Mitarbeiter legen für zwei Stunden die Arbeit nieder

Peltzer-Werke: Anerkennungstarifvertrag nicht unterzeichnet. Löhne bleiben aus. Weitere Streiks nicht ausgeschlossen.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Ruhig war es in den vergangenen Monaten um die Stolberger Peltzer-Werke geworden. Hatte sich nach der Insolvenz, die kurz vor Weihnachten beendet werden konnte, in dem Unternehmen etwa alles zum Positiven gewandt? Gehören ausstehende Löhne nun der Vergangenheit an? Seit spätestens gestern Vormittag dürfte klar sein, dass es auf diese Fragen nur eine Antwort gibt: nein! Das sagen die Mitarbeiter und auch die IG Metall.

 

Die IG Metall hatte Peltzer-Geschäftsführer Hans Josef Mertes aufgefordert, Verhandlungen zum Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags aufzunehmen. Auf diese Forderung habe Mertes allerdings nicht reagiert. Mit dem Warnstreik wolle man dieser Forderung nun Nachdruck verleihen, erklärte Martin Peters, Geschäftsführer der IG Metall Stolberg. Die Mitarbeiter legten gestern Vormittag deshalb für zwei Stunden ihre Arbeit nieder und machten damit auch ihrem seit Jahren angestauten Ärger Luft.

 

Vom Unternehmen aus, das mittlerweile im Schwarzen Weg angesiedelt ist, ging es mit einem Spaziergang zu einer Traditionsgaststätte an der Eschweilerstraße. Dort sprachen die Mitarbeiter mit unserer Zeitung unverblümt darüber, wie sehr ihnen die Arbeitsbedingungen in der Firma zu schaffen machen. Vor allem die verzögerten Lohnzahlungen seien immer wieder ein großes Problem. Regelmäßig sei man am Monatsanfang zu Besuch in der Geschäftsstelle der IG Metall, um die Gehälter einzuklagen. Doch die Gerichtstermine würden von Seiten des Arbeitsgerichtes immer wieder so spät angesetzt, dass die Löhne in der Zwischenzeit dann doch gezahlt werden könnten, erklärten die Beschäftigten. Dann wären allerdings schon wieder die Löhne des Folgemonats fällig. So hätten viele Mitarbeiter mittlerweile keinerlei Vertrauen mehr in den Rechtsstaat, sagt auch Martin Peters. „In den letzten Jahren sind rund 100 Mitarbeiter in Existenznöte gebracht worden“, bringt es ein Beschäftigter auf den Punkt.

 

Was die Mitarbeiter zudem kritisieren: Es gebe weder ausreichend Material, noch seien die Maschinen auf dem neusten Stand. „Peltzer hat fast keine Maschinen mehr. Eigentlich können wir fast gar nichts mehr machen“, sagt ein Angestellter.

 

Und auch das Thema Mobbing spiele im Unternehmen immer wieder eine Rolle. Bereits mehrere Mitarbeiter seien deshalb bereits in Behandlung. „Das, was hier passiert, ist eine große Frechheit“, sagt ein Mitarbeiter.

 

Geht Peltzer-Chef Mertes nicht auf die Forderungen ein, behalte man sich vor, weitere Arbeitskampfmaßnahmen zu ergreifen, so Martin Peters.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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