Aktuelles - Mein ganz persönlicher Blog

In meinem Blog halte ich Sie über aktuelle Geschehnisse auf dem Laufendem.

Sa

21

Jul

2018

Die Herausforderung: Baulücken finden

In Sachen sozialer Wohnungsbau tut sich etwas in Stolberg. Zwei neue Wohnungen entstehen in Breinig.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Die Suche nach Grundstücken kann durchaus schwierig sein – auch im sozialen Wohnungsbau. In Breinig hat die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion (GWG) nun eine Lösung gefunden. An der Hubertusstraße entstehen derzeit zwei Wohnungen für fünfköpfige Familien. Und auch die anderen Projekte in Stolberg schreiten voran. Doch von vorne.

 

Steigende Mieten und immer weniger Wohnungen sind keine Neuheit. Vor allem Menschen, die auf günstige Mieten angewiesen sind, haben es immer schwerer, einen solchen Wohnraum zu finden. Das weiß auch Professor Axel Thomas, Geschäftsführer der GWG. „Die Grundstücksrecherchen sind sehr schwierig“, sagt er. Eine Lösung: Baulücken finden und auf die sogenannte Nachverdichtung setzen. Was das bedeutet? Eine Nachverdichtung ist eine einfache Möglichkeit, um den Innenbereich von Siedlungen besser zu nutzen und so zu verhindern, dass weitere Flächen in Anspruch genommen werden. In der Praxis bedeutet es, dass Häuser um zusätzliche Stockwerke, einen Dachbodenausbau oder um Anbauten erweitert werden. Letzteres ist auch in Breinig der Fall. Durch einen Abstellraum werden das bereits vorhandene Haus an der Straße und der Neubau miteinander verbunden. Dennoch gibt es für die beiden neu entstehenden Wohnungen separate Erschließungen – also eigene Eingänge. Neben einem Eingang im Erdgeschoss, wird eine Außentreppe zum Eingang der Wohnung im ersten Stock führen. Ein Treppenhaus im Inneren des Hauses ist damit unnötig.

 

Zudem bestünde die Möglichkeit, bei Bedarf einen Aufzug zum Erreichen des ersten Obergeschosses einzubauen – eine Voraussetzung für den Bau, erklärt Ursula Bauer vom Amt für Bauaufsicht und Wohnraumförderung der Städteregion. Das Thema Barrierefreiheit spiele auch im sozialen Wohnungsbau eine wichtige Rolle. Nur, wenn der Investor die Mietpreis- und Belegungsbindungen akzeptiert und die bautechnischen Vorgaben erfüllt, kann er mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungsnachlässen rechnen. „Bauplanungs- und ordnungsrechtlich werden hier die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt“, sagt Ursula Bauer.

 

Bevor es an den Bau gehen kann, müssen erst einmal Kommunen gefunden werden, die das Thema Nachverdichtung unterstützen. An dieser Stelle kommt die Stadt Stolberg ins Spiel. Bürgermeister Tim Grüttemeier, der gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung der GWG ist, meint, dass dies ein „gelungenes Projekt“ sei. „Wir legen großen Wert darauf, dass es in der gesamten Stadt eine gesunde Durchmischung gibt“, sagt er. Neben Breinig ist der soziale Wohnungsbau in Stolberg auch in Münsterbusch, auf der Rotsch und auf dem Donnerberg ein wichtiges Thema (siehe Infobox). Im Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit wurde zudem entschieden, dass die Verwaltung ein Handlungskonzept „Wohnen in Stolberg“ erstellen soll. Der ursprüngliche Antrag der SPD-Fraktion aus dem vergangenen Jahr erntete große Zustimmung.

 

Mitte Juni fand ein erstes Treffen einer Projektgruppe statt, die aus Mitgliedern der Verwaltung und externen Vertretern – aus den Bereichen Finanzen, der Wohnungswirtschaft oder des Mieterschutzvereins – besteht. Es sollten Eckdaten entwickelt werden, die in ein Leistungsverzeichnis einfließen, erklärt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger. Auf dieser Grundlage soll ein Institut beauftragt werden, das eine Wohnungsmarktanalyse und entsprechende Handlungsempfehlungen auf den Weg bringt. Das soll voraussichtlich noch im Herbst dieses Jahres geschehen.

 

Doch zurück zum Neubau an der Hubertusstraße. Ein Sonderbudget in Höhe von zwei Millionen Euro gab es von der Städteregion für den sozialen Wohnungsbau. In Breinig wurden rund 500 000 Euro investiert. Die gesamte Wohnfläche dort beträgt 212 Quadratmeter. Heißt: Jede Wohnung ist 106 Quadratmeter groß und somit für eine fünfköpfige Familie ausgelegt. Im Juni dieses Jahres gingen die Bauarbeiten los. Sie sollen voraussichtlich bis Februar 2019 dauern. Im März sollen die Mieter dann einziehen können. Bis dahin gibt es noch allerhand zu tun. Schließlich müssen die beiden Wohnungen bezugsfertig übergeben werden – eine weitere Voraussetzung für den Bau. Momentan steht der Rohbau des Erdgeschosses. Einziehen dürfen übrigens nur Familien, die einen Wohnberechtigungsschein besitzen. Das wird auch an den Mieten deutlich, die für Breinig eher ungewöhnlich niedrig seien. Eine der Wohnungen ist für Empfänger der niedrigsten Einkommensstufe (A) vorgesehen. In dieser beträgt der Preis 5,25 Euro pro Quadratmeter. In der Wohnung, die für Empfänger der Einkommensstufe B vorgesehen ist, sind es 6,10 Euro pro Quadratmeter.

 

Um den sozialen Wohnungsbau voran zu bringen, hat das Land Nordrhein-Westfalen ein neues Wohnraumförderprogramm erstellt. Zwischen 2018 und 2022 stehen pro Jahr 800 Millionen Euro zur Verfügung, die an 53 Bewillligungsbehörden gehen. Im vergangenen Jahr erhielt die Städteregion – allein für das Segment Mietwohnungsneubau – 42,1 Millionen Euro Förderung.

 

Gerade in Stolberg sei der Bedarf – laut den Ermittlungen des Landes – sehr hoch, sagt Ursula Bauer. Zum 31. Dezember 2016 gab es dort 1055 Wohnungen im Bereich sozialer Wohnungsbau. Man geht davon aus, dass die Zahlen bis 2030 auf 670 Wohnungen sinken werden. 2007 betrug der Bestand öffentlich geförderter Wohnungen in Stolberg noch 2441 Stück. Lange war es für Investoren wirtschaftlicher, freifinanziert zu bauen. Im Rahmen von Umschuldungen gab es die Tendenz, die bestehenden öffentlichen Wohnungsbaumittel zurückzuzahlen. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass die Zweckbindung durch die Rückzahlung der Mittel bereits nach zehn Jahren endet. Danach sind die Wohnungen auf dem freien Markt verfügbar und können zu höheren Preisen vermietet werden.

 

Die Stadt Stolberg sei in Sachen sozialer Wohnungsbau auf einem „sehr guten Weg“, so Bauer und verweist auf die weiteren laufenden Projekte. Das Ziel der Städteregion sei es, Anträge auch bewilligungsfähig zu machen. Aus diesem Grund spiele auch die Beratung eine wichtige Rolle. Jedoch sei man vor allem auf Investoren sowie die Städte und Gemeinden angewiesen. Bei der GWG und der Stadt Stolberg hat das bestens funktioniert.

 

Die einzige Zusammenarbeit zwischen der Stolberger Verwaltung und der GWG ist das Projekt in Breinig übrigens nicht. Bereits in Mausbach hat die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion in eine Fassadensanierung investiert. Durch die beschlossene Fusion des SV Grün-Weiß Mausbach und dem VFL Vichttal könnte in Zukunft auch der Mausbacher Sportplatz für den sozialen Wohnungsbau noch eine besondere Rolle spielen – jedenfalls dann, wenn das Gelände zu Bauland werden sollte. Aber das ist Zukunftsmusik.

 

Weitere Projekte in Stolberg

  • Anfang 2017 wurde ein Objekt mit 14 Wohneinheiten in Münsterbusch bezugsfertig. Ein weiteres Objekt mit 22 Wohnungen soll bis Ende des Jahres in Büsbach bezugsfertig sein.
  • Das Projekt auf der Rotsch soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Ein Antrag über 54 neue Wohneinheiten auf der Liester liegt der Städteregion vor.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

21

Jul

2018

Entspannen und Erfahrungen austauschen

Das Weltfest des Pferdesports lockt Jahr für Jahr auch zahlreiche Besucher aus Stolberg an. Touristen zieht es auch in die Kupferstadt.

Foto: A. Müller
Foto: A. Müller

Auf einer Bank am Rande der großen Fahrzeugpräsentation sitzt Josef „Jupp“ Jakobs und verschnauft ein paar Minuten. Es ist heiß in der Aachener Soers. Zur Mittagsstunde ist der Besucherandrang noch nicht so groß wie am Nachmittag, wenn sich die Wege zwischen Ladenzelten und Tribünen mit Menschen stetig füllen – bis zum Sonntag mit sichtlich steigender Tendenz. Während es in der Kupferstadt nicht nur urlaubsbedingt ausgesprochen ruhig ist, trifft man halb Stolberg beim Aachener CHIO. Das Weltfest des Pferdesportes ist jedes Jahr ein Ort der Kommunikation, der Entspannung, des Erfahrungsaustausches und einfach um dabei zu sein.

 

Dabei ist „Jupp“ schon seit zwei Jahrzehnten Gast. Doch diesmal ist der Turnierbesuch für den Gressenicher anderer Art. All die Jahre hat er den früheren Landtagsabgeordneten Axel Wirtz in die Soers gefahren. „Das waren anstrengende Tage“, sagt Jakobs, der die Turniertage oft im Kreise von Chauffeurskollegen verbracht hat. Doch Wirtz ist nun stellvertretender Städteregionsrat und wird von Amtswegen chauffiert. „Jupp“ hat frei. Aber an einem Tag ist er nun doch wieder in der Soers. „Ein Tag reicht dann“, freut sich Jakobs über die Eintrittskarte. Nun kann er in aller Ruhe Turnieratmosphäre schnuppern, die Menschen beobachten und durch das „Village“, das Ladendorf schlendern. „So macht das richtig Spaß“, sagt er und macht sich wieder auf seinen Weg.

 

Politiker scheinen dieser Tage die Strahlen der heiß scheinenden Sonne zu scheuen. Normalerweise sind sie am Mittwoch in Scharen auf dem Turniergelände anzutreffen, schauen ein wenig Reitsport, schlendern über das Gelände und treffen sich letztlich am früheren Warsteiner-Oxer, wo heute Bitburger ausgeschenkt wird – zum Netzwerken. So manches Projekt haben Mitglieder von Städteregionstag, Bürgermeister und Abgeordnete schon in der Soers eingestielt, wenn Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Rande des Springens um den Preis in memoriam Landrat Hermann Josef Pütz einlädt. Doch diesmal sind weniger Politiker zu finden. Ob sie die Hitze gescheut haben oder diesmal den schattigen Sitzplatz auf der Tribüne bevorzugt haben? Jedenfalls darf sich Kunibert Matheis diesmal mehr um den Reitsport und das erforderliche Zubehör konzentrieren. Das Donnerberger Mitglied des Städteregionstages schlendert mit Enkelin Jana über das Turniergelände. Und die ist selbst Reiterin, hat bis vor wenigen Wochen auf Gut Hassenberg die Schulstunden von Hans Flaam mitgeritten. In dieser charmanten Begleitung bekommt der Turnierbesuch für Matheis eine deutlich sportlichere Variante. Aber immer wieder „stolpert“ er natürlich über die Politik. Wenn sich beispielsweise der Weg mit Eschenbergs Referent Cyros Clement und Tim Fürpeil kreuzt. Dann überholt schnell der bevorstehende Wahlkampf das andere Thema Nr. 1, das Wetter. Entsprechend scherzt mittlerweile auch Axel Wirtz mit Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram an der Theke, während der Landtagsabgeordnete und Stolberger Rechtsanwalt Dr. Werner Pfeil mit Ulla Thönnissen aus dem Städteregionstag diskutiert. Und auch für Tim Grüttemeier ist der Abstecher in die Soers – mittlerweile – mehr als ein Pflichtbesuch. Als Kind wurde er von seinen Eltern „mitgeschleppt“ zum Reitturnier, aber Fußball eroberte das sportliche Herz des Stolberger Bürgermeisters. Aber seit einigen Jahren kommt er gerne mit Ehefrau Nina zum CHIO – nicht nur um Kontakte zu pflegen, sondern auch um Reitsport und Atmosphäre zu schnuppern.

 

Das Flair der Soers kann er in wenigen Tagen in der Kupferstadt wieder aufnehmen, wenn der Büsbacher Reiterverein vom 10. bis 12. August zu seinem großen Reitturnier einlädt. Dann werden auf Gut Hassenberg Springen bis zur höchsten Klasse S und Dressurwettbewerbe bis zur Klasse M geboten. Und wie im Großen in der Soers, bemühen sich die Büsbacher im kleineren Rahmen gesellschaftliches Stelldichein mit hochkarätigem Sport zu verbinden.

 

Was das bedeutet, erfahren die Hobbyreiter von Klein auf. Immer zum Turnierdienstag unternimmt die Jugendabteilung einen Ausflug zum CHIO, um ganz nah an den großen Idolen des Reitsports zu sein. Eingefleischte Aktive sind selbstverständlich alljährlich an mehreren Tagen in der Soers anzutreffen. Bei den Prüfungen ihrer Fasson und natürlich im Village. Denn nirgendwo sonst lässt sich ein so breites Angebot unterschiedlicher Hersteller von all dem, was zu diesem Sport dazugehört, wohl finden. Dann wird dringend Benötigtes gekauft und Wünsche werden sondiert. So nehmen diesmal beispielsweise Andrea und Louisa Müller sowie Sandra Lentz ganz intensiv die präsentierte Palette von Reitsätteln in Augenschein. Und die Büsbacherin Ute Schiffer nutzt sogar noch vor der Geburtstagsfeier ihres Sohnes Jan schnell die Gelegenheit, ein wenig Turnieratmosphäre zu schnuppern. Spätestens morgen wird die einst selbst aktive Reiterin wieder auf der Tribüne und im „Village“ anzutreffen sein.

 

Wo die einen shoppen, arbeiten andere Stolberger. Beispielsweise der Atscher Adi Freh. Der Erste Polizeihauptkommissar hat wieder sein Büro als Leiter der Wache Ost im kühlen Polizeipräsidium mit der sonnigen Soers getauscht und sorgt dort mit vielen Kollegen für Sicherheit. Oder Petra Klostermann, die schon seit drei Jahren in dieser Woche das Optikergeschäft in Stolberg mit dem Kaulard-Stand im „Village“. Mit seinem eigenen Stand ist Marcus Quadflieg schon ein Dutzend Jahre anzutreffen. Der einst aktive Reiter bei den Stolberger Pferdefreunden und passionierte Karnevalist bietet im Soerser Winkel unter anderm Hüte an – ein in diesem Jahr besonders gefragter Artikel. Aber auch für den ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennverein sind viele Stolberger aktiv. Beispielsweise seit Jahrzehnten ein Wiederholungstäter im Fahrerlager ist Karl-Heinz „Charly“ Klintworth. Der Breiniger ist dafür verantwortlich, dass in den Stallungen alles seinen rechten Gang nimmt. Andere engagieren sich als Richterassistenten, wenn beispielsweise heute die Kutschen im Gelände unterwegs sind, oder im Kreise der Hostessen, Stewards oder in der Riege all der anderen vielen Helfer, die bei solch einer Großveranstaltung erforderlich sind.

 

Dazu zählte auch zehn Jahre lang der Büsbacher Joachim Schaprian. Mit seiner Pensionierung als stellvertretender Kommandeur der Aachener Truppenschule hat der Oberst a.D. ehrenamtlich die Aufgabe des Sicherheitschefs des CHIO übernommen und in heißen bis regnerischen und stürmischen Jahren den Einsatz von Ordnern, Sanitätern, Feuerwehr und weiteren Helfern geplant und koordiniert. In diesem Jahr hat ein professionelles Unternehmen den Job übernommen, und der 75-Jährige freut sich über die Einladung des ALRV, als Gast das Turnier besuchen zu dürfen. „Völlig neue Einblicke“, bekommt Schaprian, wo er nun in aller Seelenruhe den Sport verfolgen und mit Bekannten plaudern kann. Diese Erfahrung macht auch der Breiniger Hubert Herpers. Der seit Jahresbeginn im Ruhestand befindliche Sparkassen-Chef schaut sich mit unserem zum Monatsende scheidenden Chefredakteur Bernd Mathieu von der Tribüne aus die Springen an, bevor sie gemeinsam über das Gelände schlendern können. Die Zeiten des allgegenwärtigen Termindrucks scheinen vorbei.

 

Nur einer der sonst stets omnipräsenten Dauergäste in der Soers fehlt diesmal. Dabei hätte Adolf Konrads sein 60. Jubiläum als Besucher feiern können. Der CHIO-Termin war bei der Urlaubsplanung dummerweise nicht im Blick. Aber der Mausbacher verschmerzt das in St. Peter Ording, „Dank az-web.de, Vorabendzeitung und Epaper bis ich wie live beim CHIO“, richtet er den Daheimgebliebenen aus.

 

Und die profitieren auch in Stolberg von der Großveranstaltung in der Nachbarstadt. Beispielsweise von der Kollegin der Fachpresse aus Hessen, die immer wieder während des CHIO in einer Büsbacher Pension wohnt und nach dem Turnierbesuch noch im Supermarkt einkaufen geht. Oder auch die Stolberger Hotels, für die das Weltfest des Pferdesports eine feste Größe bei der Auslastung ist.

 

Hotels in Stolberg sind überaus gefragt

  • Der CHIO wirke sich seit Jahren positiv auf die Übernachtungszahlen aus, erklärt Jürgen Gerres, Leiter der Stolberg Touristik: „Die hiesigen Hotels sind gefragt, und unser Service der Stolberg Touristik beinhaltet sowohl Informationen zu Anfahrt und Parken beim CHIO, als auch einen Überblick über das ganzjährige touristische Angebot der Kupferstadt. Schließlich möchten wir die Besucher animieren, auch zu anderen Gelegenheiten nach Stolberg zu kommen.“
  • Den positiven Effekt bestätigt Dirk Stock, Inhaber des Romantik-Parkhotels am Hammerberg: „Während des CHIO sind wir immer sehr gut ausgelastet. Es gibt viele Stammgäste, die schon bei der Abreise Zimmer für das nächste Jahr buchen.“ Auch die Hotelgäste seien international. „Sie kommen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, wir haben auch Gäste, die in Australien oder Südafrika leben. Diese Stammgäste kennen sich, haben sich angefreundet, und die Atmosphäre im Hotel ist toll.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

21

Jul

2018

Hörn und Derichsweiler treffen im Finale aufeinander

Stolberger Beteiligugn gibt es beim Konrad-Simons-Gedächtnisturnier beim Spiel um Platz 3. FC Stolberg und FSV Columbia Donnerberg II treten an.

Fußball ist in diesen Tagen in Stolberg allgegennwärtig. Momentan läuft der Konrad-Simons-Gedächtnisturnier auf dem Rasenplatz im Stadion Glashütter Weiher. Am heutigen Samstag stehen bereits das Spiel um Platz 3 und das Finale auf dem Programm. Ein Überblick über die Gruppenspiele.

 

Die Grppenphase startete mit dem Aufeinandertreffen von FC Stolberg und den Sportfreunden Hörn. Bereits in der 9. Minuten setzten sich die Gäste aus Hörn durch und konnten dieses Ergebnis bis zum Schlusspfiff halten. Die Sportfreunde Hörn trafen dann auf das Team des JSV Baesweiler. Bereits nach drei Minuten fiel das erste Tor für die Sportfreunde. Am Ende der Partie hatten sie sechs Treffer auf ihrem Konto.

 

Auch das Team des FC Stolberg musste gegen die Konkurrenz aus Baesweiler ran. Im letzten Spiel des Abends dauerte es trotz zahlreicher Torchancen bis zur 33. Minute. Erst dann erzielte der Gastgeber den Führungstreffer, der bis zum Ende der Partie auch der einzige sein sollte.

 

In der zweiten Gruppe traf der FSV Columbia Donnerberg II auf Rhenania Eschweiler. In einem von Seiten der Rhenania zwar überlegen geführten Spiel gab es ein leistungsgerechtes Unetschieden. Die Abwehrreihe der Columbianer ließ kaum Chancen zu.

 

Gegen Borussia Derichsweiler unterlagen die Rhenanen aus dem benachbarten Eschwieler schließlich 0:1. In einem seitens der Eschweiler in den ersten 30 Minuten überlegen geführten Spiel konnten die guten Torchancen durch die Stürmer nicht genutzt werden. Die letzte Viertelstunde kam die Borussia immer besser ins Spiel und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen, die aber nicht genutzt wurden. Erst in der Nachspielzeit fiel das 1:0 für Derichsweiler.

 

Gegen den FSV Columbia Donnerberg II konnten die Gäste aus Derichsweiler ebenfalls punkten. Trotz des engagierten Spiels beider Teams und einiger guter Torchancen auf beiden Seiten, dauerte es bis zur 31. Minute bis ein Tor fiel. Alle Bemühungen der Columbianer wurden seitens der guten Abwehrreihe des Gegners zunichte gemacht und das Spielergebnis hatte bis zum Ende bestand.

 

In dieser Gruppe musste bei Tor- und Punktgleichheit über den zweiten Platz schließlich das Los entscheiden, da diese Gruppenplatzierung berechtigt das Spiel um den dritten Platz zu bestreiten. Hier war der Glücklichere die Mannschaft des FSV Columbia Donnerberg II.

 

So bestreiten am heutigen Samstag, 21. Juli, um 15.30 Uhr im Stadion Glashütter Weiher das Spiel um Platz 3 der FC Stolberg und der FSV Columbia Donnerberg II . Um 17.30 Uhr findet dann das Endspiel der Gruppensieger statt. Dann spielen die Sportfreunde Hörn gegen Borussia Derichsweiler.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

21

Jul

2018

Jahrelange Flucht endet in Stolberg

Sharefa Abdo und ihre Familie wurden als Kurden in Syrien verfolgt. Jetzt lernt sie fleißig Deutsch.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Die Arabische Republik Syrien ist ein Staat in Vorderasien und Teil des Maschrek (Länder mit arabischsprachiger Mehrheit östlich von Libyen und nördlich von Saudi-Arabien). Syrien grenzt im Süden an Israel und Jordanien, im Westen an den Libanon und das Mittelmeer, im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak. Seit Frühjahr 2011 entwickelte sich aus Demonstrationen gegen die syrische Regierung Assads der Bürgerkrieg in Syrien. Mehr als fünf Millionen Syrer sind aus dem Land in Nachbarländer oder nach Europa geflohen. Unter ihnen befindet sich Sharefa Abdo und ihre Familie, für die der 11. Dezember 2014 ein besonderer Feiertag ist, weil sie an diesem Tag nach einer Odyssee in Deutschland ankamen, um hier ein neues, sicheres Leben zu beginnen. Unsere Mitarbeiterin Marie-Luise Otten hat mir ihr gesprochen.

 

Was war der Grund für Ihre Reise?

 

Abdo: Der Grund für unsere Ausreise war/ist der Krieg in Syrien. Wir wurden als Kurden in Syrien verfolgt. Baschar al-Assad heuerte auch Kurden zum Kämpfen an. Mein Mann hatte große Angst, dass er zur Armee musste. Unsere erste Flucht ging von Aleppo nach Afrin, wo wir vier Jahre zur Miete gewohnt haben. Dann sind wir in die Türkei geflohen.

 

Wie sind Sie dahin gekommen?

 

Abdo: Zu Fuß ging es zu Bekannten, die dort schon lebten. Wir blieben zwei Wochen.

 

Und dann?

 

Abdo: Dann zogen wir weiter nach Bulgarien. Jäger entdeckten uns im Wald und benachrichtigten die Polizei, die uns zwei Wochen ins Gefängnis steckte. Anschließend kamen wir in ein Camp, sind aber dann freiwillig zurück in die Türkei gegangen und in Istanbul bei der Schwester meines Mannes bis zum 14. November 2014 geblieben. Dann ging es über Rumänien und Österreich nach Deutschland, teils zu Fuß und teils mit dem Auto. Unsere erste Station in Deutschland war Dortmund, und es war der 11. Dezember 2014. Hier wurden Fotos von uns gemacht, und wir erhielten Papiere, weil wir keinen Pass mehr hatten. In der nächsten Station, Essen, blieben wir zwei Wochen, dann wurden wir für einen Monat in ein Hotel nach Monschau gebracht. Unser letzter Transfer war im Februar 2015 nach Stolberg in die Wiesenstraße. Seit dem 1. Juli 2015 haben wir unsere eigene Wohnung in Stolberg.

 

Wen haben Sie zurückgelassen?

 

Abdo: Ich habe meine Eltern und meinen Bruder zurückgelassen. Sie müssen sich sowohl vor Assad als auch vor der türkischen Armee verstecken. Ich muss oft an sie und unsere Freunde in Syrien denken. Ich habe große Angst um sie.

 

Wie viel Gepäck hatten Sie dabei?

 

Abbou: Einen Koffer für fünf Personen.

 

Wie war es mit der Sprache?

 

Abdo: Unsere Muttersprache ist Kurdisch, aber in Syrien sprechen wir arabisch.

 

Woher können Sie so gut Deutsch sprechen?

 

Abdo: Ich habe bei der Volkshochschule an zwei Tagen in der Woche sechs Monate lang Deutschunterricht gehabt, bis ich schwanger wurde. Seit zwei Jahren habe ich nun einmal in der Woche vier Stunden Deutsch im Helene-Weber-Haus.

 

Und was macht Ihr Mann?

 

Abdo: Er nimmt an einen Integrationskurs der Volkshochschule in Stolberg teil.

 

Wie wurden Sie auf das Café Willkommen aufmerksam?

 

Abdo: Durch das Sozialamt erhielt ich einen Flyer, und als es dann im August 2015 losging, bin ich regelmäßig hier hingekommen.

 

Was vermissen Sie in Stolberg?

 

Abdo: Wir fühlen uns sehr wohl hier. Alle sind sehr nett mit uns.

 

Haben Sie neue Freunde gefunden?

 

Abdo: Alte und neue. Freunde aus unserer Stadt in Syrien sind auch in Stolberg gelandet. Freitags besucht uns in der Oststraße immer eine deutsche Freundin.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

 

Abdo: Zum ersten Stabilität im Leben, also Klarheit, was den Aufenthaltsstatus betrifft. Zum anderen, dass die Familie gesund bleibt und dass der Krieg in Syrien ein Ende findet.

 

Würden Sie dann wieder zurückkehren?

 

Abdo: Nein, wir wollen hier bleiben. Die Kinder fangen an, die „alte“ Sprache zu vergessen, haben hier neue Freunde gefunden und gehen auch in Stolberg zur Schule.

 

Was machen Ihre Kinder mittlerweile?

 

Abdo: Deyar Husem hat die 10. Klasse in der Hauptschule bestanden und geht nach den Ferien zum Berufskolleg. Mustafa Husem ist in die 7. Klasse auf der Realschule in Mausbach gekommen, seine Schwester Sedra Husem ebenfalls, aber in eine Parallelklasse. Und Rojan Husem geht nach den Sommerferien zu einer Tagesmutter, damit ich meinen B1-Abschluss in Deutsch machen kann.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

21

Jul

2018

Gratulanten reisen aus Köln an

KG Fidele Zunfthäre feiert Jubiläum. Letzter Auftritt für Prinz und Hofstaat.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Tolle Tänze, mitreißende Musik, schunkelnde Menschen – und das bei nahezu tropischen Temperaturen. Dass Karneval auch mitten im Sommer funktioniert, ist spätestens seit der Kölner Veranstaltung „Jeck im Sunnesching“ bekannt.

 

Auch bei der KG Fidele Zunfthäre wurde nun gefeiert – und dahinter verbarg sich ein ganz besonderer Grund. Schließlich wurde die Gesellschaft in diesem Jahr stolze 8x11 Jahr alt. Und das musste natürlich entsprechend zelebriert werden.

 

Im ökumenischen Gemeindezentrum fand die Feier statt. Mit von der Partie war nicht nur die eigene Tanzgruppe des Vereins, die dem Publikum mit ihrem schmissigen Tanz einheizte. Auch aus Köln waren Gratulanten gekommen. Die Formation „Kölsche Adler“ begeisterte die Besucher mit eigenen Hits und bekannten Songs dermaßen, dass sie ohne mehrere Zugaben die Bühne nicht verlassen konnten.

 

Glückwünsche kamen an diesem Abend auch aus Eschweiler. Die Tanzgruppe der Löwengarde enterte die Bühne und präsentierte eine akrobatische Tanzeinlage. Natürlich durfte auch ein Auftritt der Stolberger Tollität nicht fehlen. Gleich zwei Mal präsentierten (Ex-) Prinz Patrick und sein Hofstaat an diesem Abend ihr Programm. Das Publikum tobte und die Stimmung war bestens. Schade nur, dass nicht besonders viele Gäste den Weg ins Gemeindezentrum gefunden hatten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

21

Jul

2018

Vertonte Poesie kommt beim Publikum gut an

Der letzte Abend des Klassik Festivals ist der Romantik gewidmet. Sopranistin Stella Motina wird von Patricia Buzari begleitet.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Wer künstlerisch wertvolle Musik gerne hört, der kam beim Klassik Festival Momentum in diesem Jahr wieder voll auf seine Kosten. Der letzte Abend gehörte dem Kunstlied der Romantik. Als solistischer Vortrag mit Instrumentalbegleitung stellt es im Gegensatz zum Volkslied hohe Ansprüche an die Stimme und das musikalische Verständnis.

 

Dass diese vertonte Poesie so gut ankam, lag zum einen an der Sopranistin Stella Motina, die mit ihrer schönen Stimme in die Tiefen der wunderbaren Musikwelt von Robert Schumann, Gabriel Fauré, Franz Schubert, Richard Strauss und Edvard Grieg tauchte und ein berührendes Bild des ewig Weiblichen zeichnete. Zum anderen war Patricia Buzari die ideale Begleiterin am Flügel und wusste sich, wo es angebracht war, zurückzunehmen.

 

Es gelang den beiden Künstlern, die differenzierten Stimmungen innerhalb der klavierbegleiteten Lieder, mal stärker, mal schlichter in der Melodik, eindrucksvoll zu gestalten, so dass die interessierten Zuhörern im Museum Zinkhütter Hof von einem Konzert der „Extraklasse“ sprachen.

 

Der romantische Liederabend begann mit dem Liederzyklus „Frauenliebe und -leben“ von Robert Schumann. In den acht Liedern nach Texten von Adalbert Chamisso, 1840 komponiert, vermittelte er seiner zukünftigen Frau, Clara Schumann, die von den Idealen der Romantik geprägte Vorstellung, große Liebe, Ehe und Mutterschaft seien die Erfüllung des Frauenlebens.

 

Die in Lugansk in der Ukraine geborene Sängerin interpretierte diese Lieder mit überwältigender Spannkraft und viel Gefühl. Man spürte gleich im ersten Lied „Seit ich ihn gesehen“ die ersten Regungen einer großen Liebe. Der Jubel setzte sich im „Herrlichsten von allen“, der Hochzeit und dem Glück der Mutterschaft, fort. Und dann im Gegensatz die tiefe Trauer beim Tod des Ehemanns. Stella Motina wusste die Stimmungen eines Frauenlebens mit lebhafter Mimik und Stimme umzusetzen und ähnlich intensiv begleitete Patricia Buzari.

 

Kein anderer hat das französische Kunstlied so geprägt wie Gabriel Fauré, der im Laufe von 60 Jahren über 100 Lieder komponierte. Mit „Claire de Lune“, „Chanson d’amour“ und „Fleur jetée“ hatte Stella Motina eine gute Wahl getroffen und trug die Lieder mit viel Charme vor.

 

Von großer Eindringlichkeit und Melancholie war das „Gretchen am Spinnrade“ von Franz Schubert, das auf einer Szene aus dem „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe basiert. Gretchen singt während des Spinnens und denkt dabei an Faust, den sie zuvor flüchtig auf der Straße getroffen hat. Später, nach einem Kuss im Gartenhäuschen, fühlt sie sich von dem Ansturm der Gefühle aus der Bahn geworfen und sinnt in einem Monolog beim Spinnen darüber nach. Tonmalerisch schön spiegelte Patrica Buzari Gretchens Unruhe und pochendes Herz in der Begleitung wider, und auch das Drehen des Spinnrades war im Klavierpart ständig zu vernehmen.

 

Eine weitere Frauengestalt Goethes war Mignon, die sich Franz Schubert zum Vorbild für drei seiner schönsten Lieder nahm. In „Nur wer die Sehnsucht kennt“ verwies die Interpretin auf die Wehmut, Schmerzlichkeit und Klage hin, die nur der begreifen kann, der die Sehnsucht selbst kennengelernt hat. Fröhlich, flink und frech kam die „Forelle“ daher. Dieses beliebte Schubert-Lied überzeugte durch eine besondere Lebhaftigkeit der Klavierbegleitung.

 

Der nächste Block gehörte Richard Strauss und einer Auswahl der schönsten und bekanntesten Lieder, zum Beispiel „Die Nacht“, „Allerseelen“ und „Zueignung“. Die sechs Lieder op. 48 von Edvard Grieg zeigten ebenso meisterliches Können, und der Zuhörer wunderte sich, dass er diesen Liedern nicht öfter in den Konzertsälen begegnet.

 

Auch am letzten Abend gab es Zugaben, darunter „Und morgen wird die Sonne wieder scheinen“ von Richard Strauss und „Die Lotosblume“ von Robert Schumann.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Vier Millionen Euro für Flugplatz Merzbrück

Die NRW-Landesregierung unterstützt den Ausbau des Flugplatzes Merzbrück mit vier Millionen Euro. Das Geld werde im Haushalt 2019 festgeschrieben, kündigte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gestern auf einer Konferenz in Aachen an, bei der es um Mobilitätskonzepte für eine mögliche Bewerbung aus NRW um die Olympischen Spiele 2032 ging. In Merzbrück soll ein Forschungsflughafen entstehen, auf dem Forscher der Aachener Hochschulen kleine, automatisierte Flugzeuge mit Hybridantrieb – sogenannte Silent-Air-Taxis – entwickeln und zur Serienreife bringen wollen. Beginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020. Das Geld wird für den Ausbau der Start- und Landebahn benötigt. Den Restbetrag müssen die Gesellschafter des Flugplatzes beisteuern.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Erst die Platten und dann die Container

In den Stolberger Schulen tut sich derzeit eine Menge. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sind in vollem Gange.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Es wird gewerkelt, gebaut, verputzt und gestrichen: Von den Sommerferien ist in vielen Stolberger Schulen nichts zu merken. Einzig die Schüler wird man in den kommenden Wochen auf den Schulhöfen und in den Gebäuden nicht sehen. Dafür allerdings etliche Bauarbeiter und Handwerker, die die Gebäude auf Vordermann bringen. Was sich in welcher Schule in den kommenden Wochen tun wird? Ein Überblick.

 

Auf Hochtouren laufen in diesen Wochen die Arbeiten in Mausbach. Die ehemalige Realschule verwandelt sich zum zweiten Standort der Gesamtschule in der Breslauer Straße. Sanierung und Umbau kosten insgesamt 5,66 Millionen Euro und werden aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert. Im vergangenen Jahr habe die Stadt bereits die komplette Jahressumme in Höhe von 1,4 Millionen abgerufen. Das soll in diesem Jahr wieder der Fall sein, erklärt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger.

 

Zum Schuljahr 2019/2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Schulgebäude genutzt werden können. Dann sollen dort die ersten fünften Klassen einziehen. Und wie ist der derzeitige Planungsstand? Ein Großteil der Aufträge wurde bereits im Bau- und Vergabeausschuss beschlossen und vergeben, erklärt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. In den letzten Wochen der Sommerferien werden auf dem Schulhof nun doppelgeschossige und erdbebensichere Stelconplatten ausgelegt, auf denen Container positioniert werden. In diesen werden Klassen- und Multifunktionsräume untergebracht. Vor-ab wurden die Eltern darüber informiert, dass ihr Nachwuchs nach den Sommerferien darin unterrichtet wird. „So können wir den Schülern ein störfreies Lernen und den Lehrern ein störfreies Unterrichten ermöglichen“, sagt Robert Voigtsberger. Und auch Tobias Röhm meint: „Das ist die beste Lösung. Die Bauzeit wäre sonst doppelt so lange gewesen.“ Vor den Ferien wurden bereits die Umzugsvorbereitungen getroffen und Mobiliar und Unterrichtsmaterial in sieben Lagercontainern verstaut.

 

Während im Hauptgebäude Umbau- und Sanierungsarbeiten anstehen, bekommt auch das Nebengebäude eine neue, energetisch aufgewertete Hülle. Zudem soll im Keller des Gebäudes eine Lernküche installiert werden. Und auch in der Aula der Schule wird sich eine Menge tun. Die bekommt eine neue Lüftungsanlage. Sobald 200 Personen in einem Raum Platz finden, gilt dieser nämlich als Versammlungsstätte. Und damit sind bestimmte Vorschriften verbunden. So muss beispielsweise eine entsprechende Lüftungsanlage vorhanden sein, die nun eingebaut werden soll. Diese Arbeiten sollen zu Beginn des kommenden Schuljahrs starten. Bis zum Winter will die Stolberger Verwaltung ein ganzes Stück weiter gekommen sein. So soll beispielsweise der Rückbau der Fenster bis dahin erledigt sein, damit ab dann witterungsunabhängig gearbeitet werden könne, so Röhm.

 

Am Standort Breslauer Straße will man noch in diesem Jahr mit den Arbeiten loslegen. Die Umbauarbeiten in der Turnhalle dort seien bereits in vollem Gange, erklärt Tobias Röhm.

 

Parallel dazu laufen auch die Arbeiten an der Gesamtschule im Sperberweg. Erweiterung und Umbau dort kosten insgesamt 2,30 Millionen Euro. Zu Beginn des Schuljahres 2019 sollen sie fertig sein.

 

Umbaumaßnahmen sind für das Goethe Gymnasium nicht geplant – jedenfalls noch nicht. Ein Gutachten über den Umfang der notwendigen Sanierungsmaßnahmen soll erstellt werden. Dieses wurde beauftragt. Zudem hätten erste Ortstermine stattgefunden. Ob und wie viele zusätzliche Mittel für eventuelle Maßnahmen bereit gestellt werden müssen, wird sich in Zukunft zeigen.

 

Doch nicht nur an den weiterführenden Schulen gibt es derzeit eine ganze Menge zu tun, sondern auch in und an den Stolberger Grundschulen wird fleißig gewerkelt. In der Grundschule Prämienstraße wird in den Sommerferien die Fassade ausgetauscht. Dachflächen und Fenster wiesen nämlich erhebliche Schäden auf – beispielsweise rostige Eisen und Abplatzungen. Eine Betonsanierung war unumgänglich. Im Rahmen einer energetischen Sanierung werden die alten Elemente der Fassade nun demontiert und durch vorgefertigte Holzfassadenelemente ersetzt. Die Montage sei nicht allzu aufwendig, erklärt Tobias Röhm. Die Elemente müssten lediglich verankert und verschraubt werden. Im Anschluss daran geht es mit den Randarbeiten weiter. Das an das Gebäude angrenzende Außengelände soll ebenfalls auf Vordermann gebracht werden. Zudem stehen noch Malerarbeiten aus. Bis Ende dieses Jahres sollen jedoch alle Arbeiten an und in der Schule abgeschlossen sein.

 

Und wie sieht es in der Bischof-straße aus? Das europaweite Ausschreibungsverfahren ist angelaufen. Der Neubau der Turnhalle sowie die Sanitäranlagen spielen dort eine wichtige Rolle. Saniert werden soll übrigens auch die ehemalige Hausmeisterwohnung. In diesem Jahr sollen die Planungen vorangetrieben werden. Ausschreibungen und Vergaben sollen im kommenden Jahr anstehen, meint Röhm. Der Bau wird dann für die Jahre 2020 und 2021 avisiert. 2019 steht in Büsbach auch die Sanierung der Bischofstraße auf dem Programm.

 

Gearbeitet wird auch in der Breiniger Grundschule. Die Erneuerung der Innendecke im Anbau der Schule vor dem Fußballfeld erfolgt in den Sommerferien. Es wird eine neue Akustikdecke eingebaut mit der es möglich ist, die Aufenthaltsqualität durch Senken des Geräuschpegels in den Räumen zu verbessern, so Röhm. Für die Sanierung der Sanitäranlagen seien alle Planungsleistungen – Architekt und Heizungstechniker – bereits beauftragt und es werde derzeit gewerkeweise die Ausschreibung erarbeitet. „Mit der Umsetzung wird in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden“, sagt Röhm. Erneuert werden das komplette Wasserleitungsnetz, Estrich, Fliesen, alle Armaturen und es erfolgt der Einbau einer Lüftung.

 

Auch in der Kitalandschaft sollen Veränderungen anstehen. Doch das ist eine andere Geschichte...

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Blick auf die Erde und das Universum

Ferienspiele der Kleinen Offenen Tür St. Josef locken diese und kommende Woche insgesamt 100 Kinder an.

Foto: Eva Rössler
Foto: Eva Rössler

Am Montagmorgen fiel am Donnerberg der Startschuss für die Ferienspiele der Kleinen Offenen Tür (KOT) St. Josef. Sie finden nun täglich bis zum heutigen Freitag sowie in der kommenden Woche – vom 23. bis 27. Juli – von 9 bis 13 Uhr statt. Eltern konnten ihre Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren anmelden.

 

Der erste Tag ist nicht immer leicht. Viele Kinder freuen sich, aber manche fühlen sich nicht sofort wohl. Insgesamt haben sich für die beiden Wochen je 50 Kinder angemeldet. Bei so vielen unbekannten Gesichtern wird manch ein Kind schüchtern. Um die Stimmung zu lockern und ein Gruppengefühl zu entwickeln, beginnt der Montag mit Kennenlern-Spielen. So lernen die Kinder die Namen der anderen und das Eis wird gebrochen. Und das ist wichtig, denn für die kommenden Tage ist einiges geplant.

 

Schon seit Jahrzehnten werden in der Kleinen Offenen Tür St. Josef Ferienspiele veranstaltet. In diesem Jahr sind dort 18 ehrenamtliche Betreuer im Alter von 15 bis 24 Jahren tätig. Jörg Beißel, Leiter der KOT, ist dort selbst groß geworden: „Ich bin hier auch früher zu den Ferienspielen gegangen und habe als Jugendlicher ehrenamtlich mitgearbeitet.“ Zusammen mit den Ehrenamtlern arbeitete er an dem Konzept der diesjährigen Sommer-Ferienspiele. Die beiden Wochen stehen je unter einem Motto. In der ersten Woche beschäftigen sich die Kinder mit dem „Planet Erde“, Motto der zweiten Woche ist „Unser Universum“.

 

„Wir haben viele verschiedene Spiele und Aktionen geplant“, erzählt Beißel. Unter dem Thema „Unsere Erde“ wird jedes Kind eine Erdkugel aus Pappmaché basteln und anmalen. Unter anderem ist auch eine Schnitzeljagd geplant. Beißel ist es wichtig, dass die Ferienspiele nicht als bloße Betreuung angesehen werden: „Die Kinder sollen sich austoben können und Spaß haben. Zwischen verschiedenen Aktionen, die drinnen stattfinden, gehen die Gruppen auch viel raus, um dort Spiele zu spielen.“

 

Ihr Highlight erreichen die Ferienspiele in der zweiten Woche. Dann findet an einem Tag eine Übernachtung statt, bei der für die Kinder gekocht und eine Nachtwanderung unternommen wird. „Wir hoffen auf eine sternenklare Nacht“, sagt Beißel. Geplant sei eine Wanderung zu den alten Sportplätzen, um dort die Sterne zu beobachten.

 

In der zweiten Woche möchten die Betreuer außerdem versuchen, den Kindern die Größenverhältnisse des Universums zu veranschaulichen. Dazu wurde der Kleinen Offenen Tür Anschauungsmaterial, Lektüren und ein Stellspiel zur Verfügung gestellt.

 

Nach den Ferienspielen ist für die ehrenamtlichen Betreuer ein Essen geplant. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sie sich die Zeit genommen haben, diese Wochen zu planen und umzusetzen“, findet Beißel. „Eine unserer Betreuerinnen nahm sich sogar extra eine Woche Urlaub für die Ferienspiele. Daher ist das Essen als kleines Dankeschön gedacht.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Stadtmeisterschaft ist eine Breiniger Domäne

Alle Sieger haben ihre sportliche Heimat beim Turnerbund. Insgesamt 75 Teilnehmer im Alter von drei bis 16 Jahren.

Foto: Christian Ebener
Foto: Christian Ebener

Es war weniger eine Stadtmeisterschaft als vielmehr eine Leistungsdemonstration, die in der Breiniger Sporthalle stattfand. Bei den Stadtmeisterschaften im Geräteturnen blieben alle Titel in der Heimat des Breiniger Turnerbundes, der damit sein 125-jähriges Vereinsjubiläum noch etwas mehr vergolden konnte.

 

75 Athleten im Alter von drei bis 16 Jahren gingen an den Start und wurden mit einem kräftigen Applaus von den Zuschauerrängen begrüßt. Am Start waren auch Sportler des Eschweiler TV, der als Gastverein teilnahm. Die kleineren Jungs und Mädchen lieferten sich einen Vierkampf im Pflicht- und Kürbereich, für die älteren Jungs galt es, sich in sechs Disziplinen zu beweisen – insgesamt gab es somit starke Leistungen in den Disziplinen am Schwebebalken, Sprungtisch, Barren, Ringe, Pauschenpferd, Reck und Boden zu beobachten.

 

Ein Highlight bildete natürlich die frei zusammengestellte Kür, bei der die jungen Sportler ihre individuellen Stärken noch besser betonen konnten. „Wir sind froh, dass so viele Teilnehmer da sind“, erklärte die Breiniger Oberturnwartin Silke Klüppel.

 

Gemeinsam mit dem Stadtsportverband trägt man seit Jahren die Wettbewerbe in Breinig aus, auch wenn ein bisschen mehr Konkurrenz für die Breiniger Turner sicher gerne gesehen wäre – so bestand der komplette Bereich der Jungen nur aus Breiniger Teilnehmern.

 

Dem Applaus für die neuen Stadtmeister (siehe Info-Box) tat das selbstverständlich keinen Abbruch, als ihnen Bürgermeister Tim Grüttemeier, Stadtsportverbandsvorsitzender Gerd Schnitzler, Silke Klüppel, der stellvertretende Vorsitzende des TB Breinig Rudolf Stenz und Rolf Küpper (Sparkasse) ihre Urkunden überreichten und zu den großartigen Leistungen gratulierten. (cheb)

 

Die neuen Stadtmeister im Turnen

  • Mädchen: 2011 und jünger: Lara Brangenberg; 2009/2010: Jana Koslowski; 2007/2008: Luisa Hugo; 2005/2006: Anne Mallmann; 2003/2004: Ronja Berger; 2002 und älter: Paula Wickenhöfer
  • Kür: 2008 und jünger: Nina Berger; 2007 und älter: LK4: Mia Lau, LK3: Stella Schulden, LK2: Jana Lau
  • Jungen: 2011 und jünger: Jonas Carstensen; 2009/2010: Tim Beeker; 2007/2008: Yared Ogrzey; 2005/2006: Finn Berger;2003/2004: Shayan Sarrafzadegan
  • Alle Sieger turnen für den TB Breinig

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Ju-Jutsu: Kyu-Prüfung der DJK Roland Stolberg

Foto: J. Kummer
Foto: J. Kummer

Über 20 Sportler aus den Schüler-, Jugendlichen- und Erwachsenen-Gruppen der DJK Roland Stolberg stellten sich am vergangenen Samstag der diesjährigen Kyu Prüfung. Ziel war die nächste Graduierung im Rahmen der Selbstverteidigung, um damit die höhere Gürtelstufe zu erreichen. Auf zwei Matten musste gezeigt werden, dass die im Training erworbenen Fähigkeiten auch den kritischen Blicken der Prüfer standhalten können. Nach knapp drei Stunden in der ziemlich aufgeheizten Halle war es dann geschafft. Alle Prüflinge konnten die Herausforderungen wie die schwierigen und komplizierten Techniken, als auch andere Umstände, zum Beispiel ein größerer Partner und den größten Gegner oder die Nervosität während der Prüfung meistern und erfreuten die Prüfer mit guten und sehr guten Leistungen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Werner Jahr erneut Bezirksmeister

Foto: hajo
Foto: hajo

Wie im Vorjahr gewann Werner Jahr vom TC Blau-Weiß Stolberg die Tennis-Bezirksmeisterschaft des Bezirks Aachen-Düren-Heinsberg bei den Herren 50. Im Finale gab sein Gegner Ingo Hohn vom ausrichtenden Club TC Rot-Weiss Jülich nach 5:0 Führung – aus Sicht von Werner Jahr – verletzt auf.

 

Wenige Tage zuvor verteidigte Werner Jahr den Titel bei den Dürener Stadtmeisterschaften in der Konkurrenz Herren50 erfolgreich. Im Finale behielt er gegen Georg Potschernik vom Dürener TV mit 6:0 und 6:2 die Oberhand.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Stolberger Schwimmer dominieren in Erkelenz

Erfolgreichste Gastmannschaft beim 18. Internationalen Schwimmfest im Erka-Bad. Zahlreiche Einzelsiege.

Am Ende eines langen und heißen Wettkampfwochenendes im Erkelenzer Erka-Bad konnte das Team des Stolberger Schwimmvereins, das mittlerweile auf 34 Schwimmer angewachsen ist, seinen riesigen Erfolg kaum fassen.

 

Von der gastgebenden SG Erkelenz-Hückelhoven erhielten die stolzen Aktiven um die Trainerinnen Andrea Braun und Katrin Vankann für die beste Leistung unter den 16 teilnehmenden Gastmannschaften eine Auszeichnung samt Preisgeld.

 

Über 160 Einzelstarts absolvierten die SSV-Schwimmer, darüber hinaus wurden 18 Staffeln erfolgreich bestritten. Die bestplatzierte Staffel (4 x 50 Meter Freistil Mixed der Jahrgänge 2008 bis 2010) erreichte mit Daniel Hennig, Oskar Kirschfink, Greta Rossbruch und Robin Theis den 2. Platz.

 

Eine Stolbergerin schaffte es gar, die Gesamtwertung ihres Jahrgangs zu gewinnen: Louisa Wirtz triumphierte im Jahrgang 2003. Moritz Krings (Jahrgang 2009), Luca Zander (Jahrgang 2002), und Tobias Ohlenforst (Jahrgang 2000) gewannen in der Gesamtwertung ihres Jahrgangs die Silbermedaille, Marie-Sofie Frey (Jahrgang 2007), Paula Haas (Jahrgang 2006) und Leonie Winkeler (Jahrgang 2002) wurden in ihrem Jahrgang jeweils Dritte.

 

Auch unter den männlichen Teilnehmern gab es mehrere Drittplatzierte: Maximilian Bordfeld (Jahrgang 2007), Andreas Lukas Hospital (Jahrgang 2006) und Lukas Erhard (Jahrgang 2004). Paula Rossbruch (Jahrgang 2005) und Oskar Kirschfink (Jahrgang 2008) wurden von der starken Konkurrenz nur knapp auf Platz vier verwiesen.

 

Folgende Einzelleistungen trugen dabei zum Erfolg des Stolberger Teams bei: Louisa Wirtz war unangefochtene Spitzenreiterin über 100 Meter Rücken und Schmetterling sowie 100 Meter und 200 Meter Brust. Darüber hinaus belegte sie Platz drei über 100 Meter Freistil und jeweils den 2. Platz über 100 Meter Lagen und 200 Meter Freistil. Leonie Winkeler sicherte sich fünf Plätze auf dem Siegertreppchen (3. über 100 und 200 Meter Freistil sowie 100 Meter Schmetterling; 2. über 100 Meter Lagen und Rücken). Paula Rossbruch gewann über 200 Meter Brust und holte Bronze über 100 Meter Schmetterling und Lagen. Emilie Limpens (Jahrgang 2009) siegte über 100 Meter Lagen, belegte den 3. Platz über 50 Meter Rücken und den 2. Platz über 50 Meter Schmetterling.

 

Maximilian Bordfeld war Zweitplatzierter über 100 Meter Brust und jeweils 3. über 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Brust. Moritz Krings belegte in vier Disziplinen jeweils den 2. Platz: 50 Meter Rücken, Freistil und Schmetterling sowie 100 Meter Lagen. Marie-Sofie Frey erreichte die Goldmedaille über 200 Meter Brust sowie jeweils den 3. Platz über 200 Meter Freistil und 100 Meter Brust.

 

Paula Haas erschwamm die Goldmedaille über 100 Meter Rücken und sicherte sich den 2. Platz über 200 Meter Brust und Freistil sowie den 3. Platz über 100 Meter Brust. Leonie Grümmer (Jahrgang 2003) und Paul Bohmann (Jahrgang 2007) holten jeweils Bronze über 100 Meter Brust. Paul Sahling (Jahrgang 2002) und Lukas Erhard (Jahrgang 2004) erreichten die gleiche Platzierung jeweils über 100 Meter Rücken.

 

Andreas Lukas Hospital war dreimal Drittplatzierter (100 Meter Brust und Rücken; 200 Meter Freistil) und erlangte einen 2. Platz über 200 Meter Brust. Luca Zander sicherte sich neben Gold über 200 Meter Brust den 2. Platz über 100 Meter Rücken und Brust sowie den 3. Platz über 200 Meter Freistil in seinem Jahrgang. Tobias Ohlenforst erreichte jeweils den 2. Platz über 100 Meter Rücken und 200 Meter Freistil. 4. Plätze und mehrere Staffeleinsätze verzeichneten Leonie Sieven (Jahrgang 2006), Nele Braun, Jule Katharina Kreutzer (beide Jahrgang 2004), Luca Theis und Eric Banfelder (beide Jahrgang 2006). Lina Sieven, Emma Lifanov und Nele Küster (alle Jahrgang 2008), Luisa Gey, Carina Schiffler und Laura-Michelle Wirtz (alle Jahrgang 2005) sowie Franziska Wissel (Jahrgang 2006), Laura Mojert, Melek Özsoy und Mads Sahling (alle Jahrgang 2009) komplettierten das erfolgreiche Team.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Erfolgreiche Medenspiele

Die Tennisspieler des Stolberger SV feierten bei den Herren 30 und Herren 50 teilweise deutlichen Siege.

 

In der 2. Bezirksliga besiegten die Herren 30 den TC Inden klar mit 5:1.

 

Gegen teilweise überforderte Gäste war die Begegnung nach Einzelerfolgen durch Stefan Klaes, Jörg Schulden, Holger Ehring, Christian Haase und Dieter Klaes bereits entschieden. Auf die Austragung der Doppel verzichteten beide Mannschaften. Beim TV Huchem Stammeln setzte sich die Herren 50 in der 1. Bezirksliga mit 5:4 durch. Es war im zweiten Spiel der erste Sieg. Grundstein für den Erfolg waren die vier Einzelerfolge von Lutz Weinberg. Jörg Kleinbrahm, Thorsten Polte und Karl Heinz Bremen. Den Sieg perfekt machte das Doppel Hans Peter Gerbracht und Lutz Weinberg. Beim Heimspiel gegen Merkstein (7:2) führte die Mannschaft bereits durch Siege von Lutz Weinberg. Jörg Kleinbrahm, Günter Frantzen, Thorsten Polte, Necip Sarisin und Rainer Vygen mit 6:0. Den siebten Punkt holte das Doppel Weinberg-Kleinbrahm. Keine Chance auf den Sieg hatten dagegen die Herren 65 gegen den TC GW Dieringhausen. In der 2. Verbandsliga mussten sich die Stolberger mit 1:5 geschlagen geben. Lediglich Winfried Klaes gewann sein Einzel. Die restlichen Punkte gingen an die Gäste.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Breiniger radeln ab Blatzheim

Eine Radwanderung unternimmt der Eifel- und Heimatverein Breinig am Sonntag, 22. Juli. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Parkplatz Toom-Baumarkt, Eschenweg, Breinig. Die Teilnehmer fahren mit dem Pkw und Rädern zum Ausgangspunkt nach Blatzheim, Dürener Straße 228, Parkplatz gegenüber Kommandeursburg. Die circa 45 Kilometer lange, leichte Radtour führt über Kerpen, Schloss Lörsfeld, Marienfeld und Schloss Gymnich zurück nach Blatzheim. Eine Einkehr ist vorgesehen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

20

Jul

2018

Musik, die neue Horizonte eröffnet

Beim Vichter Klassik-Konzert sind Werke für drei bis sechs Violoncelli zu hören. Guter Zuschauerzuspruch.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Wenn sich jeder Neubürger mit seinen künstlerischen Fähigkeiten so einbringen würde wie Prof. Wolfgang Boettcher in Vicht, dann hätten Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Gewohnheit weniger Platz. Kultur live zu erleben, heißt Gemeinschaft zu genießen und sich mit Freunden und Gleichgesinnten darüber auszutauschen.

 

In diesem Fall war es die Musik, die die Menschen einander näher brachte und gleichzeitig neue Horizonte eröffnete. Trotz vieler parallel laufender Veranstaltungen erfreute sich das 5. Vichter Klassik-Konzert mit reiner Celli-Musik eines hohen Zuspruchs. Die Menschen waren gerne gekommen, um den überwältigenden Darbietungen von Guido Schiefen, Luca De Falco, Marlene Siemes, Isabela Saavedra Orjuela, Laurenz Vanorek und Wolfgang Boettcher zu lauschen. Denn kaum ein anderes Instrument eignet sich so sehr zum Ensemblespiel wie das Violoncello.

 

Diese Tatsache spiegelte sich in einem erstaunlich breiten Repertoire wider. Werke von drei bis zu sechs Violoncelli waren in Vicht zu hören. Als die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ erklang, glaubte manch einer beim Neujahrskonzert anwesend zu sein. Auf fünf Celli reduzierte sich die gelungene Bearbeitung des jüdischen Gebets „Kol Nidrei“ des deutschen Romantikers Max Bruch. Auch ohne Harfe und Bläserkolorit ging das bekannte Werk in der Bearbeitung von Gunter Ribke unter die Haut. Luca de Falco, Marlene Siemes und Isabela Saavedra Orjuela, Studenten an der Hochschule für Musik Luzern bei Guido Schiefens zeigten im fulminanten Concerto in D-Dur op. 3 Nr. 9 von Antonio Vivaldi ein besonders schönes Zeugnis dafür, dass Bach Vivaldi verehrte.

 

Julius Klengel (1859-1933), einer der bedeutendsten Cellopädagogen seiner Zeit, komponierte in den „Vier Stücken“ op. 33 für vier Violoncelli in lockerer Folge programmatische Genrebilder aus der Tradition des 19. Jahrhunderts, aus den Guido Schiefen mit drei seiner Schüler das „Wiegenlied“ (Nr. 3) und den „Marsch“ (Nr. 4) interpretierten. Der Wechsel zwischen langsameren und rascheren Tempi gelang den Ausführenden verblüffend leicht und bemerkenswert rein.

 

Guido Schiefen gehöre zu den ganz großen Cellovirtuosen und sei international anerkannt, sagte Rudi Dreuw bei der Begrüßung. Der Förderer talentierter junger Menschen kam in Hennef zur Welt und verbringt seit zehn Jahren einen großen Teil des Jahres in Luzern, wo er als Dozent an der Musikhochschule lehrt. Da er aber seinen ersten Wohnsitz nach wie vor in Eitorf hat, durfte sich Schiefen vor wenigen Tagen in das Goldene Buch eintragen und ist somit Ehrenbürger der Stadt, verriet Dreuw.

 

Nach einer Verschnaufpause setzte das Quartett das Programm mit einer tiefsinnigen Bearbeitung der bekannten Komposition „Fratres“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt fort. Das Werk vermittelte den Eindruck einer würdigen, kerzenerleuchteten Prozession mittelalterlicher Mönche auf ihrem Weg zur Messe. Schiefen spielte den Solopart des Meisterwerkes leidenschaftlich klar und doch geheimnisvoll. „Salut d’amour“ betitelte Sir Edward Elgar seine zu Herzen gehende Kantilene (getragene, gesangartige Melodie), die in der Fassung für drei Violoncelli die Liebesbotschaft des Briten an seine spätere Frau angemessen überbringt. Dem Kölner Tonsetzer Eduard Pütz, Theorielehrer an der Rheinischen Musikschule, gelang mit dem „Tango Passionata“ ein echter „Crossover“. Er überwand die Grenzen zwischen der ernsten und der unterhaltenden Musik und demonstrierte, dass Unterhaltsamkeit und tiefsinnige Qualität keinen Widerspruch darstellen.

 

Zum Schluss inszenierten fünf Cellisten mit der von Werner Thomas-Mifune arrangierten Carmen-Suite von George Bizet populäre Opernarien in virtuoser Manier. Bravo-Rufe und Standing Ovations für dieses überwältigende Hörerlebnis schlossen sich an, und die Künstler genossen sichtlich den Applaus. Sie bedankten sich ihrerseits mit dem elegischen und melancholischen „Requiem“ von David Popper, der böhmischen Ikone der Cellomusik, das ursprünglich für drei Celli und Klavier geschrieben, in Vicht aber auf sechs Celli dargeboten wurde.

Fr

20

Jul

2018

José Menor zieht die Zuhörer in seinen Bann

Klassik-Festival: Spanischer Pianist brilliert im Zinkhütter Hof vor leider nur spärlich gefüllten Plätzen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

José Menor hat das Publikum beim fünften Konzert des Stolberger Klassik-Festivals „Momentum“ unwiderstehlich in seinen Bann gezogen. Der Pianist gestaltete glänzend das „Spanish Lunch Concert“ im Rahmen der dritten Auflage des Festivals und berauschte das Publikum regelrecht mit seinem Können und seiner spielerischen Leidenschaft. Und mit dem dargebotenen Repertoire, denn Menor präsentierte mit den „Goyescas“ Werke voller Poesie.

 

Enrique Granados y Campiña (1867-1916) zählt zu den größten Erneuerern der spanischen Musik und ließ sich seinerzeit von den Bildern des Künstlers Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) inspirieren. Resultat war zunächst der 1911 entstandene Klavierzyklus „Goyescas“, den der Pianist und Komponist Enrique Granados seiner Frau widmete.

 

1915 ließ Granados die Melodien der Klaviersuite in seine ebenfalls „Goyescas“ betitelte Oper einfließen. So wurde zum Beispiel aus „Klagelieder oder das schöne Mädchen und die Nachtigall“ in der Oper die „Arie der Nachtigall“ und 20 Jahre später ein bis heute weltbekanntes Liebeslied, als Consuelo Velázquez das Thema von Granados für ihr „Bésame mucho“ aufgriff.

 

José Menor verstand es brillant, die Virtuosität und die Poesie der „Goyescas“ am Flügel umzusetzen, unterhielt das Publikum auf höchstem Niveau und markierte mit dem Lunch-Konzert einen weiteren Höhepunkt des dritten Stolberger Klassik-Festivals. Bedauernswert war lediglich, dass nur 20 Zuhörer den Weg in das Museum Zinkhütter Hof gefunden hatten, um dem großartigen Pianisten zu lauschen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Bis Jahresende sind die Arbeiten erledigt

Bis zum zweiten August-Wochenende ist „Huck“ fertig. Dann wird auch die Brücke Döllscheidter Straße abgerissen.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Die „Zwei“ hat wohl schon immer eine besondere Rolle gespielt in dem beschaulichen Ort am Tor der Eifel. Die Herkunft des Namens von „Two Falls“, wie die jüngere Generation mittlerweile schmunzelnd „denglisched“, hat auch mindestens zwei Erklärungen. Eine besagt, dass der Ort am Zusammenfluss der zwei Bäche Vicht und Hassel liegt. Eine andere bezieht sich auf den „Zweifel“ am Grenzverlauf zwischen dem Gebiet der Reichsabtei Kornelimünster und dem Herzogtum Jülich, wo eben in Zweifall am Zusammenfluss der beiden Bäche eine Eisenhütte betrieben wurde.

 

Natürlich zwei Kirchen – eine evangelische und eine katholische –, zwei Friedhöfe und zwei Schulen – eine frühere und eine genutzte – haben die Zweifaller. Und auch die neue Mitte des Dorfes wird weiterhin an zwei Stellen zu finden sein: im „Huck“ der Hellebendstraße sowie auf dem alten Schulhof an der Ecke von Jägerhaus- und Döllscheidter Straße.

 

Aber die Neugestaltung beider Plätze macht sichtbare Fortschritte, und falls es keine unerwarteten Probleme mehr geben sollte, wird das Gesamtprojekt zweifelsfrei bis Ende des Jahres abgeschlossen werden können. Vorreiter wird dabei der „Huck“ sein, dessen Fertigstellung absehbar ist. „In jedem Fall werden die Zweifaller St.-Sebastianusschützen ihr großes Fest dort feiern können“, verspricht Tobias Röhm. Und das Schützenfest der 194 Jahre alten Bruderschaft ist bekanntlich am zweiten August-Wochenende.

 

Das wird dann gleich zur „Probe aufs Exempel“, schmunzelt der Technische Beigeordnete, als er dieser Tage mit seinem Amtsleiter für Infrastruktur, Bernd Kistermann, die Baustelle inspiziert, mit Blick auf diese vorgezogene inoffizielle Einweihung der neuen Mitte Zweifalls – zumindest des einen Teils davon. Vor dem Kindergarten liegt bereits der neue Plattenbelag. Randsteine und Rinnen werden im „Huck“ gesetzt, dazwischen das neue Plaster verlegt. Das sieht schon einmal gut aus.

 

Es folgt die Zufahrt der Hellebend- zur Jägerhausstraße, wo die Arbeiten an dem kleinen Platz zwischen Metzgerei und dem einstigen Hauptquartier der 4. US-Infanteriedivision während der Schlacht im Hürtgenwald im Gange sind. Hier treffen öffentliche auf private Investitionen. Kopfsteinpflaster wird entlang der Hausfronten verlegt. Die Platzmitte erhält einen Betonsteinpflasterbelag. Ein Beet gegenüber der Kirche und Sitzbänke sollen zum Verweilen einladen.

 

Der Blick schräg gegenüber auf den alten Schulhof lässt schon einmal zwischen Baumaschinen, Gruben und Erdhügeln die zukünftigen Konturen erkennen. Während der Hasselbach durch vier dicke Stahlrohre geführt wird, sind die Ufermauern seines zukünftigen Bachbettes bereits betoniert, nachdem das Ufer im Frühjahr mit Rammkernbohrungen befestigt wurde.

 

Deutlich erkennbar ist vor der früheren Schule bereits die Ausbuchtung für die Sitzstufen, die nahe ans Wasser des dann teilweise freigelegten Hasselbachs heranführen. Zwei querende Rohre bilden das Grundgerüst für die zukünftige Medienbrücke, durch die die Leitungen der Versorgungsträger über den Bach geführt werden. Und in den kommenden Wochen soll aus Fertigteilen die Basis der Platzbrücke geliefert und montiert werden.

 

Sind Brücke und Platzbereiche einander angeglichen, kann die Baustelle ihre Seite wechseln. Während der Verkehr dann über den alten Schulhof geführt wird, kann die Brücke in der Döllscheidter Straße abgerissen und erneuert werden. Beide Brücken waren so instabil, dass bereits vor Jahren die erlaubte Belastung auf 2,5 Tonnen reduziert worden war. Mit dem Neubau sollen die Bauwerke dann die „normalen 60 Tonnen“ problemlos aushalten können. Damit hat dann auch wieder die Feuerwehr mit schweren Einsatzfahrzeugen problemlos freie Fahrt über die Döllscheidter Straße, wenn es denn einmal erforderlich werden sollte.

 

Doch noch liegen vor den Beschäftigten der beauftragten Unternehmen arbeitsreiche Wochen, bis der Platz hergerichtet, Parkplätze angelegt, Bänke und Infotafeln aufgestellt und Beete bepflanzt sind. Aber noch vor dem Jahresende soll alles fertig sein. Alles in allem und mit Planungskosten kostet die neue Ortsmitte rund 2,8 Millionen Euro, allein 1,2 Millionen Euro davon die beiden Brücken. Mit 429 408 Euro steuert die EU 45 Prozent zur Gestaltung des Umfeldes aus Agrarmitteln bei. Weitere Zuschüsse soll es gemäß der Wasserrahmenrichtlinie zur Offenlegung des Hasselbaches geben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Die älteste Pilgerin ist 90 Jahre alt

18 Teilnehmer laufen bei großer Hitze von Schevenhütte nach Heimbach in die Wallfahrtskirche St. Salvator.

Foto: M. Polat
Foto: M. Polat

„Man wandert mit den Füßen, aber man pilgert mit dem Herzen.“ Mit diesem Auszug aus dem Buch „Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg“ des deutschen Komikers Hape Kerkeling leitete Diakon Martin Peter die Dankandacht in der Kirche St. Josef ein. Die Heimbach-Pilger hielten am vergangenen Sonntag aufgrund der Hitze etwas später als üblich Einzug in die Kirche St. Josef, nachdem sie an der Talsperre von Diakon Peter und zwei Messdienern abgeholt wurden.

 

18 Teilnehmer hatten sich am Samstag auf nach Heimbach in die Wallfahrtskirche St. Salvator zur „Schmerzhaften Mutter“ gemacht, einem hölzernen Gnadenbild. In Heimbach angekommen, habe es zunächst eine kurze Begrüßungsandacht von Pfarrer Hans Doncks gegeben, erzählte Wallfahrtsleiter Willi Müller.

 

Um 17.45 Uhr habe dann die Messe stattgefunden. Außerdem seien die Pilgergruppen vorgestellt worden. Heimbach selbst hat Fritz Schuster etwas anders erlebt als sonst: „Normalerweise ist die Kirche in Heimbach rappelvoll, gestern war das aber überhabt nicht so“, erzählte der Eschweiler Pilger und verwies darauf, dass der Nachwuchs fehle. „Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Sommerferien begonnen haben und deswegen viele Leute weg sind“, sagte Elke Obertz, Küsterin der Kirche St. Josef.

 

Am Sonntagmorgen machten sich dann neun Schevenhütter auf den Rückweg. „Um 7 Uhr sind die Schevenhüttener Pilger in Heimbach los“, erzählte Schuster von den Eschweiler Pilgern, die sich eine halbe Stunde später auf den Rückweg machten. Einen Zwischenstopp gab es für die Schevenhütter unter anderem mittags in Schmidt für eine Kaffeepause.

 

„Die älteste Teilnehmerin ist ganze 90 Jahre, sie ist den größten Teil gegangen“, erzählte Müller stolz. Bei denen, die mitgehen, würde das Wetter auch keine Rolle spielen, stellt Müller fest und Fritz pflichtet ihm bei: „Der Pilger läuft durch jedes Wetter.“

 

Am zweiten Adventssonntag, 9. Dezember, findet die zweite Wallfahrt der Schevenhütter nach Hambach statt. Diese sei im Jahr 1976 etabliert worden, als „weihnachtlicher Ausklang“, erzählt Müller. Im Winter werde die Wallfahrt besser angenommen als im Sommer, „wahrscheinlich weil es nur hin zu Fuß geht und zurück der Bus fährt“, sagte Müller.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Wenn Meister ihres Fachs musizieren

Emre Engin (Violine) und Aylin Cakici Uzar (Klavier) brillieren beim Klassik Festival mit Sonaten von Mozart.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Es ist nicht ungewöhnlich, dass türkische Künstler an einem Klassik Festival teilnehmen. Dass sie den ganzen Abend Mozart spielen, darf sehr wohl als ungewöhnlich betrachtet werden. Patricia Buzari wollte das Land am Bosporus aus einer anderen Perspektive vorstellen, denn sie selbst hatte bei einem Tourneespiel in der Türkei hohe Wertschätzung erfahren.

 

In der klassischen Kammermusikbesetzung Violine und Klavier musizierten am Samstagabend im Museum Zinkhütter Hof wieder zwei Meister ihres Fachs: an der Violine, einer „Lorenzini“ von 1760, die die New Yorker Firma „Filorian Leonhard Fine Violins“ gesponsert hat, Emre Engin, seit 2015 Mitbegründer und Fakultätsmitglied der „International Notes by the Bay Violin Festival“ im Bundesstaat Kalifornien, USA.

 

Seine „Begleiterin“ am Flügel war Aylin Cakici Uzar, Associate Professor am staatlichen Konservatorium in Bursa. Man brauchte kein großer Klassik-Kenner zu sein, um zu hören, dass Mozart Violine und Klavier ganz gleichberechtigt solistisch behandelt hat. Die vier Sonaten in „G“ (KV 379), in „E-flat major“ (KV380), in „E minor“ (KV 304) und in „B-flat major“ (KV 454) gaben einen Einblick in die kompositorische Vielseitigkeit und Gefühlswelt des Salzburger Wunderkinds und wurden von dem gut aufeinander abgestimmten Duo meisterlich dargeboten. Im Sturm eroberten sie das Publikum zwischen versonnenen, leisen Tönen und kraftvoll zupackendem Ausdruck. Sensibler, teils hauchzarter Strich, schnelle spritzige Läufe aus dem Handgelenk, fetzige Staccati und Pizzicati über dem Griffbrett verlangten eine virtuose Beherrschung des Instruments.

 

Der begnadete Emre Engin bot all dies mit spielerischer Leichtigkeit, Brillanz und großem Ausdrucksvermögen. Aylin Cakici Uzar nahm sich als „Begleiterin“ je nach Satz am Flügel zurück, konnte aber auch bei Steigerungen oder thematisch bedeutsamen Abschnitten mit leuchtkräftigem Anschlag bis hin zu orchestraler Fülle aufwarten. Fast nahtlos schloss sich nach dem hartnäckigen Beifall die Zugabe an, ein türkischer Tanz aus der Heimat, der vor guter Laune nur so sprühte. Einziger Wermutstropfen war, dass nur zwei Türkinnen von knapp 2000 lebenden Türken in Stolberg erschienen waren, um ihre Landsleute hier in Stolberg zu hören.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Stolberger Chemietechniker verbessern die Welt

Fachschüler präsentieren die Ergebnisse ihrer einjährigen Projektarbeit. Kooperation mit Forschungseinrichtungen.

Foto: B.K.
Foto: B.K.

Bei einer festlichen Veranstaltung präsentierten Studierende der Fachschule für Chemietechnik des Berufskollegs Stolberg die Ergebnisse ihrer fast einjährigen Projektarbeit. Und die hatten selbst für den naturwissenschaftlichen Laien Spannendes zu bieten.

 

Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln hatte sich ein Team erfolgreich mit der Optimierung einer Methode beschäftigt, verbotene Dopingmittel in Nahrungsergänzungsmitteln nachweisen zu können. Gut möglich also, dass manchem Sportler dank der Stolberger bald der Appetit auf den gewohnten Powerriegel vergehen wird. 25 im 5. Semester berufsbegleitend Studierende hatten in elf Projektteams mit Unterstützung ihrer Arbeitgeber sowie internationaler Forschungseinrichtungen in unterschiedlichen Bereichen geforscht und experimentiert. Etwa zur Entwicklung eines neuen Knochenersatzmaterials, durch das der Heilungsprozess nach dem Einsatz künstlicher Gelenke stark beschleunigt werden kann. Oder für die effektivere Gewinnung eines zentralen Bestandteils des Brustkrebsmedikaments Taxol.

 

Alle Projekte wurden in Eigenregie und außerhalb der Arbeitszeiten durchgeführt, die Ergebnisse in einer umfangreichen Dokumentation zusammengefasst und dem Fachpublikum nun vorgetragen. Für die Studierenden war diese Projektarbeit ein wesentlicher Bestandteil für den Abschluss zum staatlich geprüften Techniker.

 

Die Arbeitgeber profitieren davon in unterschiedlicher Art und Weise: In einigen Fällen konnten die jungen Forscher schon länger im Betrieb behandelte Problemstellungen mit ihren Erkenntnissen lösen, in anderen wurden komplett neue Produkte entwickelt, die jetzt das Portfolio der jeweiligen Unternehmen erweitern.

 

Berufskolleg-Leiterin Ingrid Wagner war sichtlich stolz, als sie das Engagement und die Kreativität ihrer Studierenden hervorhob. Fachschulleiter, Claus von Teubern, hob hervor, wie wechselseitig fruchtbringend die exzellente Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Betrieben und dem Berufskolleg sei.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Die nächste Etappe auf dem Jakobsweg

Pilger J. Luis Alvarez macht sich wieder auf den Weg.

Foto: M. A.
Foto: M. A.

Zum siebten Mal schnürt der Stolberger Pilger J. Luis Alvarez seine Pilgerstiefel und macht sich Ende des Monats auf den Weg nach Santiago de Compostela. Er geht zusammen mit seinem 16-jährigen Enkel Luis, der schon im Jahr 2015 als 13-Jähriger die letzten 116 Kilometer des Jakobsweges mit ihm gegangen ist.

 

Luis Junior hat eine große Leidenschaft für den „Camino“ entwickelt und drängt seit fast zwei Jahren, sich noch einmal mit dem Opa auf den Weg zu begeben. Dieses Mal werden sich die Beiden den „Nordweg“ oder auch „Küstenweg“ genannt vornehmen. Sie werden an der französischen/spanischen Grenze bei den Orten Hendaye und Irún loslegen und möchten in elf Tagen das gesamte Baskenland mit den Städten San Sebastián und Bilbao durchqueren und bis Castro Urdiales in der Provinz Santander gehen. Das sind insgesamt etwa 225 Kilometer. Im Tagesschnitt werden es rund 20 Kilometer sein, die sie zu pilgern haben.

 

Über diesen Jakobsweg, an der Nordküste entlang, der eigentlich der älteste Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela ist, hat J. Luis Alvarez sein zweites Buch geschrieben: „Der grüne Jakobsweg“. Die Absicht ist, die gesamte Strecke über circa 840 Kilometer bis nach Santiago de Compostela in drei oder vier Jahren zu schaffen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

19

Jul

2018

Auftaktspiel für Breinig und ein Stadtderby

Beim Jacobs Automobile Cup stehen heute, morgen und am Sonntag weitere Begegnungen an. Samstag Spiel ohne Grenzen.

Mittelrheinligist VfL 08 Vichttal ist mit einem Sieg in die 42. Auflage des Jacobs Automobile Cup gestartet. Gegen Alemannia Mariadorf gewann der Gastgeber mit 5:1. Dabei sorgte die Mannschaft von Andi Avramovic mit einer 4:0-Halbzeitführung durch Marvin Iskra, Nick Gerhards, Dominik Lenzen und Tim Gerhards früh für klare Verhältnisse. Auf Seiten der Landalemannia traf in der 72. Minute Michael Ziemons, ehe der eingewechselte Jeremy Labas den 5:1-Schlusspunkt für Vichttal setzte.

 

In der ersten Partie am Sonntag, kam es zu einer furiosen Wende im Spiel zwischen dem Neu-Landesligisten Eintracht Verlautenheide und dem A-Ligisten Teutonia Weiden. Der mit starken Neuzugängen bestückte A-Ligist stand bis zur 42. Minute mit 3:0 in Führung, bis Oliver Fuß zum 1:3 für Verlautenheide verkürzte. Nach der Halbzeit und einigen Wechseln auf beiden Seiten wurde der Zwei-Klassen-Unterschied deutlicher. Verlautenheide zog durch Oliver Fuß, der insgesamt vier Treffer erzielte, zwei Toren von Ferhat Akar und einem Tor von Kenan Uzun an Teutonia Weiden vorbei und beendete die Partie standesgemäß mit 7:4.

 

Die zweite Partie des Tages zwischen der Zweitvertretung des VfL 08 Vichttal und dem Bezirksligisten DJK FV Haaren wurde schon früh durch zwei Foulelfmeter zugunsten von Haaren vorentschieden. Der erste Foulelfmeter wurde von Marcel Koss verwandelt, in der 36. Minute erhöhte Maik Haas mit dem zweiten Elfmeter. Nach der Pause traf Lucas Prümm zum 3:0 für Haaren, ehe Lukas Boltz in der 87. Minute zum Endstand verkürzte.

 

Der dritte Spieltag begann mit dem ersten Auftritt des FC Inde Hahn. Der Landesligist aus dem Aachener Süden begann schwungvoll und ging zügig mit 2:0 in Führung, ehe kurz vor der Halbzeit Teutonia Weiden auf 1:2 verkürzte. Nach der Pause ergab sich ein völlig anderes Bild – mit einem Doppelpack von Firat Berg und einem weiteren Doppelpack von Mergim Statovci überrollte der A-Ligist den Landesligisten aus Hahn. Das Spiel endete 5:2 für Teutonia Weiden.

 

Das zweite Spiel zwischen Germania Eicherscheid und Arminia Eilendorf gestaltete sich als Partie auf Augenhöhe. Der Landesligaaufsteiger Arminia Eilendorf ging in der 25. Minute durch Tobias Achterberg mit 1:0 in Führung, jedoch konnte Daniel Krutt kurze Zeit später für das Team aus der Eifel zum Ausgleich treffen. Kurz nach der Halbzeit brachte Jens Weishaupt seine Eicherscheider gar mit 2:1 in Führung, doch in der 63. Minute glich Robin Frömmer für die Eilendorfer zum 2:2 aus. Den längeren Atem hatte an diesem Abend das Team von Frank Küntzeler, da Tobias Achterberg in der 77. Minute erneut zur Führung und somit zum 3:2 Endstand für Eilendorf traf.

 

Am heutigen Donnerstag startet um 20 Uhr die einzige Partie des Tages: Der SV Breinig trifft auf Germania Eicherscheid. Spannender Sport dürfte auch in diesem Spiel garantiert sein.

 

Am Freitag kommt es dann um 18 Uhr zum Lokalkampf zwischen der Zweitvertretung des VfL Vichttal und der SG Stolberg, und um 20 Uhr spielt Arminia Eilendorf gegen den SV Breinig.

 

Am kommenden Samstag ist im Sportpark Dörenberg spielfrei, jedoch startet um 14 Uhr das Spiel ohne Grenzen mit einem eindrucksvollen Teilnehmerfeld – Anmeldungen sind noch möglich per E-Mail an christina.bungenberg@gmail.com.

 

Der Tag endet mit einer 90er-Party, und am Sonntag rollt dann wieder der Ball im Sportpark Dörenberg.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Landwirten macht Wetter zu schaffen

Auch Stolberger Milchbauern leiden unter Trockenperiode und Hitze. Steigende Kosten und geringere Erträge.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Den Bauern in Stolberg macht das Wetter besonders zu schaffen. Betroffen von der Hitze und vor allem der lang anhaltenden Trockenheit sind dabei nicht nur die Landwirte, die zum Beispiel Getreide anbauen, sondern auch Stolberger Milchbauern wie Johannes Simons. Zwischen Atsch und dem Würselener Wald bewirtschaftet er Gut Steinbachshochwald in der vierten Generation. „Wir sind ein Grünland-Betrieb mit Nachzucht, das heißt, wir kaufen keine Rinder zu, sondern züchten selbst vom Kälbchen bis zur Milchkuh“, erklärt Simons.

 

Derzeit weiden 50 Jungtiere und 60 Milchkühe auf circa 40 Hektar Wiesen. Und weil der Regen so lange ausbleibt, wächst das Gras nicht nach. „Die Wiesen sind aber die Futtergrundlage für unsere Tiere. Wir müssen also jetzt schon mit dem Zufüttern anfangen und greifen dafür die Futtervorräte an, die eigentlich für den Winter gedacht sind“, beschreibt der Landwirt.

 

Die Folge sei, dass mehr Futter gekauft werden müsse und somit die Kosten für die Milchproduktion steigen würden, was der Trockenheit geschuldet ist. Zudem ist auch die Hitze ein Problem. „Kühe fühlen sich bei 15 bis 20 Grad Celsius richtig wohl. Höhere Temperaturen machen ihnen zwar nichts aus, aber bei großer Hitze geben sie weniger Milch“, sagt Simons. Also komme zu steigenden Kosten dann auch noch der geringere Ertrag hinzu.

 

Und wie sieht es bei den anbauenden Kollegen aus? „Die Weizenernte beginnt jetzt, und es bleibt abzuwarten, wie der Ertrag ausfällt. Sorgen macht uns momentan der Mais, denn die Kolbenbildung steht an, und die Pflanzen brauchen dringend Regen“, führt Simons aus, der auch stellvertretender Ortsvorsitzender für den Bezirk Stolberg der Kreisbauernschaft ist.

 

Schwere Zeiten also für die Stolberger Landwirte, die ohnehin schon immer weniger werden. Simons erläutert, warum die Zahl der Bauern in Stolberg immer weiter geschrumpft ist: „Um von der Landwirtschaft leben zu können, sind immer wieder hohe Investitionen nötig, die sich erst langfristig rechnen. Ab einem gewissen Alter scheuen die Bauern das finanzielle Risiko, wenn ihre Nachfolge nicht geregelt ist.“

 

Anders verhält es sich allerdings auf Gut Steinbachshochwald, wo Johannes Simons mit seiner Ehefrau Christina, Tochter Anna und Sohn David lebt. Und mit Tochter Eva, die gerade eine Ausbildung zur Landwirtin macht.

 

Die fünfte Generation steht quasi in den Startlöchern – Grund genug für Simons, einen neuen modernen und größeren Stall auf der Rückseite des Gutes zu bauen.

 

Von Innen werden die Kühe den Stall die meiste Zeit allerdings nur einmal täglich sehen. „Wir arbeiten mit ganztägiger Wiesenhaltung. Die Tiere sind nur zum Füttern und zum Melken im Stall“, beschreibt Simons. Von Januar bis März aber sei der Stall das Winter-Domizil der Kühe. In Anbetracht der angehenden Jungbäuerin Eva Simons soll der neue Stall zukunftsweisend werden.

 

Und auch doppelt so groß wie der alte, der dann auch nicht mehr genutzt werde. Der Grund dafür: „Von einem Berufskollegen übernehmen wir bald noch 60 zusätzliche Milchkühe mit dazu passender Weidefläche“, sagt Landwirt Johannes Simons.

 

Der Strukturwandel geht langsam weiter

  • Laut dem deutschen Bauernverband (DBV) nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen 2007 und 2016 in Deutschland um insgesamt 46 200 auf 275 400 Betriebe ab.
  • Das sind 14,4 Prozent weniger. Pro Jahr entspricht dies einer Abnahmerate von 1,7 Prozent.
  • Damit scheint sich der landwirtschaftliche Strukturwandel etwas verlangsamt zu haben, schlussfolgert der Bauernverband.
  • Denn: In den Jahrzehnten zuvor lag die durchschnittliche jährliche Abnahmerate der Betriebe bei etwa drei Prozent, was statistisch etwa alle 20 Jahre eine Halbierung der Zahl der Betriebe entspricht.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Bezirksschützenkönig aus Dorff

Andreas Junker von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft nimmt am Bundesschießen in Xanten teil.

Foto: Günther Sander
Foto: Günther Sander

Gesucht wurden die Nachfolge von Dieter und Ulla Kreder aus Oberforstbach: Der Einladung des Grenzlandschützenbundes Aachen-Land-Süd waren sieben amtierende Majestäten gefolgt, um sich den Titel „Bezirksschützenkönig“ zu sichern und damit am Bundesschießen im September in Xanten teilzunehmen.

 

Bezirksbundesmeister Manfred Tings und „Hausherr“ Peter Bücker hießen ihre Gäste herzlich willkommen. Es sei „normal“, so Tings, dass nicht alle 14 dem Grenzlandschützenbund angeschlossenen Bruderschaften ihre Majestäten entsenden. Obwohl der Anreiz groß sei, immerhin winkt dem Sieger des jährlich stattfindenden Wettbewerbs die Teilnahme am Bundesschießen. Dem Wettkampf stellten sich Regine Zehn (Sief), Achim Riemer (Oberforstbach), Wolfgang Keil (Nütheim-Schleckheim), Stephan Schroeder (Friesenrath), Lucas Trautmann (Krauthausen), Roland Havertz (Hahn) und Andreas Junker (Stolberg-Dorff).

 

Auf der Anlage in Oberforstbach galt es für jeden Teilnehmer, nach einem fünfminütigen Probeschießen dann ernsthaft drei Schüsse auf die Scheibe abzufeuern. Maximal konnten 30 Ringe erzielt werden. Im Anschluss versuchten die ehemaligen Majestäten an gleicher Stelle ihr Glück, dem Sieger aus diesem Wettbewerb winkte eine Medaille mit Jahresgravur.

 

Die Spannung wich, Manfred Tings, sein Vize Hermann Tost sowie die assistierenden Schießmeister Heinz Werker und Claudia Förster schritten zur Siegerehrung. Die Würfel waren gefallen, ein Nachfolger für den „noch“amtierenden Bezirkskönigs Dieter Kreder mit Frau Ulla aus Oberforstbach stand fest: „Es ist ein Stolberger“, verkündete der Bezirksbundesmeister erfreut.

 

Andreas Junker von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Dorff von 1623, in diesem Jahr 395 Jahre alt, schnappte den Öchern den begehrten Titel vor der Nase weg. Er ist es nun, der am Bundesschießen teilnehmen wird. Und: Für ein Jahr lang wandert die Standarte nach Dorff.

 

Freude darüber beim Anhang, herzliche Gratulation von allen Seiten. Dieter Kreder gab die Insignien ab, Manfred Tings dekorierte den Dorffer damit und wünschte ihm eine schöne Zeit. Auf Platz zwei kam Achim Riemer (Oberforstbach) und Rang drei belegte Wolfgang Keil (Nütheim-Schleckheim). Gina Zehn aus Sief, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel gemacht hatte (sie war 2016 Bezirkskönigin), sagte gleich nach dem Schießen: „War nicht mein Tag, es sieht finster aus.“

 

Beim Wettbewerb der „Ehemaligen“ (acht Anwärter) machte sie es besser, sie holte die Medaille nach Sief. Den zweiten Platz müssen sich gleich vier Aspiranten teilen: Peter Bücker, Achim Riemer, Dieter Kreder (alle Oberforstbach) und Dieter Backhaus (Sief).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Ein Vorplatz als Gemeinschaftsprojekt

Förderverein findet hunderte Paten für die Aktion „Natursteinplatten für St. Barbara“. Einige wenige fehlen noch.

Foto: Antje Buchbinder
Foto: Antje Buchbinder

Strahlender hätte das Wetter am Sonntagmorgen nicht sein können, als im Anschluss an die Messe der neu gestaltete Kirchenvorplatz der Pfarrkirche St. Barbara, Stolberg-Breinig mit einer kleinen Feier eingesegnet und übergeben wurde.

 

Die Neugestaltung des Platzes, die jetzt weitestgehend abgeschlossen ist, war nötig geworden, da die alten roten Betonplatten brüchig, rissig und unansehnlich geworden waren und nicht mehr so recht in das Ambiente von „Alt Breinig“ mit seinen schmucken Bruchsteinhäusern passen wollten. Zumeist dauert es jedoch eine gewisse Zeit, bis solche Projekte tatsächlich angeschoben werden, und daher lauschten die zahlreichen Gäste und Messebesucher denn auch interessiert der kleinen Vorgeschichte, die Pfarrer Ulrich Lühring vom Zustandekommen der Maßnahme erzählte.

 

Angeregt wurde man nämlich durch eine kompetente Hamburger Fremdenführerin, die im Zuge der Führung ihrer Gruppe hinter dem „Hamburger Michel“ eine Platte mit ihrem Namen präsentierte, die sie sich zu ihrem 60. Geburtstag gewünscht hatte, um die Erhaltung des „Michels“ zu unterstützen.

 

Inspiriert von dieser Anregung wurde beim Pfarrfest 2011 vom Förderverein St. Barbara Breinig die Aktion „Natursteinplatten für St. Barbara“ initiiert und gemeinsam mit dem Breiniger Steinmetz André Hennecken ein Konzept entworfen. Die alten Platten sollten durch belgische, bearbeitete Blausteinplatten ersetzt werden, und um dies zu verwirklichen konnten interessierte Bürger mit einem Betrag von 50 Euro eine Patenschaft über eine Natursteinplatte erlangen.

 

Diese Möglichkeit wurde bisher von 235 Personen genutzt, die damit ihrer Verbundenheit zur Gemeinde Ausdruck verliehen haben. Die hellen Platten „zeichnen nun“, so Steinmetz André Hennecken, „den Weg in die Kirche vor“. Anders als in Hamburg jedoch „wussten wir schnell, das wollen wir nicht“, so Pfarrer Ulrich Lühring, und daher wurden die Platten nicht mit Namen auf der Vorderseite versehen, sondern man kennzeichnete die Rückseite der Steine mit den Initialen der Spender, die ihrerseits noch eine Urkunde sowie einen Eintrag in das Patenschaftsbuch erhielten.

 

Damit war die Aufgabe jedoch noch nicht erledigt, denn es verblieben noch 15 Felder, für die besondere Sponsoren gesucht wurden, denn die Patenschaften für diese sollten als Ganzes für 700 Euro vergeben werden und auf Anraten von André Hennecken mit Mendinger Basalt, einem „porösen, rutschfesten“ Stein aus der Vulkaneifel, der einen farblichen Kontrast zum Blaustein bildet, ausgelegt werden. Zwölf Felder haben inzwischen bereits Paten gefunden: Angelika Greiwe-Krapohl, Artur und Doris Kaldenbach, Familie Georg Goffart, Dr. Frank Kleis, André Hennecken und Prof. Dr. Lothar Krapohl übernahmen jeweils ein Feld; Franz-Josef Chantraine sowie Helmut Conrads jeweils drei Felder.

 

Weitere interessierte Spender können sich mit dem Pfarrbüro in Verbindung setzen, denn es stehen noch 16 Einzelfelder und drei komplette Basaltfelder für Patenschaften zur Verfügung. Man hofft, so Pfarrer Ulrich Lühring, das Projekt bis zum Pfarrfest von St. Barbara am 18. und 19. Mai 2019 beenden zu können.

 

Abgerundet wird das Bild des Platzes durch die alten Pflastersteine, die zwischen den neuen Feldern erhalten geblieben sind, da man, so André Hennecken, „Altes erhalten und Neues zeigen“ wollte und durch neue Blumenkübel auf denen sich ortsansässige Vereine verewigen konnten.

 

Nachdem der Platz eingesegnet worden war und jeder Sponsor der Basaltfelder eine besonders gestaltete „Mittelplatte“ mit seinem Namen und einem eingemeißelten Bild, das er entweder zu Hause behalten oder die vorhandene Platte ersetzen lassen kann, erhalten hatte, ließ man die Feier im Lokal „Zur Treppe“ mit einem erfrischenden Getränk, zu dem Helmut Conrads eingeladen hatte, ausklingen.

 

Es werden noch Paten gesucht

  • Patenschaften sind noch zu vergeben für 16 Einzelplatten und drei Basaltfelder. Interessenten wenden sich an das Pfarramt St. Barbara, Alt Breinig 28, Stolberg-Breinig, unter 102960. Öffnungszeiten: montags und mittwochs von 15.30 bis 18 Uhr.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Dornröschen lebt beim Klassik-Festival auf

Märchenerzählerin Maria Riga fesselt ihre jungen Zuhörer. Einnahmen für Verein Menschenskind.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Der Samstagmorgen im Museum Zinkhütter Hof gehörte den Kleinen und ihren Eltern oder Großeltern. Zu Gast beim Klassik-Festival war die Märchenerzählerin Maria Riga, die mit den Kindern die Geschichte des „Dornröschens“ der Gebrüder Grimm neu aufleben ließ.

 

Sie las die Geschichte nicht vor, sondern erzählte sie und band die Kinder mit ein, die fasziniert zuhörten, und griff ihre Vorstellungen auf, während Patricia Buzari die einzelnen Szenen mit Musik von Peter Tschaikowsky auf dem Flügel untermalte. Mit ihrem Talent fürs Erzählen, zahlreichen Requisiten und den verzauberten Klängen verstand Maria Riga es, das Publikum zu fesseln.

 

Die kleinen Gäste antworteten gerne auf ihre Fragen, wer denn im Schloss wohne, wer oder was bei dem hundertjährigen Schlaf eingeschlafen war, warum der Prinz das Dornröschen befreien wolle und wer wieder aufwache. Am Ende kamen alle Kinder auf die Bühne, legten Schals um und nahmen am Königsball teil, denn der böse Fluch war ja besiegt worden.

 

Und der Titel des Märchens hatte jetzt den Namen „Prinzessin Röschen“. Der Erlös der Einnahmen kam an diesem Morgen dem Verein „Menschenskind“ zugute. Er setzt sich seit 1993 zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und ihrer Familien ein. Vorsitzender Volker Siller hatte kürzlich erst den Ehrenpreis der Stadt Stolberg für 25 Jahre ehrenamtliches Engagement bekommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Symbol der Macht

Die Schwarzenburg und ihre Geschichte.

Der Stadtteil Dorff wurde 1178 erstmals erwähnt, ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit einige Jahre älter. Der Ort lag über Jahrhunderte im Kernbereich der Reichsabtei Kornelimünster und ist für das 15. Jahrhundert als wirtschaftlich stärkste Siedlung des gesamten Münsterländchens belegt. 1404 erscheint mit Reinhard Soldener erstmals ein Ritter und Vasall als Herr über die Schwarzenburg. Eine jüngere Zeichnung zeigt die überwiegend nicht erhaltene Wasserburganlage als Turmburg mit drei oder vier Ecktürmen und Vorburg.

 

In meiner Hypothese sehe ich die Schwarzenburg als zentrales Mittel der abteilichen Herrschaftssicherung. Zwischen Kornelimünster, Krauthausen, Breinig und Dorff war sie ein mächtiges Machtsymbol. Eine hoch aufragende Turmburg mit spitzen Dächern auf den Ecktürmen war auf dem flachen Höhenzug des Vennvorlandes nicht ohne Wirkung. Vermutlich weniger auf äußere Feinde ausgerichtet, sondern auf die Sicherung der inneren territorialen Integrität.

 

Die Burg wurde 1688, wie die meisten Burgen im Westen Deutschlands, durch die Kriege Ludwigs XIV. zerstört, der zuvor im eigenen Lande den landsässigen Adel seiner Grundlage beraubte, in dem er auch dort ihre Burgen vernichtete. Das war sein Prinzip der Herrschaftssicherung: den Adel schwächen, um den königlichen Hof zu stärken. Die Dorffer Einwohner werden nicht traurig gewesen sein, als sie den herrschaftlichen Bau wie einen Steinbruch bis auf die Fundamente ausbeuteten. Das Tor zur Vorburg und Hinweise auf den Wassergraben sind alles Sichtbare, im Boden schlummern vermutlich noch die Grundmauern einer großen Geschichte.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

18

Jul

2018

Gynäkologen-Rochade in der Region

Dr. Uwe Heindrichs wechselt von Stolberg ans Aachener Luisenhospital. Sein Nachfolger wird Ansgar Cosler.

Foto: Michael Jaspers/Archiv
Foto: Michael Jaspers/Archiv

Das Aachener Luisenhospital bekommt einen neuen Chef der Gynäkologie – er kommt aus Stolberg. Der bisherige Chefarzt des Regionetzwerks für die Frau am Standort Stolberg, Dr. Uwe Heindrichs, wechselt zum 1. Oktober nach Aachen.

 

Nachdem das Eupener St.-Nikolaus-Hospital in der vergangenen Woche freudig bekannt gegeben hatte, dass Dr. Dirk Crommelink zum Oktober dieses Jahres nach Belgien wechseln wird, hat am Dienstag das Luisenhospital mitgeteilt, dass Heindrichs dessen Nachfolge übernimmt werden: „Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Heindrichs einen kompetenten und sehr erfahrenen neuen Chefarzt für unsere Frauenklinik und Geburtshilfe für unser Haus gewinnen konnten“, sagt Marco Plum, Vorstand des Luisenhospitals. „Mit voraussichtlich 1500 Entbindungen in diesem Jahr gehören wir zu den großen Geburtskliniken in der Region“, führt Plum aus. Regionsweit ist das Stolberger Krankenhaus übrigens die geburtenstärkste Klinik: Hier wurden 2017 insgesamt 1671 Geburten gezählt. Seit 2016 existiert das Regionetzwerk für die Frau. Dahinter verbirgt sich die Zusammenarbeit des Bethlehem-Krankenhauses in Stolberg und des St.-Antonius-Hospitals in Eschweiler. Am Standort Stolberg ist die gemeinsame Geburtenstation zusammengeführt worden, in Eschweiler werden weiterhin gynäkologische Eingriffe vorgenommen.

 

Ein weiterer, ebenso wichtiger Grund für die Ernennung Heindrichs sei aus Sicht des Luisenhospitals neben seiner allgemeinen gynäko-onkologischen Expertise seine große Erfahrung in der Brustchirurgie. „Das Luisenhospital ist zertifiziertes Brustzentrum, deshalb war es für uns wichtig, mit Dr. Heindrichs einen zertifizierten Brustchirurgen zu bekommen, der die hervorragende Arbeit von Dr. Crommelinck fortführt und weiterentwickelt“, betont Plum. In Aachen wird sich Heindrichs intensiver der Brustchirurgie widmen.

 

Uwe Heindrichs ist in der Eifel zur Schule gegangen, hat an der RWTH Medizin studiert und Teile seiner Ausbildung in England absolviert. Er arbeitete unter anderem im Knappschaftskrankenhaus in Bardenberg und an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Aachen. 2012 wurde er Chefarzt der Gynäkologie an einem Krankenhaus in Trier, bevor er 2014 nach Stolberg wechselte.

 

Die durch den bevorstehenden Weggang frei werdende Chefarztposition in Stolberg ist bereits erfolgreich besetzt, teilt das Luisenhospital mit. Neuer Chefarzt im Regionetzwerk für die Frau am Standort Stolberg und damit auch Chefarzt für Frauenheilkunde im Bethlehem Gesundheitszentrum wird Ansgar Cosler. In diesem Jahr werde in Stolberg erstmalig die 1800-Geburten-Marke erreicht. Der 53-jährige gebürtige Aachener ist seit 25 Jahren im Bethlehem-Krankenhaus tätig, davon einige Jahre als Sektionsleiter für die Geburtshilfe. Cosler, der in Aachen Medizin studiert hat, ist Arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe.

 

Dirk Crommelinck ist in diesem Jahr bereits der zweite prominente Abgang am Luisenhospital. Erst im Juni war bekannt geworden, dass der Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Krankenhausvereins Luisenhospital Aachen, Werner Reiche, nach vielen Jahren das Haus verlässt. Dem Vernehmen nach wechselt er ans Klinikum.

 

Mit den Kollegen in Stolberg pflege man ein sehr gutes Verhältnis, betont das Aachener Luisenhospital. „Das Bethlehem Gesundheitszentrum und das Aachener Luisenhospital gehen seit vielen Jahren offen und partnerschaftlich miteinander um“, heißt es in einer Pressemitteilung. Beide Häuser seien froh, mit Heindrichs und Cosler zwei so anerkannte Mediziner in der Region halten zu können, erklärt das Luisenhospital.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Modernes Wohnen für rüstige Rentner

Baumaßnahmen im Seniorenwohn- und Sozialzentrum laufen auf Hochtouren. Erste Einzüge Ende November.

Fotos: Vivien Nogaj
Fotos: Vivien Nogaj

Die Bauarbeiten im neuen Seniorenwohn- und Sozialzentrum „Auf der Liester“ gehen gut voran. Der Rohbau ist längst gezogen, die Arbeiten am Innenausbau sind in vollem Gange. Bald kann die Innengestaltung des Gebäudekomplexes erfolgen. Darauf freut sich Geschäftsführerin Gabriele Makola besonders. Mit ihren Mitarbeitern und Bauherr Werner Elsberger hat sie die Baustelle zur Bestandsaufnahme besucht.

 

Entstanden ist dort eine Menge: 180 000  Quadratmeter Wandputz und 5800 Quadratmeter Deckenputz wurden verarbeitet, 5800 Quadratmeter Estrich sind verlegt und Grundlagen für die Elektronik angebracht. In vier Monaten sollen hier die ersten Bewohner leben. Sie ziehen Ende November aus der Pflegestation am Amselweg in den Neubau ein. Im Januar 2020 folgt die Eröffnung der Tagespflege mit 20 Plätzen sowie die Fertigstellung der zwei ambulanten Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen. „Das wird ein gehobenes Wohnen für rüstige Rentner“, verspricht Makola. Die Geschäftsführerin des Seniorenwohn- und Sozialzentrums hat die Ausstattung für das gesamte Gebäude selbst ausgewählt – „nach modernsten Standards“.

 

Die stationäre Pflege verfügt über drei Wohnbereiche mit 80 Einzelzimmern. Diese haben eine Größe von etwa 22,25 Quadratmetern und sind vollständig mit Mobiliar ausgestattet. Passend zum Boden in Holzoptik sollen die Zimmer über einen Kleiderschrank mit verschließbarem Wertfach, eine Kommode, ein Niedrigflutbett und zwei Sessel verfügen. Die Wände bleiben weiß, Farbakzente werden von Gardinen und Dekostoffen gesetzt. „Je nach Wohnbereich haben diese eine andere Farbe“, sagt Makola. „Das dient zur Abgrenzung und zur besseren Orientierung der Bewohner und Mitarbeiter.“

 

Im Bereich der ambulanten Wohngemeinschaften steht jedem Bewohner ein eigenes Appartement zur Verfügung. Dieses wird ebenfalls mit einem Niedrigflutbett ausgestattet; die weitere Einrichtung ist dem Bewohner aber selbst überlassen. „Diese Wohnmöglichkeit eignet sich für alle Senioren, die nicht mehr allein in ihrer Wohnung zurechtkommen, aber keiner 24-Stunden-Betreuung bedürfen“, sagt Makola.

 

Pro Wohngemeinschaft leben zwölf Personen zusammen, die sich in gemeinsamen Aufenthaltsräumen zusammenfinden und Betreuungsangebote wahrnehmen können. Außerdem werde darauf geachtet, dass die Bewohner gut zusammenpassen, so Makola.

 

Zudem verfüge jedes Appartement nach Fertigstellung über ein behindertengerechtes Badezimmer mit moderner Ausstattung, ebenso wie die Einzelzimmer der stationären Pflege. Die Betreuung der Wohngemeinschaften werde von morgens bis abends durch eine Präsenzkraft gewährleistet, für die Unterstützung in der Nacht sei der ambulante Pflegedienst zuständig. Außerdem bekomme jeder Gast ein Notrufarmband, mit dem er – bei Bedarf – Hilfe anfordern kann.

 

Und auch die Mitarbeiter sollen im neuen Gebäude nicht zu kurz kommen: Für sie wird ein Gemeinschaftsraum von 54 Quadratmetern im Kellergeschoss zur Verfügung stehen. Dieser soll zum Verweilen in den Pausen einladen sowie als Veranstaltungsraum dienen. Außerdem werde es Umkleideräume mit Duschkabinen und Toiletten für die Mitarbeiter geben.

 

Geschäftsführerin Makola betont die gute Ausstattung: „Der gesamte Gebäudekomplex wird über flächendeckendes WLAN und eine Fußbodenheizung, die in jedem Raum individuell gesteuert werden kann, verfügen.“ Ein zusätzliches Highlight bilde die Kapelle mit Zinkdach und großzügiger Fensterfront, die von allen Konfessionen genutzt werden kann. Das Gebäude nimmt Gestalt an. Aber: Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: „In Kürze folgt der Baubeginn des Betreuten Wohnens mit 54 Wohneinheiten“, so Makola.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Zu wenige sind bislang zu schnell genug unterwegs

Aber Verwaltung verbreitet Optimismus für Rückkehr einer Radarfalle an der Sebastianusstraße. Deutliches Signal.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

„Ein Zeichen setzen“, sagt Rolf Engels, das müsse der Verkehrsausschuss an der Sebastianusstraße jetzt, weil die demontierte Radarfalle noch immer nicht zurückgekehrt sei. Das tat der Ausschuss letztlich auch einstimmig und wiederholte seinen Beschluss aus dem August 2016, dass die Geschwindigkeitsüberwachungsanlage wieder aufgestellt wird.

 

Soweit das Zeichen, denn in der Realität kehrt damit der Starenkasten längst nicht zurück an diese Landesstraße 236. Um diese mit Blick auf den Autobahnanschluss bei Eilendorf verkehrssicherer zu machen, war in Höhe des Rehgrundes der Ortseingang umgestaltet worden. Dabei stand das Gerät im Weg und wurde demontiert.

 

Um es aber wieder aufstellen zu dürfen, schreibt der Gesetzgeber gewisse Grundvoraussetzungen vor. „Hält man sich nicht an diese Regeln, dann kann man später Geschwindigkeitsverstöße nicht sanktionieren“, erklärte Rechtsdirektorin Birgit Nolte dem Ausschuss. Immer häufiger kämen Anfragen von Gerichten, aufgrund welcher rechtlichen Voraussetzungen Anordnungen im Straßenverkehr getroffen worden seien. Halten diese Rechtsvoraussetzungen den gerichtlichen Überprüfungen nicht Stand, entgingen Verkehrssünder ihren Strafen. Und das könne doch nicht Sinn der Sache sein.

 

Aber Nolte verbreitet auch eine gehörige Portion Optimismus. „Die Städteregion sitzt mit uns in einem Boot. Es ist absehbar, dass die 15 Prozent erreicht werden“. Nur bei einer Quote von 15 Prozent oder mehr liegen überdurchschnittlich häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen vor, die eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage rechtfertigen würden. Auf der Sebastianusstraße lag sie bei den bisherigen Messungen allerdings deutlich unter zehn Prozent. Nolte: „Aber die Quoten sind steigend“.

 

Die Städteregion plant offensichtlich mit mobilen Radarkontrollen sowie Verkehrserfassungsgeräten so lange zu messen, bis das gewünschte Ziel erreicht ist, mutmaßen Beobachter der Sitzung. Wobei es aus der Runde der Politik gleich praktische Hinweise gibt. „Zu verschiedenen Uhrzeiten messen“; rät Rudolf Stetjes (FDP). Reiner Bonnie (CDU) schlägt vor, das obere Hirschfeld, wo es in der Vergangenheit schwere Unfälle gegeben hat, mehr ins Visier zu nehmen. Rolf Engels (SPD) dagegen erwartet, mehr Verkehrssünder im Bereich des Spielplatzes an der Nordstraße ertappen zu können.

 

Neben dem politischen Signal tröstete Adolf Konrads (CDU) mit seiner langjährigen Erfahrung – auch als ehemaliger Polizist, als noch kein „Starenkasten“ an der L 236 stand. „Das war schon immer ein Kampf gegen Kreis und Landesbetrieb“; erinnert sich der 79-Jährige. „Nach Straßenbauarbeiten lag die Anlage auch schon einmal im Straßengraben“. Da habe die Stadt sie einfach wieder aufgestellt.

 

Aber mit Blick auf die aktuelle Lage solle man ein weiteres Argument in die Waagschale werfen: „Im Rahmen der Planungen Autobahnanschluss bei Eilendorf ist die Sebastianusstraße als Bedarfsumleitung vorgesehen“, sagt Konrads. Denn damit steige auch das Gefährdungspotenzial auf dieser Landesstraße.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Planungsbüro erarbeitet Konzept für Markusplatz

Das hat der Vergabeausschuss beschlossen. Entwurf ist Basis für Förderantrag beim Land, der bis Frühjahr gestellt sein muss.

Die ersten Planungsphasen zur Umsetzung wird für Mausbach das Büro RaumPlan übernehmen. Die Aachener hatten die Erarbeitung der Dorfinnenentwicklungskonzepte für Mausbach und Werth betreut. Nun hat der Vergabeausschuss das Büro mit der Erarbeitung der ersten drei Leistungsphasen für die Umsetzung beauftragt. Sie umfassen die Erarbeitung eines abschließenden Entwurfes für den Markusplatz mit Kostenberechnung. Dies ist Basis für den Förderantrag beim Land, der bis Frühjahr gestellt sein muss. Bei einer Bezuschussung ist vorgesehen, dass das Büro die weiteren Schritte bis zur Umsetzung betreuen soll. Dabei bezieht sich der Auftrag auf den eigentlichen Ortskern rund um den Markusplatz nebst der Rundwanderwege wie auch auf den öffentlichen Grünstreifen an der Schroiffstraße, der neben der Bouleanlage  neu gestaltet werden soll. Bislang sind im Haushalt für die Neugestaltung des Markusplatzes für die Jahre 2019 und 2020 Mittel in Höhe von 1,75 Millionen Euro vorgesehen. Die Ausbaukosten an der Schroiffstraße werden auf  520 000 Euro geschätzt. Allerdings wird mit einer geringeren Bezuschussung als gedacht kalkuliert. Bislang sieht die Dorferneuerung einen Fördersatz in Höhe von 65 Prozent vor. Neu ist, dass er laut der derzeit im Entwurf vorliegenden zukünftigen mit einem Höchstbetrag von 250 000 Euro gedeckelt werden soll. Der Verwaltungsvorstand  hatte bereits signalisiert, dass dann die Stadt die fehlenden Mittel beisteuern soll.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Die besten Oldies im „Starclub-Sound“

Bei „the Beat goes on“ im Bürgerhaus Venwegen präsentieren „The Shakers“ am Samstag Hits der 1960er Jahre.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Als die Band „The Shakers“ beim ersten Büsbacher „Beat in den Mai“ glänzend das Publikum unterhielt, waren auch Venwegener unter den Zuhörern. Und dermaßen begeistert von dem Quartett und den Hits der 1960er Jahre, dass es bald heißt „The Beat goes on“.

 

Denn am Samstag, 21. Juli, spielt die Band im Venwegener Bürgerhaus an der Mulartshütter Straße 13 bei freiem Eintritt und lässt ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) die besten Oldies der 1960er Jahre im „Starclub-Sound“ aufleben. Wie unkommerziell das Konzert ist, zeigt sich auch beim Getränkeausschank: Gemäß den Statuten des Bürgervereins Venwegen sind die Getränke gegen einen kleinen freiwilligen Unkostenbeitrag zu haben.

 

Doch im Vordergrund steht freilich die Musik, die Peter Leisten (Bass, Gesang), Peter Frauenrath (Gitarre, Gesang), Heinz Hoffmann (Schlagzeug und Gesang) und Wolfgang Engels (Gitarre, Gesang) als „The Shakers“ in bester Beat-Manier präsentieren.

 

Die gestandenen Musiker wollen auch in Venwegen mit ihrem Können und ihrer leidenschaftlichen Spielfreude glänzen. Mit authentischer Technik aus den Sechzigern bringen „The Shakers“ bekannte Evergreens von „Rattles“, „Beatles“, „Kinks“, „Rolling Stones“, „Troggs“ und Co. live auf die Bühne. Songs von den „Lords“, von „Free“, von der „Spencer Davis Group“ und den „Byrds“ fügen sich in den Reigen ein, wenn „The Shakers“ für Stimmung in Venwegen sorgen.

 

Von „My Bonnie is over the Ocean“ über „Don‘t ha ha“ und „Good Golly Miss Molly“ bis hin zu „Wipeout“, „Skinny Minnie“ sowie „Shakin‘ all over“ und noch viel mehr bringen „The Shakers“ alles mit, was es für eine ausgelassene 1960er-Jahre-Party braucht, wenn im Bürgerhaus in Venwegen gilt: „The Beat goes on“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Schwermetall holt sich den Pokal

27. IG-Metall-Turnier auf dem Sportplatz Glashütter Weiher.

Insgesamt acht Mannschaften von Betrieben aus Stolberg und Eschweiler ließen sich von den heißen Temperaturen nicht abschrecken und ermittelten am Samstag den Sieger im 27. IG-Metall-Turnier. Ausgetragen vom FC Stolberg auf dem Sportplatz Glashütter Weiher ging es für die Teams in zwei Gruppen zuerst darum, sich für die Finalrunden zu qualifizieren. Jeweils fünf Feldspieler standen auf dem Platz.

 

Nach der Vorrunde konnten sich die Kicker von Schwermetall, Hoven Hydraulik, Aurubis und KMD Connectors, die Vorjahressieger, auf das Halbfinale freuen. Nach zwei knappen Partien standen die Finalisten des 27. IG Metall-Turniers dann fest: Schwermetall und Hoven.

 

Nach einem torlosen Spiel musste das Siebenmeterschießen den Gewinner ausmachen. Dort bewies die Mannschaft von Schwermetall die besseren Nerven und holte sich den Turniersieg. Für den Gewerkschaftssekretär der IG Metall Stolberg, Ralf Radmacher, war der Tag ein voller Erfolg. Er lobte den guten Ablauf und den Turnierleiter Norbert Hanf, die Schiedsrichter und die Spieler, die wie auch in den vergangenen Jahren sehr fair miteinander umgegangen sind. Der Spaß stand, trotz der „Betriebsrivalität“ im Mittelpunkt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Jul

2018

Das neue Heimatgefühl rund um Mausbach

Dorfinnenentwicklungskonzept: Bürger planen drei Wanderstrecken. Der Panoramaweg ist die Premiumroute. Erste Impressionen.

Foto: L. Flink
Foto: L. Flink

Hier entspringt er: der Mausbach. Aber er hat nicht nur eine Quelle. Sondern ganz viele. Es plätschert so vor sich hin von überall. Im Wald, im Sumpf. Zwischen Steinen und Gras. Ein idyllischer Ort oberhalb der Fleuth. Dies ist einer der Orte, den der Panoramaweg in Mausbach wie Perlen an einer Schnur aufreiht. Es ist einer von drei Wegen, die im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes von engagierten Bürgern der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

 

Und diese Wege müssen begangen werden. Weiss man, wie lang sie sind? Benötigt man Rucksackverpflegung und Wanderschuhe oder kann man zwischendurch einkehren, in eine der vielen Gaststätten, die der Ort zu bieten hat?

 

Also begibt man sich auf die erste Reise. Andrea Winterscheid bringt die Pläne vorbei, Harry van Emelen und Volkmar Zeugner planen die Begehung und eine an Schächten und Pingen interessierte Dame aus Aachen begleitet die Panoramarunde. Los geht‘s am Froschschacht an der Industriestraße.

 

Wie man sagt, handelt es sich hier um einen Lüftungsschacht. Dieser war lange Zeit von Efeu und Unkraut umwuchert, ist aber nun davon befreit. Ein Gitter befindet sich rundherum mit einem kleinen Einlasstörchen. Noch in diesem Jahr soll mit der Sanierung des industriegeschichtlichen Denkmals begonnen werden.

 

Ein kleines Stückchen geht‘s die Industriestraße lang und dann links ab in den Feldweg Richtung Franzosenkreuz. Und hier versteht man, warum der erste Rundweg „Panoramaweg“ bezeichnet werden soll. Ein großartiger Blick tut sich auf. Linker Hand Weisweiler mit rauchenden Kaminen, rechts davon Haldengelände. In der Nähe Felder mit weidenden Kühen und dann Blick geradeaus: Mausbach und der Wald über Mausbach. Auf dem Weg begegnet man ganz entspannt Hundegassigängern, welche ihre Lieblinge ausführen, Natur und Bewegung genießen.

 

Am Franzosenkreuz angekommen, stellt sich die Frage: Was soll dies bedeuten? War es eventuell ein Friedhof? Dies wird das Organisationsteam noch in Erfahrung bringen. Und für spätere Begeher dieser Route sind dann, so der Plan, Hinweisschilder angebracht. Zum einen, wie der Weg begangen werden kann, zum anderen, welche außergewöhnlichen Stätten besonders hervorgehoben sind. Wie dies auch bereits mit Schildern in Schevenhütte und Langerwehe geschehen ist.

 

Es geht weiter. Kurz die Straße gequert und den Familie-Imhoff-Weg beschritten. Aber nein: Abkürzen gilt nicht. Im zweiten Drittel des Feldweges geht es ab nach links. Es ist trocken. Und daher kann man schön Wandern auf diesem kleinen Feldweg gen Krewinkel. Bei Nässe soll das anders aussehen.

 

Im Ortskern Krewinkel angekommen begibt man sich links vom Kapellchen Richtung Gressenich. Aber Vorsicht: nicht zu weit. Denn nach 100 Metern biegt man ab, diesmal rechts. Ziel sind die Wiesen oberhalb des kleinen Ortes. Vorbei am alten Forsthaus und an abgestellten Traktoren, die in diese Landschaft wie Faust auf Auge hineinpassen, führt der Weg über Pferdewiesen zum Hundesportverein von Krewinkel.

 

Und da ist richtig was los. Frauchen und Herrchen versuchen, ihre Lieblinge dazu zu bringen, Kommandos zu erkennen. Sieht jedenfalls gut aus, ist gesellig und total entspannt und scheint allen Beteiligten Freude zu bereiten. Und nun geht‘s weiter über den kleinen Parkplatz an der Straße nach Süssendell.

 

Dort sollen auch Pingen sein, die kleinen oberirdischen Abraumgebiete, für die sich die Begleiterin aus Aachen sehr interessiert. Kann man aber nicht so richtig erkennen, da sie nicht besonders tief sind. Also auf in den kleinen Pirschweg Richtung Fleuth. Da ist ja mal so richtig Natur angesagt. Alles ist verwachsen. Für die kleine Gruppe kein Problem. Sollten jedoch „außerdörfliche Touristen“ diese Route beschreiten wollen, wäre ein kleiner Freischnitt eventuell von Nöten. Nicht alle sind Eifelkinder und im Umgang mit kleinen Spinnchen in Gras und Gehölz erfahren. An den Wiesen entlang sind Pferde. Grasend. Natur pur.

 

Und dann der Ausgangspunkt der Berichterstattung: Der Mausbach. Ok, eher unscheinbar. Zunächst ein kleines Stückchen oberflächlich sickerndes Gewässer. Bis hin zum Sumpfgebiet der Fleuth. Und dann legt dieser kleine Bachlauf noch einen kleinen Weg voran, bis er in den Tiefen vom Ortsteil Mausbach unterirdisch entschwindet und danach Richtung Nachtigällchen vorgeholt wird. Aber bis zum Nachtigällchen geht die Wanderung des „Panoramaweges“ nicht. Natürlich nicht, wäre viel zu weit für diese Aktion.

 

Die Pioniergruppe bewegt sich von der Fleuth am ehemaligen „Armenhaus“ vorbei über den Pesch in Richtung „Innenort“. Einkehr im Gasthaus bei Kaffee, Wasser und Fachsimpeln. Eine Viertelstunde Rast. Initiator Harry van Emelen: „Wir müssen weiter, bevor es dunkel wird.“ Bei Ortskundigen stellt sich die Frage: Wieso dunkel, ist doch gerade mal halb neun im Sommer. Schnelle Heimkehr Froschschacht dürfte da wohl kein Problem sein.

 

Nicht aber beim Panoramaweg: An der Schroiffstraße entlang schnurgerade geht es in die Felder. Vorbei am sogenannten Zollhaus. Getreide, flinke Hasen, und der Blick zum Sportplatz Vichttal. Hat was. Obstwiesen und „Wimmelsträucher“ säumen den Wegesrand in Richtung Diepenlinchener Gebiet. Dann ruft der Wald. Also nichts ist mit direktem Weg zum Ausgangspunkt! Ein kleiner Umweg möchte beschritten werden.

 

Folglich bewegt man sich von der Rothen Gasse hinweg in Richtung Wald, grobe Richtung Burgholzer Graben. Während die zweiköpfige Vorhut sich über Erlebnisse der Kindheit und Jugendzeit austauscht („Wir sind hier im Wald immer ,Freien jejangen‘“), interessiert sich die Nachhut mehr für Schächte und Pingen, die mittlerweile unter Bodendenkmalschutz stehen. Die gibt es hier in Hülle und Fülle. Und das wissen auch manche Bauherren zu berichten.

 

Kurz an romantisch gelegen Eigenheimen vorbei marschiert bietet den Reisenden der Wald aufgrund seines Bewuchses nicht die Möglichkeiten, allein im Vorbeimarsch bei anbrechender Dunkelheit diese Gegebenheiten des Diepenlinchener Geländes zu erkunden. Dies ist gewiss eine separate Begehung wert.

 

Nach einer scharfen Rechtskurve erblickt man den Wasserturm. Natürlich auch im Wald gelegen. Und leider total umgeben von irgendwelchen Baken zur Absperrung aufgrund von Baumaßnahmen. Sieht nicht richtig schön aus. Und das mitten im Wald.

 

Weiter die Wanderung. Panoramablick ist nun nicht mehr. Es wird ein wenig dunkel im Wald, und es ist richtig still. Auf dem Weg zum Sportplatz wird es noch ‘mal interessant: Die Nachhut hält sich noch am Wasserturm auf. Die Vorhut hört Stimmen. Und aus dem Wald heraus kommt eine kleine Gruppe junger Menschen inklusive Tierbegleitung, im Gespräch verwickelt. Eine Begegnungsstätte mitten im Wald. Man geht forschen Schrittes gemeinsam weiter in Richtung Diepenlinchen. Linker Hand der Sportplatz, der ja nicht länger Sportplatz sein wird. Mitten durchs kleine Wohnbaugebiet, dann kurz links und sofort rechts zum Abbiegen in die Industriestraße. Die Begehungsteilnehmer sind nach zweieinhalbstündiger, ausgesprochen abwechslungsreicher Wanderung am Ausgangspunkt Froschschacht angekommen. Viel Spaß hat es gemacht, die Natur rund um Mausbach zu erkunden. Gespannt sein kann man jetzt schon auf die zwei weiteren Parcours, die die engagierten Mausbacher anbieten möchten: Den Feierabendweg und den historischen Weg durch Mausbach. Diese sollen jedoch eine wesentlich kürzere Wegstrecke aufweisen.

 

Angedacht ist weiterhin eine Kooperation mit den Interessierten aus Werth, die ihren Ortsteil ebenfalls voranbringen wollen. Dort plant man einen Lehrpfad mit dem Thema Gruben und Schächte. Und dieser Lehrpfand soll sich dann irgendwo mit den Mausbacher Drei-Wegen treffen. Vielleicht am Froschschacht? Dem Ausgangspunkt des Panoramaweges.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den StädteRegionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)


Kreisverband Aachen Stadt und

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