Von alten Märchen bis zum Rap-Huhn

Neun Schulen wollen bei der 29. Auflage des Schüler-Theater-Festivals ihrem Publikum vielfältige Unterhaltungsangebote machen.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Geheimnisvolle Schätze, atemberaubende Choreografien, eine coole Bande, durchaus auch ernste Themen wie die Rechte von Kindern, originelle wie klassische Märchen, Gruselgeschichten, Schwarzlichttheater, kreative Rollenspiele, die Gefühle ausdrücken, und ein witziges Rap-Huhn – die 29. Auflage des Stolberger Schüler-Theater-Festivals hat wahrlich viel zu bieten. An acht Terminen wollen neun Kupferstädter Schulen und Vereine ihr Publikum begeistern. Und zwar sowohl mit den Inszenierungen auf den verschiedenen Theaterbühnen, als auch mit Tanz, Musik und tollen Effekten.

 

Den Anfang beim 29. Schüler-Theater-Festivals im Rahmen des Städtischen Kulturprogramms machen Breiniger Grundschüler mit der Inszenierung von „Secret of the golden Room“, einem Theaterstück mit Tanz und Musik, das von Kindern der Grundschule Mützenich geschrieben wurde. Die Mädchen und Jungen der Grundschule Breinig stöbern auf einem Dachboden in alten Sachen, und schon geht das Abenteuer los. Ein Buch erweist sich als Portal zu einem geheimnisvollen goldenen Raum mit vielen Schätzen und auch Tänzerinnen. Doch es gibt auch eine gefährliche Hexe, bedrohliche Herrscher und unheimliche Mumien, die die Jungen in größte Gefahr bringen. Können die Mädchen die Jungen retten, und gibt es ein Happy End?

 

Weiter geht das Schüler-Theater-Festival mit einem Doppelschlag im Kulturzentrum Frankental. Dort tanzen zunächst die „Moving Flashlights“. Die junge dynamische Gruppe von der Tanzschule „Not just Dancing“ bringen eine frische Choreografie zu Pop-, Hip-Hop- und Musical-Songs auf die Bühne, die im Anschluss von Kindern der Hermann-Schule bespielt wird. Die Grundschüler binden die Themen Freundschaft und Inklusion in eine Krimi-Handlung ein: Die Hermannbande ist eine Kinderbande, die sich schon seit dem Kindergarten kennt. Um in ihre Bande aufgenommen zu werden, muss man zuvor eine Mutprobe bestehen.

 

Als sich bei einer solchen Mutprobe ein Kind schwer verletzt, lässt die Bande es im Stich. Das Kind wird gerettet, weil ein behinderter Junge alles durch sein Fernglas beobachtet und die Feuerwehr alarmiert hat. Daraufhin geht sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung, und er gehört nun zu den „Hermännern“. Besonders, als er erzählt, dass er von seinem Zimmerfenster aus einen Diebstahl beobachtet hat. Die Hermannbande beschließt, in diesem Fall selbst zu ermitteln, um die Täter zu entlarven. „Kira macht Kinder stark“ thematisiert die Rechte von Kindern, und das nicht etwa in fernen Ländern, sondern bei uns in Deutschland, wo vernachlässigte Kinder, Fastfood und Gewaltspiele inzwischen zum traurigen Alltag gehören. Was ist das überhaupt, ein Kinderrecht?, fragt sich ein Kind, das auf der Bühne sitzt. Ganze 54 Artikel im Gesetz gibt es dazu, erklärt ein Professor. Dann müsste es ja eigentlich allen Kindern gutgehen. Der Professor hat eine ernüchternde Antwort. Bald darauf erscheint Kira, ihr Name steht für „Kinderrechte achten“. Sie unterbricht zwei Jugendgruppen im Streit und wird prompt von den „frechen Zicken“ und den „wilden Jungs“ schlecht behandelt.

 

Königlich geht es bei den Zweifaller Grundschülern zu – oder auch nicht, denn der Name des Stücks ist Programm: „Iiiiich König – au Backe!“, lautet der Titel der Inszenierung, bei der der alte König der Tiere müde ist und möchte, dass sein Sohn Lionel nun sein Amt übernimmt. Doch was für viele ein Traum ist, kommt Lionel so gar nicht gelegen. Er hat ganz andere Pläne und überlegt, wie er an dem Job mit dem steifen Hofzeremoniell und dem ganzen Klimbim vorbeikommen kann. Als die Sache schon aussichtslos erscheint, kommt ihm der rettende Gedanke.

 

In der Regenbogenschule wird es gruselig, und „Der Spuk erwacht um Mitternacht“. Das sonst so mutige Mädchen Sami findet einfach keinen Schlaf, weil sich nachts immer wieder die unheimlichsten Zombies, die sie sich überhaupt vorstellen kann, in ihr Kinderzimmer schleichen. Ob Sami eine Lösung für das schaurige Problem findet, erfahren die Zuschauer aus dem Stück. Im Rittersaal der Burg gehen den Zuschauern gleich mehrere Lichter auf, wenn die inklusive Schwarzlicht-Tanztheatergruppe von Tabalingo das Musical „Aladdin“ präsentiert.

 

Mit viel Musik und Humor gehen die Kinder der Grundschulen Gressenich und Hermannstraße gemeinsam der Frage auf den Grund, was besser ist – Stadt oder Land. Für das Rap-Huhn ist die Sache klar: In der Stadt pulsiert das Leben, und alles ist viel größer und besser. Wenn es regnet, geht man nicht in den Stall, sondern ins Eiermuseum. Und man tritt dort nicht in armseligen Kuhmist, sondern in richtig saftige Hundehaufen. Die Hennen Hennrike, Hennriette und Kuhnigunde sind mächtig beeindruckt, aber Küken Eggbert will es genauer wissen.

 

Bei „Feelings inside“ entwickeln Jugendliche der Gutenberg-Schule eigene Szenen über kreative Rollenspiele und finden dabei die Möglichkeit, ihre Gefühle in verschiedenen Darstellungsformen von Tanz und Theater auszudrücken. Die Rahmenhandlung bildet eine Situation des Schullebens, in der die verschiedenen Schüler mit ihren Themen in den Fokus rücken. Liebe, Freundschaft, Identität und mehr werden durch eigene „Moves“ gestaltet. (dim)

 

Die Inszenierungen auf den verschiedenen Theaterbühnen im Überblick

 

Den Startschuss zum 29. Stolberger Schüler-Theater-Festival gibt die Grundschule Breinig am Donnerstag, 14. Juni, und präsentiert um 10.15 Uhr „Secret of the golden Room“ in der Grundschule an der Stefanstraße. Die „Moving Flashlights“ der Tanzschule „Not just Dancing“ heizen dem Publikum am Donnerstag, 21. Juni, um 18 Uhr im Kulturzentrum Frankental ein, bevor Kinder der Hermann-Schule am selben Abend die „Hermannbande“ auf die Bühne an der Frankentalstraße 3 bringen.

 

„Kira macht Kinder stark“ zeigt die Grundschule Grüntalstraße am Dienstag, 26. Juni, um 11 Uhr ebenso im Kulturzentrum Frankental wie die Grundschule Zweifall, die dort am Mittwoch, 27. Juni, um 18 Uhr „Iiiiich König – au Backe!“ präsentiert. In der Regenbogenschule muss am Donnerstag, 28. Juni, kein Zuschauer auf die Geisterstunde warten, denn das Stück „Der Spuk erwacht um Mitternacht“ beginnt bereits um 11 Uhr vormittags.

 

Die Schwarzlicht-Tanzgruppe von Tabalingo führt effektvoll das Musical „Aladdin“ am Samstag, 30. Juni, um 15 Uhr im Rittersaal der Burg auf, und dort unterhalten auch die Akteure der Grundschulen Gressenich und Hermannstraße am Sonntag, 8. Juli, um 15 Uhr mit der Inszenierung von „Das Rap-Huhn“. I

 

Ihre „Feelings inside“ zeigen schauspielernde Jugendliche der Gutenberg-Schule zum abschließenden Finale des Festivals am Montag, 9. Juli, um 10.30 Uhr im Kulturzentrum Frankental.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.