Sonderpreis des Landes für Tabalingo

Sozialminister Karl-Josef Laumann lädt zur Preisverleihung nach Münster ein. Delegation aus Stolberg reist an.

Foto: Tabalingo
Foto: Tabalingo

And the Winner is: Stolberg! Während die deutschen Profi-Fußballer sich bei der Weltmeisterschaft in Russland nicht gerade von ihrer besten Seite zeigten, wurde der Verein Tabalingo für sein Inklusions-Team mit dem Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Damit gerechnet hatten die Vereins-Gründer Ursula und Klaus Espeter im Vorfeld nicht. „Im Ehrenamt gibt es keine Konkurrenz“, sagte Ursula Espeter, die gemeinsam mit ihrem Ehemann zur Preisverleihung nach Münster gekommen war. Bereits vor zwei Jahren waren sie für den Preis nominiert, gingen damals allerdings leer aus. Das sollte nun ganz anders sein.

 

Zum dritten Mal wurde der Inklusionspreis des Landes NRW verliehen. Insgesamt zehn Initiativen und Projekte wurden in diesem Jahr ausgezeichnet. Prämiert werden vorbildliche Ideen zur gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Nominiert waren in diesem Jahr 24 Projekte.

 

Zu den Nominierten gehörten unter anderem Projekte aus Ahlen, Bad Lippspringe, Bad Oeynhausen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Duisburg, Kamen, Köln, Münster, Wuppertal und eben auch aus Stolberg. Neben drei Hauptpreisen in der Kategorie „Arbeit und Qualifizierung“ wurden Fachpreise in den Kategorien „Freizeit, Kultur und Sport“, „schulische, außerschulische und frühkindliche Bildung“, „Partizipation“ und „Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ ausgelobt und auch zwei Sonderpreise vergeben.

 

Zum ersten Mal hat auch die NRW-Stiftung einen Sonderpreis „Heimat ohne Hindernisse“ ausgelobt und überreicht durch Harry Voigtsberger, Ehrenpräsident der NRW-Stiftung. Insgesamt waren in diesem Jahr rund 200 Vorschläge eingegangen. Eine Zahl von der sich Sozialminister Laumann beeindruckt zeigte. „Das macht deutlich, wie breit der Gedanke der Inklusion Gott sei Dank in unserer Gesellschaft mittlerweile ist“, sagte er in seiner Begrüßung.

 

Eine Preisverleihung sei sinnvoll, da die Gesellschaft von guten Bespielen lerne. „Und Preisverleihungen sind da, um gute Bespiele bekannt zu machen“, so Laumann weiter.

 

Die Stolberger mussten schon zu Beginn der Veranstaltung zittern. In der Kategorie „Freizeit, Kultur und Sport“ war der Verein Tabalingo nominiert. Und während der Laudatio von Filomena Muraca-Schwarzer vom Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen, schien Ursula Espeter dann doch ein wenig nervös zu sein.

 

Fast 80 Bewerbungen waren allein in dieser Kategorie eingegangen. „Alle Projekte waren bemerkenswert“, erklärte die Laudatorin. Gereicht hatte es für Tabalingo trotzdem nicht.

 

Gleich danach mussten die Stolberger ein weiteres Mal zittern. In der Kategorie „Partizipation“ war die Stolberger Verwaltung nominiert und zwar mit dem Leitbild „Soziale Kupferstadt 2030“ – ein Projekt, das auch im Stolberger Aktionsplan Inklusion verankert ist. Die Landesbehinderten- und Patientenbeauftragte Claudia Middendorf hielt in dieser Kategorie die Laudatio und machte deutlich, wie wichtig es sei auch den Menschen eine Stimme, einen Raum und ein Gehör zu geben, „die nicht immer über die lautstärkste Lobby in der Öffentlichkeit verfügen“. Doch auch die Stolberger Verwaltung, vertreten durch den Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger und Sozialamtsleiter Paul Schäfermeier, ging leer aus. Waren die Stolberger umsonst nach angereist?

 

Die Überraschung gab es dann am Ende. Zwei Sonderpreise wurden von Claudia Middendorf verliehen –beide passend zum Sportjahr 2018. „Wir zeichnen zwei Projekte aus, die Sport als Dreh- und Angelpunkt haben, um so gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen“, sagte sie. Der Verein Tabalingo habe einen innovativen Ansatz, um Barrieren im Bereich Sport zu überwinden. In der inklusiven Liga könne jeder aktiv zur Mitgestaltung beitragen oder mit Freude dabei sein.

 

Freude herrschte bei den Espeters über die Auszeichnung. Enttäuschung gab es auf der Seite der Stolberger Verwaltung allerdings nicht. Im Gegenteil! Lautstark applaudierten Voigtsberger und Schäfermeier und gehörten zu den ersten Gratulanten.

 

„Es ist eine Anerkennung für die hervorragende Arbeit, die der Verein Tabalingo in den letzten Jahren geleistet hat“, sagte Voigtsberger. Die Nominierung der Stadt für ihr soziales Leitbild sei ebenfalls ein großer Erfolg. „Das zeigt, dass wir mit unserem sozialen Leitbild etwas Schönes geschaffen haben“, so Voigtsberger weiter.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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