Gute Inhalte selbstbewusst vertreten

Das will Albert Borchardt als Städteregionsrat-Kandidat der Linken machen. Einstimmige Nominierung.

Foto: J. Geese
Foto: J. Geese

Als erste der kleineren Parteien hat Die Linke ihren Kandidaten für die Wahl des Städteregionsrates am 4. November nominiert: Mit 29 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung ist Albert Borchardt gewählt worden. Der 56-Jährige ist seit 2009 Ratsmitglied in Eschweiler, seit 2014 Fraktionsvorsitzender. Wahlkampferfahrung sammelte der bildende Künstler auch als Landtagskandidat der Linken im vergangenen Jahr im Südkreis Aachen.

 

„Die Städteregion von links zu regieren, heißt für mich, sie für alle lebenswerter zu machen“, betonte Borchardt bei seiner „Bewerbungsrede“ vor den Mitgliedern. „Ich stehe für eine kommunale Politik, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.“ Mit ihm werde es keine Privatisierungen geben, keine Projekte, bei denen „die öffentliche Hand immer draufzahlt und die Daseinsvorsorge keinen Deut besser wird“. Mit den Linken und mit ihm werde es „keine Sozialkürzungen, keine prekären Beschäftigungsverhältnisse in der Verwaltung und keine Prestige-Projekte geben, von denen die Einwohnerinnen und Einwohner nichts haben“. Die Menschen dürfen laut Borchardt von ihm und den Linken erwarten, dass „wir in dieser Städteregion jeden Millimeter sozialer Errungenschaften gegen Angriffe verteidigen“. Zugleich werde er sich „für jeden sozialen Fortschritt einsetzen, der die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verbessert“. In dieser Hinsicht müssten die Linken „Betonköpfe sein, die einfach nicht aufgeben, die nicht nachgeben und die man nicht los wird“.

 

Im Wahlkampf will Borchardt deutlich machen, dass eine sozial gerechte Politik auch wichtig sei, um das Erstarken der Rechten zu verhindern. „Es ist leider häufig so: Je stärker sich Menschen wirtschaftlich bedroht fühlen, je größer ihre Abstiegsängste sind, desto anfälliger werden sie für die Parolen von Rechtsauslegern.“

 

Vieles vor Ort werde zwar von Landes- und Bundesgesetzen bestimmt, sagte Borchardt. Dennoch gebe es politischen Handlungsspielraum. Und den gelte es zu nutzen. „Wir müssen mehr guten und günstigen Wohnraum zu schaffen.“ Die Spirale von endlosen Mietsteigerungen und Verdrängung müsse gestoppt werden, niemand dürfe Angst haben müssen, aus seiner Wohnung, seinem Viertel verdrängt zu werden.

 

Borchardt steht auch für eine „soziale und ökologische Verkehrswende“ in der Städteregion. Die Linke wolle keine Fahrverbote, sie wolle aber „auch keine Städteregion, in der alles nur auf Individualverkehr ausgerichtet ist und wir alle schlechte Luft atmen“. Borchardts Position: „Vorrang für Fahrrad und Fußgänger vor dem öffentlichen Personennahverkehr und dann erst der Pkw-Verkehr. Es geht nicht darum, eine Gruppe gegen die andere auszuspielen, sondern um eine lebenswerte Stadt, eine lebenswerte Städteregion für alle und größtmögliche Mobilität für die Bewohner.“

 

Selbstbewusst stellte Borchardt am Ende seiner Bewerbungsrede fest: „Wir haben gute Vorschläge, seien wir selbstbewusst, werben wir dafür. Laden wir die Leute ein mitzumachen, ihre Region und unser Zusammenleben zu gestalten. Wenn wir selbst begeistert sind, können wir auch andere begeistern. Lasst uns mit unseren Vorschlägen zu den Leuten gehen. Es geht nicht um mich als Kandidat, es geht um linke Politik, eine sozial gerechte Politik für alle.“ Eindringlich warb er um Unterstützung der Mitglieder im Wahlkampf.

 

Die dürfte Albert Borchardt sicher sein, dafür sprach nicht nur das eindeutige Ergebnis der geheimen Wahl. Kommende Woche trifft sich zudem das Wahlkampfteam um den Kreissprecher Igor Gvozden. Der macht kein Hehl daraus, dass die Wahl im November „auch für uns überraschend kam“. Dennoch sieht er dem Wahlkampf optimistisch entgeben. „Die Linke in der Städteregion befindet sich im Aufwind, viele junge Leute kommen zu uns.“ Mit fast 400 Mitgliedern sei der Kreisverband Städteregion inzwischen der zweitgrößte in Nordrhein-Westfalen, sagte Landesgeschäftsführer Sascha Wagner, der Gast bei der Versammlung war. Mit politischem Kabarett von „Muita Merda“ endete die harmonische Veranstaltung in Eschweiler.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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