Jetzt wird das megaschnelle Glasfaser ausgerollt

Telekom erschließt dank Förderung bislang unterversorgte Gebiete mit bis zu 1 Gbit/s. Weitere Anstrengungen in Stolberg.

Die Letzten werden die Ersten sein, heißt es in der Bibel mit Bezug zum Jüngsten Tag. Auf paradiesische Verhältnisse freuen können sich jedenfalls die Stolberger, die bislang in den „weißen Flecken“ des Stadtgebietes absolut unterversorgt waren mit schnellem Internet. Das bedeutet nach EU-Norm: weniger als 30 Mbit/s.

 

Jetzt rollt die Telekom in 16 Bereichen des Stadtgebietes das megaschnelle Glasfasernetz aus – direkt bis in das Haus: FTTH für „Fibre To The Home“, sagt Telekom-Fachmann Herbert Müller dazu.

 

In der Praxis werden zunächst Verteilerkästen an das bestehende Glasfasernetz angeschlossen. Von dort wird ein Bündel Leerrohre in die zu versorgenden Straßen gezogen. Bestellt ein Anlieger das entsprechende Angebot, wird das Glasfaserkabel ins Lehrrohr eingeschossen und ans Haus angeschlossen.

 

Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt dann auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). Das gibt’s ansonsten fast nur im Gewerbegebiet Camp Astrid, wo der regionale Telekommunikationsanbieters Relaix Networks in den Netzausbau investiert hat. In Stolbergs „weißen Gebieten“ sorgen nun rund 20 Kilometer Glasfaser und 15 Verteiler nach dem Ausbau für höhere Bandbreiten, die rund 250 Bewohner und Gewerbetreibdende nutzen können.

 

„Wir treiben den Ausbau zügig voran“, sagt Anja Wilhelm, Regionalmanagerin der Telekom. „Die Beeinträchtigungen für die Anwohner halten wir so gering wie möglich. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“

 

Während im überwiegenden Teil des Stadtgebietes die Telekom bislang mit der Vectoring-Technik (Glasfaser zum Verteilerkasten und von dort Kupfer ins Haus) das Internet auf Bandbreiten von maximal 250 Mbit/s befördert, profitieren nun dank einer Förderung in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro beispielsweise der Schevenhütter Bend, das Ende der Nideggener Straße sowie kleinere Teilbereiche Mausbachs, des Donnerbergs und der Atsch und das Büsbacher Gedautal.

 

Im Rahmen des „Next Generation Access“ im ländlichen Raum bezuschusst das Land mit 1,043 und die EU mit 0,853 Millionen Euro die Investition der Telekom, während Stolberg als Stärkungspaktkommune sich dabei aus der Tasche bleiben darf.

 

„Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig“, sagt Tim Grüttemeier. „Deshalb freuen wir uns, dass Stolberg jetzt vom Ausbau-Programm profitiert. So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv“, betonte der Bürgermeister gestern beim Spatenstich zum Glasfaserausbau am Horsterhof auf dem Donnerberg.

 

Derweil lässt die EU mit einem anderen Programm auf sich warten: Mit „Wifi4EU“ sollen drahtlose Internetzugänge mit WLAN-Hotspots im öffentlichen Raum gefördert werden. Nachdem der erste Aufruf aufgrund von technischen Problemen bei der EU Kommission abgebrochen werden musste, ist die Kupferstadt seit dem 12.Oktober für den Anlauf erneut registriert. Bis dato ist noch keine neuerliche Aufforderung zum Einreichen der Antragsunterlagen veröffentlicht worden, berichtet Wirtschaftsförderer Timo Abels für den am Donnerstag tagenden Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Ob der Antrag dann Erfolg haben wird, ist offen.

 

Im Rahmen der Ausleuchtung der Talachse der Innenstadt mit flächendeckendem WLAN der Freifunk-Initiative wurde in zwei verbesserte Sender am Kaiserplatz investiert. Sie sollen Engpässen, in erster Linie durch die hohe Anzahl der Nutzer begründet, begegnen.

 

Die neuen Sender können über mehrere Frequenzen senden und mehr Endgeräte zur gleichen Zeit bedienen. Darüber hinaus wurde eine „Management Einheit“ vorgeschaltet, welche die bestehenden Verbindungen zu Endgeräten optimiere und steuere. Die Verfügbarkeit der Router habe sich durch die Maßnahmen spürbar verbessert, so die Verwaltung. Die restlichen Mittel wurden in Rechenzentrumskapazität investiert, die notwendig ist, um den Datenverkehr entsprechend weiter zu verarbeiten.

 

Zudem ist die Stadt Stolberg bemüht, bei Straßenausbauten Leerrohr zu verlegen, um sie an Telekommunikationsanbieter vermieten zu können. Mittlerweile sind Leerrohre in der Aachener- und Rhenaniastraße sowie „Süßendell“ vermietet. Dadurch erziele die Stadt jährliche Mieteinnahmen im vierstelligen Bereich.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Tim Grüttemeier und Patrick Haas schleppen den Verteilerkasten herbei, während sich Anja Wilhelm und Paul Kirch schon einmal mit dem Glasfaserkabel befassen, das schnelles Internet in bislang unterversorgte Gebiete bringen soll.. Foto: J. Lange
Tim Grüttemeier und Patrick Haas schleppen den Verteilerkasten herbei, während sich Anja Wilhelm und Paul Kirch schon einmal mit dem Glasfaserkabel befassen, das schnelles Internet in bislang unterversorgte Gebiete bringen soll.. Foto: J. Lange

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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