Trauer um den „radelnden Pastor“

Ferdi Bruckes , Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden St. Marien in Baesweiler, ist gestern mit fast 61 Jahren gestorben.

Archivbild: Nußbaum
Archivbild: Nußbaum

Pfarrer Ferdi Bruckes war noch am Mittwochmorgen in Beggendorf im Einsatz, um bei den Vorbereitungen für den Besuch der Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“ zu helfen. Eine Hecke am Sportplatz sollte einen Pflegeschnitt erhalten. Das war sein letzter Einsatz für die Menschen in Baesweiler, die ihm so sehr am Herzen lagen. Denn Pfarrer Ferdi Bruckes ist tot. Er wäre in wenigen Tagen 61 Jahre alt geworden.

 

Bürgermeister Dr. Willi Linkens reagierte bestürzt auf diese schlimme Nachricht. Noch am Samstag hatte er mit Bruckes beim Tag der offenen Tür des Löschzugs Baesweiler gesprochen. Und der Pfarrer sei wieder einmal voller Tatendrang gewesen – und engagiert, immer die Belange der Menschen im Blick. „Und das für alle Baesweiler ungeachtet ihrer Konfession“, betont Linkens.

 

Immer wieder hat Bruckes seine Ideen auch für die Stadtentwicklung eingebracht, etwa für die Gestaltung des Kirchplatzes. „Er ist dabei sehr kreativ gewesen“, sagt Linkens. „Ich glaube, ich war mit ihm befreundet, wir sind sehr gut miteinander ausgekommen.“

 

Im März 2011 war Bruckes nach Baesweiler gekommen – und bald auch angekommen. Da hatte es zum Beispiel schnell aus Reihen der Oidtweiler Junggesellen geheißen: „Den lassen wir aus Oidtweiler nicht mehr raus.“

 

Bruckes war Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden St. Marien und war für die angehörenden sechs Gemeinden ständig im Einsatz. Das heißt: Er war zuständig für St. Andreas in Setterich, St. Laurentius in Puffendorf, St. Petrus in Baesweiler, St. Martin in Oidtweiler, St. Pankratius in Beggendorf und St. Willibrord in Love-rich. Das war viel Arbeit, vielleicht zu viel. Dabei versuchte Bruckes sich bei allen Belastungen fit zu halten. Sein Auto benutzte er nur, wenn es in Strömen regnete oder er etwas Schweres und Sperriges transportieren musste, wie er sagte. Stattdessen war er oft mit dem Fahrrad von Kirche zu Kirche, von Termin zu Termin unterwegs. „Bete und trete“, lautete seine Devise. Damit handelte er sich den schon fast liebevollen Spitznamen „radelnder Pastor“ ein. Das Radfahren mache ihm den Kopf frei, betonte er – wahrscheinlich für immer neue Ideen. Als der Pastor von Stolberg nach Baesweiler wechselte, habe er sich darüber gewundert, wie eben die Gegend in seinem neuen Wirkungskreis ist. In Stolberg war er Pfarrer an St. Hermann Josef in Liester und St. Josef, Donnerberg. Nach seiner Weihe am 22. Februar 1986 in Aachen war er zunächst Kaplan an St. Fronleichnam, Aachen, und später zusätzlich Kaplan an St. Josef in Aachen. Er stammte aus Schwalmtal-Waldniel, geboren am 26. Juni 1957.

 

Unermüdlich war Bruckes in den verschiedensten Einrichtungen und Organisationen tätig. Er betreute Kindergärten wie Altenheime, Schützengesellschaften wie Feuerwehr, war zum Beispiel Präses des Kirchenchors St. Petrus, unterstützte die Sternsinger, kümmerte sich um Messdienerarbeit, Kommunionkinder und vieles andere mehr.

 

„Ferdi Bruckes war ein besonderer Mensch und ein besonderer Seelsorger. Er konnte Worte auch an den Stellen finden, wo niemand mehr Worte fand. Jetzt müssen andere diese Worte finden“, sagte der Würselener Schriftsteller, Musiker und Leiter des Schreibzentrums an der RWTH-Aachen, Christoph Leuchter. Leuchter hatte Bruckes 2002 kennengelernt und als Kirchenmusiker in der damaligen Pfarre von Bruckes, St. Hermann Josef auf der Liester in Stolberg, mit ihm zusammengearbeitet. Im Sommer 2017 hatten Bruckes und Leuchter in Baesweiler, St. Marien, die künstlerische Reihe „neue Musik“ aufgelegt und den neuen Jugendchor Baesweiler gegründet.

 

Dieser Chor und anderes wird bleiben von dem was Pfarrer Ferdi Bruckes, geleistet hat – und die Erinnerung an ihn.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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