Römische Spuren in Stolberg

Ein Vortrag beleuchtet die Geschichte der Stadt über Jahrtausende.

Die Stolberg-Touristik lädt zu einem Vortrag mit dem Thema: „Römische Spuren in unserer Heimat – zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Stolbergs vom 1. Jahrhundert vor Christi bis zum 4. Jahrhundert nach Christi“ ein.

 

Die Stadt Stolberg kann in diesem Jahr auf eine 900-jährige Geschichte zurückblicken. Viel älter dagegen ist die Epoche der Messingindustrie. Sie reicht bis in das 1. Jahrhundert vor Christi zurück, als römische Truppen unter Cäsar Gallien erobern. Mit den Römern beginnt neben dem systematischen Abbau von Rohstoffen der Aufbau einer modernen Infrastruktur. Eisen und Blei - Erze, die bereits den unterworfenen Kelten bekannt waren - werden erweitert durch Galmei. Straßen werden gebaut, Grenzsicherungen vorgenommen, die Rechtsprechung vereinheitlicht – Voraussetzungen für eine prosperierende Wirtschaft.

 

Zentren der Erzförderung und –verhüttung in unserer Region sind der Raum um Gressenich/Mausbach und der Schlangenberg bei Breinig. Mit dem Ende des Weströmischen Reiches im 4. Jahrhundert endet auch die erste Messingepoche. Wenige, aber eindrucksvolle Relikte aus dieser Zeit sind erhalten geblieben. Etwa der Tempelbezirk Varnenum oder die römische Villa im Propsteierwald. Sie werden einen Schwerpunkt in dem Vortrag bilden, den Referent Peter Sieprath am Donnerstag, 19. Juli, ab 19 Uhr im Forum des Museums Zinkhütter Hof halten wird. Der Eintritt ist frei.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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