See in Gehlens Kull wird nicht künstlich aufgefüllt

Das entscheidet Biologische Station. See im Naturschutzgebiet war durch heiße Temperaturen ausgetrocknet.

Die Trockenheit der vergangenen Wochen hatte auch Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet Gehlens Kull. Walter Meuthen, der sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich um die Sauberkeit und Ordnung in Gehlens Kull kümmert, erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass der kleine See komplett ausgetrocknet sei. Meuthen hoffte darauf, dass die Stolberger Feuerwehr diesem Zustand Abhilfe verschaffen könnte. Die wiederum hätte auch gerne geholfen. Allerdings wäre dies gar nicht so einfach gewesen.

 

Die Problematik: Die Fahrzeuge samt Pumpen hätten nicht direkt bis ans Ufer fahren können. In Gehlens Kull wäre alles nur fußläufig erreichbar gewesen und es hätten hunderte Meter Schlauchleitung gelegt werden müssen, um den See wieder aufzufüllen. Dafür seien insgesamt ungefähr 400 000 Liter nötig gewesen. Rund 15 bis 20 Einsatzkräfte hätte Feuerwehr-Chef Andreas Dovern für diese Aufgabe abstellen müssen.

 

Erst vor wenigen Tagen waren Dovern und seine Mitarbeiter vor Ort. Ein Flächenbrand hielt die Feuerwehrleute in Atem. Bei einer Temperatur von 27 Grad legten die Einsatzkräfte eine 360 Meter lange Schlauchleitung bergauf und löschten die Flammen. Anschließend wässerten sie die Brandstelle und das Unterholz, um Folgebrände auszuschließen.

 

Eine Frage, die sich außerdem stellte: Ist diese Maßnahme wirklich notwendig? Benötigt das Biotop derzeit tatsächlich Hilfe oder hilft sich die Natur selber und erstrahlt das Biotop im Winter wieder in seinem alten Glanz?

 

Das wurde nun von einer externen Stelle bewertet. Die Biologische Station war in diesen Tagen ebenfalls im Naturschutzgebiet zu Gast, und die Experten entschieden nach einer genauen Begutachtung, dass eine Hilfe von außerhalb nicht notwendig sei.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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