Ideenschmiede hinter Kirchenmauern

Vor einem Jahr wurde die ehemalige Kirche St. Elisabeth zur Digital Church. Treff für Wegbereiter und Anwender.

Foto: H. Krömer
Foto: H. Krömer

Anfang Juli 2017 wurde in der ehemaligen Kirche St. Elisabeth an der Jülicher Straße in Aachen die Digital Church eröffnet. Gut ein Jahr später ziehen die Initiatoren vom Verein „digitalHUB“ eine äußerst zufriedene Bilanz. „Die Idee war, Aachen zur digitalen Innovationsregion Nr. 1 zu entwickeln. Und in zwölf Monaten haben wir einen guten Schritt geschafft“, sagt Oliver Grün, Vorstandsvorsitzender des „digitalHUB“ und Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand. Die Digital Church habe sich als Treffpunkt der digitalen Szene und Ideenschmiede für digitale Geschäftsmodelle etabliert.

 

Das englische Wort „Hub“ bedeutet so viel wie Kernstück, Zentrum, Knotenpunkt. Der Verein „digitalHUB“ will zentrale Drehscheibe sein, wenn es darum geht, Wirtschaft und öffentliche Hand bei den Herausforderungen der Digitalisierung zu unterstützen.

 

„DigitalHUB“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wegbereiter der Digitalisierung wie Start-ups und IT-Mittelstand mit den Anwendern, klassischen Unternehmen aus Mittelstand und Industrie, zusammenzubringen und den gemeinsamen Weg der Partner zu unterstützen.

 

235 Mitglieder hat der Verein bereits. Dazu gehören 105 Start-ups und 29 IT-Mittelstandsunternehmen sowie 37 Anwenderunternehmen und noch einmal 36 Unterstützer (Wissenschaftler, Politiker und Investoren).

 

Mehr als 100 Wegbereiter und Anwender sind in einem Jahr zusammengebracht, „gematcht“ worden. Neuerdings gibt es auch eine digitale Plattform im Internet, die potenzielle Partner in einem automatisierten Verfahren zusammenbringt. Entwickelt wurde diese Matching-Plattform gemeinsam mit dem Start-up Innoloft. Dessen Firmenchef Sven Pietsch blickt sehr zufrieden auf den ersten Praxistest zurück. Zum 1. August geht die Plattform in den Dauerbetrieb.

 

Die offen gestalteten Arbeitsplätze in der Digital Church sind sehr gefragt, berichtet Oliver Grün. Der „digitalHUB“ hat mittlerweile 157 sogenannte Co-Worker registriert. Patrick Neubert, Mitbegründer von Polarstern Education, ist einer von ihnen. Das Start-up, wie so viele eine Ausgründung der RWTH, entwickelt digitale Lernformate. Durch die Digital Church, sagt Neubert, habe man in wenigen Monaten viele Kontakte geknüpft. So entstand zum Beispiel ein Kontakt zur Aachener Volkshochschule. „Und das Team kann flexibel wachsen, ohne dass wir uns Gedanken um Bürofläche machen müssen“, sagt Neubert.

 

Deniz Saner ist leitender Ingenieur beim Start-up Enlyze, ebenfalls ein Spin-off der RWTH, das sich mit kontaktloser Sensortechnik befasst. Er schätzt den offenen und professionellen Austausch mit anderen Teams in der Kirche: „Man hilft sich.“

 

Der Aachener Projektentwickler Norbert Hermanns und dessen Familie sind Eigentümer der Elisabethkirche. Nach einem Jahr Digital Church zeigt er sich sehr begeistert, dass der Geist des alten Kirchenraums neue Ideen beflügele. „Es macht einen Unterschied, ob man hier an einer Unternehmensidee tüftelt oder in irgendeinem Büro“, ist Hermanns überzeugt. Die Vertreter der Aachener Start-ups nicken zustimmend. Sie laden Firmen, die an ihren Ideen interessiert sind, gerne zu Gesprächen in den großen Kirchenraum ein.

 

Demnächst soll die Digital Church noch mehr Raum fürs Tüfteln bieten. Angrenzende Trakte, kündigt Hermanns an, würden bis Ende des Jahres hergerichtet.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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