Der Meister gibt sich in Breinig persönlich die Ehre

Frank Zander kommt zur Vernissage seiner Ausstellung in die Galerie Pitz. Malen und Zeichnen ist seine zweite Leidenschaft.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

Die Galerie Pitz ist an diesem Abend zu klein für all die Menschen, die in die Wilhelm-Pitz-Straße 15 strömen. Sie kommen nicht nur aus Breinig, sondern aus der gesamten Städteregion und sogar darüber hinaus. In weiser Voraussicht hat der Inhaber ein Zelt aufgestellt. Auch das ist gut gefüllt, genauso wie die Straße vor dem Haus.

 

Der Grund für so viel Andrang ist die Ausstellung von Frank Zander, der versprochen hat, persönlich zu erscheinen. Ludwig Pitz begrüßt derweil schon einmal die Kunstinteressierten aus Nah und Fern und erzählt, dass sie im Februar diesen Jahres geplant hatten, dass der deutsche Schlager- und Popmusiker, Moderator und Schauspieler heute nach Breinig kommen werde. Er sei mit dem Flieger von Berlin nach Köln angereist, dort abgeholt und in seine Unterkunft gebracht worden.

 

Lieder von dem Künstler werden eingespielt, und manch einer trinkt schon mal ein Kölsch oder einen Sekt. Dann ist es endlich so weit: Frank Zander betritt den kleinen „knuffigen“ Laden und bedankt sich für den herzlichen Empfang. Er erinnert an „Bananas“ (Musikshow in den 80er Jahren) und die „Plattenküche“ (Musik- und Comedyshow des WDR in den 70ern) mit Helga Feddersen in Köln, wo sie in schrillen und gestreiften Farben mal auf dem Tisch, mal unter dem Tisch agiert haben. Er spricht vom Nick-Nack-Man und „Hier kommt Kurt“, von seinen Frauengeschichten „Marlene“, „Susi“ und der „Frau von gegenüber“. In „Riverboot“, so erfahren die Gäste, habe er seine Frau Evi kennengelernt. Und die beste Produktion mit ihr sei Sohn Marcus gewesen, der an diesem Abend auf ihn „aufpasse“.

 

Auch nach 38 Jahren wird er unterwegs noch auf den Ententanz aus dem Jahre 1980 angesprochen. Das habe ihn schon sehr beeindruckt. Seine flotten Sprüche hat der Berliner, der seiner Stadt und dem Heimatverein „Hertha“ treu geblieben ist, auch im Alter von 76 Jahren nicht verloren. Alle wollen ein Foto mit ihm, Zander genießt die Aufmerksamkeit im kleinen Kreis.

 

Dann spricht Sabine Rother und berichtet von Zanders zweiter Leidenschaft, dem Malen und Zeichnen. Zander habe viele Gesichter, und seine Fische hätten das auch. Bunt sei der Zander-Teich und angefüllt mit frechen Typen. Der Künstler wurde zum Grafiker ausgebildet, wollte aber Musik machen. „Vielleicht waren seine schrillen Klamotten und das geplante Studio-Chaos nötig, um schrille, bunte Fische mit bissigen Sprüchen hervorzubringen“, vermutet Rother.

 

In den Unikaten kommen Selfiesucht, Eitelkeit, Mobbing und kleine Boshaftigkeiten zur Wirkung. Und manche sind einfach nur lustig. Die „Heroes“ sind Verbeugungen vor seinen Helden David Bowie, John Lennon, Paul McCartney, Michael Jackson und Prince, denen Zander mit einer Mixed-Media-Technik – gedruckt und bemalt – Denkmäler setzt.

 

Sabine Rother weist auch auf seine Ausstellungsplakate für einen guten Zweck hin. Zander, der einen unbändigen Spaß am Leben und nie den Mut verloren hat, wenn es auch nicht immer leicht war, hat von seinem Glück etwas abgegeben. Ein „Hauch von Weisheit“ habe ihn im Alter beschlichen. Seit 23 Jahren lädt er jedes Jahr 3000 Obdachlose in ein Berliner Hotel ein, wo die Gäste nicht nur in den Genuss von Gänsebraten und viel Livemusik kommen, sondern auch warme Kleider und andere Sachspenden erhalten.

 

Für sein soziales Engagement hat Zander viele Auszeichnungen erhalten. Der Europa-Abgeordnete Arndt Kohn fühlt sich als Schirmherr geehrt und erklärt im Spaß, dass sich Europa mehr mit Fischfangflotten beschäftige als mit Frank Zander. Aber wie der stellvertretende Bürgermeister Peter Jussen, der Zander sogar einen Geldbetrag überreicht, hebt auch Kohn das soziale Engagement hervor.

 

Im weiteren Verlauf der Vernissage signiert Zander die Plakate wie auch die CD, auf der 20 seiner besten Lieder zu hören sind. Und zu später Stunde greift er dann auch noch zur Gitarre und gibt ein kleines Konzert.

 

Öffnungszeiten und Terminvereinbarung

  • Die Frank-Zander-Ausstellung ist bis Sonntag, 23. September, zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Freitag von 9 bis 13 und von 15 bis 18.30 Uhr sowie Samstag von 9 bis 13 und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.
  • Weitere Infos gibt es bei Nachfrage per Mail an info@galerie-pitz.de, eine persönliche Beratung kann telefonisch unter 02402/36073 vereinbart werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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