Lautes Babygeschrei statt Mathestress

Schüler der Realschule Mausbach sind mit sogenannten „Stressbabys“ eine Woche lang Eltern auf Probe.

Foto: V. Nogaj
Foto: V. Nogaj

Schwanger werden während der Schulzeit – das bringt für Jugendliche, die selbst noch nicht erwachsen sind, oft ungeahnte Verantwortung mit sich. Was es bedeutet, ein Kind großzuziehen und wo sie sich bei Bedarf Unterstützung holen können, haben die Schüler der neunten Jahrgangsstufe an der Mausbach Realschule im Laufe des Schuljahres in der Projekt-AG „Vor dem Anfang starten – junge Menschen entwickeln Erziehungskompetenz“ gelernt.

 

In dem Projekt wurde den Schülern vermittelt, wie sie Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen können: Finanzplanung, Sexualerziehung und eine verantwortungsbewusste Kinderplanung gehörten dazu. Höhepunkt der AG war nun die Projektwoche mit den sogenannten „Stressbabys“.

 

„Das sind programmierte Puppen, die wie echte Babys schreien, gefüttert und getröstet werden müssen“, erklärte Christina Sobotta vom Helene-Weber-Haus. Sie leitete gemeinsam mit Lehrerin Sigrid Kochs die Projekt-AG für interessierte Schüler der neunten Jahrgangsstufe.

 

„Anhand der Puppen lernen die Schüler, welche Schwierigkeiten es mit sich bringen kann, ein Kind in die Welt zu setzen“, sagte Sobotta. Wickeln, füttern und schaukeln der Puppen – auch nachts – gehörte für die Jungedlichen dazu.

 

Da war die Belastungsgrenze einiger Schüler schnell erreicht: „Ich habe heute Nacht kaum geschlafen“, sagte Laura Dumitresco. „Meine Puppe hat jede halbe Stunde geschrien.“ Auch Lehrerin Kochs nahm wahr, dass die Schüler sich veränderten: „Die Mädchen kommen morgens weniger geschminkt zum Unterricht, alle sind sehr müde“, sagte sie. Dennoch haben die Schüler ihre Aufgabe als Probe-Eltern sehr ernst genommen: Laura Dumitresco hat „ihrem“ Baby sogar einen Namen gegeben und ihm Hosenanzug und Strampler gekauft.

 

Neben dem praktischen Üben erfuhren die Schüler im Unterricht auch über die Entwicklung eines Embryos im Mutterleib, die Auswirkungen von Alkohol- und Drogenmissbrauch in der Schwangerschaft und über Leistungen vom Jugendamt. Sobotta erklärte: „Es gibt für jeden Job ein Praktikum, aber ein Praktikum fürs Eltern sein, das gibt es nicht.“ Außer für die Schüler der Realschule Mausbach. Sie waren jetzt Eltern auf Probe – und froh, als sie die Babys nach einer Woche wieder abgeben konnten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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