Neuer Anlauf am Mausbacher Auenweg

Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren. Ein Vierfamilienhaus und sieben Einfamilienhäuser. Privater Investor.

Foto: L. Flink
Foto: L. Flink

Der Auenweg ist schon immer in aller Munde, wenn es um die Arrondierung des Mausbacher Dorfkerns geht. Dann geht es dabei nicht nur um eine Verlängerung des dicht bebauten Feldweges über das „Franzosenkreuz“ hinaus, sondern vor allem um die Entwicklung des inneren Bereiches über Oberfeld und Erzweg hinweg bis zur Lindberghstraße unterhalb des Gewerbeparks an der Industriestraße. Zumindest sieht der Gebietsentwicklungsplan das so vor, während der Flächennutzungsplan noch von „Flächen für die Landwirtschaft“ spricht.

 

Nach jahrelangem Status quo kommt nun Bewegung in die Expansion des Siedlungsschwerpunktes Mausbach: zwischen Auenweg und Oberfeld. Aber zunächst geht es nur um einen klassischen Lückenschluss, der die Wiese entlang des Feldweges zwischen den Gärten der Bebauung an Oberfeld, Unterfeld und Büchel in Bauland umwandeln soll. Unter dem Strich summieren sich die vier Flurstücke auf 5826 Quadratmeter.

 

Sie befinden sich in privatem Eigentum. Wie in Stolberg üblich, müssen die Investoren die Planungs- und Erschließungskosten für die Erstellung des Bebauungsplans Nr. 171 „Auenweg/Pützbenden“ übernehmen. Details regelt ein städtebaulicher Vertrag. Der Ausschuss für Stadtentwicklung soll auf seiner Sitzung am Mittwoch, 5. September, dem Stadtrat den Einstieg in die Bauleitplanung ans Herz legen.

 

Ob die FDP mitzieht, ist offen: Sie hat sich zumindest in der jüngeren Vergangenheit aus grundsätzlichen Erwägungen immer dagegen gewehrt, einen Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren ohne Umweltprüfung aufzustellen, nachdem die Stadt damit bei der Lidl-Ansiedlung auf der Liester vor dem Oberverwaltungsgericht Schiffbruch erlitten hatte.

 

Die Verwaltung weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass für den B-Plan „Auenweg/Pützbenden“ diese Möglichkeit des Baugesetzbuches zutrifft. Das Gebiet ist kleiner als 10 000 Quadratmeter und geschaffen werden sollen Wohnnutzungen, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen.

 

Zudem soll der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss am 11. September beschließen und somit deutlich vor dem Auslaufen der förmlichen Frist von Silvester 2019.

 

Angestrebt ist ein Satzungsbeschluss über den fertigen Bebauungsplan vor Silvester 2021. „Vorbehaltlich eines politischen Konsenses wird dies als realistisch angesehen“, sagt Tobias Röhm. Zudem soll laut dem Technischen Beigeordneten der Flächennutzungsplan von Landwirschaft in eine Wohnbaufläche abgeändert werden.

 

Erschlossen werden soll das neue Wohngebiet über den derzeitigen Wirtschaftsweg zwischen Auenweg und Oberfeld, den der Investor in eine öffentliche Verkehrsfläche verwandeln soll. Entsprechend der Vorstellungen der Grundeigentümer soll die Planung die Errichtung von sieben Einfamilienhäusern und einem Vierfamilienhaus ermöglichen. Alle Gebäude sollen den gleichen Maximalfestsetzungen unterliegen, die sich an der umliegenden Bebauung orientieren.

 

Vorgesehen sind Höhenbeschränkungen von 6,50 Meter an der Traufe und 10 Meter am First sowie zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss, das nicht als Vollgeschoss ausgebildet sein darf. Die geplanten Grundstücksgrößen liegen zwischen 459 und 674 Quadratmeter.

 

Im Prinzip könnten die Gebäude auch auf Basis des § 35 des Baugesetzbuchs beschieden werden, da sie planungsrechtlich im Außenbereich liegen. Die Verwaltung setzt aber auf eine städtebauliche Entwicklungsplanung in diesem, „aber auch in den angrenzenden Bereichen, die zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt werden können“, sagt Röhm und verweist auf die Lage unmittelbar am Ortsrand und die stetige Nachfrage nach Wohnbauland in Mausbach.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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