Schwarzer Humor und große Lebensfreude

Kabarettist Rainer Schmidt serviert auch „schwere Kost“ mit Leichtigkeit. Auftritt Rittersaal der Burg.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Entweder lügt seine Vita oder sein Schwerbehindertenausweis: Rainer Schmidt ist evangelischer Theologe, Pfarrer und war bis 2015 Dozent am Pädagogisch-Theologischen Institut in Bonn. Schmidt ist inzwischen freiberuflicher Referent und blickt auf eine erfolgreiche Karriere als Tischtennisspieler zurück. Bei Deutschen Meisterschaften, auf europäischer Ebene, bei Weltmeisterschaften und den Paralympics hat er mehr als 20 Jahre lang Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gesammelt.

 

„Aber in meinem Schwerbehindertenausweis steht: 100 Prozent Totalschaden“, berichtete Schmidt im Rittersaal der Burg. Dort war er im Rahmen von „Stolberg goes History“ als Kabarettist zu Gast. Die Kleinkunst ist ein weiteres „Standbein“ des Mannes, der mit einem verkürzten rechten Oberschenkel und ohne Unterarme geboren wurde. „Früher war ich selbst Publikum, aber dazu hatte ich kein Talent“, begrüßte Schmidt die Gäste und unterhielt sie in der Folge glänzend mit seinem abendfüllenden Programm „Däumchen drehen – keine Hände, keine Langeweile“. Die Kombination aus tiefschwarzem Humor gepaart mit Lebensfreude und positiver Energie kam bestens an.

 

Auch als Schmidt meinte: „Als evangelischer Pfarrer danke ich Gott jeden Tag dafür, dass ich nicht so langweilig aussehe wie mein Publikum.“ Wenn man so außergewöhnlich aussehe wie er, passiere einem auch täglich etwas Außergewöhnliches, berichtete Schmidt. So zum Beispiel bei einer Veranstaltung in Aachen, bei der ihm Fingerfood gereicht worden sei. Der Kabarettist amüsierte mit köstlichen Anekdoten von seiner Geburt an, als die „Omma“ quasi „Facebook“ erfunden habe: „Kaum war ich auf der Welt, ist sie von Haus zu Haus gelaufen, um allen Nachbarn mitzuteilen: Der Junge hat keine Hände.“

 

Schmidts erster Tag in der „Sonderschule“ brachte das Publikum ebenso zum Lachen wie seine kindlichen Abenteuer auf dem Rollbrett. Immer wieder bezog er das Publikum im Rittersaal in das Programm ein. Sein Erfolgsrezept bestand darin, auch „humoristisch schwere Kost“ mit lächelnder Leichtigkeit zu servieren.

 

Wenn etwa Kinder ihn geradewegs fragen, warum er keine Hände habe, antwortet Schmidt kurz, trocken und prägnant: „Abnutzung“. Und er macht sich gerne einen Spaß daraus, im Kaufhaus das Personal nach Artikeln wie Handschuhe oder Nagellack zu fragen...

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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