Erst die Platten und dann die Container

In den Stolberger Schulen tut sich derzeit eine Menge. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten sind in vollem Gange.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

Es wird gewerkelt, gebaut, verputzt und gestrichen: Von den Sommerferien ist in vielen Stolberger Schulen nichts zu merken. Einzig die Schüler wird man in den kommenden Wochen auf den Schulhöfen und in den Gebäuden nicht sehen. Dafür allerdings etliche Bauarbeiter und Handwerker, die die Gebäude auf Vordermann bringen. Was sich in welcher Schule in den kommenden Wochen tun wird? Ein Überblick.

 

Auf Hochtouren laufen in diesen Wochen die Arbeiten in Mausbach. Die ehemalige Realschule verwandelt sich zum zweiten Standort der Gesamtschule in der Breslauer Straße. Sanierung und Umbau kosten insgesamt 5,66 Millionen Euro und werden aus dem Programm „Gute Schule 2020“ finanziert. Im vergangenen Jahr habe die Stadt bereits die komplette Jahressumme in Höhe von 1,4 Millionen abgerufen. Das soll in diesem Jahr wieder der Fall sein, erklärt Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger.

 

Zum Schuljahr 2019/2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Schulgebäude genutzt werden können. Dann sollen dort die ersten fünften Klassen einziehen. Und wie ist der derzeitige Planungsstand? Ein Großteil der Aufträge wurde bereits im Bau- und Vergabeausschuss beschlossen und vergeben, erklärt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. In den letzten Wochen der Sommerferien werden auf dem Schulhof nun doppelgeschossige und erdbebensichere Stelconplatten ausgelegt, auf denen Container positioniert werden. In diesen werden Klassen- und Multifunktionsräume untergebracht. Vor-ab wurden die Eltern darüber informiert, dass ihr Nachwuchs nach den Sommerferien darin unterrichtet wird. „So können wir den Schülern ein störfreies Lernen und den Lehrern ein störfreies Unterrichten ermöglichen“, sagt Robert Voigtsberger. Und auch Tobias Röhm meint: „Das ist die beste Lösung. Die Bauzeit wäre sonst doppelt so lange gewesen.“ Vor den Ferien wurden bereits die Umzugsvorbereitungen getroffen und Mobiliar und Unterrichtsmaterial in sieben Lagercontainern verstaut.

 

Während im Hauptgebäude Umbau- und Sanierungsarbeiten anstehen, bekommt auch das Nebengebäude eine neue, energetisch aufgewertete Hülle. Zudem soll im Keller des Gebäudes eine Lernküche installiert werden. Und auch in der Aula der Schule wird sich eine Menge tun. Die bekommt eine neue Lüftungsanlage. Sobald 200 Personen in einem Raum Platz finden, gilt dieser nämlich als Versammlungsstätte. Und damit sind bestimmte Vorschriften verbunden. So muss beispielsweise eine entsprechende Lüftungsanlage vorhanden sein, die nun eingebaut werden soll. Diese Arbeiten sollen zu Beginn des kommenden Schuljahrs starten. Bis zum Winter will die Stolberger Verwaltung ein ganzes Stück weiter gekommen sein. So soll beispielsweise der Rückbau der Fenster bis dahin erledigt sein, damit ab dann witterungsunabhängig gearbeitet werden könne, so Röhm.

 

Am Standort Breslauer Straße will man noch in diesem Jahr mit den Arbeiten loslegen. Die Umbauarbeiten in der Turnhalle dort seien bereits in vollem Gange, erklärt Tobias Röhm.

 

Parallel dazu laufen auch die Arbeiten an der Gesamtschule im Sperberweg. Erweiterung und Umbau dort kosten insgesamt 2,30 Millionen Euro. Zu Beginn des Schuljahres 2019 sollen sie fertig sein.

 

Umbaumaßnahmen sind für das Goethe Gymnasium nicht geplant – jedenfalls noch nicht. Ein Gutachten über den Umfang der notwendigen Sanierungsmaßnahmen soll erstellt werden. Dieses wurde beauftragt. Zudem hätten erste Ortstermine stattgefunden. Ob und wie viele zusätzliche Mittel für eventuelle Maßnahmen bereit gestellt werden müssen, wird sich in Zukunft zeigen.

 

Doch nicht nur an den weiterführenden Schulen gibt es derzeit eine ganze Menge zu tun, sondern auch in und an den Stolberger Grundschulen wird fleißig gewerkelt. In der Grundschule Prämienstraße wird in den Sommerferien die Fassade ausgetauscht. Dachflächen und Fenster wiesen nämlich erhebliche Schäden auf – beispielsweise rostige Eisen und Abplatzungen. Eine Betonsanierung war unumgänglich. Im Rahmen einer energetischen Sanierung werden die alten Elemente der Fassade nun demontiert und durch vorgefertigte Holzfassadenelemente ersetzt. Die Montage sei nicht allzu aufwendig, erklärt Tobias Röhm. Die Elemente müssten lediglich verankert und verschraubt werden. Im Anschluss daran geht es mit den Randarbeiten weiter. Das an das Gebäude angrenzende Außengelände soll ebenfalls auf Vordermann gebracht werden. Zudem stehen noch Malerarbeiten aus. Bis Ende dieses Jahres sollen jedoch alle Arbeiten an und in der Schule abgeschlossen sein.

 

Und wie sieht es in der Bischof-straße aus? Das europaweite Ausschreibungsverfahren ist angelaufen. Der Neubau der Turnhalle sowie die Sanitäranlagen spielen dort eine wichtige Rolle. Saniert werden soll übrigens auch die ehemalige Hausmeisterwohnung. In diesem Jahr sollen die Planungen vorangetrieben werden. Ausschreibungen und Vergaben sollen im kommenden Jahr anstehen, meint Röhm. Der Bau wird dann für die Jahre 2020 und 2021 avisiert. 2019 steht in Büsbach auch die Sanierung der Bischofstraße auf dem Programm.

 

Gearbeitet wird auch in der Breiniger Grundschule. Die Erneuerung der Innendecke im Anbau der Schule vor dem Fußballfeld erfolgt in den Sommerferien. Es wird eine neue Akustikdecke eingebaut mit der es möglich ist, die Aufenthaltsqualität durch Senken des Geräuschpegels in den Räumen zu verbessern, so Röhm. Für die Sanierung der Sanitäranlagen seien alle Planungsleistungen – Architekt und Heizungstechniker – bereits beauftragt und es werde derzeit gewerkeweise die Ausschreibung erarbeitet. „Mit der Umsetzung wird in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden“, sagt Röhm. Erneuert werden das komplette Wasserleitungsnetz, Estrich, Fliesen, alle Armaturen und es erfolgt der Einbau einer Lüftung.

 

Auch in der Kitalandschaft sollen Veränderungen anstehen. Doch das ist eine andere Geschichte...

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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