Wie die Natur unter Hitze leidet

Bäume bekommen Hitzestress und Pflanzen lassen den Kopf hängen. Auch den Bauern setzt das warme und trockene Wetter zu: Sie fürchten um ihre Ernte.

Wenn draußen die Temperaturen steigen und die Sonne scheint, schlägt das nicht nur einigen Menschen aufs Gemüt. Auch Pflanzen merken, wenn die Luft warm und trocken ist, und es lange Zeit nicht regnet. Bäume werfen ihre Blätter ab, Grünflächen vertrocknen, die Gefahr für Waldbrände steigt. Nichtsdestotrotz ist die Natur darauf ausgerichtet, sich auch in Dürreperioden zu versorgen.

 

„Die Hitze an sich ist kein Problem“, sagt Förster Theo Preckel. „Im Wald ist es immer etwas kühler als auf freien Flächen, da dort ein eigenes Innenklima herrscht.“ Wichtig sei nur, dass es auch regnet. Das hat es in den letzten Wochen eindeutig zu wenig. Hobbymeteorologe Michael Stammler hat an seiner Wetterstation auf dem Donnerberg im Mai und Juni jeweils nur 40 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Diesen Monat waren es bis jetzt sogar nur 1,3 Millimeter. „Diese Menge verdunstet sofort“, sagt Stammler.

 

Ein Gewitter mit Starkregen schafft aber keine Abhilfe: „Wenn es wie aus Kübeln schüttet, fließt das Wasser sofort in die Flüsse oder durch die Kanalisation ab“, sagt er. Am besten für die Vegetation sei daher Landregen. Das bestätigt auch Förster Preckel: „Lange, leichte Niederschläge tun dem Wald besonders gut.“ Der Boden saugt das Wasser wie ein Schwamm auf, speichert es und gibt es an die Pflanzen ab. So ist ihre Versorgung auch dann sichergestellt, wenn längere Zeit kein Niederschlag fällt. Die Bäume regulieren ihre Verdunstung nämlich selbst. „Das passiert über Spaltöffnungen in den Blättern oder Nadeln“, erklärt Preckel. Dennoch kann es bei Bäumen zum sogenannten „Hitzestress“ kommen. Dazu kommt es, wenn die Verdunstung stärker ist, als die Wasserzufuhr.„Dann werfen die Bäume ihre Blätter ab, um Energie zu sparen“, erklärt Preckel.

 

Besonders frisch gepflanzte Kulturen haben es im Sommer schwer: Sie müssen erst tief wurzeln, um an ausreichend Nährstoffe zu gelangen. Weniger tief wurzelnde Pflanzen und Kräuter leiden deshalb stärker unter trockenen Sommern. Sie lassen schnell den Kopf hängen, wenn die Sonne auf sie scheint, „weil der Innendruck in den Pflanzen abnimmt“, sagt Preckel.

 

Problematisch ist das Wetter auch für die Bauern. Sie müssen ihr Vieh öfter umsiedeln, damit es ausreichend Futter bekommt. „Man sieht jetzt schon Schäden auf den Grünflächen, weil das Gras vertrocknet ist“, sagt Sebastian Lammerich von der Landwirtschafskammer Kreisstelle Düren. Wenn ein Bauer nicht genügend Land besitzt, um seine Tiere stetig umzusiedeln, muss er unter Umständen Futter hinzu kaufen. „Das ist ein natürlich ein hoher Kostenfaktor“, weiß er. Und auch der Mais, der später zu Tierfutter verarbeitet wird, leidet unter Hitzestress. Lammerich: „Er bildet weniger Kornreihen, um Energie zu sparen. Die Ernte fällt deutlich kleiner aus, wenn nicht langsam der Niederschlag kommt.“ Darauf warten die Landwirte jetzt. Und die Pflanzen und Wälder.

 

Grillen und Rauchen sind streng verboten

  • In Stolberg hat es diese Woche den ersten Waldbrand gegeben. Förster Theo Preckel warnt davor, bei diesem Wetter im Wald zu rauchen oder zu grillen. Auch die Feuerwehr Stolberg bestätigt die erhöhte Waldbrandgefahr: „Wenn im Sommer die Vegetation vertrocknet ist, entzündet sie sich eher. Auch kann sich das Feuer ausbreiten“, sagt der Pressesprecher der Stolberger Feuerwehr, Michael Konrads.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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