Jugendlichen gequält und vergewaltigt?

Der Prozess vor der 3. Großen Jugendkammer gegen zwei Angeklagte hat begonnen. Übelste Dinge auch noch gefilmt.

Es klingt wie eine Anleitung aus einem Handbuch für erniedrigendes und sadistisches Verhalten anderen Menschen gegenüber: Vor der 3. Großen Jugendkammer begann am Dienstag mit der Verlesung der Anklageschrift ein Strafverfahren gegen zwei Jugendliche aus Stolberg, die im vergangenen Jahr über Monate hinweg mit insgesamt 25 Taten einen erst 17-Jährigen gequält, erniedrigt, bedroht und sogar vergewaltigt haben sollen.

 

Zusätzlich sollen sie laut Anklage regelmäßig die übelsten Dinge, die sie sich für ihr Opfer ausgedacht hatten, mit Handy gefilmt und ins Netz gestellt haben. Die Videos waren bei der Plattform Snapchat für Jedermann abzurufen.

 

Im Einzelnen müssen sich der 19-jährige Rene M. und der 21-jährige Ali-Riza E. vor der Jugendkammer, deren Vorsitz Richter Jürgen Beneking innehat, wegen der Vorwürfe der gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung, Vergewaltigung, Nötigung und des sexuellen Missbrauchs, hier nur eine Auswahl, verantworten. Das mutmaßliche Opfer ist unwesentlich jünger als die beiden Angeklagten, die jungen Männer hatten sich zuvor auf einem Berufskolleg kennenglernt.

 

Die Taten fanden laut Anklage zwischen Februar und Oktober 2017 statt und zeigten verschiedenste sadistische Ausprägungen. So sollen die beiden Angeklagten mit Drohungen und dem Einsatz eines Messers beispielsweise ihr Opfer gezwungen haben, ihnen die Füße abzulecken, dabei filmte man die Szene dann. Ganz schlimm ist der Vorwurf, man habe den jungen Mann festgehalten und eine Sprühflasche anal eingeführt, wieder soll das grauenhafte Verhalten der mutmaßlichen Täter gefilmt.

 

Spaß schien den Tätern ebenfalls zu machen, den erst 17-Jährige mit Beschimpfungen zu demütigen und herabzusetzen, umso schlimmer, als das Opfer mit einer geistigen Behinderung zu kämpfen hat und sich verbal nicht zu wehren wusste.

 

Doch es blieb laut Anklage nicht bei den Beschimpfungen, die beiden Angeklagten scheuten genau so gut nicht den Einsatz brutaler Gewalt, sogar eine Schusswaffe hatten sie dabei.

 

Das Opfer sei vor der Handykamera geschlagen, getreten und auch gewürgt worden, hieß es in der Anklageschrift, die von der Staatsanwaltschaft verlesen wurde, Zeugen wurden zu Beginn des Verfahrens noch nicht gehört.

 

Der Prozess vor der Großen Jugendkammer ist auf weitere drei Tage angesetzt, ab dem kommenden Montag (13. August) werden erst die Zeugen angehört.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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