Nebulöse Vorgänge im Seniorenzentrum

Mitarbeiter aus der Einrichtung am Amselweg melden sich zu Wort. Mobbing und Burn Out? Verdi kann das nicht bestätigen.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Kaum zu sehen war das Seniorenzentrum am Amselweg gestern Morgen – versteckt hinter einer undurchsichtigen Nebeldecke. Undurchsichtig scheint wohl auch das zu sein, was sich derzeit im Inneren der Einrichtung abspielt. Ende der vergangenen Woche berichteten wir, dass die finanzielle Situation der Einrichtung am heutigen Dienstag Thema in Hauptausschuss und Rat sein wird. Daraufhin meldeten sich einige Mitarbeiter, die nun ihre Sicht darstellen wollen.

 

Bereits in der Vergangenheit hatte das Thema Arbeitsbedingungen immer wieder eine Rolle gespielt. Von Überlastung und Druck war die Rede. Ende des vergangenen Jahres fand schließlich eine Mitarbeiterversammlung statt. Dabei stand nicht nur die finanzielle Situation der Einrichtung im Vordergrund, sondern auch der Gesundheitszustand der Mitarbeiter. Der sollte verbessert werden. Mit einer Analyse der Arbeitsplatzbelastung, die ein externer Anbieter durchführen soll, wollte man die Situation vor Ort darstellen.

 

Betriebsrat und Mitarbeiter sowie die Geschäftsführung hatten die Aufgabe, einen entsprechenden Fragenkatalog zusammenzustellen. Dieser sei nun fertiggestellt, teilte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier auf Nachfrage mit. Am morgigen Mittwoch findet in der Einrichtung eine Betriebsversammlung statt. Auf dieser soll der Fragenkatalog vorgestellt werden. Gegenüber unserer Zeitung hatten sich die Mitarbeiter beschwert, dass sich diesbezüglich bisher noch nichts getan habe. Und damit nicht genug.

 

Vor allem gegenüber Geschäftsführerin Gabriele Makola erheben sie schwere Vorwürfe. Mittlerweile seien zwölf Angestellte in psychologischer Behandlung. Gründe dafür seien Burn Out und Mobbing. Auch Klagen wegen Mobbings seien bereits eingereicht worden.

 

Harald Meyer, Gewerkschaftssekretär der Verdi für den Bereich Gesundheit und Soziales, ist bereits seit etlichen Jahren mit der Situation vor Ort betraut. Auch er nahm an der Mitarbeiterversammlung Ende des vergangenen Jahres teil und stehe mit dem Betriebsrat in engem Austausch. Es gebe mehrere Probleme in der Einrichtung, eines davon sei die Geschäftsführerin, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung. Mobbing-Fälle und damit verbundene Klagen seien ihm allerdings nicht bekannt. Ausschließen würde er dies jedoch nicht.

 

Auch zur aktuellen finanziellen Situation der Einrichtung beziehen die Mitarbeiter Stellung. Zu den eingesparten 30 000 Euro eines Hausmeisterpostens schreiben sie: „Einer der Hausmeister, bzw. Hausmeistergehilfen sollte seinen Hut nehmen, damit die Zahlen passen. Ihm wurde nach zehn Jahren Tätigkeit im Haus angeboten entweder Altenpfleger zu werden, oder sein Job ist Geschichte, und das mit über 50 Jahren – unglaublich!“

 

In der heutigen Ratssitzung wird Geschäftsführerin Gabriele Makola der Kommunalpolitik Rede und Antwort stehen. Ihre Mitarbeiter hoffen, laut eigener Aussage, dass sich in Sachen Arbeitsbedingungen bald etwas ändern wird.

 

„Wir haben alle die Nase gestrichen voll. Die Zahl der Kündigungen steigt und steigt“, heißt es in den Ausführungen der Mitarbeiter weiter.

 

Die Stolberger Verwaltung und die Geschäftsführung der Einrichtung reagierten gestern auf die Vorwürfe überrascht. Es habe keinerlei Anzeichen für Probleme gegeben, vielmehr habe man in den vergangenen Wochen mit den Mitarbeitern und auch mit dem Betriebsrat gut und konstruktiv zusammengearbeitet, hieß es.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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