Geheime Kommandosache: die Linie 38

Vom AVV enttarnt. Start zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt vertagt. Verlängerung über Zweifall nach Breinig?

Foto: Jürgen Lange / Collage: Thomaa Heinen
Foto: Jürgen Lange / Collage: Thomaa Heinen

Top Secret: Dieses Thema ist eine geheime Kommandosache. Noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind die Details des neuen Stolberger Wundermittels an der Mobilitätsfront. Weder die Stadtverwaltung noch die Aseag wollen bislang Details über genaue Takte, Frequenzen, Routen und Kosten der neuen Linie 38 verraten. Aseag-Sprecher Paul Heesel: „Wir haben unsere Vorstellungen erarbeitet. Nun ist die Stadt am Zuge.“ Auch der Technische Beigeordnete Tobias Röhm tritt noch auf die Bremse: „Wir prüfen die Sache noch.“

 

Ans Tageslicht gekommen ist die geheime Buslinie durch eine durchaus offiziell beabsichtigte „Indiskretion“ bei der Einladung zur Verbandsversammlung des Aachener Verkehrsverbundes am vergangenen Mittwoch. Unter Tagesordnungspunkt 7 ist wird dort zu Fahrplanmaßnahmen Stellung bezogen:

 

„Das zum Juni 2018 zur Umsetzung vorgesehene Konzept zur neuen Linie 38 (Stolberg Hbf. – Stolberg Mühlener Bf.) zur Verbesserung der Anbindung des Stolberger Hbf. an die Innenstadt soll auf Wunsch der Politik in Stolberg im Hinblick auf eine Erweiterung bis Zweifall geprüft werden. Eine Umsetzung der Maßnahme zum Juni 2018 ist daher noch nicht möglich. Ein genauer Umsetzungszeitpunkt kann erst nach entsprechender Diskussion im diesbezüglichen Fachausschuss in Stolberg und dem noch zu fassenden Beschluss zu dieser Maßnahme ermittelt werden.“

 

Im Stolberger Verkehrsausschuss ist aber bis dato noch nie die Rede gewesen von einer Linie 38. Mehr vage als konkret philosophierten Politik und Verwaltung bislang nur über die Notwendigkeit einer verbesserten Anbindung des Hauptbahnhofes – zusätzlich zur Euregiobahn – an die Innenstadt, nicht zur abends und an Wochenenden, sondern auch zu Hauptverkehrszeiten. Eine Vorlage dazu gab‘s nie.

 

Paul Heesel bestätigt: „Die Stadt Stolberg hat uns gebeten, die Planung für die Linie 38, die als Pendelverkehr zwischen Stolberg Hauptbahnhof und Stolberg Altstadt konzipiert war, zu überarbeiten und dabei den Wunsch nach einer ÖPNV-Verbindung von Zweifall nach Breinig mit zu berücksichtigen beziehungsweise in die Linie 38 zu integrieren. Die Planung für die Linie 38 ist daraufhin entsprechend erweitert worden.“

 

Will sagen: Der Fahrplan ist erarbeitet, die zusätzlichen Wagenkilometer, die Stolberg bezahlen müsste, sind berechnet. „Die Stadt muss jetzt darüber entscheiden“, sagt Heesel. Also dürfte angenommen werden, dass die Verwaltung nun prüft, ob Route, Zeiten sowie Haltestellen nach Wunsch sind und ob oder wie die Finanzierung dafür zu stemmen ist. Entsprechend fehlt ein konkreter Zeitpunkt, wann die neue Linie eingeführt wird.

 

Gewiss ist nur: „Weil die Planung für die Linie 38 überarbeitet wird, kann sie nicht – wie ursprünglich geplant – zum 15. Juli eingeführt werden“, sagt Heesel.

 

Wann der Verkehrsausschuss in Stolberg sich mit der geheimen Verschlusssache beschäftigen wird, steht derzeit ebenso noch nicht fest. Auffällig ist allerdings, dass seit den vergangenen Wochen bei Facebook verstärkt eine Verbindung Zweifalls mit Breinig per Bus thematisiert wird.

 

Warum die Linie 38 heißt

  • „Die Liniennummer 38 ist nicht belegt und kann für die neue Linie verwendet werden, da sie von der Endziffer „8“ zum Stolberger Netz passt“, sagt Aseag-Sprecher Paul Heesel. So ist die Linie 8 zwischen Eschweiler und Zweifall unterwegs, und die Linie 48 verbindet Eschweiler mit dem Mühlener Bahnhof.
  • Die neue Linie 38 hat laut Aseag aber rein gar nichts mit ihrem historischen Vorgänger zu tun. Ältere Stolberger werden sich noch erinnern, dass bereits einmal eine Linie 38 im Stadtgebiet verkehrte. Sie verband damals Eschweiler über Werth und Mausbach bis hin nach Breinig.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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