Viele bekannte Schlager wohlklingend in Szene gesetzt

Beim Frühjahrskonzert des Instrumentalvereins Eilendorf stehen mehr als 100 Mitwirkende auf der Bühne. Viel Applaus.

Foto: C. Hahn
Foto: C. Hahn

Rund 300 Zuhörer lockte das Frühjahrskonzert des Instrumentalvereins Eilendorf (IVE) am Samstagabend in das Museum Zinkhütter Hof. Die meisten von ihnen waren aus dem nahen Aachener Stadtteil nach Münsterbusch angereist und lauschten aufmerksam den Darbietungen der drei IVE-Orchester mit insgesamt zirka 100 Mitwirkenden.

 

Das Motto ließ etwas von der Vorfreude auf den Besuch des französischen Staatspräsidenten Macron zur Karlspreis-Verleihung im Rathaus der Kaiserstadt erkennen: „Vive la France!“

 

Das ließ auch fröhlich bis romantisch die Pressesprecherin des Vereins, Maria Vossen, erkennen, die charmant durch den Großteil des rund zweieinviertelstündigen Programmes führte – nicht jedoch durch den ersten Block mit vier Beiträgen des von Didier Dhont geleiteten Musikschul-Orchesters, bei dem die Jüngsten des IVE gleich die beiden Moderatorinnen und mit dem zehnjährigen „König Laurin“ Lochhaas anfangs auch den „Dirigenten“ stellten.

 

Das Repertoire des munter aufspielenden Ensembles wirkte faccettenreich – wobei Laurin nach seiner gestenreichen Einlage bei der einleitenden „Fanfare für den Sonnenkönig“ von Ivo Kouwenhoven auch noch bei der „Balade de la Tour Eiffel“ in Erscheinung trat, und zwar als Solo-Posaunist an der Seite von Didier Dhont.

 

Das gleichfalls von ihm dirigierte Jugendorchester nahm nach der Zugabe der kleinen „Kollegen“ das Podium ein und zollte mit Gilbert Becauds Schlager „Et Maintenant“ und dem stimmungsvollen „L‘Été Indien“ von Joe Dassin der „Grande Nation“ Frankreich Tribut – und ebenfalls mit Maurice Ravels „Boléro“, dem an der Trommel Maximilian Hecker, Sohn des IVE-Vorsitzenden Frank Hecker, rhythmische Struktur verlieh.

 

Mit dem 15-jährigen Jonas Scheidgens am Flügelhorn konnte sich zudem ein weiterer Solist aus der Jugend in deren Block wirkungsvoll und wohlklingend in Szene setzen.

 

Nach den Junioren in ihren schwarzen Polohemden, die wie die Jüngsten nicht um eine Zugabe herumkamen, genossen die „Großen“ in ihren grünen Westen den großen Auftritt.

 

Den Ton gab dabei eine Frau an: Janneke Hanssen-Moerke, die zuvor in den Orchestern der Kinder und der Jugendlichen als Hornistin dem Gesamtklang Wärme und Tiefe verliehen hatte. Film- und Musical-Melodien zu „Der Glöckner von Notre Dame“, „Ratatouille“ und „Les Misérables“, dazu Edith Piafs Chanson „La vie en rose“ forderten die Fähigkeiten der Musiker zur farbigen Gestaltung ihres Repertoires heraus und schufen ihn gleichzeitig ausreichend Freiräume, um die eigene Virtuosität öffentlich zu präsentieren.

 

Vereinschef Hecker zeigte dabei, dass er nicht nur die Arbeit des IVE organisieren, sondern auch als Schlagzeuger dem Sound des Großen Blasorchesters den nötigen Wumms mitgeben kann.

 

Der Verein im Internet:

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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