Zu wenige sind bislang zu schnell genug unterwegs

Aber Verwaltung verbreitet Optimismus für Rückkehr einer Radarfalle an der Sebastianusstraße. Deutliches Signal.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

„Ein Zeichen setzen“, sagt Rolf Engels, das müsse der Verkehrsausschuss an der Sebastianusstraße jetzt, weil die demontierte Radarfalle noch immer nicht zurückgekehrt sei. Das tat der Ausschuss letztlich auch einstimmig und wiederholte seinen Beschluss aus dem August 2016, dass die Geschwindigkeitsüberwachungsanlage wieder aufgestellt wird.

 

Soweit das Zeichen, denn in der Realität kehrt damit der Starenkasten längst nicht zurück an diese Landesstraße 236. Um diese mit Blick auf den Autobahnanschluss bei Eilendorf verkehrssicherer zu machen, war in Höhe des Rehgrundes der Ortseingang umgestaltet worden. Dabei stand das Gerät im Weg und wurde demontiert.

 

Um es aber wieder aufstellen zu dürfen, schreibt der Gesetzgeber gewisse Grundvoraussetzungen vor. „Hält man sich nicht an diese Regeln, dann kann man später Geschwindigkeitsverstöße nicht sanktionieren“, erklärte Rechtsdirektorin Birgit Nolte dem Ausschuss. Immer häufiger kämen Anfragen von Gerichten, aufgrund welcher rechtlichen Voraussetzungen Anordnungen im Straßenverkehr getroffen worden seien. Halten diese Rechtsvoraussetzungen den gerichtlichen Überprüfungen nicht Stand, entgingen Verkehrssünder ihren Strafen. Und das könne doch nicht Sinn der Sache sein.

 

Aber Nolte verbreitet auch eine gehörige Portion Optimismus. „Die Städteregion sitzt mit uns in einem Boot. Es ist absehbar, dass die 15 Prozent erreicht werden“. Nur bei einer Quote von 15 Prozent oder mehr liegen überdurchschnittlich häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen vor, die eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage rechtfertigen würden. Auf der Sebastianusstraße lag sie bei den bisherigen Messungen allerdings deutlich unter zehn Prozent. Nolte: „Aber die Quoten sind steigend“.

 

Die Städteregion plant offensichtlich mit mobilen Radarkontrollen sowie Verkehrserfassungsgeräten so lange zu messen, bis das gewünschte Ziel erreicht ist, mutmaßen Beobachter der Sitzung. Wobei es aus der Runde der Politik gleich praktische Hinweise gibt. „Zu verschiedenen Uhrzeiten messen“; rät Rudolf Stetjes (FDP). Reiner Bonnie (CDU) schlägt vor, das obere Hirschfeld, wo es in der Vergangenheit schwere Unfälle gegeben hat, mehr ins Visier zu nehmen. Rolf Engels (SPD) dagegen erwartet, mehr Verkehrssünder im Bereich des Spielplatzes an der Nordstraße ertappen zu können.

 

Neben dem politischen Signal tröstete Adolf Konrads (CDU) mit seiner langjährigen Erfahrung – auch als ehemaliger Polizist, als noch kein „Starenkasten“ an der L 236 stand. „Das war schon immer ein Kampf gegen Kreis und Landesbetrieb“; erinnert sich der 79-Jährige. „Nach Straßenbauarbeiten lag die Anlage auch schon einmal im Straßengraben“. Da habe die Stadt sie einfach wieder aufgestellt.

 

Aber mit Blick auf die aktuelle Lage solle man ein weiteres Argument in die Waagschale werfen: „Im Rahmen der Planungen Autobahnanschluss bei Eilendorf ist die Sebastianusstraße als Bedarfsumleitung vorgesehen“, sagt Konrads. Denn damit steige auch das Gefährdungspotenzial auf dieser Landesstraße.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.