„Die Polizei rufen steht an erster Stelle“

Anwohner von Eburonen- und Gallierweg fühlen sich eher wie bei den Vandalen. Obdach Kelmesberg im Visier.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Ihre Straßen tragen die wohlklingenden Namen linksrheinischer keltischer Kulturvölker. Tatsächlich aber fühlen sich viele Anwohner von Eburonen- und Gallierweg wie unter plündernden und polternden Vandalen. Im Neubaugebiet häufen sich die Beschwerden über Sachbeschädigungen, Diebstähle und Beleidigungen. Als Verursacher haben die Büsbacher dabei benachbarte Bewohner des Obdaches Kelmesberg ausgemacht.

 

„Nach einem Einbruch in einen Baucontainer haben wir die Täter dorthin verfolgen können“, berichtet eine Anwohnerin. Es sind eher minderschwere, aber zahlreiche Delikte, die für Unruhe sorgen. Abgetretene Autospiegel, Autoaufbrüche, ein von der Terrasse geklautes altes Fernsehgerät, Sachbeschädigungen, Schmierereien an Wänden, Chinaböller in Briefkästen und Beschimpfungen. „Wir werden als Bonzensiedlung bezeichnet“, erzählen Anwohner über Kommentare von Obdach-Bewohnern. Diese ließen an den Neubürgern ungehemmt und vor allem ungestraft ihren Unmut aus. Seit einigen Wochen sei es besonders schlimm geworden. Als Ursache sehen „Eburonen“ und „Gallier“ den Haftantritt eines Kelmesberg-Bewohners: „Der war der Wortführer, hatte die Gruppe aber wenigstens unter Kontrolle“.

 

Mittlerweile haben die Häuslebauer aufgerüstet. „Fast alle haben Scheinwerfer und Alarmanlagen installiert“, berichten sie. Einige hätten sich sogar Baseballschläger besorgt. In zwei Whatsapp-Gruppen haben sich die Neubüsbacher zusammengeschlossen: Eine dient dem Informationsaustausch, die andere ist eine Notrufgruppe. „Wenn die angeht, sind wir alle zur Stelle“, hat man sich versprochen. „Die Polizei rufen muss immer an erster Stelle stehen“, mahnt Andreas Müller zur Besonnenheit. „Wir kennen die Lage am Kelmesberg und reagieren auch darauf“, sagt der Polizeisprecher. Die Zahlen der Polizeistatistik sind zwar „nicht signifikant, aber auf einem relativ hohen Niveau verglichen mit dem weiteren Umfeld“. Das subjektive Sicherheitsempfinden mag das anders wahrnehmen, sagt auch Müller.

 

Seit Anfang Mai hat die Polizei aus dem Neubaugebiet 13 Anzeigen aufgenommen – neun am Eburonenweg, vier am Gallierweg. Sie decken sich mit den Beschreibungen der Anlieger. Fünf Diebstähle aus Kfz, zwei einfache Diebstähle, zwei Sachbeschädigungen sowie zwei Sachbeschädigungen an Kfz, ein Diebstahl und ein Einbruchsdiebstahl. Sechs Anzeigen gingen in diesem Zeitraum von den Häusern am Kelmesberg selbst ein: je zwei Diebstähle, Sachbeschädigungen und Körperverletzung.

 

Im Vergleich zu diesem Brennpunkt entspricht das Umfeld der heilen Welt: Vier Anzeigen entlang „Auf der Höhe“, zwei davon im Abschnitt jenseits des Höhenkreuzweges. Aus dem Münsterblick gab es keine Anzeige. Wenn etwas ist, unverzüglich die Polizei zu rufen, mahnt Müller nochmals. Das dient nicht nur zur direkten Gefahrenabwehr, sondern schärft den Blick auf die Lage und somit für Prävention.

 

„Die Polizei hat uns zugesichert, intensiver Präsenz zu zeigen“, sagt Tim Grüttemeier. Beim Bürgermeister hatten sich Anlieger ebenfalls beschwert. Zudem werde der SKM und der Kelmesberg-Hausmeister verstärkt auf die Bewohner zugehen. Positiv bemerkt hätten die Anwohner von dieser intensivierten Fürsorge noch nichts, sagen sie.

 

Sie setzen weiterhin darauf, dass die Stadt ihr Versprechen wahr macht, und die Hälfte der Obdache abreißt. „Das war schon für 2015 vorgesehen“, erklärt Grüttemeier. Aber der Flüchtlingszustrom habe die Stadt ausgebremst. Nun soll noch in diesem Jahr die Planung für das Projekt vergeben werden. Ab 2019 sollen die vorderen vier Gebäude saniert, ab 2020 die hinteren vier abgerissen werden – soweit der Plan. Der sieht zudem vor, dass Ende 2019 mit dem Ausbau der Straßen begonnen werden soll. In diesem Winter ist die Bepflanzung der Grünanlage von „Ribbecks Garten“ vorgesehen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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