Standards müssen nun gehalten werden

Bei der Feuerwehr tut sich was. Ergebnisse des Brandschutzbedarfsplans gibt es Ende 2018. Liegenschaften im Blick.

Fotos: S. Essers
Fotos: S. Essers

Feuer löschen und Tiere retten: Während vor 20 Jahren noch die Themen Brandschutz und Rettungsdienst im Vordergrund standen, hat sich der Aufgabenbereich der Feuerwehr mittlerweile gewandelt. Heute ist das Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz ein fester Bestandteil der Stolberger Verwaltung. „Zu unseren Aufgaben gehört nicht nur das Löschen von Feuer. Wir sind ein moderner Dienstleister“, sagt Amtsleiter Andreas Dovern. Damit dieser seinen personellen und technischen Standard auch weiterhin sicher kann, soll sich in Zukunft eine Menge tun. Doch dazu später mehr.

 

Neben Brandschutz, Rettungsdienst, technischer Hilfe und Gefahrenabwehr – um nur einige Aufgabenbereiche zu nennen – ist die Stolberger Feuerwehr auch ein Ansprechpartner für die Bevölkerung – und das über die Öffnungszeiten der Verwaltung hinaus. Andreas Dovern und seine Mitarbeiter entscheiden, ob und wie dringend Hilfe gebraucht wird, kümmern sich beispielsweise außerhalb der Dienstzeiten der Stadtverwaltung um die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen oder auch Obdachlosen. „Unser Auftrag ist es, dass wir den Bürgern immer beratend zur Seite stehen“, sagt Andreas Dovern.

 

Um dies gewährleisten zu können, bedarf es einer entsprechenden Ausrüstung – technisch und personell. Mittlerweile arbeiten – inklusive Auszubildenden – 72 Bedienstete in der Hauptwache An der Kesselschmiede. Ursprünglich war die Wache, die 1980 gebaut wurde, für 45 Personen konzipiert. Doch bereits in den kommenden Wochen soll sich die Raumsituation entspannen, berichtet Dovern. Grund dafür: Hinter der Hauptwache gibt es ein kleineres Gebäude, in dem einst vier Dienstwohnungen zu finden waren. Zwei Wohnungen befinden sich nach wie vor im Erdgeschoss, in der ersten Etage sind sieben neue Büros entstanden.

 

Um das zu realisieren, war im Vorfeld allerdings eine Menge Arbeit nötig. Aus den ursprünglich zwei Wohnungen, wurde ein Büro-Komplex geschaffen. Dafür war eine Kernsanierung, die auch neue Technik, Elektrik, Heizung und Sanitäranlagen beinhaltete, nötig. Entstanden sind Büros zwischen 14 und 18 Quadratmetern.

 

Und was geschieht mit den Wohnungen im Erdgeschoss? Sobald die Mieter diese in Zukunft einmal freiwillig verlassen sollten, würde dort ebenfalls Bürofläche entstehen, sagt Dovern. Geplant seien dort ein Raum für die Löschgruppe Münsterbusch und ein Raum, der beim Zusammenkommen des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse genutzt werden könne. Ansonsten könnte dieser auch als Besprechungsraum fungieren.

 

Das Thema Büroausstattung stehe im nächsten Bau- und Vergabeausschuss Mitte August auf der Agenda. Stimmen die Mitglieder zu, könnten noch Ende August Möbel bestellt werden. Dann soll es mit dem Umzug auch ganz schnell gehen. Eine umfangreiche Dachsanierung der Hauptwache hat bereits stattgefunden, eine energetische Sanierung wird es ebenfalls geben.

 

Doch nicht nur das Thema Platz spielt eine wichtige Rolle, sondern auch die Technik. Und die habe in den vergangenen Jahren „große Sprünge“ gemacht, sagt Andreas Dovern. Rat und Verwaltung hätten in den vergangenen Jahren große finanzielle Mittel bereitgestellt, um dies zu ermöglichen. Das wird unter anderem an der Modernisierung des Fuhrparks deutlich. 2015 gab es ein neues Löschgruppenfahrzeug für die Gruppe Stadtmitte, ein Jahr später wurde der Fuhrpark um einen gebrauchten Mannschaftstransporter und je einen Abrollbehälter mit Schläuchen und mit Sandsäcken für Hochwasserlagen ergänzt.

 

Im vergangenen Jahr schließlich ein Löschfahrzeug für Münsterbusch, ein kleines Mannschaftsfahrzeug, ein Anhänger Hygiene und ein 4000 Liter fassendes Tanklöschfahrzeug für die Hauptwache angeschafft. Vom Bund gab es außerdem ein Katastrophenschutzfahrzeug und ein bei der Städteregion ausgemusterter Einsatzleitwagen wurde aufgearbeitet.

 

Fünf Fahrzeuge sollen bis Ende des Jahres in Stolberg eintreffen. Darunter zwei neue Rettungswagen und drei Hilfeleistungslöschfahrzeuge. Für 2019 ist unter anderem die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs und eines Tanklöschfahrzeuges geplant. In den Folgejahren soll es einen neuen Rüstwagen – der jetzige stammt aus dem Jahr 1981 – und eine neue Drehleiter geben. Letztere soll für das Haushaltsjahr 2021 angemeldet werden. Stimmt der Rat zu, könnte diese bereits 2020 bestellt werden. Schließlich beträgt die Bauzeit zwischen 16 und 18 Monaten, sagt Dovern.

 

Im Jahr 2021 wäre die jetzige Drehleiter dann 17 Jahre alt. Sie ist übrigens die einzige ihrer Sorte, die im Stadtgebiet im Einsatz ist. „Deshalb muss man sich gerade da frühzeitig um Ersatz kümmern“, so Dovern. Ihm sei ein vernünftiger Umgang in Sachen Haushaltsmittel wichtig. „Wir melden nur das an, was wir auch wirklich brauchen“, sagt Dovern.

 

Auch das Thema Liegenschaften spiele in den kommenden Jahre eine wichtige Rolle. „Es ist wichtig, dass wir da am Ball bleiben“, sagt Andreas Dovern. Zuletzt wurde in Zweifall ein neues Gerätehaus gebaut. In den kommenden Jahren will man die Gerätehäuser in Breinig und Büsbach genauer unter die Lupe nehmen. Verankert wird dies auch im Brandschutzbedarfsplan, der fortgeschrieben und dessen erste Ergebnisse noch in diesem Jahr vorgestellt werden sollen. Überraschungen erwartet Dovern diesbezüglich nicht. „Die Feuerwehr in Stolberg ist schon seit Jahrzehnten taktisch gut aufgestellt“, ist er sich sicher.

 

Dabei spielt natürlich auch das Ehrenamt eine wichtige Rolle. Auch in den einzelnen Löschzügen sollen weiterhin dieselben technischen und auch personellen Standards gelten wie auf der Hauptwache – qualitativ und quantitativ, erklärt Andreas Dovern.

 

In diesen Tagen spielt die Freiwillige Feuerwehr in Stolberg wieder einmal eine besonders wichtige Rolle. Sie unterstützt das Technische Betriebsamt (TBA) nämlich bei der Bewässerung. Gestern waren die Ehrenamtler bereits unterwegs. Vorab erhielten sie vom TBA eine Liste mit Straßenzügen in nahezu allen Stolberger Ortsteilen. Bewässert werden die Bäume, die auf öffentlichem Grund stehen. Für die Bewässerung der Sträucher ist weiterhin das TBA zuständig. Im Einsatz sind acht Einheiten mit je vier Ehrenamtlern. Bis sich die Wetterlage entspannt, soll nun zwei Mal in der Woche gegossen werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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