Das „soziale Flaggschiff“ nimmt nun Fahrt auf

Viertel-LAB Sto52: Bund bewilligt 1,7 Millionen Euro Fördermittel für Qualifizierungsprogramme. Chance für 360 Arbeitslose.

Es ist zehn Jahre her, dass die Stadt Qualifizierungsprogramme von Arbeitsagentur und Jobcenter in Zusammenarbeit mit Maßnahmenträgern nutzen konnte, um Jugendliche und Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit zu bringen. Die Sanierung von Burgumwehrungen, der Mauer des Friedhofs Bergstraße und der Ufermauer des Vichtbaches galten als Vorzeigeprojekte – bis die Förderprogramme nicht mehr aufgelegt wurden.

 

Aber jetzt gibt es einen neuen Ansatz, mit Förderungen zumindest in vier Stadtteilen konkret zu helfen: Künftig können 360 Arbeitslose und Nichterwerbstätige begleitet, qualifiziert und wieder in Arbeit gebracht werden. Dank der Aufnahme Stolbergs in das Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (Biwaq). Das Bundesverwaltungsamt hat den Förderantrag der Kupferstadt umfassend bewilligt. Insgesamt 1,7 Millionen Euro fließen daraus verteilt über vier Jahre in die Umsetzung des „Viertel-LAB Sto52“. Weitere 300 000 Euro teilen sich die Stadt und als Maßnahmenträger die „low-tec gGmbH“.

 

Stolberg hatte sich zum ersten Mal um eine Berücksichtigung in diesem Programm beworben und wurde in einem intensiven Auswahlprozess aus 100 Bewerbern als eine von insgesamt 31 Kommunen ausgewählt.

 

„Das Viertel-LAB ist das soziale Flaggschiff in unserem umfassenden kommunalen Förderkonzept ,Berg- und Talachse’“, sagt Tim Grüttemeier. „Und es ist deswegen ein toller Erfolg für unsere Stadt, dass wir dieses wichtige Projekt dank der Förderzusage nun umsetzen können“, freut sich der Bürgermeister, nach einer langen Vorbereitungsphase in die Umsetzung gehen zu können. „Wir können nun neue Chancen schaffen und Menschen dabei helfen, Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten, für die dieser bislang verschlossen war.“ Grüttemeier sieht darin eine Möglichkeit, „unsere Heimatstadt ein weiteres Stück sozialer, gerechter und lebenswerter machen.“

 

Oberstolberg, Unterstolberg, Münsterbusch und Liester – die Viertel des Programms „Soziale Stadt“ – bekommen mit dem Viertel-LAB praktische Förderung – digital und analog – an die Hand gegeben. In eng verzahnten Modulen bietet das Projekt unter anderem Qualifizierungsangebote für digitale und handwerkliche Arbeitsfelder, quartiersbezogene Dienste und Mikroprojekte sowie Unterstützung von Aktionen von und für Bewohnerinnen und Bewohner in den Stadtteilen an, erläutert Robert Voigtsberger. Der Sozialdezernent nennt beispielhaft: die Pflege von Plätzen und Grünflächen, die Unterstützung von Viertelfesten, die Erstellung oder Gestaltung von Websites für Vereine oder kleine Unternehmen, der Einstieg in eine Pop-up-Strategie gegen den Leerstand von Ladenlokalen, Durchführung von Workshops und Aktionen für das eigene Viertel.

 

Voigtsberger wird den Projektstart nun zum 1. Januar mit den Partnern, der „low-tec“ und dem Jobcenter, vorbereiten.„Geplant werden Projektstandorte in Oberstolberg, Mühle und Münsterbusch“, so der Erste Beigeordnete weiter, „die von den Teilnehmenden mitgestaltet und aufgebaut werden“. Ziel sei es, diese Quartiere als attraktive Standorte für Wohnen, Lernen, Kultur und Wirtschaft zu gestalten, „und als Verwaltung werden wir hier nun verstärkt tätig werden“, kündigt Voigtsberger an.

 

Knapp zwei Millionen Euro in vier Jahren

Das Kosten für das Projekt belaufen sich für die kommenden vier Jahre von 2019 bis 2022 auf knapp 2 Millionen Euro. Davon werden 50 Prozent durch die EU getragen, 40 Prozent übernimmt der Bund. Die verbleibenden zehn Prozent teilen sich die Kupferstadt und als Träger die „low-tec“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für Jugendliche und Langzeitarbeitslose ließ die Stadt im Sommer 2008 die Mauer des Friedhofs Bergstraße am Halsbrech erneuern. Foto: J. Lange
Im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für Jugendliche und Langzeitarbeitslose ließ die Stadt im Sommer 2008 die Mauer des Friedhofs Bergstraße am Halsbrech erneuern. Foto: J. Lange

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

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