Auch andere Kommunen sind interessiert

Das Familienbüro der Stadt Stolberg ist in der Städteregion einmalig. Nun feiert es seinen ersten Geburtstag. Konzept kommt an.

Foto: S. Essers
Foto: S. Essers

In der Städteregion sucht es seinesgleichen: das Familienbüro der Stadt Stolberg. In diesen Tagen feiert die Anlaufstelle an der Rathausstraße ihren ersten Geburtstag. Das Fazit nach einem Jahr? Das Konzept kommt an. Und zwar nicht nur bei den Stolbergern, sondern auch bei anderen Kommunen. In den vergangenen Monaten gab es bereits Anfragen aus Grevenbroich und Emmerich. „Unser Konzept hat weite Kreise geschlagen, weil wir viele unterschiedliche Bereiche an einer Stelle bündeln“, sagt Mitarbeiterin Sabine Viethen.

 

Entstanden ist die Idee, ein niedrigschwelliges Angebot für Familien einzurichten, bereits vor zwei Jahren. Schließlich stand das Jahr 2016 in Stolberg unter dem Motto Familienfreundlichkeit. Das Familienbüro sollte eine Lotsenfunktion übernehmen und alle Angebote (siehe Infobox) unter einem Dach bündeln. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger sind der Meinung, dass dies gelungen ist. „Wir haben einen zentralen Anlaufpunkt geschaffen, der auch von der Bevölkerung wahrgenommen wird“, so Grüttemeier. Die Zahlen untermauern dies. Zwischen 25 und 30 Besuchskontakte kann das Familienbüro pro Tag verzeichnen.

 

Was den Stolbergern besonders gefällt? Der einfache Zugang. „Die Besucher wissen, dass wir zum Jugendamt gehören, aber die negative Besetzung dieses Begriffs fällt weg. Wir erfahren jeden Tag, wie die Hemmschwelle ein Stück fällt“, sagt Mitarbeiterin Isabell Klein. Nicht selten kommt es vor, dass Familien das Büro aufsuchen, um mit ihrem Nachwuchs dort zu spielen. Aus diesem ersten Kontakt entwickeln sich oft Fragen, die dann direkt vor Ort geklärt werden können.

 

Eine enge Vernetzung sei dafür das A und O. Nicht nur zwischen den einzelnen Abteilungen, sondern auch zu den freien Trägern. So findet unter anderem die Beratung für Alleinerziehende des Sozialdienstes katholischer Frauen im Familienbüro statt. Jeden Freitag veranstaltet das Helene-Weber-Haus zudem am Nachmittag ein Kreativcafé für Kinder und Erwachsene. Eine enge Zusammenarbeit besteht auch mit der Bücherei. Jeden Donnerstag treffen sich dort die Lesewürmchen, die von Dorothea Voigtsberger, die im Familienbüro unter anderem für den Babybesuchsdienst zuständig ist, betreut. Momentan nehmen elf Kinder das Angebot wahr. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.

 

Und auch im Familienbüro werden regelmäßig Veranstaltungen angeboten. Im ersten Halbjahr 2018 fanden bereits mehrere Elternveranstaltungen statt – Kinderbetreuung am Nachmittag inklusive. Auch Babysitter- und Erste-Hilfe-Kurse stehen regelmäßig auf dem Programm. „Die Angebote wurden bisher alle sehr gut angenommen“, sagt Sabine Viethen.

 

Wichtig sei zudem, dass nicht nur Mütter oder Väter die Anlaufstelle aufsuchen, sondern ihre Kinder auch mitbringen. Das erleichtere oft die Arbeit. Vor allem dann, wenn es um die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz geht. „Es ist von Vorteil, dass man sich mit den Eltern und Kindern hier treffen kann, um herauszufinden, in welche Kita das Kind beispielsweise am besten passt“, sagt Mitarbeiterin Bärbel Moll.

 

Erst seit Februar sind Sebastian Kaltenborn und seine Kollegen im Familienbüro beheimatet. Sie kümmern sich um das Thema OGS-Beiträge. Seitdem herrsche in der Anlaufstelle an der Rathausstraße „noch mehr Publikumsverkehr“, meint Kaltenborn. Weitere Umzüge aus dem Rathaus in das Familienbüro seien allerdings nicht geplant. Momentan sind alle Büros in der rund 300 Quadratmeter großen Anlaufstelle besetzt. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich nicht auch in Zukunft noch einiges tut. Da nun mehr Mitarbeiter vor Ort seien, könne man auch die Öffnungszeiten verbessern, so Josef Offergeld, stellvertretender Leiter des Stolberger Jugendamts. Eine weitere Aufgabe, die ab November umgesetzt werden soll: die Einführung eines Kita-Portals. Dieses sollen Eltern künftig nutzen können, um ihren Nachwuchs online für einen Betreuungsplatz anzumelden. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann dies natürlich nach wie vor in den Kindertagesstätten machen oder das Familienbüro aufsuchen. Dort soll nämlich ebenfalls ein Terminal installiert werden. Ob dieser allerdings auch schon im November vor Ort sein wird, steht derzeit noch nicht fest.

 

Fest steht dafür allerdings, dass noch in diesem Jahr gefeiert werden soll. Allerdings nicht der erste Geburtstag des Familienbüros, sondern das Jubiläum der Frühen Hilfen. Auch diese Abteilung hat im Gebäude an der Rathausstraße ein neues zu Hause gefunden und wurde vor zehn Jahren in Stolberg auf den Weg gebracht. Bis zu diesem Jubiläum hat das Familienbüro noch einige Jahre vor sich…

 

Die Angebote im Überblick

  • Im Familienbüro erhalten Interessierte Informationen rund um das Thema Betreuungsangebote – in Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege oder in der Offenen Ganztagsschule.
  • Angebote und Kooperationsprojekte der Frühen Hilfen findet man ebenfalls in der Anlaufstelle an der Rathausstraße. Im Familienbüro ist außerdem der Babybegrüßungsdienst zu finden.
  • Unterstützung bei der Suche nach einem Babysitter und Informationen bei der Suche nach Freizeit- Kultur- und Sportangeboten gehören ebenfalls zum Angebot.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

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