Der Neue kennt sich in der Region gut aus

Stefan Jücker wird ab Oktober Dezernent für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz. In Aachen studiert, zuletzt in Bielefeld tätig.

Foto: J. Geese
Foto: J. Geese

Eingewöhnungszeit wird Stefan Jücker wohl nicht brauchen, wenn er in wenigen Wochen von Bielefeld nach Aachen zieht und am 1. Oktober seine neue Stelle als Dezernent der Städteregion für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz antritt. Der 52-Jährige hat an der RWTH in Aachen Bauingenieurwesen studiert und eine gebürtige Aachenerin geheiratet. Der Kontakt in die Region ist also nie abgerissen, schließlich leben die Schwiegereltern in der Kaiserstadt. „Familiär ist es ganz einfach, nach Aachen zu kommen“, sagt Stefan Jücker, zumal sich jetzt auch noch der ältere seiner beiden Söhne zum Wintersemester an der RWTH eingeschrieben hat. Mit ihm wird er sich vermutlich erstmal dessen Studentenbude teilen, denn die Wohnungs- oder Haussuche für die Familie gestaltet sich schwierig, sagt Stefan Jücker. Bis Ende des Jahres, so hofft er, wird sich sicher etwas finden. Fachlich passt Jückers Rückkehr nach Aachen offenbar auch. Neun Bewerbungen gab es für die Dezernentenstelle, die seit der Pensionierung des früheren Amtsinhabers Uwe Zink Ende August 2017 vakant war, sagt Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „Mit Dreien sind wir ins Auswahlverfahren gegangen, da war Stefan Jücker mit Abstand der beste Bewerber.“

 

Vieles von dem, was Stefan Jücker im Laufe seines Berufslebens gemacht hat, ist für seine neue Position wertvoll. Er bringt Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen mit: Nach dem Studium hat er sechs Jahre in der Bauindustrie gearbeitet, unter anderem als Bauleiter. Fast 13 Jahre war er bei der Stadt Dortmund in verschiedenen Positionen tätig, unter anderem als Leiter des Bereichs „Strategisches Immobilienmanagement“. 2011 wechselte er dann nach Bielefeld, war dort zunächst fürs Baumanagement zuständig, wechselte dann in den Immobilienservicebetrieb und war zuletzt als Technischer Betriebsleiter des Umweltbetriebes zuständig. Rund 1100 Mitarbeiter hatte er dort, im städteregionalen Dezernat werden es nur 275 sein.

 

Was ihn an seiner neuen Stelle besonders reizt, ist die Kooperation mit den regionsangehörigen Kommunen, etwa mit Blick auf den Strukturwandel durch den kommenden Ausstieg aus dem Braunkohleabbau. „Gewerbeflächen sind ein Riesenthema“, sagt er. Zumal man ja „Flächenfraß“ verhindern wolle. Interkommunale Zusammenarbeit sei in dem Bereich enorm wichtig. „Das war auch in Bielefeld ein Thema.“ Und hier wie dort ist die Schaffung preiswerten Wohnraums eine Herausforderung. Aber auch in diesem Bereich hat Jücker Erfahrung. „In Bielefeld war ich im Nebenjob Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft, die sozialen Wohnungsbau macht. Entstanden ist sie mit Blick auf die Flüchtlinge im Jahr 2015. Da ging es darum, schnell preiswerten, aber qualitativ guten Wohnraum zu schaffen.“ Das sei ungeheuer schwierig. Er wolle auch in der Städteregion private Investoren und Wohnungsbaugesellschaften davon überzeugen, dass sie in sozialen Wohnungsbau investieren sollen. „Natürlich braucht man zum Bauen immer Fläche, aber wenn man sie hat, muss man für Akzeptanz für den sozialen Wohnungsbau sorgen.“

 

Das Thema Mobilität steht für den neuen Dezernenten ganz oben. „Für die Bürger ist wichtig, wie sie von A nach B kommen. Beim Thema Mobilität sollten wir nicht in bestimmten Transportmitteln – Auto, Bus oder Rad – denken, sondern in Richtung Mobilitätsmix. Das ist insbesondere für den ländlichen Raum wichtig“, sagt er.

 

Mit Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen, die auch zu seinem Dezernat gehören, hatte Stefan Jücker bislang allerdings weniger bis gar nicht zu tun. Dass da sensible Themen auf ihn zukommen, schreckt ihn aber nicht.

 

Die SPD-Fraktion hadert mit Jückers Berufung. Das hat jedoch nichts mit der Person zu tun. Nach den bisherigen Absprachen hätte sie den Dezernentenposten besetzt. Von diesem ungeschriebenen Gesetz ist Etschenberg diesmal jedoch abgewichen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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