Ab heute greift auch die Feuerwehr an

An der Stolberger Dürrefront. Beete gießen. 9,7 von 25 Millionen Litern in der Wehebachtalsperre. Eifelverbund hilft.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Der Notruf des Technischen Betriebsamtes geht am gestrigen Mittag bei der Feuerwehr ein. Noch am Abend versammelt Andreas Dovern seine Zugführer um sich, um Angriffsmittel, Einsatzfahrzeuge und das taktische Vorgehen abzusprechen. Von heute an ist die Truppe des Amtsleiters für Bevölkerungsschutz auch für die Rettung von Blumen, Bäumen und Sträuchern im Einsatz.

 

Mit ihren großen Tanklöschfahrzeugen soll die Feuerwehr großflächig die Einsatzkräfte des Technischen Betriebsamtes (TBA) entlasten. Seit Beginn der Hitzewelle sind die Männer von Georg Paulus bereits an allen Fronten im Stadtgebiet im Einsatz. „Die Blumenbeete haben wir ja schon immer gegossen“, sagt der Leiter des TBA: „Aber jetzt sind gleich drei Kolonnen ausschließlich damit beschäftigt, die Beete zu wässern“, so Paulus weiter. Zunächst hat sich sein Team insbesondere auf junge Bäume konzentriert. Nun hat die Hitze die Böden so ausgetrocknet, dass die städtischen Beete umfassender genässt werden sollen. Und eben dabei soll die Feuerwehr mit ihren Löschfahrzeugen zum Einsatz kommen.

 

„Wir müssen jetzt sehen, wie wir das am besten organisieren“, sagt Michael Konrads und verweist auf eine umfangreiche Wunschliste mit zahlreichen Straßenzügen. „Nicht alle Löschgruppen haben Fahrzeuge mit großem Wasservorrat“, berichtet der Feuerwehrsprecher. Zudem müssen Reserven für den schlimmen Fall der Fälle vorgehalten werden. Und der wäre gestern Nachmittag fast in einem Zweifaller Sägewerk eingetreten.

 

„Die Trinkwasserversorgung ist nicht in Gefahr“, versichert Ina Albersmeier. Dabei verweist die Pressechefin der Enwor auf das Verbundnetz der noch gut gefüllten Eifeltalsperren und dem Stolberger Grundwasser. „Die Pegelstände der Grundwasserbrunnen in Stolberg sind bisher von der Wetterlage unbeeinflusst“, sagt Albersmeier: „Es gibt bisher keine merklichen Veränderungen zum Frühjahr.“ In Stolberg wird etwa die Hälfte des Wasserbedarfes – in erster Linie im Innenstadtbereich – mit Grundwasser aus der Aufbereitungsanlage Binsfeldhammer und die andere Hälfte mit Talsperrenwasser gedeckt. Trinkwasser, welches aus den Talsperren der Nordeifel stammt und in den Aufbereitungsanlagen der WAG – der Wassergewinnungs- und aufbereitungsgesellschaft Nordeifel – an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen und der Wehebachtalsperre in Schevenhütte aufbereitet wird, wird geliefert nach Schevenhütte, Gressenich, Werth, Vicht, Zweifall, Mausbach, Büsbach, Dorff, Venwegen, Breinig, in Teile von Atsch und auf dem Donnerberg. Das aus der Dreilägerbachtalsperre entnommene Trinkwasser stammt aus dem Talsperrenverbund der Nordeifel. Derzeit wird Wasser aus der Urfttalsperre (Füllstand etwa 34 Millionen m³ von maximal 45,5 Mio. m³) in den Obersee abgelassen. Vom Obersee (Füllstand etwa 16,9 Mio. m³ von max. 17,8 Mio. m³) wird Wasser entnommen und mittels Pumpen und Leitungen in die Kalltalsperre (Füllstand etwa 1,5 Mio. m³ von max. 2,1 Mio. m³) und letztlich die Dreilägerbachtalsperre (Füllstand etwa 3,4 Mio. m³ von max. 3,67 Mio. m³) gebracht und von dort zur Trinkwasseraufbereitung an der TWA Roetgen entnommen.

 

Recht leer präsentiert sich allerdings die Wehebachtalsperre, deren Zulauf seit Wochen kontinuierlich unter der Wasserabgabe liegt. Sie führt etwa 9,7 Millionen m³ von maximal 25 Millionen m³) und ist nicht in den Talsperrenverbund integriert. Somit steht nur das Wasser der Talsperre auch zur Trinkwasseraufbereitung an der Wehe zur Verfügung. 100 000 Liter pro Sekunde werden an den Bach abgegeben.

 

Derzeit befinden sich in der Wehebachtalsperre noch etwa 2 Millionen m³ mehr Wasser als zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres. Vor vier Jahren, als der Füllstand bei 6,5 Millionen m³ lag, zeigte das Ufer deutliche Erosionserscheinungen. 2014 war als Konsequenz aus dem wasserarmen Winter die Wasserentnahme in Schevenhütte im April um 40 Prozent reduziert worden. Mit 5,3 Millionen m³ wurden im Dezember 1991 und September 1998 die niedrigsten Füllstände der Talsperre registriert. Von entscheidender Bedeutung für die Wasserführung sind die Niederschläge zwischen November und April, wobei die Wassermenge, die an der TWA Wehe produziert wird, im Notfall auch über die TWA Roetgen ins Verteilungsnetz abgegeben werden kann.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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