Kollektive Rettungsaktion für das Ehrenamt in der Städteregion

Fraktionen sind sich einig: Mit Ideenworkshops und externer Hilfe soll der Mitgliederschwund in Vereinen und Verbänden gestoppt werden

Das Ehrenamt ist wichtiger denn je in unserer Gesellschaft, doch seine Popularität hat offenbar nachgelassen. Immer mehr Vereine, Verbände und Vereinigungen klagen über „Nachwuchsmangel“. Das mag ein Stück weit der demografischen Entwicklung geschuldet sein. Doch aus Sicht von CDU und Grünen in der Städteregion spielt auch die zunehmend mangelnde Wertschätzung eine wesentliche Rolle.

 

Gemeinsam haben die Koalitionäre deshalb eine Initiative gestartet, die auch von den übrigen Fraktionen im Städteregionstag unterstützt wird: Noch in diesem Jahr soll ein Ideenworkshop veranstaltet werden, bei dem es um neue Konzepte zur Gewinnung und Stärkung von ehrenamtlich tätigen Menschen geht.

 

Damit verbunden ist die Hoffnung, auf diesem Weg den aktuellen Trend stoppen und ehrenamtliche Strukturen in der Städteregion auch langfristig sichern zu können, betonen Ulla Thönnissen (CDU) und Werner Krickel (Grüne). „In der heutigen Wissensgesellschaft kommt der Kultur eine entscheidende Rolle zu. Das ehrenamtliche Engagement in diesem Bereich hat einen enormen Stellenwert für unsere Gesellschaft. Denn ohne die zahlreichen Menschen, die sich aktiv einbringen, können Kultur und Brauchtum, wie wir es kennen und lieben, in unserer Region nicht existieren“, stellen die beiden Fraktionsvorsitzenden der Koalition fest. Eine kontinuierliche Mitarbeit ehrenamtlicher Kräfte sei unentbehrlich, wenn Vereine und Verbände auch in Zukunft bestehen bleiben sollen.

 

Nach dem einstimmigen Votum der Politik liegt der Ball nun bei der Verwaltung. „Externer Sachverstand“ und eine „externe Moderation“ sollen laut Beschluss bei der noch nicht terminierten Veranstaltung eingebracht werden, um ein konkretes Ergebnis erzielen zu können. Von Vorträgen, Workshops und der Vorstellung erfolgreicher Beispiele aus der Praxis erhoffen sich die Fraktionen entscheidende Impulse für die Städteregion.

 

Eine vergleichbare Aktion soll den Rettungsdienst und Katastrophenschutz stärken. Denn dort sei das Ehrenamt ebenfalls enorm wichtig und Voraussetzung für die Sicherstellung der vorhandenen Strukturen. „Nur mit Unterstützung dieser Kräfte sind die freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen in der Lage, den Bevölkerungsschutz rund um die Uhr zu gewährleisten“, betonen Thönnissen und Krickel. Auch hier sollen neue Konzepte zur Mitgliedergewinnung entwickelt werden – angestoßen durch einen Ideenworkshop noch in diesem Herbst.

 

In der Summe will die Politik 13 000 Euro für die Maßnahmen zur Verfügung stellen – entnommen aus dem Etat der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Europa.

 

Nach der in zwei Wochen endenden Sommerpause sollen die Pläne konkretisiert und der Politik dann möglichst bald in den Fachausschüssen präsentiert werden. Schließlich drängt die Zeit – mit Blick auf das dann zügig nahende Jahresende ebenso wie hinsichtlich des sich fortsetzenden Mitgliederschwundes in vielen Vereinen und Verbänden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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