Die neue Siedlung auf dem Donnerberg

Bebauungsplan zur Stadtrandsiedlung beschlossen. Erschließung ab Herbst. Mehr Nachfrage als Grundstücke.

Foto: L. Lange
Foto: L. Lange

Daran, dass es die Nummer 13 trägt, liegt es bestimmt nicht: Andreas Pickhardt ist nicht abergläubisch. Der Geschäftsführer der Stolberger Bauland GmbH (SBG) ist sicher, dass auch das letzte der gut 50 Grundstücke im Breiniger Edi-Braun-Neubaugebiet schnell verkauft sein wird. Dort soll im Frühjahr die Erschließung ausgebaut werden, für das Büsbacher Neubaugebiet ist das für Ende kommenden Jahres vorgesehen. Dann werden Eburonen- und Gallierweg zu mehr als 80 Prozent bebaut sein. Eine Handvoll Parzellen gibt es noch auf der Rotsch. Dann wäre es aber schon wieder eng mit Baugrundstücken in der Kupferstadt.

 

Wäre – aber nur, weil es die Stadtrandsiedlung gibt. Die liegt mehr an Stolbergs früherem Stadtrand, als dass sie besiedelt ist. Jetzt entsteht hier das größte Neubaugebiet der Kupferstadt. Zwischen Trockenem Weiher, Duffenter und Höhenstraße sollen in den nächsten Jahren einmal gut 200 Einzel- beziehungsweise Doppelhaushälften und etwa 26 Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Es dürften wenige Jahre sein, bis die etwa 180 031 Quadratmeter Bruttobaufläche gefüllt sind – zumindest dann, wenn die bisherige Nachfrage für den ersten Ausbauabschnitt weiter anhält. Ohne dass die SBG die neue Siedlung vermarktet hätte, ist die Liste der Interessenten schon längst mehr als doppelt so lang wie die Anzahl der Grundstücke. Das sind rund 60 Baufelder für Ein- und Doppelfamilienhäuser, zwölf Mehrfamilienhäuser mit jeweils maximal sechs Wohneinheiten sowie ein Kindergarten. Das entspricht unter dem Strich gut 140 Wohneinheiten im ersten, vier Hektar großen Viertel, das sich im Wesentlichen auf den Bereich der ehemaligen Fußballplätze erstreckt. Dort werden weitere 15 500 Quadratmeter als Grünflächen erhalten.

 

Der Stadtrat hat jetzt einstimmig den Satzungsbeschluss getroffen für den Bebauungsplan, der mit seiner bevorstehenden Veröffentlichung Rechtskraft erlangt.

 

Und damit geht für Andreas Pickhardt die Arbeit ins Detail. „Die Parzellierung ist bereits beauftragt“, sagt der SBG-Geschäftsführer. Die Ausschreibung der Leistungsverzeichnisse wird vorbereitet. Einerseits geht es um vorbereitende Arbeiten, die Entsorgung der Aschen (alleine sie wird mit mehr als 1,1 Millionen Euro kalkuliert) und die Modellierung des Geländes, andererseits um die Erschließung mit Kanal und Baustraße. Sind die Angebote eingelaufen, kann die klare Definition der Grundstückspreise erfolgen. Sie dürfte angesichts gestiegener Baupreise etwas oberhalb des bisherigen Richtwertes von 150 Euro pro Quadratmeter für den Donnerberg liegen, schätzt Pickhardt heute. Im Herbst soll mit der Erschließung begonnen werden, und dann kann es losgehen mit der Bebauung der Stadtrandsiedlung.

 

Dazu muss Pickhardt die Liste der derzeitigen Interessenten auf ernsthafte Käufer „abklopfen“ und zudem einen politischen Auftrag einlösen: 20 Prozent des neuen Wohnraums soll sozial gebunden sein. Das sieht das von Stadt und SGB verabschiedete Vermarktungskonzept vor.

 

Im Detail wird die SBG eine komplett neue Haupterschließung – etwa dort, wo früher die Tore des FC Columbia standen – in das Neubaugebiet legen. Damit kommt die Stadt den Anregungen der Anwohner der heutigen Straße „Stadtrandsiedlung“ nach, die ursprünglich als Zufahrt ausgebaut werden sollte. Nun wird sie zur Sackgasse werden.

 

Zunächst endet die neue Straße an einer Querverbindung, die einerseits als Fußweg durch die Grünanlage zur Oberen Donnerbergstraße führt, andererseits später zum weiteren Anschluss der nächsten Bauabschnitte dienen soll.

 

Innerhalb des ersten Abschnittes rangieren die Grundstücksgrößen zwischen etwa 280 und 600 Quadratmeter bei den Einzel- und Doppelhaushälften sowie bis zu 1200 Quadratmeter bei den Mehrfamilienhäusern. Letztere sind am Trockenen Weiher sowie im Nordwesten des Gebietes zu finden. Ob, wie von der Politik ebenfalls gewünscht, eine Art Klimaschutzsiedlung innerhalb entstehen kann, muss der Fortgang der Vermarktung zeigen.

 

Sozialer Wohnungsbau: Neben der Stadtrandsiedlung auch punktuell gestreut im Stadtgebiet

 

In spürbarem Maße will die SBG an der Stadtrandsiedlung sozialen Wohnungsbau fördern. Details werden nun erarbeitet.

 

Die offizielle Einweihung soll erst am 7. September sein, aber bereits jetzt sind die neuen Sozialbauten an der Rotsch (Bild) fertig und werden in Kürze von den ersten Mietern bezogen. Es sind die beiden ersten Gebäude mit je acht Wohneinheiten, mit denen die Stadt sich selbst erstmals nach Jahrzehnten beim sozialen Wohnungsbau engagiert.

 

Für ein bisher städtisches Grundstück am Duffenter wird in Kürze mit dem Bauantrag neuer privater Investoren gerechnet. Sie wollen in Form von Reihenhäusern sozialen Wohnungsbau realisieren. Der zuvor abgesprungene Investor hatte Geschosswohnungsbau nach dem Vorbild der Rotsch geplant. An der Hubertusstraße in Breinig hat die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft in zwei Wohnungen für fünfköpfige Familien investiert. Am Büsbacher Berg entstehen 22 Sozialwohnungen. 54 Wohneinheiten an der Propst-Grüber-Straße sollen sozial gefördert entstehen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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