesprecherin der Stolberger EWV. Aber bereits in zwei Jahren soll in der Innovationsregion Rheinisches Revier ein solches Kontrollzentrum in Betrieb gehen – als „Blaupause“ für solch virtuelle Kraftwerke in anderen Regionen Deutschlands.

 

Dazu befindet der Stolberger Stadtrat in seiner Rolle als einer der führenden Gesellschafter heute über eine Beteiligung der Energie- und Wasserversorgung GmbH an einer Projektgesellschaft namens „Dezentrales Energie Management“ – kurz DEM. Weitere Partner dabei sind die Stadtwerke Aachen, die NEW AG mit Sitz in Mönchengladbach, die Stadtwerke Düren sowie die private Projektgesellschaft SME Management GmbH mit Sitz in Heppendorf. Ihre beiden Gesellschafter, Kurt Vetten und Dr. Stefan Röder, sollen jeweils einen Prozent, die kommunalen Versorger jeweils 24,5 Prozent der DEM-Geschäftsanteile halten. Die Gesellschafter wollen die DEM mit einem Eigenkapital von 1,25 Millionen Euro ausstatten. Die Rentabilitätsberechnung sieht bereits ab dem kommenden Jahr schwarze Zahlen vor, ab 2021 soll der Gewinn nach Steuern die Millionen-Euro-Grenze überschreiten.

 

Die Herausforderungen bei der Sicherung der zukünftigen Versorgung liegen in der Systemstabilität und Versorgungssicherheit bei schwankender regenerativer Energieerzeugung und -verbräuche, Effizienz, nachhaltige Energieinfrastrukturen und Preise sowie inhärent sichere Versorgungszentren. Dies soll durch eine Bündelung verschiedener regenerativer Energieanlagen innerhalb einer Region erfolgen.

 

Bereits vor einem Jahr stellte sich unter der führenden Beteiligung der EWV-Tochter Regionetz GmbH das Förderprojekt „Quirinus“ diesen Herausforderungen. Beteiligt sind zudem Forschungsinstitute von Hochschulen, Netzbetreiber, Energieversorger sowie Wirtschaftsunternehmen. „Quirinus“ hatte sich dem Förderwettbewerb „VirtuelleKraftwerke.NRW“ der Leitmarkt Agentur NRW gestellt und gewonnen. Der Lohn ist eine Fördersumme von sechs Millionen Euro, mit der Analyse und Design von Testszenarien zur Steuerung der regionalen Energieversorgung begonnen wurden. Es folgen Simulation und Aufbau eines Prototyp-Leitstandes, der in diesem Jahr in einem Pilotbetrieb münden soll.

 

Um Ergebnisse des Förderprojektes in der Praxis anwenden, Synergieeffekte nutzen und gleichzeitig ab 2019 vorgeschriebene gesetzliche Regelwerke einhalten zu können, ist die DEM auf Basis der Energieversorger und der im Wesentlichen agierenden SME Management in Gründung.

 

Sie soll einerseits die „Blaupause“ für rund 30 bis 40 alleine in Deutschland erforderliche regionale Kontrollzentren mit Netz-, Einspeise- und Last-Management liefern und aktiv betreiben, sowie andererseits ihr Wissen weitergeben. Dazu zählt die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Applikationen ebenso wie ein Campus-Angebot mit Workshops, Lehrgängen und Fortbildungen sowie eine klassische Consulting-Leistung von der Analyse über die Lösungsentwicklung bis zum Betrieb von Energiezentren bei Dritten.

 

Aus Sicht der Stadtverwaltung passen diese DEM-Aktitäten sowohl zu einem eigenen Netzbetrieb innerhalb der Regionetz GmbH wie auch zur Strategie der EWV, die ihrerseits das Angebot an erneuerbarer Energie in Form von Windparkanlagen und Solarparks ausbaue. Das gemeinsame Engagement in Form der DEM sei als Zukunftsinvestition für die sich ergebenen neuen Anforderungen an die Verteilnetzbetreiber zu betrachten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Ansteckende Spielfreude und besondere Show

Die „32/20 Bluesband“ tritt am Freitag, 18. Mai, in der Stolberger Musikkneipe „Piano“ auf. Nicht nur Fans des traditionellen Blues sind begeistert.

Foto: Klaus Wanjek
Foto: Klaus Wanjek

Eine Hommage an den Blues, authentisch und schweißtreibend, interpretiert mit der geballten Kraft des Rock - das bietet die „32/20 Bluesband“ am Freitag, 18. Mai den Gästen der Altstadtkneipe „Piano“.

 

Tom Neukirch (Gesang, Gitarre), Heiko Wilhelmus (Gitarre), Ingo Neukirch (Bass) und Ben Krämer (Schlagzeug) sind seit 18 Jahren „on the road“ und begeisterten in ihren mehr als 600 Konzerten quer durch die Republik und das benachbarte Ausland nicht nur Fans des traditionellen Blues, sondern brachten mit ihrer energiegeladenen Show und ihrer ansteckenden Spielfreude auf diversen Festivals auch eingefleischte Rocker, Punker und Elektro-Jünger zum Tanzen.

 

In dieser Zeit entstanden vier Studioalben und eine Live-Veröffentlichung, und im renommierten Fachmagazin „Gitarre & Bass“ ist die beliebte Band von der Mosel bereits zum Act des Monats gekürt worden.

 

Bei ihrem mittlerweile 6. Auftritt in der Musikkneipe „Piano“ in Stolberg präsentiert sie neben Eigenkompositionen auch Coverversionen von Bluesgrößen wie B.B.King, Cream, Jimi Hendrix, Peter Green und vor allem Rory Gallagher.

 

Das Konzert im „Piano“ beginnt um 20.30 Uhr, der Eintritt für die Musikfans ist frei.

 

Weitere Informationen findet man im Internet unter

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Die prächtigen Stolberger Villen im Blick

Im 19. und 20. Jahrhundert errichtet. Referat von Toni Dörflinger.

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden an Stolbergs Peripherie und in separater Lage zahlreiche Villen und repräsentative Wohnhäuser: so an der Aachener- und von-Werner-Straße sowie am Steinweg und an der Rathausstraße. Aber auch in Büsbach wurde für die Bürgermeister der einst selbständigen Gemeinde in der Nähe des früheren Rathauses am Marktplatz eine stattliche Villa errichtet. Auftraggeber und Bauherren der prächtigen Gebäude wie die Villa Lynen, das Stadthaus Schleicher oder die Villen Willms, Wirtz und Prym (Waldfriede) waren überwiegend Stolberger Industrielle und Unternehmer, aber auch vermögende und wohlhabende Bürger.

 

Sie nutzten für die Gestaltung und Architektur ihrer Gebäude unter anderem die Formensprache von Historismus, Jugendstil und Expressionismus. Aber auch der Heimatschutzstil spielte eine Rolle. Vorgestellt wird die Geschichte dieser und anderer Bauten im Rahmen eines Text- und Bildvortrages, der auch die von den Baumaßnahmen betroffenen Menschen mit einer Kurzbiografie darstellt am Dienstag, 29. Mai, von 19 bis 20.30 Uhr im Kulturssaal des Kulturzentrums, Frankentalstraße. Referent ist Toni Dörflinger. Die Veranstaltung ist gebührenfrei, Anmeldung nicht erforderlich.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Radtourenfahrt mit Teilnehmerrekord

Insgesamt 771 Teilnehmer gehen von Breinig aus an den Start. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Neues Programm.

Foto: R. Fuchs
Foto: R. Fuchs

Einen neuen Teilnehmerrekord hat die Radtourenfahrt des RC Dorff verzeichnet: 771 Aktive sind von Breinig aus an den Start gegangen und haben die verschiedenen Tourenfahrten absolviert, die der RC Dorff vorbereitet hatte.

 

Von der Städteregion und der Eifel, vom Bergischen Land, Düsseldorf, den Niederlanden, dem Köln-Bonner Raum und dem Ruhrgebiet waren die Radfahrer mit dem Kfz angereist. Etliche Teilnehmer haben dafür 200 Kilometer und mehr zurückgelegt. Oder sind wie eine Gruppe aus Weilerswist gleich mit dem Sportgerät zum Start- und Zielbereich an der Breiniger Grundschule gefahren.

 

Von dort aus konnten die Aktiven wählen, ob sie eine 49 Kilometer lange Tour mit nur circa 600 Höhenmetern fahren oder die anspruchsvolleren Varianten über 82 oder 111 Kilometer mit 1200 beziehungsweise 1620 Höhenmetern in Angriff nehmen.

 

Für besonders gut trainierte Sportler stand zudem eine Strecke über 158 Kilometer zur Verfügung, die stattliche 2220 Höhenmeter aufwies. Neu im Touren-Katalog des RC Dorff war eine Strecke für Familien, die mit 220 Höhenmetern über knapp 20 Kilometer ausschließlich über Feldwege rund um Breinig führte.

 

Allen Touren gemein war, dass keine Zeitnahme erfolgte, denn auch die 38. Auflage der Radtourenfahrt des RC Dorff war kein Wettrennen, sondern als große Breitensportveranstaltung gedacht, bei der auf ausgewählten Strecken die schöne Umgebung und die Verpflegung an den Kontrollpunkten genossen werden konnte.

 

„Aber es gibt Wertungskarten vom Bund Deutscher Radfahrer BDR, und je nach absolvierter Distanz werden Punkte vergeben, die gesammelt werden können“, beschrieb Helmut Groß, Chefkoordinator der Radtourenfahrt des RC Dorff.

 

Seitens des BDR waren auch mehrere Kontrollfahrer auf den Strecken unterwegs. „Sie überprüfen, ob wir alle Auflagen erfüllen, ob die Beschilderung der Strecken stimmt, ob an den Kontrollpunkten genügend Verpflegung vorhanden ist und so weiter“, erklärte Josef Braun, Pressewart des RC.

 

Bisher habe der Verein stets gute Bewertungen vom BDR erhalten. Ein Grund mehr, warum die Veranstaltung des RC Dorff die größte Radtourenfahrt im Bezirk Aachen ist. Weitere Gründe sind freilich attraktive Strecken, reichliche und vielfältige Verpflegung, das gesellige Beisammensein im Zielbereich inklusive Livemusik und die professionelle Organisation der Veranstaltung seitens der Ehrenamtler des RC Dorff.

 

Dazu sei eine akribische, mitunter auch bürokratische und unterm Strich langwierige Vorbereitung nötig, erläuterte Groß: „Um am zweiten Maiwochenende die Radtourenfahrt ausrichten zu können, beginnen wir im August des Vorjahrs mit den Vorbereitungen, die dann ab November intensiviert werden. Je näher die Veranstaltung rückt, desto häufiger finden unsere Planungstreffen statt.“

 

Am Vortag des Events gelte es dann, die Strecken zu Beschildern. „Für die Radtourenfahrt sind an zwei Tagen gut 60 Vereinsmitglieder des RC Dorff freiwillig im Einsatz.“

 

Und kaum ist die Tourenfahrt mit neuem Teilnehmerrekord beendet, steht schon der nächste Clou des RC Dorff an: „Ab dem 19. Mai bieten wir die neue TG2018 an. Das ist eine offene Trainingsgruppe für Einsteiger und alle Interessierten, die in der Gruppe Radfahren möchten und sich immer am Friedhof Alt Breinig trifft“, sagt Braun.

 

„Innerhalb der Gruppe trainieren Mentoren vom RC Dorff die Teilnehmer unverbindlich und kostenlos, um die körperlichen und technischen Fähigkeiten auf dem Rad zu verbessern.“ Das erste Treffen sei für Samstag, 19. Mai, um 10 Uhr terminiert.

 

Am Dienstag, 22. Mai, beginne dann der eigentliche Trainingsrhythmus, und die Gruppe starte immer dienstags (Kraft- und Ausdauertraining), donnerstags (Techniktraining) und freitags (Sprint und Schnelligkeit) jeweils um 17.30 Uhr und sonntags (Ausdauertraining) um 10 Uhr am Breiniger Friedhof. Während an den Wochentage Trainingseinheiten von 90 bis 120 Minuten geplant seien, könnten die sonntäglichen Ausdauerfahrten bis zu vier Stunden dauern. „Aber die Intensität des Trainings bestimmen grundsätzlich die Teilnehmer selbst, und Gäste sind uns immer willkommen“, betont Braun.

 

Mehr Infos online:

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Im großen Freibad-Becken zumindest ein Remis geholt

Die Wasserballmannschaft des Stolberger SV sichert den Punkt gegen Rheinhausen praktisch mit dem Schlusspfiff.

Foto: Peter Grümmer
Foto: Peter Grümmer

Die erste Mannschaft des Stolberger SV hat nach drei punktlosen Spielen in der Wasserball-Oberliga wieder ein Remis erspielt.

 

Mit nur neun Mann startete das Stolberger Team stark in Rheinhausen, hatte bedingt durch das große Freibadbecken zwischendurch aber Probleme und holte mit dem 10:10 (3:3, 1:1, 3:1, 3:5) letztendlich einen glücklichen Punkt sechs Sekunden vor Schluss.

 

Nach einem furiosen Beginn (3:0) kämpft sich Rheinhausen zurück in die Partie, bis zur Halbzeit bleibt es ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Centerspieler und Rückraumschützen auf beiden Seiten gute Aktionen haben.

 

Im dritten Viertel erspielten sich die im Freibad heimstarken Gastgeber einen Zwei-Tore-Vorsprung, konnten diesen im Schlussabschnitt sogar zeitweilig (8:5, 9:6) ausbauen. Der SSV ließ jedoch den Kopf nicht hängen und spekulierte mehrmals erfolgreich mit einer Unterzahlverteidigung.

 

Im letzten Angriff bot sich Rheinhausen beim Stand von 10:9 bei 3:2-Überzahl die Chance, den Sack zuzumachen. Als der Ballbesitz jedoch aufgrund taktischer Ballaufgabe noch einmal wechselte, schlug der SSV sechs Sekunden vor Spielende mit dem dritten Centertor des Schlussviertels eiskalt zu und sicherte den Punktgewinn.

 

Insgesamt zeigt der dünn besetzte SSV eine ordentliche Leistung, die Fehlerhäufigkeit war deutlich geringer als zuletzt. Rheinhausen untermauert jedoch eindrucksvoll, warum sie schon in der Vorsaison den Abstieg durch eine starke Heimserie im Freibad verhindern konnten. Am Ende ist der Punktgewinn für den SSV glücklich, über die gesamte Spieldauer aber nicht unverdient. In den letzten vier Spielen will der SSV nun den Bronzeplatz sichern, dazu werden noch einige Punkte nötig sein. Die nächste Partie der Kupferstädter findet am 29. Mai bei der SGW Köln II statt, wo der SSV erneut im großen Becken antreten muss. Die Tore für den SSV erzielten Mark Braun (4), Sebastian Braun (3), Stefan Bergs (2) und Stefan Sanft (1).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Auf zum Schlangenberg

Der Eifelverein lädt zu einer Wanderung ein.

Der Eifel- und Heimatverein Breinig lädt ein zu einem von ortskundigen Wanderführern begleiteten informativen Spaziergang für jedes Alter an. Treffpunkt am Pfingstmontag, 21. Mai ist um 14 an der Kirche St. Barbara, Alt Breinig. Danach wandern die Teilnehmer gemütlich rund zweieinhalb Kilometer durch den Schomet und wieder zurück. Für interessierte Spaziergänger geht es ab Schomet weiter zum Schlangenberg, dort steht zur Zeit die Galmeiflora in voller Blüte. Ein Besuch im Informationszentrum NSG Schlangenberg in der alten Hauptschule Breinigerberg schließt diese fünf bis sechs Kilometer langeTour ab. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, da auch unbefestigte Wald- und Wiesenwege begangen werden. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Auftakt in Freiluft-Saison misslungen

Der SV Tennis kann lediglich ein Untentschieden bei den Damen holen.

Der SV Tennis beklagt einen missglückten Start in die Sommersaison. Lediglich die Damen holten ein Unentschieden. Alle übrigen Spiele gingen verloren.

 

Das Spiel SSV Damen gegen den VFR Übach - Palenberg in der 1. Bezirksliga endete 3:3. Gegen starke Gäste holten die Damen ein letztlich verdientes Unentschieden. Nach den Einzeln stand es durch Siege von Andrea Frings und Annika Bergrath 2:2. Den Punkt zum Remis holte das Doppel Janna Scholl und Corina van Lent.

 

Im Spiel TC Heimbach gegen SSV Herren 60 in 2. Bezirksliga holten die Gastgeber einen 5:1-Sieg Den Ehrenpunkt für die Gäste holte Stefan Appelt im Einzel. Die restlichen Punkte gingen an die Gastgeber.

 

Der TC Zweifall besiegte die Gäste aus Stolberg des SSV Herren in der 1. Kreisliga mit 6:0. Ein klarer Erfolg für die Gastgeber. In diesem Lokalkampf gab es für die Herren nichts zu holen. Der SSV Herren 65 unterlag dem TC Bayer Dormagen 2 in der 2. Verbandsliga 1:5. Auch hier waren der SSV chancenlos. Lediglich Winfried Klaes an Nr.1 gewann sein Match. Das Doppel K.Mathar/K.Fusik musste sich 3:10 geschlagen geben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Mühevolle Arbeit der Schüler zerstört

Unbekannte toben sich auf dem Schulhof der Grundschule Bischofstraße aus. Blumenkübel umgeschmissen, Pflanzen ausgerissen.

Ganz schön stolz waren Schüler und Lehrer auf ihren Holzzug auf dem Schulhof. Die Kinder der Klasse 3c der Grundschule in der Bischofstraße hatten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Susanne Elsen und einem Schreiner in mühevoller Arbeit gewerkelt und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Ein kleiner Nutzgarten sollte entstehen, Radieschen, Möhren, Kartoffeln, Tomaten und Gurken wurden bereits gepflanzt. Nun hofften die Kinder, dass sie noch vor den Sommerferien die erste Ernte zu sich nehmen könnten. Doch ihre Erwartungen wurden nun enttäuscht.

 

Gleich zwei Mal wurden die Waggongs des Zuges in der vergangenen Woche von Unbekannten umgeschmissen. Die Schulleitung reagierte schnell und ließ die Lok schließlich im Boden verankern. So wollte man weiteren Aktionen vorbeugen – zumindest war das der Plan.

 

Am vergangenen Wochenende dann der nächste Schock. Als Lehrerin Susanne Elsen die Pflanzen gießen wollte, machte sie eine unliebsame Entdeckung. „Leider wurden am langen Wochenende alle Pflanzen herausgerissen und auf dem Schulhof verteilt. Um auf das Schulgelände außerhalb der Schulzeiten zu gelangen, muss man über ein Tor klettern“, erklärte Schulleiterin Susanne Thieves. Die Situation sei für Schüler und Lehrer sehr ärgerlich, da besonders viel Mühe in das Projekt gesteckt worden sei. Thieves hofft nun, dass die Zerstörer nicht noch einmal zuschlagen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

„Heim Time“ aufgelegt

Neue Heimzeitung im Agnesheim aufgelegt.

Foto: C. Hahn
Foto: C. Hahn

Sie sind wieder da und lassen von sich hören: Junge Menschen, die im Agnesheim oder einem seiner sieben (vier verstreut in der Stadt, drei weitere in der Nordeifel) Wohngruppen leben, melden sich wieder zu Wort – mit einer neuen Nummer ihrer Zeitschrift „Heim Time“ (geplante Auflage: 100 Exemplare), die bis dato den Namen „No Name“ getragen hat. Themen: Fußball, das Leben im Heim und vieles andere mehr.

 

Unterstützt wird das Team aus der jungen Afrikanerin Baki Salifu, Fabio Russo, dem Asiaten „Mystery Man“ , der nicht mit seinem richtigen Namen genannt werden will, und weiteren Mitgliedern von den Erziehern Steffen Johr und Denise Klinkenberg, der Leiterin des Agnesheims, Kornelia Stöcker, sowie Thomas Meirich von der Stadtbücherei.

 

Den bunten Strauß an Themen bindet das Team bei seinen Treffen, die einmal pro Vierteljahr stattfinden. Dabei zerbrechen sich die Blattmacher die Köpfe nicht nur darüber, wer über welches Thema schreibt.

 

Auch die weiteren Schritte wie den Rücklauf der Artikel überwacht das Team – auch für die Schritte bis zur Drucklegung sind die Redakteure verantwortlich und nutzen dabei das Programm „Microsoft Publisher“.

 

„Mystery Man“, der ein hoch talentierter Comic-Zeichner ist und demnächst mit einem Bild nach allerbester Manga-Art in der Bücherei im Kulturzentrum an der Frankentalstraße vertreten sein wird, widmet sich im Übrigen dem Thema „Plastikmüll“. Das liegt ihm sehr am Herzen, denn: „Umweltschutz ist wichtig – das soll man nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

 

Für Bibliothekar Thomas Meirich hat die Zusammenarbeit mit dem Heim Tradition: „Wir leben seit Ewigkeiten in guter Nachbarschaft.“ Meirich, der den kreativen Wettbewerb, in dessen Zug das Manga-Bild entstanden ist, organisiert hat, sieht zudem eine direkte Verbindung zwischen der Kooperation mit dem Heim und dem allgemeinen Auftrag der Bibliothek: „Gerade bei uns steht die Leseförderung obenan.“

 

Was das betrifft, gehen die „Heim Time“-Macher sogar einen Schritt weiter: Sie lesen nicht nur; sie schreiben auch selbst.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Viele bekannte Schlager wohlklingend in Szene gesetzt

Beim Frühjahrskonzert des Instrumentalvereins Eilendorf stehen mehr als 100 Mitwirkende auf der Bühne. Viel Applaus.

Foto: C. Hahn
Foto: C. Hahn

Rund 300 Zuhörer lockte das Frühjahrskonzert des Instrumentalvereins Eilendorf (IVE) am Samstagabend in das Museum Zinkhütter Hof. Die meisten von ihnen waren aus dem nahen Aachener Stadtteil nach Münsterbusch angereist und lauschten aufmerksam den Darbietungen der drei IVE-Orchester mit insgesamt zirka 100 Mitwirkenden.

 

Das Motto ließ etwas von der Vorfreude auf den Besuch des französischen Staatspräsidenten Macron zur Karlspreis-Verleihung im Rathaus der Kaiserstadt erkennen: „Vive la France!“

 

Das ließ auch fröhlich bis romantisch die Pressesprecherin des Vereins, Maria Vossen, erkennen, die charmant durch den Großteil des rund zweieinviertelstündigen Programmes führte – nicht jedoch durch den ersten Block mit vier Beiträgen des von Didier Dhont geleiteten Musikschul-Orchesters, bei dem die Jüngsten des IVE gleich die beiden Moderatorinnen und mit dem zehnjährigen „König Laurin“ Lochhaas anfangs auch den „Dirigenten“ stellten.

 

Das Repertoire des munter aufspielenden Ensembles wirkte faccettenreich – wobei Laurin nach seiner gestenreichen Einlage bei der einleitenden „Fanfare für den Sonnenkönig“ von Ivo Kouwenhoven auch noch bei der „Balade de la Tour Eiffel“ in Erscheinung trat, und zwar als Solo-Posaunist an der Seite von Didier Dhont.

 

Das gleichfalls von ihm dirigierte Jugendorchester nahm nach der Zugabe der kleinen „Kollegen“ das Podium ein und zollte mit Gilbert Becauds Schlager „Et Maintenant“ und dem stimmungsvollen „L‘Été Indien“ von Joe Dassin der „Grande Nation“ Frankreich Tribut – und ebenfalls mit Maurice Ravels „Boléro“, dem an der Trommel Maximilian Hecker, Sohn des IVE-Vorsitzenden Frank Hecker, rhythmische Struktur verlieh.

 

Mit dem 15-jährigen Jonas Scheidgens am Flügelhorn konnte sich zudem ein weiterer Solist aus der Jugend in deren Block wirkungsvoll und wohlklingend in Szene setzen.

 

Nach den Junioren in ihren schwarzen Polohemden, die wie die Jüngsten nicht um eine Zugabe herumkamen, genossen die „Großen“ in ihren grünen Westen den großen Auftritt.

 

Den Ton gab dabei eine Frau an: Janneke Hanssen-Moerke, die zuvor in den Orchestern der Kinder und der Jugendlichen als Hornistin dem Gesamtklang Wärme und Tiefe verliehen hatte. Film- und Musical-Melodien zu „Der Glöckner von Notre Dame“, „Ratatouille“ und „Les Misérables“, dazu Edith Piafs Chanson „La vie en rose“ forderten die Fähigkeiten der Musiker zur farbigen Gestaltung ihres Repertoires heraus und schufen ihn gleichzeitig ausreichend Freiräume, um die eigene Virtuosität öffentlich zu präsentieren.

 

Vereinschef Hecker zeigte dabei, dass er nicht nur die Arbeit des IVE organisieren, sondern auch als Schlagzeuger dem Sound des Großen Blasorchesters den nötigen Wumms mitgeben kann.

 

Der Verein im Internet:

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Lieder treffen den Nerv

Kirchenchor St. Hubertus singt im Marienheim.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

„Sonne im Mai“ und andere Frühlings- und Wanderlieder sangen die Damen und Herren des Kirchenchores St. Hubertus jetzt im Marienheim.

 

Chorleiter Franz Körfer hatte ein kurzweiliges und unterhaltsamen Programm zusammengestellt, wobei auch die Bewohner die Möglichkeit hatten, mitzusingen.

 

Die Flötengruppe um Günter Jansen präsentierte im Wechsel mit dem Chor instrumentale Stücke, die an das Erwachen der Natur am Ende des Winters erinnerten. Besonders der Tanz in den Mai und ein argentinischer Tango trafen den Nerv.

 

Marita von der Weiden sang nicht nur und spielte auf der Gitarre die Lieder mit, sondern versuchte mit lebendig vorgetragenen Gedichten vom Glück und über das Alter, nicht nur beim Auto, die Senioren auf einer emotionalen Ebene zu erreichen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

Zum dritten Mal in Folge Königin geworden

Damit sichert sich Finni Kockart die Kaiserwürde.

Foto: Karl-Heinz Meulenberg
Foto: Karl-Heinz Meulenberg

Finni Kockartz ist auch die neue amtierende Königin der St.-Sebastianus-Schützen Stolberg-Atsch.

 

Bis das Ergebnis feststand, werdenn nun die Königswürde tragen darf, war es jedoch zunächst ein längerer Weg. Der Holzvogel fiel er mit dem 223. Schuss Richtung Boden.

 

Da Finni Kockartz bereits zum dritten Mal hintereinander Schützenkönigin ist, wird sie im Anschluss an Ihrer Regentschaft 2019 zur Kaiserin proklamiert.

 

Finni Kockartz ist seit 1995 Mitglied in der Bruderschaft. Bis zum heutigen Tag wurde sie nun zum 5. Mal Schützenkönigin.

 

Die Krönung der neuen Schützen-Kaiserin findet während des Schützenfestes am Samstag, 16. Juni, statt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

15

Mai

2018

„Die Schatzis“ holen sich den Titel an der Kugel

Großes Boule-Turnier in Gressenich . 32 Mannschaften treten auf 16 Bahnen gegeneinander an. Aktive und Zuschauer haben ihren Spaß.

Foto: C. Hahn
Foto: C. Hahn

Wer in der Region und weiträumig um sie herum gerne eine ruhige Kugel schiebt, kennt mit Sicherheit Gressenich. Dort wird Boule gespielt, der Sport mit den Metallkugeln, bei dem es gilt, dem „Schweinchen“ möglichst nahe zu kommen.

 

Schon seit 18 Jahren findet in Gressenich der Wettbewerb um den Vatertagspokal statt, der seit drei Jahren Mathias-Minderjahn-Cup heißt.

 

Jeweils am Feiertag Christi Himmelfahrt ausgetragen, zieht der Treff rund um das Bistro „Elle“ an der gleichnamigen Straße die Boulesportler in Scharen an. Rund 100 Mitspieler, darunter zu einem Drittel Frauen, traten denn auch in diesem Jahr in 32 Mannschaften bei vier Runden auf den 16 Boule-Bahnen rund um den Treffpunkt in Gressenich an.

 

Ebenso wie den Wettstreit unter einander genossen die Teilnehmer, die mit verbissen leistungsfixierten Athleten nicht das Geringste am in diesen Kreisen beliebten Strohhut hatten, die Bewirtung durch das Bistro-Team um Wirt Eckehard Vanderbrück.

 

Für Organisator Rolf Minderjahn, den Neffen des 2012 verstorbenen „Namenspatrons“, war dieser 18. Wettbewerb ein ganz besonderer: „Zum ersten Mal spiele ich nicht mit.“

 

Grund: Minderjahn wollte sich verstärkt um Aufgaben jenseits der Wurfmarkierung kümmern – übrigens nicht allein, sondern zusammen mit seinen ebenso engagierten Mitstreitern Andreas Grouls und Wolfgang Uebachs.

 

Kennzeichnend am aktuellen Wettbewerb waren nicht nur Fairness und Kameradschaft, sondern auch das unverkrampfte Miteinander der Geschlechter. Fast jede Mannschaft aus drei Spielern trat gemischt an. Nicht alle Boulespieler, die ihre Metallkugeln möglichst nahe an das farbige „Schweinchen“ aus Kunststoff zu bringen versuchten, frönen übrigens auch sonst das ganze Jahr hindurch diesem Sport, den die Minderjahns quasi im Urlaubsgepäck nach Gressenich importiert haben: Unter anderem traten auch die Wasserballer vom Stolberger SV und die Kicker aus Wenau an.

 

Dass es unter Boulern nicht so ganz ernst zugeht, merkt auch der Laie an den Namen der Mannschaften auf den vorderen Rängen. So verloren die Lokalmatadore aus dem Gressenicher Team „Three Generations“ um Nikolai Kujawski das Spiel um die Plätze 1 und 2 mit 9:13 gegen „Die Schatzis“ aus Niederzier-Krauthausen. Platz 3 belegen Rudi Matheis & Co. aus Stolberg nach einem 13:1 gegen das Eschweiler „Team Pipa“. An fünfter Stelle landeten schließlich Rolf Werner und seine Leute aus Stolberg.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

14

Mai

2018

Faszinierende Einblicke in das Mittelalter

Burgritterlager findet zum 16. Mal statt. Handwerk, Musik und Schwertkämpfe stehen auf dem Programm. Auch Berührungsängste.

Foto: Deliah Gronau
Foto: Deliah Gronau

Musik, Kettenhemden, Schwertkämpfe und eine Drechselbank: Bereits zum 16. Mal veranstalteten die Stolberger Burgritter ihr Burgritterlager. Wer sich darunter allerdings einen Mittelaltermarkt vorstellte, lag vollkommen falsch. Denn auch in diesem Jahr handelte es sich nicht um einen typischen Markt, sondern vielmehr um ein Treffen befreundeter Gruppen, die Interessierten einen Einblick in das mittelalterliche Leben ermöglichten. Und das kam bei den Stolbergern besonders gut an.

 

Bei strahlendem Sonnenschein konnten Groß und Klein am Samstag Einblicke in das mittelalterliche Handwerk gewinnen. Das Herstellen von Kettenhemden brachte den Besuchern Gerd Bergheim näher. Im Mittelalter hätte man ihn wohl den Sarwürker (Kettenhemdmacher) genannt. „Um ein Kettenhemd für Kinder herzustellen, benötige ich um die 9 000 Ringe. Kettenhemden für Erwachsene bestehen aus circa 20 000 bis 30 000 Ringen, je nach Maß“, erklärte Bergheim.

 

Die verarbeiteten Ringe haben einen Durchmesser von rund einem Zentimeter. Hergestellt werden sie aus Draht, der um ein rundes Stück Holz gedreht und anschließend in die einzelnen Ringe geschnitten wird. Ein Kettenhemd für Erwachsene wiegt stolze 30 Kilogramm. Der Sarwürker ist bereits seit 14 Jahren Burgritter. Das kleinste Kettenhemd, das er hergestellt hat, ist gerade einmal 40 Millimeter breit und 50 Millimeter hoch. Es besteht aus 725 Ringen mit einem Innendurchmesser von 1,7 Millimetern.

 

Für einen Einblick in die Arbeit an der Drechselbank sorgte André Barck. Er zeigte, wie aus Holz Gebrauchsgegenstände wie Becher und Schalen, aber auch Holzkugeln und Kerzenständern hergestellt werden können.

 

Bei Willi Becker, dem Seiler, konnten die Besucher des Burgritterlagers erfahren und zusehen wie Seile hergestellt werden. „Zuerst werden Schnüre aus Hanf oder Bast hergestellt. Drei Schnüre der gleichen Dicke, Beschaffenheit und Länge werden dann miteinander zu einem Seil verschlagen“, erläuterte Becker.

 

Neben den Burgrittern, die ihr Handwerk präsentierten, sorgte auch der Bettler Ede für Aufsehen, der mit Buckel und Krücke barfuß durch das Lager hinkte. Begeisterung, vor allem bei den Kindern, löste der Zauberer Magus Antonius aus, doch auch die Erwachsenen konnte er mit seinen Zauberkünsten beeindrucken. Für Gaumenfreuden sorgte Agims Familie mit einem „orientalischem Genusstraum“, musikalische Impressionen lieferte „Saitentanz“.

 

Fünf bis sechs Mal im Jahr kommen die rund 15 Stolberger Burgritter bei Lagern wie diesem zusammen. Das Lager auf der Burg Stolberg sei mittlerweile aber leider kleiner geworden, so Ralf Herff, der von den Burgrittern „Der Graf“ genannt wird. Zudem finde das Ritterlager nicht bei allen Bürgern der Kupferstadt Anklang: „Viele Menschen haben Berührungsängste“, schilderte Herff. Besuch gab es in diesem Jahr von einer Delegation der Ritter von Streitberg, den Koufliute von Veußel aus Troisdorf, der Familie Prodöhl aus Siegen, Les Loups d‘Opale aus Faches Thumesnil (Lille), dem Wyvernbund aus Roetgen, der Delegation der Schildwächter aus Gangelt sowie der Delegation der Gruppe Viatoris aus Krefeld.

 

Ein weiteres Highlight: der Schwertkampf. Am Samstagnachmittag wurde dieser mit einem lauten Musketenschuss eröffnet. Wer jedoch mit einem einstudierten Showkampf gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Denn die Ritter kämpften im Freikampf. Die Schwertkämpfer trugen zum Teil Kettenhemden und Lamellenpanzer. Die Auswahl der Schutzkleidung war den Rittern aber freigestellt, lediglich Helm und Handschuhe waren Pflicht für die Antretenden.

 

Gekämpft wurde nach dem Regelwerk „Zeit der Schwerter“. Die erlaubten Trefferzonen im Kampf richten sich unter anderem nach der Schutzkleidung der Schwertkämpfer. Laut dem Kodex sind im Kampf aber unter anderem das Zustechen mit dem Schwert, Schläge auf Kopf, Hals und Gelenke sowie Hände und Füße verboten, denn die Aktiven treten mit echten Schwertern an. Das Missachten der Regeln wird mit Verwarnungen geahndet. Mutwillig hat aber keiner der Schwertkämpfer gegen die Regeln verstoßen.

 

Auch in diesem Jahr ist es den Stolberger Burgrittern, die nicht nur am Samstag, sondern auch am gestrigen Sonntag ihre Besucher empfingen, wieder einmal gelungen, mit dem Ritterlager, den Schwertkämpfen und den Einblicken in die mittelalterlichen Handwerke, das vergangene Zeitalter für ein Wochenende zum Leben zu erwecken.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

14

Mai

2018

Familienfest lockt trotz Regen zahlreiche Besucher an

Zum Familientag der Städteregion und dem internationalen Museumstag gibt es im Zinkhütter Hof ein Fest für Klein und Groß.

Foto: Eva Rößler
Foto: Eva Rößler

Schatzsuche, Kinderschminken und Münzengießen: Das Museum Zinkhütter Hof bot gestern in Zusammenarbeit mit der Stadt ein Programm für Groß und Klein. Anlass war nicht nur der Familientag der Städteregion, sondern auch der internationale Museumstag.

 

Schon seit Anfang des Jahres wurde dieser Tag vorbereitet und geplant. Beteiligt waren daran Petra Grüttemeier und Saskia Engelhardt vom Zinkhütter Hof und das Team der kommunalen Jugendarbeit, bestehend aus Hermann Mohnen, Anne Barry, Petra Morgenstern und Dominique Lopes-Pedro. „Wir wollten das Familienfest mit einem Jahrmarktsgefühl versehen, indem wir viele Stände und Spiele draußen aufbauen“, erzählte Saskia Engelhardt. Das war aufgrund des Regens leider nicht möglich. Viele Spiele und das Grillen mussten nach drinnen verlegt werden. Die Stolberger ließen sich von dem Regen jedoch nicht stören und besuchten das Museum in großer Zahl.

 

Für die Kinder gab es einen Laufzettel mit verschiedenen Stationen, die sie abarbeiten konnten. Diese waren in den verschiedenen Museumsräumen verteilt aufgebaut. Für jede besuchte Station gab es einen Stempel, und wer alle Stempel gesammelt hatte, durfte sich einen kleinen Preis aussuchen.

 

Die Aufgaben und Spiele wurden von verschiedenen Einrichtungen und Organisationen angeboten. Am Stand vom Helene-Weber-Haus konnten die Kinder Instrumente basteln, die Lebenshilfe Aachen führte ein Schwarzlichttheater auf und in Zusammenarbeit mit dem „Haus der kleinen Forscher“ hatte der Zinkhütter Hof einen kleinen Sinnesparcours aufgebaut.

 

Außerdem bot das Jugendamt Kinderschminken an und das Jugendparlament hatte verschiedene Gesellschaftsspiele aufgebaut und sogar einen Kicker mitgebracht.

 

Viel Spaß hatten die Kleinen auch mit Clownerike und mit Märchenerzählerin Maria Riga. Sie entwickelte mit den Kindern neue Geschichten zu Bildern von Marina Freude.

 

Neben den Ständen, die für das Familienfest aufgebaut waren, waren die Ausstellung des Museums und die Experimentierwerkstatt ebenfalls offen.

 

Auch die Türen der Geschichtswerkstatt wurden an diesem Tag für die Besucher geöffnet. „Normalerweise muss die Geschichtswerkstatt gebucht werden, aber zu diesem Anlass haben wir sie öffentlich zugänglich gemacht“, berichtete Saskia Engelhardt. Thema war dort die Industrialisierung Stolbergs und der Region.

 

Zwei Highlights des Tages waren zudem die Zumba-Aufführung, die junge Flüchtlinge einstudiert hatten, und die Sandbilder-Geschichte, die zum Abschluss auf der Bühne aufgeführt wurde.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

14

Mai

2018

Der nächste Rekord überquert die Ziellinie

Rund 1150 Starter bei „Breinig läuft!“ locken zahlreiche Zuschauer an. Positive Entwicklung der Teilnehmerzahlen in den Altersklassen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Der Titel der wohl größten Sportveranstaltung in der Kupferstadt ist eigentlich „tiefgestapelt“. Denn bei „Breinig läuft!“ sind wieder Sportler aus der gesamten Städteregion und der Eifel, aus Düren, Köln, Bonn, Mönchengladbach, Belgien und den Niederlanden an den Start gegangen. Und mit rund 1150 Aktiven hat „Breinig läuft!“ in der fünften Auflage erneut einen Teilnehmerrekord aufgestellt. Allein beim Hauptlauf, dessen Ergebnisse in die Wertung des Rur-Eifel-Volkslauf-Cups einfließen, überquerten nach 10 Kilometern 264 Sportler die Ziellinie. 20 absolvierten die Distanz als 2er-Staffel, und 189 Läufer absolvierten die 5-Kilometer-Distanz.

 

Am Streckenrand von Beginn an dabei war Peter Borsdorff, der mit einem zur Spardose umfunktionierten Laufschuh Spenden für seine bekannte wohltätige Initiative „Running for Kids“ sammelte. Der langjährige Kenner der Laufszene stand schon um kurz nach 10 Uhr bereit, um die ersten Wettbewerbe nicht zu verpassen. „Ich bin ja bei sehr vielen Läufen zugegen, aber die 6er-Staffeln der Grundschüler sind einmalig. So etwas gibt es nur bei ,Breinig läuft!‘, und es ist toll, dass immer mehr Kinder daran teilnehmen“, meinte Borsdorff.

 

Tatsächlich gingen in 69 Staffeln diesmal insgesamt 414 Stolberger Grundschüler an den Start, was einen weiteren Rekord darstellt. „Unser Grundgedanke bei den Schüler-Staffeln war, die Kinder an den Sport heranzuführen, ihnen Freude an der Bewegung zu vermitteln“, beschrieb Carmen Gieseler von der Werbegemeinschaft Breinig, die den Ausrichter von „Breinig läuft!“, die Leistungsgemeinschaft (LG) Stolberg, bei der Veranstaltung unterstützt. Mit-Organisator Markus Ganser freute sich, wie gut dieser Plan bereits im fünften Jahr aufgegangen sei: „Wir sehen, dass die Teilnahme den Kindern viel Spaß macht, und die Entwicklung der Anmeldezahlen spricht eindeutig für sich.“

 

Womit Ganser nicht nur auf die Grundschul-Staffeln als solche abzielte, denn die Idee trägt Früchte und strahlt längst auch auf die anderen Schüler- und Jugendwettbewerbe aus, wie der Vergleich der Teilnehmerzahlen beweist.

 

Aus 8 Läufern in der Altersklasse U14/16 bei der Premiere sind inzwischen 26 geworden, aus 19 U12-Startern jetzt 38. Haben bei der ersten Auflage von „Breinig läuft!“ noch 9 U10-Schüler das Ziel gesehen, waren es jüngst 52, und in der Altersklasse U8 sind aus 10 heute 41 Teilnehmer geworden. Zudem überquerten diesmal 41 Bambini in der Klasse U6 die Ziellinie.

 

„Die positive Entwicklung des Events ist bei allen Altersklassen gegeben, was zeigt, dass ,Breinig läuft!‘ auch für die Zukunft gut aufgestellt ist“, sagte Ganser und hob besonders hervor, dass dieser Erfolg für die LG Stolberg nur im Zusammenspiel mit den vielen freiwilligen Helfern und Unterstützern möglich sei: „Daher bedanken wir uns sehr herzlich, bei den Anwohnern und Bürgern, die durch solche Großveranstaltungen beeinträchtigt werden und Verständnis dafür aufbringen, bei der Werbegemeinschaft Breinig, bei den Sponsoren und Staffel-Paten sowie bei den Breiniger Ortsgruppen der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK sowie weiteren ehrenamtlichen Helfern“, betonte Markus Ganser.

 

Alle Ergebnisse der Wettbewerbe:

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

14

Mai

2018

Fusion und E-Mobilität im Fokus

IG Metall: Zukunftstechnologien als große Chance für unseren Industriestandort. Die beiden Geschäftsstellen Stolberg und Düren sollen im Frühjahr 2019 verschmolzen sein. Büros bleiben erhalten.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Einstimmig entlastet haben die Delegierten den Ortsvorstand und die Geschäftsführung der Industriegewerkschaft Metall Stolberg/Eschweiler um die Bevollmächtigten Martin Peters und Paul Zimmermann.

 

In seinem Geschäftsbericht dankte Peters den Metallern für ihr starkes Engagement bei den jüngsten Warnstreiks: „Nur die aktive Teilnahme vieler Kollegen hat unseren Erfolg möglich gemacht“, betonte der 1. Bevollmächtigte, der auch auf die Betriebsratswahl zurückblickte, die für die IG Metall sehr positiv geendet sei. „Die Wahlbeteiligung von mehr als 80 Prozent war sehr gut, und wir stellen 102 von 105 gewählten Betriebsräten.“ Im Jugendheim Münsterbusch stand zudem ein Zwischenbericht zur Fusion der Geschäftsstellen Stolberg/Eschweiler und Düren auf der Tagesordnung.

 

„Derzeit organisieren und trainieren wir die künftige Arbeitsteilung, dann werden wir gemeinsame Ortsstatuten erarbeiten. Im Frühjahr 2019 soll die Fusion der Geschäftsstellen vollzogen werden“, beschrieb Peters.

 

Bei der zusammengelegten Geschäftsstelle, die dann für Stolberg, Eschweiler und auch für Düren zuständig sein wird, würden beide Büros in Stolberg und in Düren sowie die Seniorenarbeitskreise in ihrer bisherigen Form erhalten bleiben.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Delegiertenversammlung war die Vorstellung des IG-Metall-Projektes „E-Mobility in der Aachener Region“, für das seit Januar die ehemalige Landtagsabgeordnete Daniela Jansen für die Geschäftsstellen Aachen, Düren und Stolberg/Eschweiler zuständig ist. Jansen bezeichnete den Produktionsschwerpunkt E-Fahrzeuge als eine große Chance für die Region „zur Transformation des Industriestandorts von ,Alt‘-Industrien hin zu einem Standort mit Zukunftstechnologien und guter Arbeit“.

 

Die IG Metall wolle den Strukturwandel gemeinsam mit Herstellern und Zulieferern, Politik und Verwaltung gestalten, ein hohes Beschäftigungsniveau erhalten und Perspektiven durch Weiterbildung aufzeigen.

 

„Die IG Metall muss aber als zuständige Gewerkschaft auch die Risiken beim Ausbau von Elektromobilität im Blick haben“, sagte Jansen und nannte Beispiele wie den Schwachpunkt Infrastruktur, da zu wenig Gewerbeflächen zur Verfügung ständen, oder die Nachfrage an Fachkräften, die zur Zeit nicht erfüllt werden könne.

 

Besonders einem durch den Strukturwandel bedingten etwaigen Arbeitsplatzabbau und der womöglich nachlassenden Bedeutung von Ausbildung wolle die IG Metall entgegenwirken.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

24

Apr

2018

Bald mehr Steckdosen im Stadtgebiet

Stolberg baut Infrastruktur für Elektromobilität aus. Acht zusätzliche Standorte für Ladesäulen und drei Pedelec-Stationen.

Über Analysen, Gutachten und Konzepte ist in den vergangen drei Jahren viel geschrieben worden in Stolberg: Städtebau, Soziales, Klimaschutz, Dorfentwicklung, ... Ihnen alle gemein sind kompliziert klingende Namen, eloquente Erläuterungen und eine längere Vorlaufzeit, bis man etwas Greifbares in den Händen hält.

 

Im Rahmen des sogenannten „Integrierten kommunalen Klimaschutzkonzept“ – kurz IKSK – sollen nun für das Kapitel Mobilität und Elektromobilität erste Nägel mit Köpfen gemacht werden: Das Angebot an Ladestationen für Elektrofahrzeuge soll deutlich ausgeweitet werden. Auf seiner Sitzung am 8. Mai befindet der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt über die Standorte der zusätzlichen Angebote.

 

„In der Städteregion ist die Elektromobilität binnen eines Jahres um rund 43 Prozent gestiegen“, erläutert Tobias Röhm. „Dennoch machen die bisher 1861 elektrischen Fahrzeuge nur einen Anteil von 0,5 Prozent aus“, so der Technische Beigeordnete weiter. Mit der Nutzung von Strom aus regenerativen Quellen werde die Elektromobilität bei Klimaschutz, Energiewende und Luftqualität eine zunehmende Bedeutung haben. Verglichen mit konventionellen Tankstellen ist die Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität deutlich unterrepräsentiert. Eine vermehrte Nachfrage nach E-Fahrzeugen bedinge aber auch ein entsprechendes Netz von Lademöglichkeiten für die Stromakkus.

 

Mit einem eigenen Konzept zur Ladeinfrastruktur will die Stadt Stolberg nun der E-Mobilität einen weiteren Schub geben. Dazu hat die Verwaltung in den vergangenen beiden Jahren rein elektrische Fahrzeuge in mehrwöchigen Testphasen auf Einsatzmöglichkeiten, Reichweiten und die Standorte der erforderlichen „Steckdosen“ selbst getestet. Durch die Mitgliedschaft im „Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW“, die Teilnahme an Workshops sowie im interkommunalen Austausch sei Fachwissen aufgebaut worden. Das wurde auf Basis der Empfehlungen des Aachener Verkehrsplanungsbüros BSV bei der Erstellung des IKSK sowie in Abstimmung mit der Städteregion und weiteren Kommunen umgesetzt in ein Konzept zu einem bedarfsgerechten Ausbau des Angebotes. Im internen Arbeitskreis Energie und Klimaschutz, der aus Vertretern der Verwaltung und der Fraktionen besteht, wurde nun eine erste Ausbaustufe abgestimmt, die noch im laufenden Jahr realisiert werden soll.

 

Für rein elektrisch betriebene und Hybrid-Fahrzeuge besteht derzeit eine Ladestation an der EWV-Verwaltung sowie eine privat betriebene im Kaufland-Parkhaus in Oberstolberg. Eine dritte Ladestation wird mit der Fertigstellung des Außengeländes des Parkhauses am Hauptbahnhof installiert.

 

Weitere acht neue Standorte für Säulen mit je zwei Steckdosen sind „An der Krone“ gegenüber Einmündung Kortumstraße, am Mühlener Bahnhof, am Dienstleistungszentrum, auf dem Parkplatz Bergstraße, nahe dem Breiniger Bahnhof an der Mehrzweckhalle Stefanstraße sowie in Abstimmung mit den unterschiedlichen Planungskonzepten für die P+R-Anlage Schneidmühle, den Büsbacher Markt und den Mausbacher Markusplatz vorgesehen.

 

Um eine hohe Nutzungsfrequenz zu erreichen, soll der Lade- bzw. Parkvorgang auf zwei Stunden begrenzt werden – mit Ausnahme der P+R-Anlagen Hauptbahnhof und Schneidmühle sowie am Dienstleistungszentrum. Derzeit prüft die Verwaltung zudem, Elektrofahrzeuge generell von Parkgebühren zu befreien. Betrieben werden sollen die Ladesäulen durch die EWV mit zertifiziertem Ökostrom.

 

Öffentliche Ladestationen für die Akkus von Pedelecs gibt es laut Verwaltung derzeit noch keine im Stadtgebiet. Drei Standorte für Akku-Ladeschränke mit jeweils vier Fächern, in denen auch Mobilfunkgeräte aufgeladen werden können, sieht das Konzept der Verwaltung in seiner ersten Ausbaustufe vor: am Hauptbahnhof und am alten Rathaus sowie zwei Stationen am Museum Zinkhütter Hof. Die Ladestationen sollen jeweils mit einer entsprechenden Anzahl von Fahrradständern kombiniert werden.

 

Aufgerüstet wird angesichts des bestehenden Bedarfs auch der Kaiserplatz mit Fahrradbügeln nach Vorbild des am Bastinsweiher eingesetzten Mobiliars. Je drei Bügel sind für den Eingangsbereich des Rathauses und am Vogelsänger vorgesehen, je zwei neben dem Brunnen und vier Fahrradbügel sind an der Nordseite des Kaiserplatzes vorgesehen.

 

Die Kosten der acht zusätzlichen Ladesäulen summieren sich auf 80 000 Euro. Aufgrund unterschiedlicher Förderkulissen des Bundes und der EWV verbleibt ein städtischer Eigenanteil von 33 000 Euro. Bei den Pedelec-Ladestationen spendiert die EWV ein, für die anderen drei Stationen verbleiben bei der Stadt Kosten von rund 5850 Euro. An Wartungskosten für die Dauer von fünf Jahren fallen 2750 Euro an. Im Haushalt sind für alle Projekte die Mittel berücksichtigt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

24

Apr

2018

In Münsterbusch werden einige Wünsche schneller wahr

Drei Jahre bis zur Neugestaltung des Heinrich-Kamps-Platzes. Münsterbuscher bringen sich in Planung ein. Montag wird gefeiert.

Foto: J.Lange
Foto: J.Lange

Wünsche gehen in Stolberg zwar viele in Erfüllung, manche allerdings schneller als andere. Oder auch anderenorts. Die Münsterbuscher brauchten jedenfalls nur drei Jahre zu warten, bis ihr wohl wichtigster Platz neu gestaltet ist und am Montag eingeweiht werden kann. Andere Ortsteile im Stadtgebiet gedulden sich da schon viel länger.

 

Die IG Münsterbuscher Vereine hatte jedenfalls den Zeitpunkt gut abgepasst, um auf einen gerade erst anfahrenden Zug aufspringen zu können.

 

Bei einem Rundgang Ende Juni 2015 machten sie sich Gedanken, wie das 1991 errichtete Kunstwerk der „Zinkschmelzer“ von Prof. Karl-Henning Seemann auf dem Platz vor dem Jugendheim besser zur Geltung kommen kann: Reicht ein Baumschnitt aus für eine bessere Sicht auf den „Füerpitt“? Soll der Heinrich-Kamps-Platz – benannt nach dem 1997 verstorbenen Förderer des Vereinslebens und langjährigen KG-Präsidenten – mehr oder weniger Grünfläche erhalten? Mit diesen und weiteren Fragen zogen die IG‘ler durch den Ort. Ihre Antworten brachten sie ein, als es nur wenig später um den anstehenden Ausbau der am Platz vorbeiführenden Prämienstraße ging. Beim kleinen Planungsworkshop zur Gestaltung von Fahrbahn und Nebenanlagen im April 2016 flossen die Ideen der IG in die Planung ein. Und als im März 2017 die Kanal- und Straßensanierung begann, war die Platzgestaltung bereits im Auftrag enthalten mit einer klareren Akzentuierung der Grünbeete und einer Kopfsteinpflaster, die mehr nutzbaren Raum bei Veranstaltungen bietet.

 

Ein wenig mehr die Geduld strapazierte dann die ungewohnt lange dauernde Ausführung des Tiefbaus. Zuerst sorgte die belastete Stolberger Erde für Verzögerungen, dann das Wetter. Aber mittlerweile ist der Platz weitestgehend fertiggestellt. Poller sollen noch versetzt, Bänke aufgestellt, drei Bäume gepflanzt und ein Findling platziert werden.

 

Maibaum, Musik und die Platz-Einweihung

  • Der neue Heinrich-Kamps-Platz wird von der IG Münsterbuscher Vereine und Bürgermeister Tim Grüttemeier im Rahmen der Maiparty vor und im Jugendheim eingeweiht. Sie bietet am Montag, 30. April, ab 19 Uhr außerdem neben der Maibaumaufstellung Musik von „DJ Felix“ und der Band „Die Talsträsser“. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

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