Online-Service erspart Weg ins Rathaus

Digitalisierungsoffensive: Stolberg setzt auf E-Government. Schnell, sicher und simpel mit Verwaltung kommunizieren.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Analoge Zeitgeister würden sagen, dass die Digitalisierungswelle die Kupferstadt einholt. Tim Grüttemeier spricht dagegen von einer „Digitalisierungsoffensive“: Der Bürgermeister setzt auf einen zügigen Ausbau eines onlinebasierten Serviceportals für die Stadtverwaltung. Möglichst viele Dienstleistungen und Besorgungen sollen die Stolberger im Rathaus virtuell erledigen können – ohne dass es zu einem Medienbruch kommt.

 

Zahlreiche Formulare bietet die städtische Homepage bereits – zum Ausdrucken und manuellen Ausfüllen. Zukünftig soll alles online machbar sein, eben ohne das Medium wechseln zu müssen: vom Beantragen bis hin zum Bezahlen von Gebühren per PC, Tablet, Smartphone & Co.

 

„Informations- und Kommunikationstechnologien sind für die heutige Gesellschaft, die Wirtschaft sowie die öffentliche Verwaltung von erheblicher Bedeutung“, sagt der Verwaltungschef. „Eine innovative und effiziente Verwaltung ist ohne den Einsatz dieser Technologien nicht mehr vorstellbar.“ Und seit im Juli 2016 das E-Government-Gesetz in Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten ist, verfügen die Kommunen über eine rechtliche Grundlage, altehrwürdige Amtsgänge zeitgemäß auf elektronischem Wege abwickeln zu können – sowohl zwischen Behörden untereinander als auch mit dem Bürger. Die kommunal dominierte RegioIt gesellschaft für Informationstechnologie mbh hat dazu ein Serviceportal entwickelt, das Städten und Gemeinden eine integrative Schnittstelle zwischen Bürgen und Unternehmen mit der Verwaltung zur Verfügung stellt. Sein modularer Aufbau ermögliche es, weitere Bausteine mit zusätzlichen Optionen zügig anzubinden.

 

„Der Einsatz von Serviceportalen wird als Dreh- und Angelpunkt für die E-Government-Entwicklung in der Städteregion angesehen“, erläutert der Sprecher der Bürgermeisterkonferenz. Alle Kommunen würden sich hier in der vom Land ausgezeichneten „Digitalen Modellregion“ in einer besonderen Verantwortung sehen, das E-Government-Angebot über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus zu entwickeln. „Wir wollen eine führende Rolle im Land einnehmen“, sagt Grüttemeier. Städteregion und Stadt Aachen, Würselen, Simmerath, Roetgen und Monschau setzen bereits auf die Portallösung der RegioIt; Stolberg folgt nun.

 

Der Stadtrat hat die jährlich anfallenden Kosten von gut 30 000 Euro für die kommenden Haushaltsjahre eingeplant, der Vergabeausschuss hat in die Beschaffung des Portals die rund 20 000 Euro investiert, die bereits eingeplant sind. Bis zur Einführung und Umsetzung werden ein paar Wochen ins Land ziehen.

 

Bisher haben Stolberger die Möglichkeit, im Bereich des städtischen Bürgerservice Termine online zu vereinbaren, Dienstleistungen mittels EC-Karte zu bezahlen und Passbilder am Selbstbedienungsterminal im Rathausfoyer zu erstellen. „Der nächste Schritt ist nun die Einführung des Serviceportals mit der Möglichkeit der elektronischen Beantragung von Verwaltungsleistungen bei gleichzeitiger elektronischer Bezahlfunktion“, blickt Grüttemeier in die nahe Zukunft.

 

Zur Einführung zählen die Module Anbindung ePayment, Personenstandsurkunden mit Melde- und Aufenthaltsbescheinigungen, Bürgerkonto mit Stammdatenverwaltung, Anmeldung über Account Servicekonto NRW, Behördeninformationssystem, Formularserver, Melden von Anliegen, Anregung und Beschwerden und vielem mehr.

 

Mit dem ersten Schritt werden die Stolberger an Verwaltungsdienstleistungen beispielsweise eine einfache Melderegisterauskunft, Beantragung einer Meldebescheinigung, An- und Abmeldung Hundesteuer, An- und Abmeldung Müllgefäß, Beantragung einer Aufenthaltsbescheinigung, Bezahlmöglichkeiten über ePayment, sowie die Beantragung von Personenstandsurkunden und Gewerbemeldung (An-, Um- und Abmeldung) online erledigen können. Dabei haben sie die Möglichkeit, mit einer einzigen Zugangserkennung bei allen angeschlossenen Kommunen landesweit agieren zu können.

 

Und mit ihrem Online-Portal wird die Kupferstadt laut Verwaltungschef mehr Vorteile bieten können als bislang analog: Kunden sind demnach unabhängig von Öffnungszeiten, benötigen keine Mehrfacheingaben mehr, erhalten eine schnelle Lieferung der Behördendienstleistung und ein Feedback über den aktuellen Bearbeitungsstand bei sicherer Kommunikation. Und weitere Leistungsmodule sollen kontinuierlich folgen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

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