DKB erbringt 1993 eine Pionierleistung

Eisenbahnfreunde im Rückblick: Dürener Kreisbahn wagt vor 25 Jahren ein seltenes Experiment und übernimmt zwei Strecken von DB.

Foto: C. Hahn
Foto: C. Hahn

Vor 25 Jahren war es noch ein seltenes Experiment: 1993 übernahm die „Abteilung Schiene“ der Dürener Kreisbahn (DKB) von der Deutschen Bundesbahn deren beide von Düren ausgehende Strecken nach Linnich und Heimbach, um sie fortan – seit 2003 als Rurtalbahn (RTB) – privat und in eigener Regie zu betreiben.

 

Wie diese Umstellung vonstattenging, wie es vorher aussah und wie sich die beiden Linien seither entwickelt haben: Das war jetzt Thema des jüngsten traditionellen „Frühschoppens für Eisenbahnfreunde“ im Foyer des Stolberger Hauptbahnhofs.

 

Stühle für die vielen Zuhörer gab es auch dieses Mal wieder nicht genug. Dafür konnte sich Organisator Roland Keller wahrlich nicht über einen Mangel an Besuchern beklagen. Und die interessieren sich nicht nur gerade einmal für Züge und ihre Historie, weil der Kupferstädter Veranstaltungskalender sonst nichts hergibt. Die meisten sind a) Stammgäste und b) selbst im Thema Eisenbahn sehr versiert.

 

Denn Kellers Frühschoppen genießen einen guten Ruf. Schienen, weit weg und vor der eigenen Haustür, Bahnen auf Java und den Stolberger Fabrikshöfen sind hier immer wieder ein Thema.

 

Das Publikum nimmt es dankbar auf, wenn es neue interessante Informationen rund um das Thema Bahn gibt.

 

Dem einen oder anderen Referenten sind die Treffen im Bahnhof auch eine etwas weitere Anreise wert. Klaus Wölfle, der zusammen mit Gastgeber Keller und Arno Mürkens aus Düren das Werden der RTB erläuterte, war aus Mainz gekommen – und tauche sofort tief in seine Erinnerungen an eine Jugend in Selgersdorf bei Jülich mit direktem Blick aus der Dachluke auf die Bahn ein.

 

„Fünf Züge“, schwärmte er, „konnten früher im Bahnhof Düren in die verschiedenen Richtungen gleichzeitig abgefertigt werden.“ Wie das genau funktionierte: Das dokumentierte der Referent sogleich mit einem farbig gefassten Gleisplan der Anlagen. Pilger- und andere Sonderzüge, Fahrten und Bahnhofsfeste mit einem politischen Hintergrund (vor allem, um das ausrichtende Verkehrsunternehmen in der Öffentlichkeit als modern und leistungsfähig zu etablieren).

 

Das alles und noch mehr ließ Wölfle in rascher Folge Revue passieren. Der 23. Mai 1993, der Tag, an dem zwischen Düren und Linnich sowie Heimbach alles anders wurde, Prominente aufmarschierten und eigens gefertigte Zuglaufschilder in Empfang nahmen – auch das blieb keineswegs außen vor.

 

Die alten Schienenbusse, mit denen die DKB in die private Zukunft der Bahn startete, tuckerten wieder mit ihren Dieselmotoren durch die Felder.

 

Ihr Verschwinden kommentierte Klaus Wölfle staubtrocken: „1996 – da standen sie schon wieder auf dem Abstellgleis.“ Mehr zum Frühschoppen: www.eisenbahn-stolberg.de

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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