Betriebsrat geht auf Distanz zur Geschäftsleitung

Schreiben an DRK-Belegschaft sorgt für Zündstoff. Von Fehlern und Wortbruch ist die Rede. Heim will Gespräche fortsetzen.

Nach der harschen Kritik der Gewerkschaft Verdi am vom Betriebsrat vereinbarten Sozialplan beim städteregionalen Deutschen Roten Kreuz (DRK) schießt dieser nun seinerseits scharf gegen die Geschäftsleitung. In einem Schreiben an die Mitarbeiter, das unserer Redaktion vorliegt, halten die Betriebsratsvorsitzende Gabi Bockmühl und ihr Stellvertreter Holger Helbich den Verantwortlichen unter anderem Fehler bei der Erstellung des Sanierungsgutachtens und Wortbruch vor.

 

„Wir haben einfach mal niedergeschrieben, was in den vergangenen Wochen so gelaufen ist“, erklärte Bockmühl gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Es ist keinesfalls so, dass wir, wie es teilweise behauptet wird, immer einer Meinung mit der Geschäftsführung sind“, betont die Vorsitzende, der die Vorgänge beim DRK zugesetzt haben. Nicht nur wegen der „sehr schwierigen Verhandlungen“ über die Rahmenbedingungen für die Sanierung des finanziell angeschlagenen Kreisverbandes: „Ich werde von einigen Kollegen als Person massiv angegriffen und zum Teil sogar bedroht.“

 

Dass dies ungerechtfertigt sei und der Betriebsrat beispielsweise für den mit 250 000 Euro bestückten Härtefallfonds mühsam und lange gerungen habe, sei eine der Botschaften, die mit dem Schreiben übermittelt werden sollten. „Wir wollen den Kollegen einfach mal ein Bild verschaffen von dem, was hinter den Kulissen alles passiert.“

 

Dazu gehört nach Darstellung des Betriebsrates auch, dass das Sanierungsgutachten auf der Basis von teilweise falschen Zahlen erstellt worden sei. „Deshalb stellen wir die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen in Frage und haben die Geschäftsführung aufgefordert, eine korrigierte Fassung vorzulegen“, sagt Bockmühl. Sie schränkt allerdings ein: „An der Gesamtlage wird das nichts Wesentliches ändern.“

 

Dass Kündigungen in dieser Woche in besonders großer Zahl verschickt wurden, sei mit dem Betriebsrat nicht abgestimmt gewesen, erklärt die Vorsitzende weiter. „Wir hatten uns darauf verständigt, dass man sich mit den Betroffenen zunächst zusammensetzt und sie auf die Situation vorbereitet.“ Zumal in nicht wenigen Fällen nach der Kündigung eine Anschlussbeschäftigung in einer anderen Abteilung des DRK angeboten werde. „Die Geschäftsführung hat offenbar zu sehr darauf gesetzt, dass sich die Frist für dieses Massenentlassungsverfahren, mit dem wir es ja leider zu tun haben, über den 31. Juli hinaus verlängern lassen würde. Das ist aber nicht möglich.“ In ihrem Schreiben distanzieren sich Gabi Bockmühl und Holger Helbich „ausdrücklich von einem solchen Umgang“. Und sie wollen nun prüfen, inwieweit dieser Auswirkungen auf die ausgesprochenen Kündigungen haben könnte.

 

Markus Heim versuchte gestern Nachmittag, die Wogen zu glätten: „Wir sind nach wie vor im Dialog und gemeinsam bemüht, die sozialen Härten, die mit der Sanierung verbunden sind, zu mildern“, versicherte der DRK-Geschäftsführer gegenüber unserer Zeitung. Ziel sei es weiterhin auch, die Zahl der auf 100 geschätzten Kündigungen zu reduzieren.

 

Bei dem Sanierungsgutachten handele es sich derweil nur um einen Zwischenbericht. „Und wenn es Veränderungen gibt, werden wir sie auch umsetzen, soweit dies vertretbar ist.“ Zudem sollen die Gespräche mit den Mitarbeitern fortgeführt werden. „Auch wenn wir in einem enorm engen Zeitrahmen agieren müssen.“

 

Nächste Woche wollen Geschäftsführung und Betriebsrat über eine Aktualisierung des Sanierungskonzeptes reden. Dann wird sicherlich auch noch einmal das Schreiben von Gabi Bockmühl und Holger Helbich zur Sprache kommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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