Barocke Orgelmusik und ein hervorragender Chor

Die Evangelische Kantorei bringt Stücke des 17. und 18. Jahrhunderts auf die Bühne am Finkenberg. Eine Stimmgewaltige Darbietung.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Mit einem großartigen Konzert wurde jetzt die Veranstaltungsreihe „Internationaler Konzertzyklus auf dem Finkenberg“ fortgesetzt. Unter der Leitung von Gunther Antensteiner brachte Stolbergs Evangelische Kantorei Chor- und Orgelmusik des Barocks zu Gehör: Barockstücke, die überwiegend im 17. und im frühen 18. Jahrhundert entstanden sind. Die Orgel wurde von Misun Kim-Antensteiner gespielt.

 

Im Mittelpunkt der rund 90-minütigen Darbietung standen Motetten von Heinrich Schütz und Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Georg Böhm, Nicolaus Bruhns und Dietrich Buxtehude. So wurden allein vier Motetten von Heinrich Schütz aufgeführt. Ergänzt wurden die Schütz-Motetten durch Praeludien und Toccaten der norddeutschen Komponisten Nicolaus Bruhns und Dietrich Buxtehude sowie Orgelwerken von Johann Sebastian Bach und Georg Böhm.

 

Das Konzert begann mit dem „Praeludium in e“ von Nicolaus Bruhns, welches gefühlvoll und mitunter leicht getragen von Misun Kim-Antensteiner auf der Orgel gespielt wurde.

 

Nach dieser Einleitung konnte die Kantorei bei den Schütz-Motetten „Wer Gottes Marter in Ehr hat“ und „Ehre sei dir Christe“ erstmals ihr Können und Stimmvolumen unter Beweis spielen.

 

Die 17 Damen und Herren hatten sich dunkel gekleidet im Altarraum des 1725 errichteten Gotteshauses im Halbrund versammelt. Sie standen unter dem Dirigat von Gunther Antensteiner, der am Cembalo die Eingangstakte vorgab.

 

Schon im ersten Teil des Konzertes machte sich angenehm bemerkbar, wie gut Antensteiner „seine“ Chorsänger eingestellt hatte. Schließlich ergänzen sich die Chorpartien hervorragend mit den Orgelstücken, die überwiegend von Kim-Antensteiner gespielt wurden. Gleich fünf Chorstrophen musste die Kantorei bei den Böhm-Werken übernehmen, die unter dem Titel „Freu dich sehr, o meine Seele“ standen.

 

Die Hintergrundinformationen zum Leben und Wirken der vorgestellten Komponisten sowie zur geschichtlichen Einordnung der aufgeführten Werke hatte Kantoreimitglied Norbert Wolf übernommen. Im zweiten Teil des Konzertes wurde Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude mit dem Chorsatz und der Choralbearbeitung „Vater unser im Himmelreich“ Referenz erwiesen.

 

Zum Ausklang wurden noch einmal zwei Motetten von Schütz aufgeführt, die zum Höhepunkt der Aufführung gerieten. Denn bei der vom Chor gesungen Motette „Lobe den Herren meine Seele“ hatte Kantor Antensteiner die Tenor-Solo-Stimme übernommen. Während er sang und dirigierte, saß er wiederum am Cembalo.

 

Unterstützt wurde er dabei nicht nur von der Kantorei, sondern auch von seiner Gattin Kim-Antensteiner, die im Altarraum ein Sakralkyboard als Begleitung einsetzte. Belohnt wurde das Konzert mit langanhaltendem Beifall. Folglich war eine Zugabe erforderlich.

 

Die Evangelische Kantorei Stolberg wurde 1883 gegründet. Im kommenden Jahr ist die Aufführung des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn geplant. Misun Kim-Antensteiner studierte in ihrer Heimat Südkorea Kirchenmusik und Orgel. Später folgte in Deutschland und den Niederlanden der Bachelor und der Master of Music.

 

Nach Zwischenstationen als Kirchenmusikerin in Südkorea lebt sie seit 2016 in der Kupferstadt. Seit Mai dieses Jahres ist Kim-Antensteiner als Kirchenmusikerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Monschauer Land tätig und konzertiert zusätzlich im In- und Ausland.

 

Fortgesetzt wird die Veranstaltungsreihe „Internationaler Konzertzyklus auf dem Finkenberg“ am Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr, in der evangelischen Finkenbergkirche.

 

Auf dem Programm steht dann ein Kammermusikabend mit Kornelia Barwitzki (Sopran), Anja Hennecken (Klarinette) sowie Gunther Antensteiner (Klavier und Orgel).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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