Schüler debattieren beim Planspiel „Model United Nations“

An der Radbound Universität in Nijmegen schlüpften fünf Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums in die Rollen von Delegierten bei den Vereinten Nationen.

Foto: S. Beckwermert
Foto: S. Beckwermert

Zusammen mit 240 Schülern aus zehn verschiedenen niederländischen Schulen debattierten Annika Eicker, Katharina Hagen, Sebastian Henges, Isabel Lothmann und Til Wassenich aus dem Leistungskurs Englisch der Jahrgangsstufe 11 des Ritzefeld-Gymnasiums im Rahmen des Planspiels „United Netherlands High School Program Model United Nations“ an der Radbound Universität in Nijmegen.

 

Model-United-Nations-Konferenzen (MUNs) sind Simulationen, bei denen die Teilnehmer in die Rolle von Delegierten bei den Vereinten Nationen schlüpfen. In nachgestellten Gremien wie z. B. der Generalversammlung debattieren die Delegierten ausschließlich in englischer Sprache über weltpolitische Themen, handeln Kompromisse aus und verabschieden Resolutionen. Jeder der Teilnehmer vertritt einen Staat, in dessen Position er oder sie sich vor der Konferenz eingearbeitet hat. Dabei zählt nicht die persönliche Meinung, sondern die Wiedergabe der offiziellen Position des zu vertretenden Staates. Die jungen Menschen werden dabei für bestimmte globale, politische Themen sensibilisiert und lernen, sich in englischer Sprache auszutauschen. Die Schülerinnen und Schüler debattierten über zuvor festgelegte Themen wie Sklaverei in Libyen, Verfolgung von Christen in Nord-Korea oder das Recht auf Bildung in Syrien.

 

In Kooperation mit der AFNORTH International School in Brunssum erfolgte im Vorhinein an drei Tagen eine intensive Vorbereitung auf die Konferenz. Dabei lernten die Teilnehmer verschiedene Argumentations- und Präsentationsformen sowie das Protokoll von moderierten und nicht-moderierten Fraktionssitzungen kennen. Auch wenn es sich bei den anderen Workshopteilnehmern um Muttersprachler handelte, konnten die anfangs gehegten Bedenken vor der Sprachbarriere schnell beseitigt werden. So korrigierten die Schüler gegenseitig ihre vorbereiteten Eingangsstatements und feilten gemeinschaftlich an deren Vortrag und Präsentation. Auch die Moderatoren waren begeistert, die Schülerinnen und Schüler verstünden die Abläufe schneller und seien von Anfang an in der Lage gewesen, strukturierte Reden zu halten. „Es war eine wunderbare Atmosphäre, die dauerhaft spannend blieb und jedem die Möglichkeit gab, an der Diskussion teilzunehmen“, so die Einschätzung des Teilnehmers Sebastian Henges.

 

Bei der Abschlussveranstaltung in Nijmegen – zu der sich die Schülerinnen und Schüler dem Anlass entsprechend in Anzug und Kostüm kleideten – konnten nicht nur die neu gelernten Fachvokabeln, sondern auch die Rede- und Präsentationsfähigkeiten erprobt werden. Während der Konferenz vertraten die „Delegierten“ die Position „ihres“ Landes dann in simulierten Komitees, z.B. in der UN-Generalversammlung oder im Ausschuss für Fragen der Menschenrechte. Dort wurden nach einer Tagesordnung aktuelle weltpolitische Themen diskutiert und Resolutionstexte entworfen.

 

Die Delegierten versuchten, Unterstützer für ihre Resolutionsentwürfe zu finden oder durch Kompromissbildung im Sinne ihres Landes für sich zu gewinnen, um anschließend im Komitee über die Resolution zu diskutieren. Als sie im Gremium verabschiedet wurden, wurde der Entwurf an die simulierte Vollversammlung der Vereinten Nationen weitergeleitet, in der nach einer erneuten Diskussion und Abstimmung die Resolution endgültig in Kraft treten konnte. „Die Vorbereitung war anstrengend, aber für die Endveranstaltung hat es sich gelohnt. Die Diskussion war interessant“, sagt Katharina Hagen .

 

Am Ende des langen und ereignisreichen Tages zogen die Schüler zusammen mit ihren Partnern von der AFNORTH International School eine sehr positive Bilanz. „Ich kann dieses Projekt und diese Erfahrung jedem Schüler nur weiterempfehlen“, so Sebastian Henges, und Isabel Lothmann ergänzte: „Nicht nur hat mir die Debatte viel Erfahrung und ein Zertifikat eingebracht, sondern auch die nötige Überwindung und das Selbstvertrauen, vor vielen wildfremden Leuten in einer anderen Sprache zu sprechen. Auf Augenhöhe mit Jugendlichen, die genauso wie wir sind, über weltbewegende und global kontrovers diskutierte Themen zu debattieren, hat mir persönlich einen Weitblick über die Möglichkeiten gegeben, die sich durch Englisch für uns ergeben.“

 

Quelle: Super Mittwoch

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