Zustimmung zum Ausbau Vichter Straße

Anlieger werden zu den Kosten herangezogen. Kanal und Mausbachverrohrung wird erneuert.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Als vor zehn Jahren die Kupferstadt noch wesentlich „klammer“ als heute war, wollte sie sich in Mausbach darauf beschränken, die marode Kanalisation zu erneuern. Bereits damals wurde die Frage einer Offenlegung des Mausbachs von den Anliegern der Vichter Straße vereint. Gut in Erinnerung geblieben sind die Worte des damaligen Tiefbauamtsleiters, dass sie – abgesehen von einem Stück Bürgersteig – zu keinen Ausbaukosten herangezogen werden (können), da nur Kanalbau geplant war.

 

Heute liegt der Unterschied darin, dass neben der Kanalisation auch die Vichter Straße selbst neu gebaut werden soll. Grund ist aus Sicht der Stadt ihr desolater Zustand, der durch die anstehenden Kanalarbeiten nicht besser wird. Die Anlieger verweisen da mehr auf die intensive Nutzung als Umleitungsstrecke nicht nur während der Arbeiten am Kreisverkehr Nachtigällchen. Eine Ermäßigung dafür sehe der Gesetzgeber nicht vor, dementierte die Verwaltung Bürgeranfragen im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die Heranziehung auf Basis des Kommunalabgabengesetzes müsse erfolgen.

 

Individuelle Beiträge hatten die Anlieger bereits auf der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr erfahren können. Sie basieren auf einer Beitragseinheit von rund 18 Euro/m². Dabei räumt die Stadt an der Vichter Straße einen Zeitraum von 60 Monaten für die unechte Ablöse – das Ratensparmodell – ein.

 

Immerhin geht es auch hier um spürbare Beträge. Der neue Kanal – finanziert aus Abwassergebühren – kostet rund eine Million Euro. Die Erneuerung der Mausbachverrohrung wird mit 488 000 Euro rein städtischer Mittel kalkuliert. Allerdings fallen hier zusätzlich rund 70 000 Euro für die Straßenentwässerung an, zu der anteilsmäßig die Anlieger beisteuern müssen – ebenso wie für die Teile der Kanalisation, die zur Straßenentwässerung dienen. Die Straßenerneuerung wird mit Gesamtkosten in Höhe von 1,624 Millionen Euro kalkuliert, zu denen die Anlieger herangezogen werden.

 

Bei der Gestaltung habe sich die Verwaltung nach Kräften bemüht, die Wünsche der Anlieger aus der Bürgerversammlung umzusetzen. Nicht gefolgt werden kann dem Wünsch nach einer Straßenbreite von 5,50 Meter, weil dies einen Begegnungsverkehr der Busse nicht mehr ermöglichen würde. Deren Haltestellen werden als barrierefreie Kaps ausgebildet, so dass der Bus verkehrsbremsend auf der Fahrbahn hält.

 

In Folge werden die Fahrbahn 6 Meter, die Gehwege mindestens 1,50 Meter breit. Erhöht wird das Angebot von 29 auf zukünftig 35 gepflasterte Parkplätze. Hinzu kommen drei weitere auf der Fahrbahn markierte nahe einem Imbiss.

 

Platz für einen Radweg bleibt auf der Vichter Straße nicht. Die bestehende Alternative über den „Pesch“ soll ausgeschildert werden.

 

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird ab Haus Nr. 4 Richtung Leuwstraße auf rund 300 Meter Tempo 30 angeordnet. Im Bereich von Haus Nr. 16 zwischen den Straßen „Zum Hof“ und „Im Hahn“ ist eine gesicherte, 4,75 m breite Querungshilfe mit Zebrastreifen vorgesehen. Daneben sind zwei weitere Fahrbahnverengungen von 6 auf 4,75 Meter durch Baumtore vorgesehen, wobei jeweils eine Baumscheibe eingerückten wird. Zudem sind im Bereich der Kreuzung von Vichter- und Süssendeller Straße für die Fahrbahnführung drei überfahrbare Verkehrsinseln geplant.

 

Einstimmig verwies der Ausschuss die Planung an den Bauausschuss, um die Ausschreibung anzulassen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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