Schützenkönig Daniel Leunissen zieht durch Zweifall

Die St.-Sebastianus-Schützen feiern ihr Fest über drei Tage. Treue Mitglieder werden ausgezeichnet. Traditionelles Hahnenköppen.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Seit Jahrzehnten ist die „Königsnacht“ ein Bestandteil des dreitägigen Zweifaller Schützenfestes. Damit erinnert die örtliche St. Sebastianus-Schützenbruderschaft an ein Ereignis, das sich im September 1880 in dem heutigen Stolberger Stadtteil abgespielt hat. Damals hatte Marie Henriette von Österreich, Gattin des belgischen Königs Leopold II., Zweifall für ein Nachtquartier aufgesucht.

 

Die Königin, die einen Kuraufenthalt in Aachen absolvierte, hatte mit ihrem Gefolge einen Ausflug in die nahe Eifel unternommen. Auf dem Rückweg verirrte man sich und musste in Zweifall die Nacht verbringen. Der Gasthof wurde von einer Abordnung der Schützen bewacht. Auch wenn die Zweifaller Schützen schon längst nicht mehr für eine Königswache zuständig sind, wird dieses historischen Ereignissses mit der „Königsnacht“ gedacht. Bestandteil der Königsnacht ist ein frühmorgendlicher Umzug von Sonntag auf Montag durch den Ort, bei dem Mitglieder und Offiziere der Schützenbruderschaft mit einem „Weckruf“ bedacht werden.

 

Zu den Teilnehmern des Umzuges gehört neben dem Zweifall Spielcorps als Musikkapelle auch der amtierende Schützenkönig. Diesmal wurde diese Ehre Daniel Leunissen zuteil. Der 28-jährige Berufskraftfahrer hatte sich Anfang Juni beim Schießwettbewerb gegen seine Gattin Rebecca Leunissen als Mitbewerberin um das Königsamt durchgesetzt. Somit stand Schützenkönig Daniel Leunissen auch am zweiten Tag des Schützenfestes im Mittelpunkt, als am frühen Nachmittag ein stattlicher Umzug über Jägerhaus- und Döllscheidterstraße zog.

 

Begleitet wurde der Schützenkönig von seiner Gattin Rebecca sowie der 18-jährigen Jugendprinzessin Sina Schnitzeler und dem zehnjährigen Mini-Prinz Jan-Niclas Kreutz. Abordnungen hatten auch die St-Sebastianusschützen aus Stolberg-Mitte, Eilendorf und Bardenberg gestellt. Ferner gehörten die Feuerwehr, das Kinder-Musketier-Corps (KMC), Diözesankönig Stephan Doncks und Bezirkskönig Sigi Heinze zu den Teilnehmern des Marsches durch den Ort. Die musikalische Untermalung hatten die Donnerberger Trompetenbläser und das Zweifaller Spielcorps übernommen.

 

Anschließend traf man sich zu einer Open-Air-Feier im kürzlich neu gestalteten Bereich „Im Huck“. Als Im Huck bezeichnen die Zweifaller volkstümlich die kleine Platzanlage im Hintergrund der St.-Rochus-Kirche, wo auch das alte Feuerwehrhaus gelegen hatte. Gestaltung erhielt die Freiluftveranstaltung durch ein Platzkonzert der Donnerberger Trompetenbläser und zahlreichen lukullischen Angeboten. Kinder und Jugendliche konnten sich derweil an einer Hüpfburg und einem „Entenschießen“ genannten Wettbewerb der Jungschützen erfreuen.

 

Begonnen hatte das dreitägige Schützenfest mit dem samstäglichen Königsball im Gasthof „Zur Post“. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden auch die neuen Schützenmajestäten - Daniel Leunissen, Sina Schnitzeler und Jan-Niclas Kreutz - proklamiert. Brudermeister Ralf Lipperheide überreichte den neuen Majestäten als Zeichen ihrer Würde Schützenketten und Auszeichnungen.

 

Der 58-jährige Elektriker Ralf Lipperheide hatte im Januar dieses Jahres die Nachfolge von Karl-Erich Krings angetreten, der das Amt des Brudermeisters 40 Jahre lang ausgeübt hatte. Für Karl-Erich Krings gab es an diesem Abend eine Überraschung. Aufgrund seines langjährigen Einsatzes für die Zweifaller Schützenbruderschaft überreichte ihm Diözesanbundesmeister Josef Mohr das „St-Sebastianus-Ehrenkreuz am Bande“. Das Ehrenkreuz ist eine hohe Auszeichnung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS). Ausgezeichnet wurden auch René Lipperheide für eine zehn- und Harald Müllejans für eine 25-jährige treue Mitgliedschaft. Zu Ende ging das mehrtägige Schützenfest mit dem traditionellen „Hahnenköppen“ auf dem Festplatz Im Huck. Schließlich wird jedes Jahr ein neuer Hahnenkönig ermittelt, der mit den Schlägen eines stumpfen Säbels auf eine mit Stroh gefüllte (Hahn)-Attrappe seine Treffsicherheit beweisen muss.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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