Aktuelles - Mein ganz persönlicher Blog

In meinem Blog halte ich Sie über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufendem.

Mi

18

Apr

2018

Ist wieder einmal Eifersucht im Spiel?

Zweite Messerstecherei in Gressenich: Opfer wird tödlich verletzt. Motiv laut Staatsanwaltschaft unklar. Umfeld sieht das anders.

Fotos: Ralf Roeger
Fotos: Ralf Roeger

Ungewöhnlich ruhig ist es am Montagabend gegen 22.30 Uhr in der Ortslage Buschhausen in Gressenich. In den meisten Häusern wurden die Lichter bereits gelöscht. Die Nachtruhe ist eingekehrt – zumindest auf den ersten Blick. Wenige hundert Meter bevor die Straße Buschhausen in die Elle mündet, haben Polizei und Feuerwehr die Durchfahrt gesperrt. Ein heller Scheinwerfer erleuchtet die dunkle Straße. Die eingetroffene Spurensicherung nimmt gerade ihre Arbeit auf. Nur eine Stunde zuvor müssen sich in der abgelegenen Straße dramatische Szenen abgespielt haben, die sogar ein Menschenleben forderten.

 

Was ist geschehen? An diesem Abend gibt es kaum Informationen. Eine Messerstecherei soll es gegeben haben. Die Rede ist zu diesem Zeitpunkt von einem Toten. Bestätigt wird das allerdings nicht. Erst am nächsten Morgen könne man Auskunft erteilen, heißt es von Seiten der Polizei. Über konkrete Hintergründe des Gewaltverbrechens und die Täter gibt es keinerlei Informationen.

 

In einem dunklen Hinterhof macht sich die Spurensicherung indes an die Arbeit. Dort steht ein dunkler Kombi in der Einfahrt, im Hintergrund ist ein Wohnwagen zu sehen, den die Beamten ins Visier genommen haben. Mehr ist allerdings nicht zu erkennen. Auch in einem der Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite tut sich etwas. Dort sieht man zwei Mädchen am Fenster. Drei Polizeibeamte sind gerade aus dem Haus getreten und auch die Notfallseelsorge ist vor Ort. Noch bis in die Nacht soll der Einsatz dauern. Zwischen 2 und 3 Uhr sollen laut Informationen unserer Zeitung die letzten Einsatzkräfte abgerückt sein. Auch am Morgen danach ist es am Tatort ruhig. Ein rot-weißes Flatterband sperrt den Hinterhof ab. Der dunkle Kombi steht nach wie vor in der Einfahrt. Eine Schubkarre mit Gartenabfällen ist neben dem Wohnwagen zu sehen. Menschen sind allerdings nicht auf der Straße zu sehen. Keinerlei Spuren deuten darauf hin, dass es am Abend zuvor ein Gewaltverbrechen gegeben hat – die Idylle scheint wieder eingekehrt zu sein.

 

Mehr Informationen gibt es auch von der Aachener Staatsanwaltschaft nicht. Fest steht zu diesem Zeitpunkt, dass es eine Auseinandersetzung zwischen einem 36-Jährigen und seinem 58 Jahre alten Nachbarn gegeben hat. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung erlitt der 36-Jährige einen Messerstich, an dessen Folgen er wahrscheinlich gestorben ist, teilte die Aachener Staatsanwaltschaft gestern mit.

 

Der Fall erinnert an ein ähnliches Verbrechen vor knapp zwei Jahren. In einem Mehrfamilienhaus nur wenige Meter vom jetzigen Tatort entfernt, spielten sich damals ebenfalls dramatische Szenen ab, in deren Verlauf ein 27 Jahre alter Mann aus Geilenkirchen in Folge einer beigebrachten Stichverletzung starb. Damals nahm die Polizei einen 21 Jahre alten Mann aus Eschweiler fest, Goran M.

 

Das Amtsgericht Aachen erließ damals Haftbefehl wegen „Mordes aus niederen Beweggründen“. Der Beschuldigte Goran M. flüchtete zunächst vom Tatort, stellte sich aber noch in der Nacht selbst bei der Polizei. Später kam heraus, dass Goran M. den neuen Partner seiner Ex-Freundin mit einem Messer angegriffen und ihm eine lebensgefährliche Stichverletzung zugefügt hatte. Das 27-jährige Opfer aus Geilenkirchen starb damals noch am Tatort. Die 26-jährige Ex-Freundin des Täters blieb unverletzt. Das Verfahren dazu fand Anfang des vergangenen Jahres statt. Die Kammer des Aachener Schwurgerichtes verhängte schließlich eine neunjährige Haftstrafe gegen Goran M. wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

 

Das Motiv für das Verbrechen am Montagabend ist – laut Staatsanwaltschaft – noch vollkommen unklar. Dazu könne man nichts sagen, machte Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts auf Nachfrage unserer Zeitung deutlich. In den Sozialen Netzwerken wird über Motiv und Vorfall wild spekuliert. Dort ist die Rede davon, dass Täter und Opfer bereits seit einigen Jahren befreundet gewesen seien und auch bei dieser Tat das Thema Eifersucht im Spiel gewesen sei.

 

Auch in der Nachbarschaft wird spekuliert. Eifersucht soll eine Rolle gespielt haben, sagen Nachbarn gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Frau des Toten soll ein Verhältnis mit dem Nachbarn gehabt haben. Der angeblich gehörnte Ehemann soll am Montagabend mit einem Baseballschläger in das Haus des 58-Jährigen gestürmt sein und ihn am Kopf verletzt haben. Dieser wiederum wehrte sich und stach mit einem Messer zu.

 

Laut Informationen unserer Zeitung soll der 58-Jährige selbst am Montagabend die Polizei gerufen haben. Noch in der Nacht habe dann im Haus des Opfers eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Auch einige Nachbarn seien noch in der Nacht von der Polizei befragt worden. Aus dem näheren Umfeld hieß es gestern außerdem, dass das 36-jährige Opfer bereits mehrfach aufgrund seines aggressiven Verhaltens gegenüber Nachbarn aufgefallen sei. Ob das wirklich stimmt, ist derzeit aber nicht zu klären.

 

Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion soll nun klären, was am Montagabend in Gressenich wirklich geschehen ist. Der 58-jährige Tatverdächtige wurde jedenfalls wegen des Verdachts des Totschlags von der Polizei festgenommen und wurde gestern vernommen. Die Ermittlungen dazu dauern an. Neuigkeiten gab es auch gestern Nachmittag nicht.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Einbrecher bedienen sich immer dreister in den Schule

Eine Serie von Diebstählen beschäftigt die Kripo seit Jahresbeginn. Bereits 20 Fälle, darunter drei Tatorte an diesem Wochenende.

Foto: Polizei Stolberg
Foto: Polizei Stolberg

In Stolberg hat die Polizei derzeit allerhand zu tun. Bereits am Wochenende sind unbekannte Täter in verschiedene Schulen eingebrochen und haben dort Bargeld und Elektrogeräte erbeutet. Allein am Montagmorgen nahm die Kriminalpolizei drei Tatorte auf: in der Haupt- und Gesamtschule an der Breslauer Straße, in der Willi-Fährmann-Schule an der Talstraße und im Ritzefeld-Gymnasium an der Ritzefeldstraße.

 

Laut Polizei gelangten die Täter in die Gebäude, indem sie die Eingangstüren aufbrachen. In den Schulen brachen sie zum Teil brachial weitere Türen und Schränke auf. Sie stahlen vor allem Laptops, Bargeld und einige private Utensilien der Lehrer. Die Stolberger Kripo ermittelt mittlerweile seit Beginn des Jahres in etwa 20 Fällen, in denen in Stolberger Schulen eingebrochen wurde. Erst Mitte des vergangenen Monats brachen unbekannte Täter in das Goethe-Gymnasium ein. Dabei wurden über ein Dutzend Laptops, ein Beamer und Bargeld gestohlen. Die Täter hatten eine Eingangstüre des „Goethe“ am Lerchenweg sowie mehrere Innentüren und Schränke aufgebrochen. Das „Ritze“ wurde Anfang Januar von Unbekannten heimgesucht. Sie schlugen eine Scheibe im rückwärtigen Bereich des Gebäudes ein, gelangten so ins Innere und durchwühlten mehrere Räume. Ob Gegenstände entwendet wurden, ist noch unklar.

 

Die aktuellen Ermittlungen gestalten sich trotz dieser Häufung als sehr schwierig, teilte die Polizei mit. Bislang gibt es nämlich keinerlei Hinweise auf die Täter. Trotz der brachialen Gewalt, die die Täter bei den Einbrüchen an den Tag legten, gibt es keine Tatzeugen oder Anwohner, die die Einbrüche bemerkt hätten.

 

Wer sachdienliche Hinweise zu den Taten machen kann – und scheinen sie bei einer ersten Überlegung vielleicht unbedeutend – möchte sich bitte mit der Kripo in Stolberg unter ☏ 02402 / 9577- 33301 oder -34210 (außerhalb der Bürostunden) in Verbindung setzen.

 

Einsatz am Abend im Büsbacher Ortskern

  • Gegen 18 Uhr am Montag waren die Besatzungen von Rettungstransportwagen der Feuerwehr, Notarzt und Streifenwagen der Polizei mitten im Büsbacher Ortskern im Einsatz. An der Konrad-Adenauer-Straße galt es, Hilfestellung bei familiären Problemen zu leisten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Den Frühling begrüßen mit vielen Künstlern

Das Frühlingsfest im Kunsthandwerkerhof steht unter dem Motto „Frühlingserwachen“. In der Altstadt wird für jeden Geschmack etwas geboten.

Fotos: H. Selheim
Fotos: H. Selheim

Es ist wieder soweit: „Frühlingserwachen - Das Frühlingsfest im Kunsthandwerkerhof“ unter diesem Motto öffnet die Gruppe des Kunsthandwerkerhofes am Alter Markt in Stolberg am Sonntag, 22. April, Tür und Hoftor.

 

Nach erfolgreichem Auftakt im letzten Jahr geht das „Frühlingserwachen - Das Frühlingsfest im Kunsthandwerkerhof“ in die zweite Runde. Die Besucher erwartet am Alter Markt in der schönen Stolberger Altstadt, eine bunte Vielfalt künstlerisch-kreativer Schöpfungen für jeden Geschmack.

 

Das Angebot reicht von Malerei, Schmuck, Gebrauchs- und Kunst-Keramik, Textil- und Objektdesign bis hin zu Frühlingsfloristik. Das idyllische Ambiente des alten Kupferhofes zählt zu den schönsten Plätzen Stolbergs. Zum Verweilen und Genießen tragen süße und herzhafte Gaumenfreuden und ein Frühlings-Cocktail aus der Bodega bei.

 

Künstlerische Mitmachaktionen laden Klein und Groß ein, sich selbst kreativ zu betätigen. Neben den hofansässigen Ateliers erweitern mehrere Gastaussteller das Angebot.

 

Auch der beliebte Stempelpass, der zur Teilnahme am kostenlosen Gewinnspiel berechtigt, ist bei diesem Frühlingsfest wieder mit von der Partie.

 

Verlost werden unter den fleißigen Stempelsammlern Gewinne aus den beteiligten Ateliers und der Aussteller.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Gymnastik ist bei Senioren besonders beliebt

Mitglieder der Aktiven Stolberger Senioren treffen sich zur Jahresversammlung. Vorstand gewählt.

Foto: E. Rößler
Foto: E. Rößler

Gymnastik, Tanzen oder Wandern - schon seit vielen Jahren bemühen sich die Aktiven Stolberger Senioren um die sportliche Betätigung vielfältiger Art. Jetzt versammelten sich die Vereinsmitglieder im ökumenischen Gemeindezentrum in der Frankentalstraße, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurück zu blicken und eine neue Führung zu wählen.

 

Besucher der Veranstaltung war neben dem Vorstand und vielen Mitgliedern auch der Stolberger Bürgermeister, Tim Grüttemeier. Nach der Begrüßung erinnerte der 1. Vorsitzende, Herbert von Rüden, an die elf im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder des Vereins. Danach ergriff Tim Grüttemeier das Wort und bedankte sich bei dem Verein für dessen Arbeit. Eine kleine Spende brachte er ebenfalls mit.

 

Langjährige Mitglieder wurden durch den Vorstand ausgezeichnet. Mitglieder, die zehn, zwanzig, fünfundzwanzig, dreißig oder bereits fünfunddreißig Jahre Teil des Vereins sind, wurden auf die Bühne gebeten, um dort ihre Urkunde entgegen zu nehmen.

 

Im Anschluss trug Herbert von Rüden den Jahresbericht von 2017 vor. Im vergangenen Jahr musste sich der Verein von 53 Mitgliedern verabschieden, durfte jedoch 36 neue Mitglieder willkommen heißen. „Aufgrund des hohen Altersdurchschnitts in unserem Verein, haben wir natürlich viele Abmeldungen, die aus gesundheitlichen Gründen geschehen“, erklärt von Rüden. Von den 555 Mitgliedern sind immerhin nur 29 unter 60 Jahren alt.

 

ktivitäten und Besonderheiten im vergangenen Jahr waren das Grillfest im Juli und das Herbstfest im Oktober. Außerdem hatte die Tanzgruppe des Vereins Auftritte in verschiedenen Seniorenzentren in Stolberg.

 

Nachdem die 1. Schatzmeisterin, Marianne Vonhoegen, den Kassenbericht vorgestellt hatte, wurden einige Positionen des Vorstandes neu gewählt. Als erster Vorsitzender wurde Herbert von Rüden in seinem Amt bestätigt und auch das Amt der ersten Schriftführerin ist bei Annemarie Steckenborn geblieben. Neu im Vorstand ist Angela Kessler als zweite Schatzmeisterin. Josef Zimmermann hatte dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Kassenprüfer bleibt Franz Dieter Lavalle. Zum Ende bedankte sich Herbert von Rüden noch einmal besonders bei den Übungsleitern, die es erst möglich machen, den Senioren sportliche Aktivitäten zu bieten.

 

Es werden Gruppen in Gymnastik, Wassergymnastik, Tanzen, Wandern, Tischtennis und Reisen angeboten. Besonders beliebt ist mit zwölf Gruppen Gymnastik. Nur wenige der Mitglieder sind inaktiv und nehmen an keiner Aktivität teil.

 

Termine in diesem Jahr sind das Grillfest am 7. Juli, und das Herbstfest am 29. September.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Helle Erdtöne: Das neue Farbkonzept des Seniorenzentrums auf der Liester ist an einer Seite bereits zu erkennen

Vom Sebastianusweg aus sieht das Seniorenwohn- und Sozialzentrum auf der Liester (SWZ / links unten) aus wie ein Kunstwerk des Verhüllungskünstlers Christo. Am Amselweg kann man aber bereits heute am Seitentrakt zur Ardennenstraße das neue Farbkonzept bewundern. Die 2. SI Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Bad Langensalza, die das Gebäude Anfang 2015 von der LEG erworben hatte, investiert in das 41 Jahre alte Gebäude. „Es werden wohl mehr als die geplanten zwei Millionen Euro“, sagt SWZ-Geschäftsführerin Gabriele Makola. Zwei Stolberger Unternehmen sind federführend: Ralf Schmitz saniert den brüchigen Beton; das Malerteam Rombach setzt das fein ausgetüftelte Farbkonzept in fein abgestimmten Erdtönen um. Derweil informierte Bürgermeister Tim Grüttemeier die Politik auf der jüngsten Ratssitzung, dass wetterbedingt die geplante Betriebsaufnahme der neuen Pflegestation (unten rechts) auf dem Propst-Grüber-Gelände zum 1. August nicht zu halten ist. Derzeit wird der 1. November avisiert. Während damit dem Investor eine Konventionalstrafe droht, ist mit allen beteiligten Stellen der Weiterbetrieb der Pflegestation am Amselweg bis zum Umzug auf die Liester abgestimmt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Ein Spiegel hätte viele weitere zur Folge

Verwaltung rät ab. SPD mit weiterem Beratungsbedarf zu ihrem Antrag. Kein Platz für Kreisverkehr auf der Schützheide.

„Weiteren Beratungsbedarf“ meldete die SPD-Fraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt ob der Stellungnahme der Verwaltung zu einem eigenen Antrag an. Die Genossen hatten vorgeschlagen, an der Einmündung der Straße „Im Steg“ in die Wilhelm-Pitz-Straße (L 12) einen Verkehrsspiegel aufzustellen. Damit würde aber ein Vorbild für zahlreiche Einmündungen geschaffen.

 

Die Verwaltung erklärte in ihrer Vorlage, dass zwar solche „Spiegel keine amtlichen Verkehrseinrichtungen“ seien und deshalb nicht verkehrsrechtlich angeordnet werden müssten. Gleichwohl nähmen sie Einfluss auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Damit würden sie wiederum straßenverkehrsrechtlichen Kriterien unterliegen. Nur wenn die Möglichkeiten der Straßenverkehrsordnung ausgeschöpft seien, dürfe auf nicht amtliche Mittel zurückgegriffen werden.

 

„Diese Voraussetzungen sind in diesem Fall nicht erfüllt“, erläuterte die örtliche Verkehrsbehörde: „Werden durch die Behörde Verkehrsspiegel aufgestellt, so wird hiermit die verkehrsrechtliche Notwendigkeit erklärt“. Das bedeutet nicht nur, dass sie ganzjährig funktionsfähig sein müssten und die Behörde hafte, sondern auch dass eine Vorbildwirkung eintrete.

 

Mit anderen Worten: Die Stadt müsste an jeder zweiten Einmündung Verkehrsspiegel aufhängen. Auch das spreche gegen eine Installation an der L 12. Zudem seien im Einmündungsbereich die Sichtbeziehungen ausreichend, und es liege kein Unfallhäufungspunkt vor. Die Polizei schlägt die Markierung einer fünf Meter langen durchgezogenen Mittellinie auf der Straße „Im Steg“ vor.

 

Darüber hinaus hatte die SPD auch einen Spiegel für die Einmündung von Corneliastraße und „Schützheide“ (K 22) sowie die Entfernung von zwei Parkplätzen beantragt, weil die Situation unübersichtlich und gefährlich sei. Zum Spiegel gelten obige Ausführungen. Darüber hinaus hat die Städteregion auf der „Schützheide“ Tempomessungen vorgenommen. Sie ergab Geschwindigkeitsüberschreitungsquoten von 0,9 Prozent in Fahrtrichtung „Auf der Geiß“ bei einem Verkehrsaufkommen von 9369 Durchfahrten und 3,3 Prozent in Fahrtrichtung Büsbach bei einem Verkehrsaufkommen von 10 909 Durchfahrten in der Woche. Erst bei einer Geschwindigkeitsüberschreitungsquote von 15 Prozent komme die Errichtung einer mobilen Messstelle durch die Städteregion in Betracht, erklärt die Stadtverwaltung: „Die Erhebung zeigt deutlich, dass es dort nur zu vernachlässigende Überschreitungszahlen gibt“. Darüber hinaus hätten Bürger die Umgestaltung des Einmündungsbereiches in einen Kreisverkehr vorgeschlagen. Dafür fehle aber der Platz.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Multitouch-Displays statt Tafeln

Im Rahmen des Umbaus der Mausbacher Real- in eine Gesamtschule

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Schiefer und Kreide sind schon lange nicht mehr uptodate, aber auch die folgenden Generationen von Schultafeln und Schreibgeräten haben ausgedient. Zumindest am Mausbacher Standort der Kupferstädter Gesamtschule. Im Rahmen des Umbaus der Real- und eine Gesamtschule werden für zwölf Schulklassen und zwei Fachräume, die später noch von beiden Schulformen genutzt werden, Multitouch-Displays mit ausklappbaren Tafeln nebst Zubehör beschafft.

 

Die Planung sieht vor, dass den Schulbetrieb der Realschule am Standort in zweigeschossige modulare Systembauten auszugliedern, um die Umbaumaßnahmen planungs- und zeitgerecht durchführen sowie einen störungs- und reibungslosen Schulbetrieb gewährleisten zu können. Die vorhandenen Tafelsysteme sind in den „Containern“ aber aus Alters- und Platzgründen nicht einsetzbar. Eine Übergangslösung für ein Jahr mit einem Tafelsystem, welches in dem umgebauten Schulgebäude dann keine Verwendung mehr finden würde, hält die Verwaltung für unwirtschaftlich.

 

Deshalb schlägt Schuldezernent Robert Voigtsberger dem morgen tagenden Bau- und Vergabeausschuss eine nachhaltige Beschaffung vor. Neben der Ausstattung von Multitouch-Displays zählt auch pro Gerät ein Laptop sowie eine Dokumentenkamera, die mit dem Laptop an das Display anbindbar ist, um die Lerninhalte für Schüler besser darstellen zu können, dazu. Darüber hinaus verfügen die Tafelsysteme über ausklappbare magnetische Tafelflächen, um sowohl Beschriftungen als auch das Anhängen von Arbeitsergebnissen bei gleichzeitiger Nutzung des Displays zuzulassen. Darüber böten die Tafeln auch einen zusätzlichen Schutz der Displays im geschlossenen Zustand. Aufgrund der hochwertigen Ausstattung der Schulklassen und Fachräume ist der Einbau einer Einbruchsanlage in die Modularen Systembauten vorgesehen, so Voigtsberger weiter. Für die Beschaffung stehen im Haushalt 100 000 Euro bereit.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Ja zu Neubaugebiet

Ripphausen-Areal: Kritik am Landesbetrieb.

Einstimmig hat der Ausschuss für Stadtentwicklung dem am 15. Mai tagenden Stadtrat die Offenlage für den Bebauungsplan Nr. 170 „Wohnpark Gressenicher Straße“ empfohlen. Auf dem ehemaligen Ripphausen-Gelände soll ein erster Teilbereich von etwa 5000 Quadratmetern mit zwölf eingeschossigen Ein- bzw. Doppelhaushälften bebaut werden. Gleichzeitig gilt das Vorhaben als Einstieg in eine weitere Erschließung der Grundstücke an der verlängerten Gartenstraße. Auf den gut drei Hektar Gesamtfläche könnten rund 60 Baugrundstücke realisiert werden. Das würde von der Stadt begrüßt. In der kurzen Debatte zu den Anregungen aus der Beteiligung von Trägern öffentlicher Belage nahm Adolf Konrads (CDU) die „schon sehr weinerliche Stellungnahme“ des Landesbetriebs Straßenbau ins Visier. Der hatte sich kritisch zur Anbindung des Neubaugebietes an die L 12 – mit ihrer „Belastung von nahezu 9000 Fahrzeugen im Tagesschnitt“ sowie „einer Vielzahl von Unfällen“ – geäußert. Eine andere Erschließung solle angestrebt werden. Konrads verwies auf eine Reihe von städtischen Vorschlägen, die L 12 im Bereich Mausbach sicherer zu machen, die allesamt vom Landesbetrieb abgelehnt worden seien, dagegen sei der zusätzliche Verkehr aus dem Neubaugebiet ein Klacks. Konrads nannte beispielhaft eine Querungshilfe auf dem Schulweg, eine Verlängerung der Tempo-30-Strecke im Bereich Schroiffstraße und die Temporeduzierung von 70 auf 50 km/h am Gressenicher Ortseingang.

 

Letzteres habe die Untere Verkehrsbehörde bei der Kupferstadt mittlerweile angeordnet, sagte die Verwaltung in der Sitzung. Mittlerweile ist von Mausbach kommend Tempo 50 vor der Zufahrt zum neuen Verbrauchermarkt ausgeschildert. Beschließt der Stadtrat erwartungsgemäß die Offenlage, haben Bürger erneut die Möglichkeit, Anregungen zum Bebauungsplan zu äußern.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

Stolberger SV kassiert in Köln Niederlage

Tabellenführer der Handball-Landesliga muss zwei Spieler-Ausfälle verkraften. Jetzt Derby daheim.

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Ohne die verletzten Kai Frauenrath und Paul Renner trat der Tabellenführer der Handball-Landesliga, der Stolberger SV, in der Kölner Südstadt an. Und kassierte beim PSV Köln eine 26:23-Niederlage.

 

Daniel Sanft begann auf der vakanten Linksaußenposition. Von Beginn an bemerkte man beim SSV eine gewisse geistige Schwerfälligkeit, und der Spielvortrag gestaltete sich zäh, so dass sich der Gastgeber sukzessive absetzen konnte. Besonders eklatant war jedoch die schwache Chancenverwertung. „Wir haben alle unsere Siebenmeter weggeworfen (drei) und dazu noch acht Gegenstöße oder ganz freie Bälle nicht verwerten können.“, so SSV Trainer Bernd Schellenbach.

 

„Der gegnerische Torwart hatte zwar einen guten Tag, doch wir haben ihn durch unsere unverbindlichen Abschlüsse erst dazu gemacht“, bilanziert Schellenbach angefressen. Trotz des knappen Kaders mit teilweise ungewohntem Positionsspiel kämpfte sich der Gast mit einem starken Rückhalt David Schornstein in Hälfte zwei wieder auf 22:22 zurück, nachdem man bereits mit 19:14 ins Hintertreffen geraten war. „Die Einstellung der Truppe war tadellos, doch irgendwie kamen die gewohnte Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit in unserem Spiel insgesamt nicht vor. Als wir dann in der Crunchtime noch die Siegchance hatten, war der Kräfteverschleiß nach der Aufholjagd zu groß, so dass der Gastgeber nicht unverdient gewinnen konnte“, so Schellenbach. Will man nun die Tabellenführung bis zum Saisonende verteidigen, so darf man sich bei einem Punkt Vorsprung auf Verfolger BTB 2 keine Ausrutscher mehr erlauben. Zum Saisonendspurt (vier Spiele) erwartet der SSV nun ausnahmsweise an einem Sonntag, 22. April, um 16.15 Uhr, die Zweitvertretung des Weidener TV zum Derby am Glashütter Weiher.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Apr

2018

TTC Vicht siegt in Eilendorf

Tischtennis-Landesligist holt ein 9:6 in Aachen. Nach schwer erkämpftem Auswärtssieg belegen Stolberger den fünften Rang. Jetzt zwei Heimpartien.

Beim Tabellenletzten DJK Arminia Eilendorf trat die 1. Herren-Mannschaft des TTC Stolberg-Vicht zu ihrem Tischtennis-Landesliga-Match in der Formation mit Max Jöbges, Tobias Schloßmacher, Max Albracht, Luca Winandi, Ramazan Özgen sowie als Ersatz Marco Bertram an. Und mit einem knappen 9:6 Erfolg kehrten die Kupferstädter aus Aachen zurück.

 

Dabei mussten die TTC‘ler nach den Doppeln einen 1:2-Rückstand hinnehmen, als Özgen an der Seite von Max Jöbges sowie Luca Winandi zusammen mit Bertram jeweils mit 1:3 den Kürzeren zogen. Nur die Kombination Tobias Schloßmacher/Max Albracht gaben sich beim glatten 3:0-Satzsieg (11:4, 11:4, 11:6) keine Blöße. Danach setzte sich Schloßmacher auch im Einzel mit 3:1 durch, während das Match von Max Jöbges im Entscheidungssatz mit 9:11 zu seinen Ungunsten endete.

 

Auch Luca Winandi bezog eine 2:3-Niederlage, die ebenfalls mit 9:11 im letzten Durchgang gegen den Vichter ausging. Damit stand es 2:4 gegen die TTC‘ler. Aber die Erste kam zurück ins Match, als zunächst Bertram (11:9 im fünften Satz) sein Einzel gewann und auch Özgen sich mit einem 3:1-Erfolg behauptete. Auch die zweite Partie ging für Max Jöbges mit 0:3 verloren. In seiner zweiten Einzelbegegnung setzte sich Schloßmacher mit 11:8 im fünften Satz in einer engen Partie durch. Allerdings unterlag Max Albracht im Anschluss mit 1:3 sein Einzel, so dass es 6:6 stand. Alle folgenden drei Partien holten sich dann die TTC‘ler. Ale Erster ging Luca Winandi mit einem 3:1-Erfolg aus der Box. Danach ließ Özgen seinem Kontrahenten keine Chance, als er mit 11:6, 11:6 und 11:3 glasklar als Sieger den Tisch verließ. Den Schlusspunkt setzte dann Bertram, der in einer spannenden Auseinandersetzung nach einem 1:2-Satzrückstand den letzten Durchgang mit 11:7 gewann und den Sieg bringenden neunten Punkt für sein Team erzielte. Damit war der schwer erkämpfte Auswärtssieg „in trockenen Tüchern“, wodurch die Vichter mit 21:10 Zählern den fünften Rang in der Landesliga belegen.

 

Mit zwei Heimpartien wird die Spielzeit für die Erste beendet. Am Samstag, 21. April, empfängt das Sextett um 14 Uhr den Tabellenzweiten TTG Langenich, einen Tag später steigt das letzte Match der 1. Herrenmannschaft, wenn um 15 Uhr TTC Oidtweiler als Gast in die Vichter Mehrzweckhalle kommt.

 

Mit Wolfgang Soumagné, David Soumagné, Bahaa El-Saleh, Sebastian Kirch sowie den beiden Ersatzleuten Marco Bertram und Joshua Stein ging die 2. Herren in das Bezirksklassenduell beim Tabellenzweitletzten TV Arnolsdweiler II. an den Start. Die Vichter zeigten sich gut erholt von der bislang einzigen Niederlage in der Rückrunde und legten einen Blitzstart hin. Zunächst gewannen El-Saleh und Stein gegen das beste Heimdoppel. Leichter hatten es Wolfgang und David Soumagné, die sich mit 11:8, 11:3 und 11:5 durchsetzten. Mit 3:1 behaupteten sich danach Kirch und Bertram. Am Ende stand ein klarer 9:2-Auswärtssieg. Damit liegt die Reserve punktgleich mit dem Tabellenzweiten auf Rang 3 mit 32:10 Zählern. Zur letzten Partie erwartet das Sextett die 2. Mannschaft von TTG Langenich in der Vichter Mehrzweckhalle am Samstag, 21. April, bereits um 14 Uhr.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Apr

2018

Burggastro: ausgebremst oder bevorzugt?

Worum es in den Differenzen zwischen Monika Lück und der Stadtverwaltung geht, wird nicht klar. Nur schriftliche Stellungnahmen.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Die Gastronomie in der Stolberger Burg wird ab dem kommenden Jahr nicht mehr von Monika Lück betrieben. Das steht seit einigen Tagen fest. Warum sie diese Entscheidung gefällt hat, und welche Rolle die Stolberger Stadtverwaltung dabei spielt? Dazu wollte sich Lück noch ausführlich in unserer Zeitung äußern – zumindest eigentlich. Nun verfasste Lück, die die Burggastronomie im Jahr 2011 übernahm, eine schriftliche Stellungnahme.

 

Darin schreibt sie: „Vor einem halben Jahr hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich die Burg verlasse. Die Burg ist mein Baby, es ging mir dabei nicht ums Geld. Natürlich muss man auf Dauer auch wirtschaftlich erfolgreich sein, aber die eigentliche Motivation war, die Burg zum Zugpferd für die Kupferstadt zu machen. Ich habe noch so viele Ideen, die man hätte umsetzen können – und das nicht nur auf die Burg bezogen.“

 

Auch in den Sozialen Netzwerken wurde das Thema diskutiert. Zahlreiche Leser bedauerten, dass Lück sich bereits Ende des Jahres zurückziehen wird. Ein Blick auf die Geschichte der Burggastronomie zeigt, dass Lück damit nicht allein ist. Im Jahr 2011 übernahm Lück die Burggastronomie. Ihre Vorgängerin war Bettina Austinat. Sie kündigte damals vorzeitig den Pachtvertrag für die Burggastronomie, um die Insolvenz zu vermeiden. Sie startete am 1. April 2007 in der Kupferstadt. Zuvor hatte Gamal „Giovanni“ Attia sich als Pächter ausprobiert. Er war der erste Pächter, nachdem die Stadt die Burg für fast eine Million Euro gastronomietauglich ausgebaut und saniert hatte. Zuvor scheiterte eine gastronomische Nutzung der Burg an der Interpretation ihrer Stiftung durch Moritz Krauss an die Bevölkerung. In Form einer Außengastronomie durch den „Burgkeller“-Betreiber Marko Markovic gelang 2003 der Einstieg in eine Bewirtschaftung. Der Pächter war im Folgejahr insolvent. Der „Kiste“-Wirt Guido Bodewig übernahm 2004. 2005 stellte sich Reiner Thomas der Aufgabe; er blieb acht Monate bis zum Jahresende.

 

Monika Lück ist in der Gastronomie keine Unbekannte. Sie betreibt nicht nur den Kupferhof Rosental, sondern auch das City-Hotel am Kaiserplatz, das sie um ein Bistro-Restaurant im Nachbarhaus erweiterte. Außerdem ist sie Inhaberin eines Großteils der Wohnungen in der sogenannten Russischen Botschaft am Steinweg. Dort gab es Pläne, das Gebäude innen und außen aufzuwerten. Es sollte eine neue Wärmedämmung und neue Fenster bekommen, die Balkone sollten saniert und farblich neu gestaltet werden. Außerdem sollte die Fassade neu gestrichen werden. Zum aktuellen Stand gab es von Lück gestern allerdings keine Antwort mehr.

 

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier reagierte auf die Kündigung des Pachtvertrags zwischen Lück und der Stadtverwaltung. „Wir nehmen das mit Bedauern zur Kenntnis. Schließlich hat Frau Lück viel für die Wiederbelebung der Burg getan“, sagte er dazu bereits auf Nachfrage unserer Zeitung.

 

Aber warum konnte Lück ihre zahlreichen Ideen nicht umsetzen? Schließlich wollte doch auch die Stolberger Verwaltung die Burg in den nächsten Jahren weiter nach vorne bringen. Unter anderem sollte im Rahmen des Tourismuskonzepts 2020 eine Menge geschehen. Ein Kinderspielplatz und ein Rundweg mit verschiedenen Stationen sollen umgesetzt werden. Burggastronomin Monika Lück habe das Konzept positiv aufgenommen und es als gute Chance für die Fortentwicklung der Burg gesehen, erklärte Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger dazu Mitte des vergangenen Jahres. Der Verwaltung sei es wichtig, dass die Beteiligten vor Ort von Beginn an involviert seien und mitarbeiten wollten.

 

Monika Lück hat zum Thema Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung allerdings eine andere Auffassung, wie sie in ihrer Stellungnahme deutlich macht. „Leider finde ich in der Stadtverwaltung nicht die Unterstützung, die nötig ist, um zukunftsträchtige Projekte umzusetzen. Es wurden uns Zusagen zur Ausführung von umfangreichen Projekten gemacht, doch dann nicht eingehalten, was für uns gravierende geschäftliche Nachteile mit sich bringt.“ Und Lück geht noch einen Schritt weiter. „Investoren, die mit viel Einsatz in die Entwicklung Stolbergs investieren, werden wegen Bagatellen ausgebremst. Ich bedaure das zutiefst, aber es liegt nicht in meiner Macht, das zu ändern.“

 

Und was sagt die Stolberger Verwaltung zu diesen Vorwürfen? Vonseiten der Stolberger Verwaltung gab es ebenfalls eine schriftliche Stellungnahme. Als Verwaltung habe man in den zurückliegenden Jahren konstruktiv mit der Pächterin der Stolberger Burg in unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten können und sei dabei stets auf ihre Bedürfnisse eingegangen. So wurde bei der Vorbereitung und Durchführung der Kupferstädter Weihnachtstage stets darauf geachtet, dass diese nicht mit Firmenfeiern und Weihnachtsessen kollidieren, sondern in ein sinnvolles Gesamtkonzept eingebunden werden können.

 

Dank dieser guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung im Allgemeinen und dem Standesamt im Besondern habe sich die Burg in den zurückliegenden Jahren als ein wichtiger Standort für Eheschließungen und die anschließenden Feiern etablieren können, hieß es weiter. Für dieses Engagement danke man der Betreiberin ausdrücklich, und auch in Zukunft möchte man mit ihr die Zusammenarbeit fortführen, beispielsweise indem man die Bedeutung des ebenfalls von ihr geführten Kupferhofes Rosental als Standesamt noch weiter stärken wolle.

 

Gleichwohl gelte, dass es keine einseitige Bevorzugung einzelner Gewerbetreibender geben könne und es schade sei, dass es über diesen Grundsatz zu Verstimmungen auf Seiten der bisherigen Pächterin gekommen sei. Vonseiten der Verwaltung habe man die Kündigung der Burg bedauernd zur Kenntnis genommen, habe allerdings keine Notwendigkeit zu diesem Schritt gesehen. Man schätze die bisherige Betreiberin als eine verdiente, engagierte und couragierte Persönlichkeit und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg.

 

Auf der Ratssitzung im Mai soll das Thema auf der Tagesordnung stehen. Dabei geht es um eine Ausschreibung der Gastronomie, die zum 1. Januar 2019 neu besetzt werden soll. Voraussichtlich im September soll der Rat entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Laut Informationen unserer Zeitung gibt es bereits mehrere Interessenten. Dem noch zu ermittelnden neuen Betreibern wünscht die Verwaltung gutes Gelingen bei dem Vorhaben, das Wahrzeichen mit frischen Ideen und nicht nur als Hochzeitsstandort zu stärken.

 

Und was ist mit Monika Lück? Für sie ist das Thema Burggastronomie nun erledigt. Sie erklärte, dass sie sich dazu nicht weiter äußern wolle.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Apr

2018

Leibesübungen mit Ziehtau und Schlagball

Serie zum 900-jährigen Jubiläum Stolbergs: Jetzt geht es um den Stadtteil Dorff. Interessante Unterlagen aus dem Stadtarchiv.

Zum 900-jährigen Jubiläum der Kupferstadt Stolberg präsentiert das Stadtarchiv monatlich ein Archivale aus einem Stadtteil. Von A wie Atsch bis Z wie Zweifall werden in dreizehn Folgen Stadtteilgeschichten erzählt und Illustriert mit Annoncen aus dem ‚Stolberger Generalanzeiger‘ von 1898. Diesmal geht es um Dorff.

 

Eine dicke Akte des ehemaligen Bürgermeisteramts Büsbachs mit dem Originaltitel „Acta generalia & specialia betreffend Inventarium des Mobiliarbesitztums der Gemeinde“ gelangte kürzlich in den Bestand des Stadtarchivs. Sie enthält Listen über Ausstattung und Einrichtung der Gemeindeverwaltung mit Polizei und Feuerwehr sowie der Schulen von 1893 bis 1935 mit Schwerpunkt auf den 1920er Jahren.

 

1879 war die Schule in Dorff gegründet worden. Ab 1881 war sie in einem eigenen Schulgebäude bis zu ihrer Auflösung 1968. Zehn Seiten füllen die Gegenstände der Schule in Dorff. Von unterschiedlichen Schreibern wurden in Kurrent-, Sütterlin- und lateinischer Schrift Eintragungen von „Fibel“ bis „Schulwandtafel“ gemacht. Biologische Präparate, anatomische Modelle, geometrische Körper, Geschichtsbücher und Tafellineale sind auch hundert Jahre später nicht überraschend.

 

„Im Geiste Sütterlins“, ein Lehrbuch zu der 1915 eingeführten Reformschrift, durfte ebenso wenig fehlen wie das „Realienbuch“, ein Lehrbuch für die Vermittlung von Sachwissen rund um Naturwissenschaft, Geschichte, Geographie etc. Heimatkunde wurde vermittelt über „Eifeler Volkskunde“ oder das „Vaterlandsbuch“.

 

Leibesübungen wurden mit dem „Ziehtau“ durchgeführt oder der „Schlagball“ gebraucht. Der Begriff „Sport“ war vor hundert Jahren ungebräuchlich. Tauziehen und Schlagball, eine deutsche Urform des heute bekannten Baseballs aus den USA, waren beliebte Mannschaftsspiele, die auch von der Dorffer Jugend betrieben wurden. Für jüngere Generationen erstaunlich sind der „Feuertopf mit Rost in Ofen“, schließlich wurden die Schulräume einzeln mit Kohlenöfen geheizt.

 

Und der „Spucknapf“ erzählt von der Zeit verbreiteter Tuberkulose, in der hustende Kinder den Auswurf aus hygienischen Gründen in den Metalleimer zu spucken angehalten wurden. Gewöhnlich nutzte man den Boden zum Ausspucken, ganz gleich, ob sich Jung und Alt nun des Kautabaks oder Speichels entledigen wollten.

 

Die letzten ergänzten Einträge der Schulinventarliste künden dann auch vom dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Bevor Dorff mit Büsbach 1935 nach Stolberg eingemeindet wurde, ist zu lesen gab es „Hakenkreuzfahne“ sowie „Hitlerbild mit Rahmen“, die mit nach Büsbach zogen.

 

Vor Gleichschaltung und Indoktrination gab es kein Entkommen. Diese detaillierten Angaben, die jedes einzelne Objekt, alle Lehrmittel und die gesamte Schülerbibliothek von „Andersens Märchen“ bis „Zoologischer Atlas“ aufführen, würden sogar eine vollständige Einrichtung eines musealen Schulhauses wie desjenigen in Dorff in der Pfarrer-Gau-Straße ermöglichen.

 

Das Stadtarchiv beherbergt und sammelt als Historisches Kompetenzzentrum und als „Gedächtnis der Stadt“ Akten, Urkunden, Bilder, Bücher, Zeitungen, Nachlässe und andere Sammlungen der Stadtgeschichte. Historische Unterlagen aus allen Stadtteilen Stolbergs stehen dort interessierten Bürgern für Forschung, Wissenschaft und Bildungsarbeit zur Verfügung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Apr

2018

Oliver Heinrichs weiter Trainer

Die Sportgemeinschaft Stolberg ist zufrieden mit dem Übungsleiter der 1. Herren-Mannschaft und verlängert entsprechend den Vertrag. Langfristig bleibt der Aufstieg des Teams in die Bezirksliga das Ziel.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Bei der Sportgemeinschaft Stolberg bleibt Oliver Heinrichs auch in der kommenden Saison Trainer der ersten Mannschaft.

 

„Er hat auf Basis der guten Arbeit seines Vorgängers die Mannschaft neu aufgestellt und hervorragend motiviert. Mit Oli Heinrichs sehen wir uns in der nahen Zukunft gut aufgestellt und auch in der weiteren, die wir uns in einer höheren Klasse vorstellen“, beschreibt Axel Wirtz, Vorsitzender der SG Stolberg, die Gründe für die Entscheidung.

 

Heinrichs trainiert die erste Mannschaft der SG seit Oktober 2017. Zuvor hatte er als Trainer den FC Inde Hahn von der Bezirksliga über die Landesliga bis in die Mittelrheinliga geführt. „Wichtig ist auch, dass wir beim gesamten Trainerstab auf Kontinuität setzen“, erklärt Harald Rüttgers, 2. Vorsitzender der SG, dass neben Heinrichs auch Co-Trainer Patrick Haas und Torwart-Trainer Dirk Gielchen in der Saison 2018/2019 die erste Mannschaft der Sportgemeinschaft trainieren werden.

 

Was auch für Heinrichs wichtig ist: „Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen, denn der Posten bei der SG passt für mich. Seit Oktober habe ich eine sehr begeisterte Mannschaft kennengelernt, und das Trainerteam harmoniert“, betont Heinrichs.

 

Ebenfalls von Bedeutung für ihn als Trainer sei, dass der Vorstand der SG sowohl auf Kontinuität, als auch auf Veränderungen setze. „Wir hatten in den vergangenen Monaten Verletzungspech, und insgesamt vier längerfristige Ausfälle haben gezeigt, dass der Handlungsspielraum des Trainerteams größer werden sollte“, zielt Heinrichs auf eine Vergrößerung des Spielerkaders ab.

 

Noch in dieser Saison wolle die SG auf die Konkurrenten „maximalen Druck ausüben“, und „sollte sich eine Chance zum Aufstieg ergeben, würden wir diese natürlich nutzen wollen“, meint der Trainer. Derzeit belegt die SG Stolberg in der Kreisliga A den fünften Tabellenplatz, liegt mit 37 Punkten aber nur drei Zähler hinter Tabellenführer FV Vaalserquartier und nur einen Punkt hinter der zweitplatzierten Fortuna aus Weisweiler.

 

Doch egal, wie diese Saison ausgehe: „Spätestens in der kommenden Spielzeit werden die Karten neu gemischt. Und in 2019 feiern wir klassisch das 100-jährige Bestehen unseres Vereins. Dann wäre der Aufstieg der ersten Mannschaft die Krönung des Jubiläumsjahrs“, frohlockt Axel Wirtz.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Apr

2018

Den Sport wieder im Freien ausüben können

Stolberger SV trifft sich zur Saisoneröffnung.

Foto: A. Bouamoud
Foto: A. Bouamoud

„Endlich ist es wieder so weit”, freute sich Uli Schulden, Pressewart des Stolberger SV Tennis bei der Saisoneröffnung im Clubheim Mausbach. Zwar wird erst in einer Woche der Ball wieder über das Netz gespielt, die Mitglieder trafen sich aber schon jetzt.

 

Nach der langen Winterpause öffnet der Verein kommenden Freitag seine Plätze, damit die Aktiven wieder im Freien ihren Sport ausüben können. Auch in diesem Jahr gelang es dem Vorsitzenden Ingo Greiser mit einer Reihe freiwilliger Helfer, die Platzanlage in einen sehr guten Zustand zu bringen. Der späte und lange Winter forderte einige Überstunden an Arbeit, um die Plätze rechtzeitig fertig zu stellen. „Hierzu mussten zwölf Tonnen Asche bewegt werden, ein echter Knochenjob“ berichtet Schulden.

 

Bis zur Platzfreigabe am Freitag, 20. April, müssten die Anlagen noch ein paar mal gewalzt und gewässert werden, damit sie wieder in gewohnter Form einsatzfähig seien, so Greiser.

 

An der Medenrunde des Bezirks nimmt der Verein mit sieben Mannschaften und einer Juniorinnenmannschaft teil. Außerdem beteiligt sich der Stolberger SV Tennis mit zwei Herrenmannschaften an der Hobbyrunde des Bezirks.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Apr

2018

Wohlhabende Ritter geben den Ton an

Spannender Vortrag von Armin Meißner beleuchtet die Stadtgeschichte Stolbergs zwischen den Jahren 1371 und 1794.

Foto: Christian Altena
Foto: Christian Altena

Armin Meißner, Historiker aus der Nachbarstadt Eschweiler, besitzt eine brillante Vortragskunst. Auch bei seinem zweiten Vortrag, bei dem die Entwicklung der Unterherrschaft Stolberg von 1371 bis 1794 im Mittelpunkt stand, begeisterte er mit einer lebendigen und spannenden Darstellung die rund 80 Besucher im Rittersaal der Burg.

 

Meißner hat im Auftrage des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereines eine dreiteilige Vortragsreihe erstellt, die den Werdegang Stolbergs von 1118 bis 1856 beleuchtet. Der erste Teil, der den Edelherren von Stolberg gewidmet war, war bereits Mitte vergangenen Monats vorgetragen worden.

 

Mit dieser dreiteiligen Reihe leistet der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein seinen Beitrag zum 900-jährigen Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung Stolbergs. Was ist eine Unterherrschaft? Welche Stellung und Bedeutung hatte sie im Gefüge und Geflecht der frühen Neuzeit? Diese Fragen stellte Meißner an den Anfang seines Vortrages, indem er eine Unterherrschaft als eine Mixtur aus einem souveränen Staat und einem Privatbesitz darstellte. So genoss die Stolberger Unterherrschaft, die weitgehend mit der heutigen Innenstadt identisch war und zum Herzogtum Jülich gehörte, Steuerfreiheit und besaß neben der unteren auch die hohe Gerichtsbarkeit - das heißt, dass der Stolberger Burgherr Todesurteile verkünden und vollstrecken konnte.

 

Erster Unterherr war Wilhelm von Nesselrode, der um 1450 auf dem markanten Felsmassiv oberhalb der Vicht eine neue Burg errichtete. Eine Burg, die befestigt, keinen Bergfried, sondern einen weitaus niedrigeren und massiveren Geschützturm besaß, wie der Eschweiler Historiker erläuterte. Wilhelm, ein wohlhabender Ritter, der neben Burg Stolberg noch weitere Adelssitze sein Eigen nannte, gehörte laut Meißner zu den Finanziers des Herzogs und war demnach mit zahlreichen Privilegien ausgestattet.

 

Neben den Nesselrodes stellte der Experte auch die Burgherren aus dem Geschlecht derer von Efferen dar. Dabei widmete er sein Augenmerk insbesondere Hieronymus von Efferen, der als Zeugmeister - „Rüstungsminister“ - des Jülicher Herzogtums, Mitte des 16. Jahrhunderts Stolberg regiert hatte. Hieronymus von Efferen hat, wie der Referent ausführte, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Stolbergs wesentlich beeinflusst und gefördert sowie die Ansiedlung der Kupfermeister forciert. Denn Stolberg besaß keinen Zunftzwang, bot eine freie Gewerbeentwicklung und verfügte über Bodenschätze wie Eisenstein, Blei und Zink (Galmei): Voraussetzungen, die für die Entwicklung eines leistungsfähigen Metallgewerbes förderlich und dienlich waren. Ob der Dollartshammer - heute Werksgelände der Firma William Prym - auch als Waffenschmiede des Herzogtums und somit für die Produktion von Geschützrohren einst in Frage kam, konnte Meißner nicht abschließend klären.

 

„Primärquellen waren mir bisher dazu nicht zugänglich“, versicherte der um wissenschaftliche Genauigkeit bemühte Historiker, der im Verlaufe seines Vortrages auf die Blütezeit der Stolberger Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert einging.

 

Seinen Vortrag schloss Meißner, indem er dem Einmarsch der Franzosen in Stolberg im Jahr 1794 ein kurzes Kapitel widmete. Die Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen hatte der regionalen Feudalherrschaft seinerzeit ein Ende gesetzt.

 

Zuvor war Meißner noch auf die Schrift eingegangen, die Johann Adolf Schleicher, 1816 unter dem Titel „Denkwürdigkeiten des Fleckens Stolberg“ erstellt hatte. Der Historiker würdigte das Werk mit den Worten: „Dies ist eine Schrift eines selbstbewussten Unternehmers, der kein Untertan mehr ist und dessen Werk im Rahmen einer Dissertation eine ausführliche, wissenschaftliche Betrachtung verdient“.

 

Fortgesetzt wird die Vortragsreihe am Dienstag, 18. September, um 20 Uhr, im Rittersaal der Burg. Dann widmet sich Armin Meißner dem Thema „Vom Untertan zum Bürger der Stadt Stolberg - 1794 bis 1856“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Unzählige Tonnen mit Muskelkraft bewegt

Deutsche Meisterschaft im Kettlebell-Sport erneut am Glashütter Weiher. Teilnehmer aus ganz Deutschland. Zwei Titel bleiben hier.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Sein Händedruck ist kräftig, sein Atem ruhig. Für Normalsterbliche kaum zu glauben, weil Vadim Sichwardt heute schon mehr als 7,2 Tonnen bewegt hat – mit purer Körperkraft und in zweimal zehn Minuten – was ihm seinen fünften Deutschen Meistertitel eingebracht hat.

 

Der Stolberger nimmt in der Disziplin Biathlon an der Deutschen Meisterschaft im Kettlebell teil, die von der Stolberger Turngemeinde und ihrer Kettlebell-Gruppe in der Sporthalle Glashütter Weiher ausgerichtet wird. Zunächst gilt es, beim Stoßen die 24 Kilogramm schwere Kugelhantel bis zur Schulter zu heben und dann über den Kopf zu stoßen, bis der Arm durchgestreckt ist.

 

Das gelingt Sichwardt 105 Mal innerhalb der zehn Minuten, die den Wettkämpfern zur Verfügung stehen. Seine Paradedisziplin aber ist der zweite Teil des Biathlon: das Reißen. Dabei wird die Kettlebell genannte Kugelhantel in einer einzigen Bewegung in die Höhe befördert. Der Stolberger Kettlebell-Aktivist führt dies in zehn Minuten 196 Mal bis zur Erschöpfung vor, scheint aber nach nur wenigen Minuten wieder völlig regeneriert zu sein. Ebenso wie sein Teamkollege Roger Fabeck, der in der selben Disziplin die Bronzemedaille erreicht.

 

Wer jetzt denkt, die Kettlebell-Sportler seien nur harte Kerle, hat allerdings nicht so ganz recht. Denn auch die Jugend erbringt enorme Leistungen, und bei der Deutschen Meisterschaft gehen auch starke Mädchen und Frauen an den Start. Bestes Beispiel ist Nadezda Kozlov. Die Sportlerin der Stolberger Turngemeinde gewinnt zunächst die Deutsche Meisterschaft in der Diszplin „Langer Zyklus“, wird danach noch Deutsche Vizemeisterin im Reißen und absolviert obendrein noch einen Halbmarathon. Das heißt, sie stößt 30 Minuten lang eine 16 Kilo Kugelhantel – und bewegt noch mehr als 5,3 Tonnen zusätzlich, denn sie schafft 333 Wiederholungen.

 

Dass im Inneren der Sporthalle Glashütter Weiher eine Deutsche Meisterschaft stattfindet, lässt sich schon außen erahnen, wenn man beim Blick auf die Kfz-Kennzeichnen rätselt, woher die Fahrer wohl kommen. Aus ganz NRW haben die Sportler den Weg nach Stolberg gefunden, ebenso wie aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, aus Hessen, Baden-Würtemberg und Bayern oder aus Bremen und Hamburg. Karsten Bollert, Präsident des Bundesverbands Deutscher Kettlebell Sportler (BVDKS), ist mit einigen Aktiven aus Berlin angereist.

 

Je nach Alter, Körpergewicht, Geschlecht und Klasse reißen und stoßen die Aktiven Kugelhanteln ab acht Kilogramm Gewicht, die schwersten Kettlebells bringen 32 Kilogramm auf die Waage. Insgesamt nehmen 82 Sportler aus ganz Deutschland an den Wettkämpfen in Stolberg teil. „Das zeigt die positive Entwicklung im Kettlebell-Sport. Als ich vor zehn Jahren in Hamburg an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen habe, waren wir fünf Sportler“, sagt Sichwardt. Und auch in der Kupferstadt ist die Entwicklung der Sportart durchaus rasant. Innerhalb der Stolberger Turngemeinde gründete Sichwardt vor gut zwei Jahren die Kettlebell-Gruppe mit drei Aktiven.

 

Bald darauf wurde er Vizepräsident im Bundesverband und holte die Deutsche Meisterschaft nach sechs Jahren in Hamburg in die Kupferstadt. Jetzt fand sie zum zweiten Mal am Glashütter Weiher statt. Elf Stolberger nahmen teil; die jüngste Kupferstädter Sportlerin war Kristina Sichwardt (14), die sich ebenso stark präsentierte wie die anderen Kupferstädter „Beginner“ Sarah Vaßen, Celina Weilerscheidt, Oliver Goldbach und Edgar Endres. Ebenfalls bemerkenswert sind die Leistungen der Paralifter Vladimir Derevyanko und Jewgenij Seip, und die Altersspanne im Stolberger Team reichte bis zum 52-jährigen Waldemar Grinjuk, der die Bronzemedaille bei den Biathlon-Senioren einheimste.

 

„Insgesamt zählt unsere Gruppe inzwischen sogar 18 Sportler“, erklärt Sichwardt und hat noch eine Überraschung auf Lager: „Wenn vom 10. bis 14. Mai die Kettlebell-Europameisterschaft in Ungarn stattfindet, gehen dabei auch vier Stolberger Sportler an den Start.“

 

Doch zuerst gab es die Deutsche Meisterschaft, und die Stolberger Turngemeinde erwies sich zum zweiten Mal als sehr guter Gastgeber. Die Veranstaltung war bestens organisiert, an Cafeteria und Imbiss-Wagen konnten Zuschauer und Aktive sich stärken, und besonders das Rahmenprogramm konnte sich hören und sehen lassen. Die Darbietungen der Big Band vom Ritzefeld-Gymnasium, „Crack Field Stompers“, der Tanzschule „Not just Dancing“ und der Einrad-Gruppe der Stolberger Turngemeinde begeisterten unter anderem auch Gerd Schnitzler, Vorsitzender des Stadtsportverbands, Bürgermeister Tim Grüttemeier und den Ersten Beigeordneten, Robert Voigtsberger.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Schwerer Verlust für das kulturelle Leben in der Stadt

Der Kammerchor der Volkshochschule Stolberg hat sich aufgelöst. Dem beliebten Ensemble fehlt schlichtweg der Nachwuchs.

Foto: M.-L. Otten
Foto: M.-L. Otten

Der Kammerchor der Volkshochschule Stolberg ist aufgelöst. „Chorleiter Klaus Weiß hat mich informiert, dass er das Dirigat niederlegt und keinen Nachfolger gefunden hat“, erklärt Elfriede Lechthaler, Leiterin der VHS.

 

Außerdem sei das Ende des Chores absehbar gewesen, meint Norbert Steffens, der fast drei Jahrzehnte in dem gemischten Ensemble gesungen hat und Vorsitzender des Stadtverbands der musikausübenden Vereine ist: „Bei einem Chor geht es ja nicht um die reine Anzahl der Mitglieder, sondern darum, dass alle Stimmen entsprechend besetzt sind. Und uns fehlte schlichtweg der Nachwuchs.“

 

Weiß hatte 1976 einen VHS-Kurs Chorgesang angeboten, was quasi die Geburtsstunde des Kammerchors war. Fortan zahlten die Mitglieder des Ensembles Kursgebühren an die Volkshochschule, und die VHS entlohnte den Dirigenten als Kursleiter und hat einen Teil des Notenmaterials gestellt.

 

Der gemischte Chor hat mit unzähligen Konzerten in der Kupferstadt die Zuhörer begeistert und Chorfahrten mit dazugehörigen Konzerten unternommen. „Dabei war immer unser Motto, die Lieder wenn möglich in der Originalsprache zu singen. Das ist uns auch in Schweden und auf Zypern gelungen“, beschreibt Steffens.

 

Ob in Österreich, an der Mosel oder in unserer Region ließ der Kammerchor Lieder in deutscher, englischer, französischer, italienischer, spanischer, ungarischer, griechischer und schwedischer Sprache erklingen. Ein unvergessener Höhepunkt für Musikliebhaber war das Verdi-Requiem mit dem Büsbacher Männergesangverein in der ausverkauften Liester-Kirche. Das letzte Konzert in Eigenregie gab der Chor 2016, war aber auch 2017 noch aktiv – etwa bei dem Gemeinschaftskonzert Choriade im Museum Zinkhütter Hof oder bei dem offenen Adventssingen im Rahmen der Kupferstädter Weihnachtstage auf dem Kaiserplatz.

 

„Der Kammerchor war ein Aushängeschild für Stolberg und natürlich auch für die VHS. Dass es ihn nicht mehr gibt, ist ein Verlust für das kulturelle Leben in unserer Stadt“, bedauert Elfriede Lechthaler. Für Norbert Steffens könnte das Ende des Chors gleich mehrfach bedauerlich sein, aber immerhin gibt es eine gute Nachricht der Schadensbegrenzung aus Sicht des Musik-Stadtverbands: „Der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte wird bei der Choriade als gemischtes Ensemble singen, so dass dem Gemeinschaftskonzert zahlenmäßig kein Chor verloren geht. Das gilt auch für den Stadtverband: Der Kleine Chor ist dem Verband beigetreten, so dass weiterhin 13 musikausübende Gruppen angeschlossen sind“, führt Steffens aus.

 

Als Sänger des Kammerchors fügt er hinzu: „Im Namen aller Chormitglieder möchte ich mich herzlich bei der VHS für die jahrzehntelange Unterstützung bedanken. Es war ein tolles Engagement der VHS, das seines Gleichen sucht.“ Als Vorsitzender des Musik-Stadtverbands wünsche er sich, dass die Musikszene in der Kupferstadt mehr Aufmerksamkeit seitens der Bürger erhalte, sowohl in Form von Konzertbesuchen, als auch durch aktive Mitwirkung in Chören und Orchestern. „Außerdem könnten die Stolberger Musikmacher mehr an einem Strang ziehen und stärker zusammenarbeiten statt nebeneinander.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Eine Institution auf den Bühnen der Region

Die „Somebody Wrong Bluesband“ gastiert in der Musikkneipe „Piano“ in der Altstadt. Musiker prägen seit Jahrzehnten die Aachener Szene.

Foto: Wilfried Schüller
Foto: Wilfried Schüller

Mit ganz besonderer Frauen-Power macht die Aachener „Somebody Wrong Bluesband“ am Samstag, 21. April, in der Musikkneipe „Piano“ an der Burgstraße Station: Denn die Band bringt mit Petra Fürst eine weitere Sängerin mit, die sich mit Frontfrau Christine Isensee in kongenialer Weise ergänzt.

 

Freuen darf man sich also auf einen energiegeladenen Abend mit der Aachener Band, die bereits zum siebten Mal in Otto Matheis‘ uriger Musikkneipe am Fuße der Burg gastieren wird.

 

Die Fans erwartet ab 20 Uhr ein abwechslungsreiches Set aus Rhythm & Blues, Swing und Rock mit Anleihen bei den Allman Brothers, Eric Clapton, Steely Dan, B.B. King oder J.J. Cale.

 

Die Somebody Wrong Bluesband blickt inzwischen auf eine mehr als drei Jahrzehnte währende Geschichte in der Region Aachen zurück. Als lockeres, studentisches Bandprojekt Anfang der 80er-Jahre gegründet, ist die Gruppe mittlerweile zu einer Art musikalischer Institution in der Städteregion Aachen und darüber hinaus geworden.

 

So wurde das Sextett unter anderem als Vorgruppe der amerikanischen Rock-Ikone Mitch Ryder auf der Burg Wilhelmstein engagiert, spielte als Support von Manfred Mann’s Earthband beim Kultursommer in Aachen vor über 3000 Zuschauern auf dem Aachener Katschhof und überzeugte als Anheizer für Chris Farlowe im legendären Vaalser „Spuugh“ in den Niederlanden.

 

1991 hob die Somebody Wrong Bluesband die „Bluesnacht“ im Aachener Jakobshof aus der Taufe und nahm dort Songs für insgesamt drei Live-CDs auf. Zuletzt als „Somebody Wrong Bluesband & Friends“ mit einem phänomenalen Bläsersatz um den Jazz-Saxofonisten Heribert Leuchter. In dieser Formation überzeugte die Somebody Wrong Blues Band bei zahlreichen Open Airs zum Beispiel im Rahmen des September Specials auf dem Aachener Münsterplatz. Die Bluesnacht ist mittlerweile ins Aachener Franz umgezogen – und Somebody Wrong ist immer noch dabei.

 

Bei der mittlerweile 26. Auflage der Aachener Bluesnacht im Februar dieses Jahres gab es erneut ein ausverkauftes Haus.

 

Im Piano spielt die Somebody Wrong Bluesband in folgender Besetzung: Christine Isensee (Gesang), Petras Fürst (Gesang), Alex Wilde (Gitarre, Gesang), Albrecht Peltzer (Gitarre), Robert Schumacher (Bass), Martin Peltzer (Keyboards) und Chris Andrä (Schlagzeug). Mehr Informationen unter www.somebody-wrong.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Werke von mehr als 40 Künstlern zu sehen

Neunte Auflage der Kunstausfahrt Art Tour de Stolberg lockt mit 18 Stationen, vielfältigen Exponaten sowie mehreren Premieren.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die inzwischen neunte Auflage der Kunstausfahrt Art Tour de Stolberg lockt am ersten Maiwochenende mit Werken von mehr als 40 Künstlern. Insgesamt 18 Stationen – darunter auch völlig neue – laden am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 18 Uhr zur freien Kunstschau ein.

 

Zwölf Kunst(h)orte öffnen bereits am Samstag, 5. Mai, ihre Pforten von 14 bis 18 Uhr; in der Dorffer Kunstscheune, Am Hahnenkreuz 23, freuen Daniela Althoff und Manfred Sponsel sich sogar bis 20 Uhr über Gäste.

 

Beginnen kann der kulturelle Streifzug zum Beispiel in der Kunstwerkstatt Zweifall am Frackersberg, wo Gerda Zuleger Mertens und „Spell“ ihre Werke zeigen und Lothar Scheffler Gastkünstler ist. Anschließend empfiehlt sich die Route über Breinig, da dort gleich sechs Stationen besucht werden können.

 

Neu dabei ist Angela Sommer, die am Wingertsberg ihre Malerei präsentiert. André Hennecken und Jutta Meessen stellen in Alt Breinig 4 Skulpturen aus, Petra Rink zeigt in ihrem Atelier an der Wilhelm-Pitz-Straße 44 Schmuck und Objekte und die Gastkünstlerin Brigitte Balser Fotos und Collagen.

 

In der Galerie Ludwig Pitz (Wilhelm-Pitz-Straße 15) sind unter anderem Lithografien von Armin Müller-Stahl zu sehen, an der Clemensstraße 4 öffnet Dorothee Vermaaten ihr Atelierhaus, und an der Stefanstraße 16a zeigt Susanne Patzke in ihrem Atelier Malerei und Zeichnungen.

 

Von Breinig aus ergeben sich mehrere Optionen der Kunstausfahrt. Die Dorffer Kunstscheune ist ebenso einen Besuch wert wie die Berzelius Bleihütte, Binsfeldhammer 14, denn dort zeigt Anja Weinberg nicht nur ihre Skulpturen, sondern lädt Interessierte auch zu Kunst-Workshops ein.

 

In der ehemaligen Direktionsvilla des Museumsquartiers Zinkhütter Hof sind Werke von Maria Katzgrau zu sehen, und Münsterbusch wartet mit einer neuen Station auf: Rainer Bauer öffnet erstmals bei der Art Tour sein Atelier im Hinterhof von Buschmühle 1-5.

 

Kunstausfahrt-Premieren gibt es am ersten Maiwochenende aber auch in der Innenstadt. Etwa im „Bert-Stollenwerk-Haus“, Finkenberggasse 7, wo Dieter Jansen Gemälde von Hartmut „Hacki“ Ritzerfeld und von Gerd Beisbarth ausstellt. Oder in und vor der Finkenbergkirche, die zum ersten Mal ein Schauplatz bei der Art Tour ist, wenn Dorothea Kempen und Yvonne Mümo-Neumann Malerei und Skulpturen präsentieren.

 

In Atelierhaus und Skulpturengarten, Hammerberg 13, sind gleich fünf Gastkünstler der Einladung von Birgit Engelen gefolgt. Heiner Scholl, Harald Schumacher, Nadine Liesse, Markus Leuschen und Sascha Steil zeigen vielfältige Exponate. Zwei weitere Stationen finden Kunstfreunde am Steinweg.

 

Die Malerei von Dennis Brandt wird im „Beer o‘Clock“ (Steinweg 30) ausgestellt, und Helmut Müller-Schafus zeigt bei „Panta Rhei Art“ (Steinweg 54) sein eigenes Schaffen sowie einige Werke von Kurt Pilz.

 

Ein idyllischer Kunst(h)ort in dem malerischen Ambiente der Altstadt ist außerdem wieder der Kunsthandwerkerhof am Alter Markt 10.

 

Anina Marita Cujai, Andrea Steinmann, Heidi Mülstroh, Heidi Selheim, Bärbel Brüll und Anja Michels zeigen in dem historischen Kupferhof Rose Gemälde, Lichtkunst, Objekte, Textil- und Schmuckdesign, und in der Bodega ist die Malerei von Udo Rüttgers zu sehen. Mit einer neuen Besonderheit wartet der Schauraum im Burg-Center an der Zweifaller Straße 30 auf: Dort ist die „Janet Brooks Gerloff Art Collection“ erweitert worden.

 

Und zum ersten Mal wird bei der Kunstausfahrt am 6. Mai der komplette künstlerische Nachlass der 2008 gestorbenen Malerin ausgestellt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch online unter der Adresse www.arttour-stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Das Stolberger Frühlingserwachen ist weiter gewachsen

Fest mit Livemusik, großer Marktmeile, verkaufsoffenem Sonntag, zahlreichen kulinarischen Angeboten und mehr in der City.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Der Frühling erwacht, und zusätzlich zur Kunstausfahrt Art Tour de Stolberg trägt das Frühlingsfest der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) am ersten Maiwochenende zur Belebung der Kupferstadt bei.

 

Und zwar gehörig, denn die dritte Auflage des Frühlingserwachens hat mehr zu bieten denn je. „Zum Beispiel ist die Marktmeile gewachsen“, beschreibt Marita Matousek von der SMS. An beiden Tagen würden an Kaiserplatz und Steinweg in Kooperation mit den Bamberger Märkten Trödel, Altes, Neues und Rares von zahlreichen Händlern angeboten werden.

 

„Und auch Frisches und Schmackhaftes, denn der lokale Einzelhandel stellt sich vor“, verweist Matousek auf Spargel, Blumen, Imbiss, Wein, Flammkuchen, Waffeln, Eis, Pfannkuchen und mehr.

 

Die Stadtmarketing-Gesellschaft selbst steuere auch einen Getränkestand bei. Gewachsen ist allerdings auch das Programm des Frühlingserwachens. Die Stände der Marktmeile öffnen am Samstag, 5. Mai, von 10 bis 18 Uhr, und von 13 bis 15 Uhr. Sowie von 16.30 bis 18 Uhr sorgt das Stolberger „H. u. S.-Musikmanagement“ für klang- und stimmungsvolle Unterhaltung.

 

Mit Livemusik weiter geht es dann von 19 bis 21.30 Uhr, wenn „Annet and Friends“ aus den Niederlanden Covermusik präsentieren.

 

Am soffenen Sonntag, 6. Mai, von 13 bis 18 Uhr, zeigt sich das Frühlingsfest ebenfalls abwechslungsreich und attraktiv für Groß und Klein. Das Duo „Leger“ singt und spielt von 12 bis 14 Uhr Livemusik auf dem Kaiserplatz, und von 12 bis 15 Uhr greift eine interessante Neuerung beim Frühlingserwachen der SMS: Auf dem unteren Burghof und im Kräutergarten der Burg findet die erste Pflanzenbörse statt. „Dann können pünktlich zum Frühlingserwachen nach Herzenslust Pflanzen getauscht, erworben und verkauft werden“, erklärt Matousek das Prinzip.

 

Auf dem Kaiserplatz werden gegen 14 Uhr die Teilnehmer an der Kupferstädter Frühjahrskehrwoche sowie Stolberger Pflanzpaten, die sich um das Grün im öffentlichen Raum kümmern, von Bürgermeister Tim Grüttemeier geehrt. Ab 15 Uhr schlägt dann in der Innenstadt die Stunde der kleinen Besucher des Festes, wenn „Clownerike“ mit Zauber und Attraktionen an Steinweg und Kaiserplatz nicht nur die Kinder unterhält. Von 16 bis 17.30 Uhr übernimmt am verkaufsoffenen Sonntag wieder das beliebte Duo „Leger“.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

16

Apr

2018

Gemeinde Mont-Sinai feiert offenen Türen

Die Christen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde präsentieren ihre Gebetsstätte am Schellerweg.

Foto: Merve Polat
Foto: Merve Polat

Ein roter Teppich empfängt die Besucher der ehemaligen Neuapostolischen Kirche am Schellerweg 50: Ballons schmücken den Eingang, Chorgesänge dringen bis nach draußen, und Gäste aller Herkunft gehen ein und aus. „Wir heißen jeden willkommen, bei uns spürt man die Wärme“, sagt Projektleiter Cedric Ngovo. Beim Tag der offenen Tür der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Mont-Sinai begrüßt jeder jeden per Handschlag und einem fröhlichen „Bonjour“; egal, ob Bekannter oder Unbekannter.

 

Den circa 70 Christen, die zum größten Teil aus dem Kongo stammen, ist die Freude anzumerken, ihr Gotteshaus den Mitbürgern nun vorstellen zu können. Da spielen auch Sprachbarrieren keine große Rolle: Das Entscheidende sei, dass es um Gott gehe und Gott spreche in allen Sprachen, stellt Ngovo fest.

 

So werden an diesem Samstag die auf Französisch und Lingala vorgetragenen Gebete und Lieder zeitgleich auf Deutsch übersetzt. Davon zeigen sich die Gäste besonders angetan: „Ich war früher in der Neuapostolischen Kirche, habe heute Geräusche gehört und wollte es mir mal ansehen. Es ist ungewohnt, aber gefällt mir sehr gut“, erzählt eine Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden will, während sie bei einem Chorlied mitwippt und mitklatscht.

 

Die Chormitglieder, die in traditionell afrikanischer Kleidung ihre Lieder präsentieren, fordern die Gäste auf, mitzumachen: „Jetzt wollen wir für Gott tanzen, ich bitte euch alle, aufzustehen“, heißt es da beispielsweise. In dem Eröffnungsgebet von Pastor Gérard Kashama Kazembe und den Beiträgen von Gemeindemitgliedern geht es vor allem um Danksagung: Die im Jahr 2004 gegründete Gemeinde Mont-Sinai konnte im Jahr 2016 ihr Zuhause von Aachen nach Stolberg verlegen und war zuvor lange Zeit auf der Suche nach einem für sie passenden Gotteshaus. Dass sie dieses nun in der Kupferstadt gefunden haben, freut die Mitglieder besonders: „Noch besser geht es von den Räumlichkeiten her gar nicht“, betont Ngovo im Vorfeld.

 

Die Entstehungsgeschichte der Gemeinde führte Vater Mukemba in seinem Beitrag näher aus. Zu den Programmpunkten beim Tag der offenen Tür der Gemeinde Mont-Sinai gehörte unter anderem auch die Predigt des Pastors Sido Pelewe aus Leverkusen, der darauf einging, was es bedeutet, eine Gemeinde zu sein. Beim gemeinsamen Abendessen zum Tagesabschluss gab es dann einen bunten Mix aus afrikanisch-europäischen Speisen: In der Küche ließen sich die Gäste und Gemeindemitglieder traditionell afrikanische Fleischgerichte, Pundu (Gemüse) und Makemba (gebratene Bananen) schmecken.

 

Zu den Gemeindemitgliedern gehört auch Alina Bauer. Die 24-Jährige kam vor acht Jahren durch eine Freundin zu Mont-Sinai: „Wie manche Leute feiern gehen, komme ich eben hierher. Das macht Spaß und gibt mir etwas“, erzählt Bauer. So sei die Gemeinde stets offen für mehr Mitglieder, „gerne auch Deutsche“, betont Projektleiter Ngovo. Die Bibelstunden der Gemeinde Mont-Sinai finden dienstags und donnerstags statt, die Chorproben und die Jugendbetreuung samstags.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Apr

2018

„Offene Betriebsratsarbeit macht sexy“

Hohe Wahlbeteiligung beim Urnengang. IG Metall erobert bis dato alle Sitze. Martin Peters: „Bestätigung unserer guten Arbeit.“

Fotos: J. Lange
Fotos: J. Lange

Auf der ganzen Linie bestätigt sieht sich die IG Metall durch die Betriebsratswahlen in den Stolberger und Eschweiler Unternehmen. Nach Auswertung von 11 Urnengängen mit 2243 abgegeben Stimmen in insgesamt 28 Betrieben können die Metaller nicht nur ausnahmslos alle Sitze – aktuell 81 – gewinnen, sondern die bestehenden Teams und ihre Führungskräfte werden weitestgehend bestätigt. „Das ist angesichts der Persönlichkeitswahl besonders bemerkenswert“, sagt Martin Peters, der die ersten Ergebnisse als repräsentativ für die noch andauernde Wahlperiode wertet. „Unsere Betriebsräte haben eine sehr gute Arbeit gemacht; das wurde durch die Wahl bestätigt“, analysiert der 1. Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Stolberg/Eschweiler, die mit einem Organisationsgrad von 75,48 Prozent bundesweit eine führende Stellung innehat.

 

Bemerkenswert sind die Ergebnisse auch unter einem weiteren Aspekt: Mit einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 81,65 Prozent haben mehr Arbeitnehmer ihre Interessenvertretung gewählt, als dies bei anderen politischen Wahlen üblich ist. Eine weitere Bestätigung für eine gute Arbeit, sagt Peters und weist ganz aktuell auf den Tarifabschluss hin. „Unsere Mitglieder sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, fasst der 35-Jährige die Resonanz aus den Belegschaften am Standort zusammen. „Die Vereinbarung bietet für viele Kollegen aus den kontinuierlichen Schichtbetrieben eine Möglichkeit, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen“, so Peters.

 

Thomas Schlick stimmt ihm zu. Der wiedergewählte Betriebsratsvorsitzende verweist auf eine Spitzenbeteiligung bei der Stolberger KMD Group: 94,8 Prozent der Belegschaft ging an die Urnen. Nach der Krise an der Kupfermeisterstraße wurde der 51-Jährige 2014 zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt. Viele Veränderungen hat der gelernte Verfahrensmechaniker begleitet – allen voran die Fusion der KME mit der chinesischen Dragon Group. „Sie hat sich nicht negativ auf die Belegschaft ausgewirkt“, sagt Schlick. Eher positiv. Das Stolberger Werk ist eigenständiger geworden, mit der Geschäftsführung könne konstruktiv verhandelt werden. „Die Rückkehr zum Flächentarifvertrag ist ein großer Erfolg“, sagt Schlick, der in seine zweite Amtsperiode geht.

 

Die Nachfolge des heutigen IGM-Sekretärs Ralf Radmacher bei der Prym-Gruppe hat Jürgen Federau als Vorsitzender des Konzern- und Consumer-Betriebsrates am Standort angetreten. Die Wahlbeteiligung von 78,1 Prozent entschuldigt Federau fast schon – mit Verweis auf den umfangreichen Außendienst. „Aber am Standort lag die Beteiligung bei über 90 Prozent“, sagt Federau, der in den vergangenen Monaten einiges zu erledigen hatte. 2015 wurde um den Haustarifvertrag gerungen. Die Sicherung der Arbeitsplätze auch in Alsdorf gelang vor zwei Jahren mit dem bis 2023 laufenden Zukunftssicherungsvertrag, „für den wir aber auch einen hohen Preis zahlen“, betont der wiedergewählte Betriebsratsvorsitzende. Aber Verbesserungen aus dem Manteltarifvertrag werden nun automatisch übernommen – wenn auch mit elfmonatiger Verzögerung.

 

Was die beiden Mitglieder des IGM-Ortsvorstandes darüber hinaus verbindet, betont Martin Peters, ist der kommunikative Umgang des Betriebsrates. „Beteiligungsorientierte Arbeit“ wird das heute genannt. Gemeint ist damit, dass Diskussionen und Entscheidungen nicht nur in Klausur getroffen werden, sondern offen und kontrovers mit den Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz diskutiert werden. Halt ein Stück Basisdemokratie, wenn man so will.

 

Der 1. Bevollmächtigte formuliert das anders: „Beteiligungsorientierte Arbeit macht sexy!“ Und wer sexy sei, der wecke Interesse. Natürlich für die Betriebsratsarbeit. „Man will dabei sein“; bilanziert der Bevollmächtigte. Beide Mitarbeitervertretungen profitierten von einem kontinuierlichen Nachwuchs – „quer durch die Altersstrukturen“, sagt Martin Peters. Und das ermögliche es, dass neue Betriebsratsmitglieder in die Arbeit eingeführt werden und vom Wissen altgedienter Kollegen profitieren können. „Wir sind kein geschlossener Verein“, so Peters. Bestes Beispiel sei in Stolberg Aurubis mit 35 Bewerbungen für die neun Betriebsratssitze. Dass die Beteiligung bei Frauen geringer sei, liege im geringen Anteil weiblicher Beschäftigter vor Ort begründet. Ausnahme ist Prym mit 51 Prozent weiblicher Belegschaft und vier Frauen im Betriebsrat. Insgesamt gibt es derzeit elf Betriebsrätinnen.

 

Aber selbst an den traditionsreichen Industriestandorten Stolberg und Eschweiler muss die IG Metall immer noch um die Einhaltung der verfassungsmäßigen Rechte kämpfen.

 

„Ab fünf Beschäftigten ist ein Betriebsrat zu wählen“, zitiert Peters das Betriebsverfassungsgesetz. Und doch gibt es Firmen, in denen dieses Recht und die Mitbestimmung nur durch Druck durchzusetzen war. „In diesen wenigen Betrieben bestimmt der Kampf um die Durchsetzung der Rechte der Arbeitnehmer noch immer allzu sehr den Alltag der Betriebsräte“, verweist der Bevollmächtigte auf Firmen, die fast noch diktatorisch geführt würden. Das sei auch aus Sicht der Unternehmer kontraproduktiv, befindet Thomas Schlick. Denn mit einer kooperativen Zusammenarbeit mit Betriebsräten würde das Unternehmen erst recht in schwierigen Zeiten besser fahren.

 

Bisher neu gewählte Betriebsratsvorsitzende

  • Bis dato zu Vorsitzenden der Betriebsräte gewählt sind Thomas Schlick (KMD Group), Jürgen Federau (Prym-Gruppe, Consumer) Norbert Offermanns (Inovan), Werner Cryns (Fashion), Jürgen Müllegans (Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer), Karl-Heinz Lach (Leoni Kerpen), Horst Martin (Schwermetall), Karl-Heinz Hamacher (Aurubis), Ingo Zimmermann (ESW), Michael Gaugel (Albert Hoffmann), Ralf Ermes anstelle des ausgeschiedenen Erich Meyer (CAE) und Achim Müller anstelle von Achim von Hofen, der altersbedingt nicht mehr kandidierte (Hoven Hydraulik).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Apr

2018

Nachbarschaften fördern und das Quartier so stärken

Eine Maßnahme der neuen Förderkulisse soll der Bürgerfonds sein. Kleine Projekte können damit finanziell unterstützt werden.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Integriertes Handlungskonzept: Ein eher sperriger Begriff für ein Papier, das Projekte beinhaltet, die Nachbarschaften fördern und soziale Zusammenhänge in einem Quartier stärken sollen. Eines dieser Projekte soll ein sogenannter Bürgerfonds sein. Für kleinere Projekte sollen Bürger künftig Fördergelder abrufen können. Wie das überhaupt funktioniert? Und was eine Jury damit zu tun hat? Dazu später mehr.

 

Zum Hintergrund: Unter dem Titel „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“ will die Stolberger Verwaltung ein nachhaltiges Konzept auf den Weg bringen, das Städtebau und Soziales miteinander vereinen soll. Der Plan der Verwaltung: Das Programm Talachse Innenstadt soll künftig in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ integriert werden. Erst in dieser Woche war Ministerin Ina Scharrenbach zu Besuch und machte sich ein Bild von der Stolberger Innenstadt. Der Bürgerfonds soll eine Maßnahme im integrierten Handlungskonzept sein und vor allem Menschen, die in sozial benachteiligten Quartieren leben, dazu animieren, sich aktiver in ihrem Viertel einzubringen.

 

Das ist nämlich meist nicht der Fall, wie auch Professor Andreas Reiners und seine Studenten von der Katholischen Hochschule in Aachen herausfanden. Sie befragten zahlreiche Stolberger, warum sie sich engagieren und warum gerade das vielen Menschen so schwerfällt und stellten ihre Ergebnisse in der letzten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Generationengerechtigkeit (ASG) vor (wir berichteten).

 

Quartiere können nur in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort gestärkt und auch entwickelt werden, ist sich Robert Voigtsberger sicher. „Genau da setzt der Bürgerfonds an. Kleine Projekte im Quartier sollen auf diese Weise gefördert werden“, sagt der Erste Beigeordnete. Der Kreativität der Stolberger seien dabei keine Grenzen gesetzt. Es sei jedoch wichtig, dass das Ziel, das Quartier mit diesem Projekt zu stärken, auch verfolgt werde.

 

Ob dies der Fall ist, soll künftig eine Jury entscheiden, die aus Bewohnern des Quartiers besteht. Vorab sollen – in Zusammenarbeit mit der Stolberger Verwaltung – entsprechende Richtlinien festgelegt werden. „Das Projekt ist sehr stark auf die Eigeninitiative der Bürger ausgerichtet“, sagt Voigtsberger.

 

Gefördert wird das Projekt mit bis zu fünf Euro pro Einwohner und Jahr. In den drei Quartieren leben rund 20 000 Menschen. Macht eine Fördersumme von rund 100 000 Euro im Jahr. Bis 2023 soll das Projekt voraussichtlich laufen. Der Startschuss soll bereits im kommenden Jahr fallen. „Wir wollen zügig eine Unterstützung bereitstellen. Uns ist das Projekt ein wichtiges Anliegen“, sagt Robert Voigtsberger. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass auch die Politik dem integrierten Handlungskonzept zustimmt.

 

Der Bürgerfonds soll natürlich nicht das einzige Projekt sein, das in Zukunft im integrierten Handlungskonzept zu finden sein wird. Es geht beispielsweise eng einher mit dem sogenannten Quartiermanagement, das ebenfalls in die Quartiere eingebunden werden soll.

Sa

14

Apr

2018

Der Stolberger Sport war seine große Leidenschaft

Der Geschäftsmann Rudi Flink wird heute beigesetzt. Er wurde 80 Jahre alt. Stets sozial engagiert.

Foto: Archiv
Foto: Archiv

Wenn heute Rudi Flink zu Grabe getragen wird, nimmt eine große Trauergemeinde Abschied von einem Stolberger Urgestein. 80 Jahre alt geworden ist einer der Männer, der die Sportszene der Kupferstadt maßgeblich mit beeinflusst hat – sportlich wie beruflich. Nach seiner Meisterprüfung im Polsterhandwerk trat er 1956 in das traditionsreiche Familienunternehmen an der Rathausstraße ein und entwickelte es gemeinsam mit seiner Ehefrau Helga kontinuierlich von einer Sattlerei zu dem führenden Sporthaus am Platz weiter, das auch heute erster Ansprechpartner für Aktive und Vereine aller Art ist. In besonderer Weise sind der Fußballsport und die Familie Flink miteinander verbunden.

 

Rudi Flink fand Anfang der 50er Jahre seine sportliche Heimat beim Stolberger SV. In seinem ersten Seniorenjahr als Spieler gelang ihm 1957 der Aufstieg in die Bezirksliga, er verfolgte mit großer Anteilnahme den sportlichen Höhenflug der 1. Seniorenmannschaft mit dem Gewinn der Mittelrheinmeisterschaft im selben Jahr, und wurde in der darauf folgenden Saison selber Spieler dieses Erfolgsteams. Nach der aktiven Laufbahn engagierte er sich als Jugendtrainer bei der DJK Frisch-Froh, der späteren Fusionspartnerin des SSV. Er führte die Kinder zu Kreismeisterschaften, Turniersiege und bis in die Verbandsliga. In den 70er Jahren coachte er zudem noch die Landsliga-Senioren des SSV, und blieb als wichtiger Berater und Besucher dem Fußball bis zuletzt erhalten. Stolz war er darauf, dass Sohn Heiner und die Enkel Peter und Andreas seine Passion hegen.

 

Darüber hinaus engagierte sich der quirlige Geschäftsmann sozial und caritativ seit 1971 in Pfarrgemeinderat sowie Kirchenvorstand von St. Lucia. Zudem stellte er sich von 1984 bis 2015 als Mitglied des Kuratorium des Bethlehem-Krankenhauses den wechselvollen Herausforderungen des Gesundheitssystems. In der genossenschaftlichen Bankenwelt begleitete Flink als Mitglied der Vertreterversammlungen die Fusionen der Stolberger Volksbank mit der Raiffeisenbank Stolberg, den Volksbanken Eilendorf und Eschweiler sowie den Zusammenschluss zur VR Bank. Bis zuletzt blieb er dem mittlerweile von Heiner Flink geführten Sportgeschäft als Seniorchef treu.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Apr

2018

„Kontakt zu Dörfern halten“

Der aus VfL Vichttal und Grün Weiß Mausbach fusionierte Verein hat sich viel vorgenommen. Ein Interview mit den Club-Verantwortlichen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Vor zehn Jahren sind die Fußballvereine aus Vicht und Zweifall zum VfL Vichttal verschmolzen, und jetzt sind SV Grün-Weiß Mausbach und Vichttal fusioniert. Michael „Mika“ Frey ist Vorsitzender des neuen VfL Vichttal Mausbach Zweifall Vicht, einer seiner Stellvertreter ist Dirk Esser, der bis vor kurzem Vorsitzender der grün-weißen Mausbacher war. Dirk Müller sprach mit Frey und Esser über die Fusion und die Zukunft des Vereins.

 

Wie kam es zu der Fusion beider Vereine?

 

Frey: Wir sind bereits vor rund einem Jahr in Verhandlungen, um die Zukunft unserer Vereine zu sichern, sprich um die Jugendarbeit zu stärken. Die Gespräche waren sehr offen, konstruktiv und angenehm, so dass wir letztendlich den Mitgliedern beider Vereine die Verschmelzung vorschlagen konnten.

 

Verhandelt haben Sie aber auch mit Politik und Stadtverwaltung...

 

Esser: Ja, mit erfreulichem Ergebnis. Nach der Fusion sollen 300 000 Euro fließen. 250 000 investieren wir in ein weiteres Kunstrasenfeld und 50 000 in die Sanierung des alten Vereinsheims im Sportpark Dörenberg. Zudem wird die Stadt Kanal- und Stromleitungen ertüchtigen, was einem finanziellen Aufwand von circa 60 000 Euro entspricht.

 

Frey: Wobei wir natürlich eine Menge an Eigenleistung erbringen müssen. Auch finanziell, denn von den Zuschüssen der Stadt können wir kein neues Kunstrasenfeld bauen. Wir werden etwa die gleiche Summe noch einmal selbst aufbringen müssen und sind daher auf Gönner, Spender und Sponsoren angewiesen.

 

Was wird denn aus dem Mausbacher Sportplatz?

 

Esser: Bis der neue Kunstrasenplatz auf dem derzeitigen Rasenplatz in Dörenberg fertiggestellt ist, spielen und trainieren wir weiterhin auch in Mausbach. Danach übergeben wir den Mausbacher Platz samt Vereinsheim der Stadt. Was aber nicht bedeutet, dass wir aus Mausbach verschwinden. Mika Frey und ich sind uns einig, dass der frisch fusionierte Verein Kontakt zu seinen Dörfern hält, wie der VfL es bisher auch mit Zweifall gehalten hat. Der neue VfL wird bei Veranstaltungen in Mausbach, Zweifall und Vicht präsent sein.

 

Formell haben die Vichttaler die grün-weißen Mausbacher per Votum aufgenommen. Sind Sie zufrieden mit dem Wahlergebnis?

 

Frey: Unbedingt, denn die Wahl erfolgte einstimmig. Damit haben die Mitglieder des „alten VfL“ ganz deutlich ein Willkommen an die Mausbacher ausgesprochen und auch ein klares Bekenntnis zu dem „neuen VfL“. Und zu dem neuen erweiterten Vorstand, der dann ebenfalls einstimmig gewählt wurde.

 

Hat die Fusion sportliche Konsequenzen?

 

Esser: Nur im positiven Sinne. Zunächst können alle Mannschaften ganz regulär in ihren jetzigen Klassen weiterspielen. Künftig können wir aber unserer Jugend – das sind momentan immerhin 23 Mannschaften – eine größere Bandbreite hinsichtlich ihrer Zukunft im Verein bieten. Wenn der Nachwuchs in den Seniorenbereich wechselt, kann er bei derzeitigem Stand entweder in der Mittelrheinliga oder in den Kreisligen A, B und D beim VfL Vichttal spielen.

 

Wie ist der Sachstand bezüglich der Soccer-Halle, die den Sportpark Dörenberg bereichern soll?

 

Frey: Die Soccer-Halle wird ab dem Sommer gebaut, damit sie bis zum Winter zur Verfügung steht. Vormittags kann die Halle dann auch vom künftigen Gesamtschulstandort Mausbach genutzt werden. Der überwiegende Teil der restlichen Spielzeit steht die Halle dann unseren Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. In den Abendstunden kann die Soccer-Halle aber auch von Vereinen, Firmen oder von privaten Gruppen angemietet werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Apr

2018

Am Glashütter Weiher wird heute die Kugelhantel geschwungen

Deutsche Meisterschaft im Kettlebell. Viele Sportler aus der Republik werden anreisen. Sportart für die Kräftigung des Körpers.

Kraft und Ausdauer im Einklang: Heute richtet die Stolberger Turngemeinde zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft im Kettlebell aus. „Wir erwarten viele Sportler aus ganz Deutschland, von München bis Bremen“, freut sich auch bereits Vadim Sichwardt, der die Kettlebell-Abteilung der TG fachlich betreut.

 

Bei der relativ neuen Sportart wird eine Kugelhantel, die namensgebende „Kettlebell“, über eine vorgegebene Zeit von den Teilnehmern gestoßen und gerissen. Bei der Deutschen Meisterschaft treten die Sportler auf verschiedenen Plattformen an, die unterschiedliche Anforderungen stellen. Eine Unterteilung findet dabei in Gewichtsklassen und verschiedene Übungsformen statt, wobei meist die Kondition im Mittelpunkt steht. Der Bundesverband Deutscher Kettlebell Sportler e.V. hebt besonders hervor, dass die Sportart etwas für jeden ist. Das Gewicht der Kugel ist variabel, durch das Training können schnell Erfolge festgestellt werden. „Es ist eine sehr gute Sportart für die Entwicklung des ganzen Körpers. Herz-Rhythmus, Muskeln und Ausdauer können davon profitieren, bestätigt Sichwardt.

 

Zudem bietet die Deutsche Meisterschaft ein vielfältiges Rahmenprogramm.

 

Eine Jazz-Dance-Gruppe, die Big Band des Ritzerfeld-Gymnasiums und die Einradgruppe der Stolberger TG haben sich angesagt und auch auf Vertreter der Stadt und des Sportbundes freut man sich bei den Ausrichtern. Wer selbst Interesse an der Sportart entwickelt, den lädt Sichwardt gerne an die Trainingsstätte am Glashütter Weiher ein: „Kommen Sie vorbei, verschaffen Sie sich einen Einblicken und sprechen Sie uns an“, so der gebürtige Kasache, der zahlreiche Meisterschaften in seiner Heimat und in Deutschland gewinnen konnte.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Apr

2018

Spielrhythmus des Gegners unterbrechen

Auch nach der vorzeitigen Aufstiegsfeier wollen die SSV-Handballer ihrem Gegner paroli bieten

Der frisch gekürte Aufsteiger aus Stolberg in die Handball-Verbandsliga tritt am Samstag, 14. April, beim Tabellenvierten in der Domstadt an. Anwurf in Köln beim Polizei SV Köln ist um 19.30 Uhr.

 

Mit acht Feldspielern wird der Stolberger SV im Kölner Lokodrome auskommen müssen. Mit Kai Frauenrath und Paul Renner fallen gleich zwei Stammspieler aus. Nach dem vorzeitigen Aufstieg letzte Woche gilt es nun, wieder Spannung aufzubauen, um den „Run and Gun Spezialisten“ aus der Südstadt Paroli bieten zu können.

 

Ähnlich wie der SSV sind die Kölner von allen Positionen torgefährlich und verfügen nach den Stolbergern über den zweitbesten Angriff der Liga. Insbesondere Gerstmayer, Terörde, Dodt und Arntz erweisen sich in der laufenden Saison als sehr treffsicher. Hier wird die Abwehrarbeit schon im Rückzug beginnen, damit die zweite Welle der Kölner nicht zum Problem der Stolberger Abwehr wird. In der Abwehr will der PSV sich nämlich nie lange aufhalten und neigt teilweise zur Ungeduld.

 

Ausschlaggebend für den Sieg könnte die konditionelle Verfassung der beiden Teams werden, wobei der PSV wahrscheinlich alleine schon durch seine volle Bank im Vorteil ist. Für die Stolberger bedeutet das auch mal das Tempo zu dosieren und damit den gewohnten Spielrhythmus des Gastgebers zu unterbrechen. Insgesamt könnte es eine torreiche Partie werden, da der PSV bislang das einzige Team war, das dem Tabellenführer 30 Tore einschenken konnte. Natürlich strebt man beim SSV auch die Meisterschaft an, doch es wird sich zeigen, ob die Form nach der Aufstiegsfeier für ein solches Spiel aktuell reichen wird.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Nur Fischwirte haben keine Chancen

Özlem Saltan ist Arbeitsvermittlerin. Sie weiß, welche Berufe in Stolberg gesucht werden und welche nicht. Einblicke in ihren Alltag.

Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen sind in Stolberg derzeit besonders gefragt. Allein im März gab es in diesem Bereich 120 freie Stellen in der Kupferstadt. Der Einzelhandel hingegen baut in einigen Bereichen stark ab. „Einen Fischwirt würde ich in Stolberg wohl nicht vermitteln können“, sagt Özlem Saltan. Sie muss es wissen, schließlich ist sie Vermittlerin bei der Agentur für Arbeit in Stolberg und kennt den Arbeitsmarkt bestens.

 

Was derzeit – neben Erzieherinnen und Pflegekräften – in Stolberg besonders gebraucht wird? Helfer im Handwerk. „Sie sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt aber nicht verfügbar“, sagt Saltan. Auch Fachverkäuferinnen in Bäckereien und Metzgereien werden gesucht, sind aber eher Mangelware.

 

Seit 2001 arbeitet Özlem Saltan in der Agentur für Arbeit. Angefangen hat sie als Quereinsteigerin. Eigentlich hatte Saltan eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Als sie selbst von Arbeitslosigkeit bedroht war, entschied sie sich für einen neuen Weg. Sie durchlief verschiedene Abteilungen in der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter (siehe Infobox) und ist seit 2012 in der Arbeitsvermittlung tätig. Im vergangenen Jahr konnten die Agentur für Arbeit und das Jobcenter allein in Stolberg insgesamt 1691 Menschen vermitteln. Die Agentur für Arbeit vermittelte davon 983 Menschen.

 

Und wie sieht der Berufsalltag einer Arbeitsvermittlerin aus? Sie berät Kunden, die sich in verschiedenen Lebenssituationen befinden. Dass nur Menschen, die bereits arbeitslos sind, die Agentur für Arbeit aufsuchen, stimmt nämlich nicht. „Zu unserem Kunden gehören auch Menschen, die von der Arbeitslosigkeit bedroht sind, nach der Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen möchten oder Menschen, die einen neuen Weg einschlagen wollen oder einen Rat suchen“, sagt Saltan. Sie findet, dass ihr Job besonders abwechslungsreich ist. „Teilweise ist es auch sehr spannend und man erlebt viele Überraschungen“, sagt sie. Erst vor wenigen Wochen half Özlem Saltan einer Kundin dabei, sich neu zu orientieren. Sie wechselte vom kaufmännischen Bereich in die Pflege und ist damit überaus zufrieden.

 

Erfolgreiche Vermittlungen bestätigen Saltan in ihrer Arbeit. „Dann weiß ich, dass ich mit den Kunden auf dem richtigen Weg bin. Wenn ein Mensch wieder in Arbeit ist und langfristig in Arbeit bleibt, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Saltan.

 

Das funktioniert allerdings nicht immer. In diesen Fällen sei es wichtig, dass man weitere Schnittstellen finde und der Kunde sich breiter aufstelle. Ein erster Einstieg in die berufliche Eingliederung könne beispielsweise ein Praktikum sein.

 

Özlem Saltan arbeitet in Teilzeit und betreut die Kunden am Vormittag. In der Regel hat sie zwischen fünf und sieben Gespräche am Tag. Normalerweise dauern diese 30 Minuten. Beim ersten Kennenlernen hat Saltan jedoch 60 Minuten Zeit. Und wie sieht es mit Menschen aus, die die deutsche Sprache nicht beherrschen? Um Flüchtlinge kümmern sich die Kollegen im so genannten Integration Point. Doch auch Saltan hat mit Menschen zu tun, die nicht fließend deutsch sprechen. Der Grund? „Es gibt auch Arbeitgeber, die Kunden einstellen, die nur eine Sprache sprechen. Sie unterhalten sich dann in ihrer Sprache und die deutsche Sprache müssen sie gar nicht beherrschen“, sagt Saltan. Die 41-Jährige hilft dann auch bei der Vermittlung in Integrations- oder Deutschkurse.

 

Auch Vorurteile gegenüber der Agentur für Arbeit und ihrem Job, erlebt Saltan hin und wieder. Vor allem bei Kunden, die noch nie oder schon viele Jahre nicht mehr die Agentur für Arbeit aufgesucht haben. „Grundsätzlich habe ich nicht das Gefühl, dass mein Beruf einen schlechten Ruf hat“, sagt Saltan und fügt hinzu: „Früher waren wir das Arbeitsamt. Das sind wir nicht mehr. Heute sind wir ein Dienstleistungsunternehmen, arbeiten miteinander und sind transparent.“

 

Unterschied zwischen Arbeitsagentur und Jobcenter

  • Die Agentur für Arbeit berät und vermittelt Ausbildungssuchende und Arbeitsuchende, bietet Berufsberatung an, fördert die berufliche Eingliederung und zahlt Entgeltersatzleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld aus.
  • Kunden der Agentur für Arbeit sind Personen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben oder Personen, die weder Anspruch auf Arbeitslosengeld I, noch auf Leistungen zum Lebensunterhalt (Grundsicherung) haben. Grundsätzlich kann sich jede Person als Ratsuchender an die Agentur für Arbeit wenden.
  • Jobcenter gewähren Leistungen zum Lebensunterhalt (Grundsicherung) und unterstützen darüber hinaus auch die Bezieher von Arbeitslosengeld II bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.
  • Neben dem Arbeitslosengeld II können unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen für Mehrbedarfe (im Fall von zum Beispiel Schwangerschaft, Alleinerziehung) sowie Leistungen für die Erstausstattung der Wohnung, die Erstausstattung für Bekleidung einschließlich Schwangerschaft und Geburt und für mehrtägige Klassenfahrten gewährt werden.
  • Wer Leistungen der Grundsicherung bezieht, gehört in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Stolberg befürwortet Neubau des Rüstbach-Viaduktes

Antragsverfahren bei der Bezirksregierung läuft. Wunsch nach weiteren Haltepunkten bei Breinigerberg und Wingertsberg.

Dass die „turnusmäßigen Unterhaltungsarbeiten“, so Thomas Fürpeil, an der alten Vennbahnstrecke im Hammer Bahnhof auch schon der Inbetriebnahme der Euregiobahnstrecke nach Breinig zugute kommen, hat der EVS-Geschäftsführer zumindest nicht dementiert. Offiziell wartet der Stolberger Betreiber der Schieneninfrastruktur noch auf den Förderbescheid des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland für die Reaktivierung der fünf Kilometer Schiene. Die Gesamtkosten werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt; der NVR hat bereits einen Zuschuss von 3,62 Millionen Euro eingeplant.

 

Unübersehbar sind bereits die Vorbereitungen für einen Anschluss Breinigs an das Schienennetz. Entlang der Strecke ist bereits der Bestand zu nahe an den Gleisen stehender Bäume gelichtet worden. Im Vorgriff wurden Bahnübergänge saniert. Nun läuft bei der Kölner Bezirksregierung das Genehmigungsverfahren für den Neubau des Rüstbach-Viaduktes, das hinter der Bleihütte sowie vor dem Asphaltmischwerk und dem Umschlagspunkt in der Rüst liegt. Von dort aus wird unter anderem das Halbzeugwerk Schwermetall mit Vorprodukten beliefert. Das Viadukt kann allerdings aufgrund seines Zustandes nur in geringem Umfang und in Schrittgeschwindigkeit befahren werden. Für einen fahrplanmäßigen Betrieb der Euregiobahn muss es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Nach Angaben der Stadt wird er auf eine Geschwindigkeit von 60 km/h und eine Jahrestonnage von fünf Millionen Tonnen ausgerichtet. Einstimmig fällt im Ausschuss für Stadtentwicklung die Zustimmung zu der positiven Stellungnahme Stolbergs im Rahmen des Genehmigungsverfahrens aus: „Nichts hält länger als ein Provisorium“, sagte Rolf Engels mit Blick auf die im Krieg zerstörte und dann wieder zusammengeflickte Brücke. Und einen Wunsch hat der Sozialdemokrat mit im Abteil: Die Ortslage Breinigerberg müsse einen eigenen Haltepunkt für die Euregiobahn erhalten. Der wäre von der Lage her für potenzielle Kunden aus Vicht und Mausbach interessant. Der frühere MdB Helmut Brandt (CDU) hatte bereits für einen Haltepunkt am Wingertsberg zum Anschluss von Neubaugebiet und Sportpark Breinig plädiert. Gewünscht ist zudem an der Strecke nach Merzbrück ein Haltepunkt bei Steinbachshochwald.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Hits von den Beatles und den Stones

Ein ganz besonderes Tribute-Konzert mit Musikern aus Aachen, Eschweiler und Stolberg. Mit einer Prise Humor präsentiert.

Foto: Bianca Kaußen
Foto: Bianca Kaußen

Ein ganz besonderes Tribute-Konzert findet am kommenden Samstag, 14. April, ab 19.30 Uhr (Einlass 20 Uhr) im „Saalbau Kappertz/Rothe Erde“ („Kappertzhölle“), Hüttenstraße 45 in Aachen statt. Mit von der Partie sind Musiker aus Aachen, Eschweiler und Stolberg.

 

Es spielen unter anderem die mittlerweile oft gebuchte Rolling Stones-Tribute-Band „Charlie“ (benannt nach dem Vornamen des Schlagzeugers der Stones, Charlie Watts), sowie die seit vielen Jahren ebenfalls beliebte Beatles-Tribute-Band „Get Back“ (benannt nach dem gleichnamigen Beatles Hit von 1970).

 

Ein Abend mit Charlie, das bedeutet: Bis zu drei Stunden feinsten Live-Rock für das Publikum, bei dem kein Auge trocken bleibt. Denn bei Charlie gibt es nicht nur den Sound wie bei den Rolling Stones, sondern auch die Songauswahl und der Aufbau der Charlie-Gigs sowie die Bühnenshow sind stark an den Original-Stars orientiert.

 

Dennoch wird nicht kopiert, sondern lebendig in modernem Gewand und einer Prise Humor präsentiert - aber immer sehr sexy!! Bei Charlie geht es darum die Energie und die Leidenschaft der Rolling Stones rüber zu bringen. Dazu werden alle zur Verfügung stehenden Mittel der fünf Aachener Musiker genutzt. Mit dabei ist das Stolberger Ausnahmetalent Tobias Lehmkühler (alias Tobi Richards), der in unvergleichlicherweise den musikalischen Stil von Keith Richards verinnerlicht hat, dazu gibt es eine energiegeladene Bühnenshow der fünf „Stones aus der Städteregion“.

 

Ein Abend mit Get Back, das bedeutet: Memories Pur! Die zeitlosen Songs der weltbekannten Briten verbindet die Generationen miteinander und sorgt für beste Feierlaune und gute Stimmung. Jeder Song den Get Back im Repertoire haben ist ein Teil eines ganz persönlichen Soundtracks der Hörer und ist verbunden mit Erinnerungen und erlebten Gefühlen.

 

Die Aachener Tribute-Band bringt stets das Publikum in Wallung und sorgt für einen unvergesslichen Abend.

 

Und wenn man die Augen schließt, hört man die Beatles spielen. Hier spielt der „Aachener John Lennon“, Axel Gerick, erstmals seit dem Tod seines langjährigen musikalischen Weggefährten Dion Geilenkirchen mit seiner entsprechend leicht umbesetzten Tribute-Band. Außerdem stehen „Sally and the Dodgers“ auf dem Programm, die die besten Rock(´n Roll) und Blues - Klassiker der letzten 40 Jahre im Programm haben. Tickets dazu sind unter anderem im Saalbau Rothe Erde und Kundenservice Medienhaus Aachen erhältlich.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Mehrfamilienhaus stört einige Nachbarn

Überwiegend Einfamilienhäuser am Eburonenweg . Der geplante Neubau unterschreitet erlaubte Traufe und Firsthöhe deutlich.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Wenig erfreut zeigten sich einige Nachbarn eines Neubauvorhabens am Büsbacher Eburonenweg. Mitten in dem von Einfamilienhäusern geprägten Neubaugebiet soll ein dreigeschossiges Mehrfamilienwohnhaus mit vier Wohneinheiten, zwei Garagen und vier Stellplätzen entstehen. Das haben die Nachbarn „mit Bedauern erfahren müssen“, sagen sie in der Einwohnerfragestunde des Ausschusses für Stadtentwicklung.

 

Der befasst sich mit dem Bauvorhaben allerdings nur, weil zwei kleinere Abweichungen vom Bebauungsplan zum Erreichen der Barrierefreiheit beantragt sind. Die Politik behält sich in diesen Fällen vor, die planungsrechtliche Stellungnahme dazu abzusegnen. Es geht um eine Überschreitung der eigentlichen Baugrenzen um 20 Zentimeter auf einer Länge von knapp fünf Metern für das Treppenhaus sowie für ein 1,50 Meter breites Vordach über dem Eingang um 80 Zentimeter. Das interessiert die Nachbarn weniger als der Umstand, dass zwischen den Einfamilien- und „ein so großes Mehrfamilienhaus“ gebaut werden soll.

 

Aber das entspreche den Vorgaben des zuletzt 2012 geänderten Bebauungsplans, erläutert Tobias Röhm. Der Bauherr bleibe sogar noch unter den planerischen Möglichkeiten. Der Bebauungsplan schreibe an dem Standort eine Zwei- oder Dreigeschossigkeit vor bei einer Traufe von neun und einer Firsthöhe von 14,50 Meter. Der Neubau liege mit 7,64 und 10,51 Meter deutlich unter diesen Grenzen. Das Gebäude erscheine eigentlich zweigeschossig, wobei das ausgebaute Dachgeschoss aufgrund von Traufe und Firsthöhe bauordnungsrechtlich als Vollgeschoss gewertet werden müsse.

 

Für die drei benachbarten Parzellen der derzeitigen Freifläche sehen drei teilweise schon genehmigte Anträge eine Bebauung mit zwei Geschossen, in zwei Fällen zusätzlich mit Dachgeschoss, vor. Erst in vergangenen Jahr war das Grundstück in vier Parzellen geteilt worden. Einerseits um der Nachfrage am Eburonenweg nach Grundstücken für Einfamilien- bzw. Doppelhaushälften nachzukommen, andererseits um die Baudichte noch einmal auflockern zu können.

 

„Denn ursprünglich hatte der Bebauungsplan noch viel Schlimmeres vorgesehen“, sagte Siegfried Pietz (CDU) und erläuterte die Historie des Büsbacher Neubaugebietes. Die 1990 aufgestellte und 1994 verabschiedete Bauleitplanung forderte unter dem seinerzeitigen Eindruck des Wohnungsmangels im gesamten Kern zwingend eine dreigeschossige und geschlossene Mehrfamilienhaus-Bebauung vor. „Da hätte es an dieser Ecke zu einer 20 mal 25 Meter langen Riegelbebauung wie bei einer Kaserne kommen können“, verdeutlichte Pietz. Die Nachfrage bleib aus. Erst 2005 erfolgte die Erschließung. In die anfänglich schleppende Vermarktung der Parzellen kam frischer Wind mit der Änderung des Bebauungsplanes vor sechs Jahren, die aktuellen städtebaulichen Entwicklungen Rechnung tragen sollte. Die bisher zwingend festgesetzten Höhen wurden in maximale geändert, Garagen und Stellplätze zugelassen sowie die Möglichkeit zur gelockerten Bauweise eröffnet. Den Christdemokraten, so Pietz ging das damals noch nicht weit genug, sie hätten gerne ganz die Dreigeschossigkeit verhindert, konnten sich damit aber nicht durchsetzen. Aber „Bei der zweimaligen Teilnahme Büsbachs am Dorfwettbewerb wurde der dörfliche Charakters des Neubaugebietes bestätigt“, erklärte Pietz.

 

Ein ganz anderes Problem dagegen hatte Gabi Halili. Einerseits würde sie als Linke ja den Bau von neuem Wohnraum begrüßen, aber angesichts der Beschwerden aus der Nachbarschaft könne sie jetzt nicht mehr den beantragten Abweichungen zuzustimmen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende enthielt sich. Alle übrigen Ausschussmitglieder stimmten der Befreiung der geringfügigen Überschreitung der Baugrenzen zu.

 

Birnen aus Ribbecks Garten lassen auf sich warten

  • Während der generationenübergreifende Spielplatz im Büsbacher Neubaugebiet am Eburonen- und Gallierweg fertiggestellt und bepflanzt ist, wird eine Ernte von frischen Beeren und leckerem Obst aus „Ribbecks Garten“ noch länger auf sich warten lassen müssen.
  • Für die den Spielplatz umgebende Grünanlage müssen die Anpflanzungen zuerst noch ausgeschrieben werden. Gesetzt werden könnten die Gehölze dann im kommenden Winter. Lediglich mit einer Fertigstellung der Wege sei im Herbst zu rechnen, so die Verwaltung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Parkhaus am Bahnhof Samstag geschlossen

An diesem Samstag, 14. April, komplett gesperrt wird das Parkhaus am Stolberger Hauptbahnhof. Anlass dafür ist die halbjährliche Grundreinigung, teilt die Stadtverwaltung mit. Im Rahmen der Grundreinigung werde planmäßig auch die Oberflächenbeschichtung der Parkebenen überprüft und vorhandene Schadstellen ausgebessert.

 

Das Parkhaus sollte ab 7 Uhr autofrei sein. Was mit dennoch abgestellten Pkw geschehen könnte, wurde nicht kommuniziert. Halter dürften jedenfalls nicht damit rechnen, dass diese ebenfalls gereinigt würden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Nutzungsgebühr liegt fest

Regelungen für Bürgerhäuser im Rat beschlossen.

Analog zu den Regelungen für die Bürgerhäuser in Büsbach und Münsterbusch hat der Stadtrat einstimmig eine Entgeltordnung für das neue Bürgerhaus „Friederichs Ecke“ in Absprache mit der IG Donnerberger Vereine als Betreiberin beschlossen.

 

Für die Veranstaltungen der IG Donnerberger Vereine sowie für Vereine, die Mitglied dieser IG sind, werden die Entgelte für den Saal des Bürgerhauses Donnerberg nur für Veranstaltungen erhoben, bei denen Eintritt verlangt oder der Ausschank von Getränken gegen Bezahlung vorgenommen wird. Der „Schwarze Salon“ soll in erster Linie Zwecken der IG dienen und steht deren Mitgliedsvereinen kostenlos zur Verfügung.

 

Nur Mitgliedsvereine der IG Donnerberger Vereine sind berechtigt, den Saal oder Teilbereiche des Saales stundenweise zu nutzen. Auch hier wird ein Entgelt nur für Veranstaltungen erhoben, bei denen Eintritt verlangt oder der Ausschank von Getränken gegen Bezahlung vorgenommen wird. Bei einer Nutzung von bis zu vier Stunden wird in diesen Fällen ein Entgelt in Höhe von 10 Euro pro Stunde erhoben. In anderen Fällen liegt das Nutzungsentgelt für den Saal mit 40 Sitzplätzen bei 70 Euro, mit 60 Plätzen bei 75 Euro, mit 100 Plätzen bei 100 bzw. 125 Euro (mehr als vier Stunden) und mit 200 Sitzplätzen bei 200 bzw. 250 Euro. Im Rahmen ihrer kultur-, brauchtums- oder sportpflegenden Betätigung wird Stolberger Vereinen oder Gruppen eine 50-prozentige Ermäßigung bei einer Saalnutzung mit 100 bzw. 200 Sitzplätzen eingeräumt. Bei einer regelmäßigen Nutzung der Räume durch Stadtsportverband und seiner Vereine gelten die Entgelte für Sportanlagen. Für städtische und schulische Veranstaltungen darf die IG kein Entgelt verlangen. Die Einnahmen müssen für Ausbau und Unterhaltung des Bürgerhauses eingesetzt werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

An Ermordete aus Atsch soll erinnert werden

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus bieten die Gruppe Z und die VHS Stolberg am Samstag, 21. April, eine Führung zu Gedenkorten im Stadtteil Atsch an.

 

Es werden Orte besucht, wo von den Nazis verfolgte Menschen lebten, arbeiteten, eventuell Widerstand leisteten, von wo aus sie verhaftet, deportiert und ermordet wurden. Es wird erinnert an die Menschen in diesem Stadtteil, die nicht vergessen werden sollen, also Roma, Juden, Zwangsarbeiter, Menschen aus dem Widerstand gegen die Nazis und katholische Geistliche. Bei Interesse, wird die Reihe in anderen Stadtteilen fortgesetzt. Die Führung beginnt um 14.30 Uhr in der Rhenaniastraße, Ecke Münsterbachstraße. Nach der Führung besteht die Möglichkeit, dass sich die Teilnehmer über die Eindrücke austauschen. Anmeldung unter ☏ 862457.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Apr

2018

Nächste Fußballfusion schreibt Geschichte

Der VfL Vichttal votiert einstimmig für Verschmelzung mit dem SV Grün-Weiß Mausbach. Neuer Vorstand ist schon gewählt.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Es ist eine Versammlung gewesen, die in die Kupferstädter Vereinsgeschichte eingehen wird. Im Sportpark Dörenberg wurde die Fusion von VfL Vichttal und dem SV Grün-Weiß Mausbach besiegelt – zehn Jahre, nachdem die Fußballvereine aus Zweifall und Vicht verschmolzen sind.

 

Die „Zweifaller Hütte“ im Sportpark platzte förmlich aus allen Nähten. Und, da die Mausbacher der Fusion am Vorabend bereits mit einem Mitgliedervotum von mehr als 90 Prozent zugestimmt hatten, war es jetzt an den Vichttalern, die Grün-Weißen willkommen zu heißen. Was einstimmig geschah. Damit wurde zugleich die weitere Marschrichtung der außerordentlichen Versammlung vorgegeben. Denn nun waren alle Vereinsmitglieder – Vichttaler wie ehemals Mausbacher – aufgerufen, mehrere Wahlen abzuhalten.

 

Unter anderem standen Satzungsänderungen und die Wahlen von insgesamt 27 Vorstandsmitgliedern auf der Tagesordnung. Umso bemerkenswerter war, dass die Versammlung nach gut 45 Minuten beendet und bei den Wahlgängen keinerlei Enthaltungen und nur eine einzige Gegenstimme zu verzeichnen war. Jene bezog sich auf die neuen Vereinsfarben, die fortan schwarz-blau-grün-weiß sein werden.

 

Sämtliche anderen Wahlgänge endeten mit einstimmigem Votum. Etwa die Wahlen des jetzt erweiterten geschäftsführenden Vorstands, der sich aus Vichttalern wie Mausbachern zusammensetzt. Vorsitzender des jetzt rund 1000 Mitglieder zählenden Vereins ist Michael „Mika“ Frey, seine Stellvertreter sind Dirk Esser und Frank Dornsbach. Geschäftsführer Marketing ist Daniel Lillot und Geschäftsführer Spielbetrieb Mitgliederwesen Pascal Nießen.

 

Zum Schatzmeister wählten die Anwesenden Jürgen Nigbur, sein Stellvertreter ist Carl-Heinz Delhey. Als Jugendleiter wurde Herbert Meier bestimmt, der mit Dirk Hermanski, Thorsten Meier und Dirk Krahe gleich drei Stellvertreter hat, was der nun 23 Mannschaften großen Jugendabteilung des dreifach fusionierten Vereins geschuldet ist.

 

Dominic Wirtz kann als Abteilungsleiter Fußball ebenfalls drei Stellvertreter aufweisen: Frank Knebel, Peter Bleimann und Bruno Mai. In der Abteilung Events und Gastronomie ist Christina Bungenberg die Leiterin und wird von Tobias Köcher vertreten. Dem geschäftsführenden steht der beratende Vorstand zur Seite, der sich zusammensetzt aus Gürhan Terziler, Michael Krückels, Robert Ervens, Michael Kasten, Frank Ziemons, Günter Franzen, Ralf Körner, Hansi Fischer, Günther Pickart und Ralf Böhmer.

 

Wie es mit dem frisch fusionierten VfL Vichttal 08 Mausbach Zweifall Vicht weitergeht, erläutern Michael Frey und Dirk Esser in einem Interview in unserer kommenden Samstagsausgabe.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

www.tim-gruettemeier.de
tim.gruettemeier@stolberg.de
Telefon: 02402 / 13-200
Fax: 02402 / 13-222

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