„Dann zünde ich eine Kerze an“

Mit dem Neubau des Rewe-Marktes in Breinig wird eine geringere Lärmbelästigung für Anlieger erwartet. Breiteres Frischesortiment auf 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche.

„Wenn Sie neu eröffnen, mache ich eine Kerze an“, sagt ein Anwohner des Eschenwegs zu Georg Goffart bei der Bürgerbeteiligung. Drei Bürger und eine Reihe vor allem Politiker aus dem Breiniger Umfeld sind dazu im Rathaus erschienen. Goffart betreibt den Breiniger Rewe-Markt und möchte seine Filiale dort neu errichten, wo heute noch der Toom-Baumarkt steht. Spätestens Anfang 2020 soll der Abriss und Neubau eines zeitgemäßen Marktes beginnen; zum Weihnachtsgeschäft soll er bereits geöffnet haben. Dann gelten aktuelle Lärmschutzbedingungen und die Liefersituation hat sich entscheidend verändert. Für den Bewohner des Eschenwegs, der in Höhe des heutigen Zugangs wohnt, dürfte es damit deutlich ruhiger zugehen.

 

Doch bevor Georg Goffart das noch an Toom vermietete Gebäude abreißen und einen modernen Verbrauchermarkt, der weniger Energie als heute verbraucht, errichten kann, muss zuerst die Bauleitplanung geändert werden. Sie stammt noch aus den Anfängen 80er Jahren. 1986 eröffnete der Rewe; zuvor war bereits der Baumarkt am Markt.

 

Dort beschränken die alten Vorgaben die Verkaufsfläche auf 1100 Quadratmeter. Zukünftig sollen 1800 Quadratmeter erlaubt sein. Für den heutigen Rewe-Standort sollen zwei Sondergebiete mit jeweils 600 Quadratmetern Verkaufsfläche festgesetzt werden: Zum Kastanienweg für einen Drogeriemarkt, zum Eschenweg hin für Goffarts Getränkemarkt, der derzeit im Nachbargebäude eingemietet ist.

 

„Breinig hat eine vergleichsweise unterdurchschnittliche Dichte an Verkaufsflächen“, sagt Uwe Schnuis vom Aachener Büro Raumplan – im Vergleich zum Angebot in Stolberg und im Land. Die Erweiterung der Verkaufsfläche steigere somit die Attraktivität Breinigs als Nebenzentrum. Und mit dem Neubau will Goffart sein Sortiment vor allem im Frischebereich (Brot, Milchwaren, Fleisch, Fisch) breiter aufstellen. Auch Blumen würden weiter im Angebot sein, sagt der Betreiber und Investor auf Nachfrage.

 

Architektonisch wird das von Andreas Gülpen von der Aachener Plan AG entworfene Gebäude in der vorderen Spitze der bis zu 9,50 Meter hohen, markanten Front vor allem von Glas geprägt sein. Erlauben soll der Bebauungsplan maximal elf Meter. Auf dem gewinkelten Dach soll die Klimatechnik untergebracht werden. Die teilweise eingehauste Lieferzufahrt liegt zurückversetzt an der südöstlichen Seite.

 

Nach dem Umbau des Bestandsmarktes werden Drogerie und Getränkemarkt über die Passage zum benachbarten Geschäftshaus beliefert. Das wirke sich günstig auf die Lärmemissionen aus, erklären die Gutachter. Positiv würden sich auch neues geräuscharmes Pflaster und moderne Einkaufswagen bemerkbar machen. Die Richtwerte die für Lärmbelastung würden laut Gutachten sowohl tags wie auch nachts unterschritten und bei 55 bzw. 45 Dezibel liegen – auf solche Werte freut sich der besagte Nachbar.

 

Erreichbar bleibt das Nahversorgungszentrum übrigens weiterhin über drei Zufahrten: via Eschenweg, via Kastanienweg und via Raiffeisenstraße.

 

Wesentliche Kritik, Bedenken und weitere Anregungen wurden bei der Bürgeranhörung nicht laut. Mit den Ergebnissen der Befragung der Träger öffentlicher Belange fließen die Ergebnisse in die weiteren Beratungen zur Bauleitplanung ein.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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