Gedenkplatte für Direktor der Venn-Akademie

Seine Freunde wollen dauerhaft an den Künstler Win Braun erinnern. Spontanes Happening vor seinem Haus in Alt Breinig.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Er ist ein in der Kunstszene sehr aktiver und bedeutender Maler gewesen, ein echtes Breiniger Original, ein nicht unumstrittener Hallodri und für viele ein liebenswerter Mensch. Im Februar 2017 starb Win Braun nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren, doch in Breinig und Umgebung ist er unvergessen. Und damit das so bleibt, haben Freunde Brauns eine Gedenkplatte gestiftet, die künftig auf die alte Wirkungsstätte des umtriebigen Künstlers mit Ecken und Kanten hinweisen wird.

 

Vor Brauns Haus in Alt Breinig soll die Platte – in Absprache mit der Stolberger Stadtverwaltung – in den Boden eingelassen werden, und so dauerhaft an ihn erinnern. In Pfeilform zeigt dann die Gedenkplatte auf das Haus und weist auf den 1955 geborenen Direktor der legendären Venn-Akademie hin, die Win Braun 1983 mit seinen Stolberger Künstlerkollegen Hartmut Ritzerfeld, Emil Sorge und Franz-Bernd Becker gründete. Die Venn-Akademie verstand sich als provinzieller und heimatverbundener Gegenpol zur Kunstakademie Düsseldorf, und um der Heimatverbundenheit Brauns Ausdruck zu verleihen, ist die von seinem Weggefährten André Hennecken angefertigte Blausteinplatte zudem mit einem Satz in Breiniger Dialekt verziert. „He wor hä dohem“, ist auf der Platte ebenso zu sehen wie ein Motiv, das der Künstler selbst lieferte.

 

Win Braun mit einer Gans auf dem Arm ziert die obere rechte Ecke des Steins. Wie in Brauns Gemälde mit dem Titel „Die Gans und der Blödsinn“, das auf eine von regelrecht unzähligen Anekdoten anspielt, in denen der Künstler die Hauptrolle spielt. Beispiele dafür sind auch die politisch motivierten Aktionen des Künstlers. 1999 kandidierte er als Stolberger Bürgermeister, 2003 gründete er die „Ei Wei Dei – Vennpartei“, und 2009 wollte er die Vergesslichkeit der Politiker anprangern und die „BAP“ (Bürger gegen Alzheimer Partei) gründen – ein Projekt, das aber bei Braun selbst auch in Vergessenheit geriet. Diese Geschichten und natürlich seine großen künstlerischen Erfolge – ob auf Kuba, in Peking, Paris, Budapest, Zürich oder in Breinig, Stolberg, Monschau und unserer Region – machen Braun zum unvergesslichen „Enfant terrible“ der Kupferstädter Kunstszene. Doch viele seiner Freunde vermissen in erster Linie den Menschen Win Braun, wie Hennecken betont: „Winnie fehlt uns hier“, sagt der Steinmetz. Mit der Gedenkplatte drücken Brauns Freunde dies aus und wollen sie an seinem Geburtstag, Samstag, 20. Oktober, um 12 Uhr installieren. In bester Win-Manier, also ohne zuvor geplante Zeremonie, sondern in einer Art spontanem Happening, dessen Verlauf nicht vorhersehbar ist.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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