„Wir haben schon viele große Spenden erhalten“

Im Interview spricht Sozialkaufhausleiter Manfred Peters über die Katzenberger-Spende, Bescheidenheit und den Arbeitsmarkt.

Foto: I. Kubat
Foto: I. Kubat

Die Spende von Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis bringt die Arbeit des Sozialkaufhauses Stolberg auf die große mediale Bühne. Trotzdem konzentriert sich Manfred Peters, Leiter der Sozialen Einrichtung, im Interview bereits wieder auf den Alltag.

 

Herr Peters, wie wichtig ist eine solche Spende, wie diese, die Sie nun erhalten haben?

 

Peters: Wichtig würde ich nicht unbedingt sagen. Aber auf jeden Fall löst sie etwas aus bei allen Teilnehmern. Es ist sehr spannend, und wir gehen auch mit Spannung ans Sortieren, um es auch schnellstmöglich dann an den Mann – beziehungsweise eher an die Frau – zu bringen. Es ist mal eine Abwechslung zum grauen Alltag.

 

Eine Abwechslung, die Sie auch mit ihren Mitarbeitern teilen. Es waren viele von ihnen bei der Spendenübergabe anwesend.

 

Peters: Natürlich. Das ist auch ein Dankeschön. Es ist ein besonderer Anlass, an dem sie teilnehmen können. Und das ist alles natürlich auch eine große Chance, einmal eine andere Seite des Lebens zu sehen.

 

War es die größte Spende, die Sie bis jetzt bekommen haben?

 

Peters: Nein. Wir haben schon viele große Spenden erhalten. Sogar noch größere als diese.

 

Wird die Ware am Ende auch speziell angeboten? Schließlich ist Daniela Katzenberger ein großer Name im TV-Geschäft.

 

Peters: Nein, definitiv nicht. Die Spende wird normal bei uns verarbeitet und unter die ganz normale Ware gebracht. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass wir etwas so Besonderes anbieten. Sonst wären wir in dem Moment, denke ich, schnell überlaufen.

 

Und das wäre schlecht?

 

Peters: Nein, aber das wollen wir nicht. Wir wollen einfach für den normalen Kunden da sein. Das ist unser Motto – und soll es auch bleiben.

 

Bei so viel Kundenkontakt brauchen Sie auch viele Mitarbeiter. Einige Sozialkaufhäuser in Deutschland haben Probleme, genug Mitarbeiter zu bekommen. Wie ist das bei Ihnen?

 

Peters: Also, wir suchen ja keine Mitarbeiter. Wir kriegen sie vom Jobcenter zugeteilt. Arbeitslosigkeit ist hier leider immer noch gegeben. Deswegen werden wir auch weiterhin immer genug Mitarbeiter haben. Das Thema ist noch lange nicht vom Acker: Wir haben noch sehr viel zu tun auf dem Arbeitsmarkt.

 

Wer kann das Angebot denn nutzen?

 

Peters: Wir machen das wie die Tafeln auch und gucken nach gewissen Pfändungsgrenzen. Man darf ein gewisses Einkommen nicht überschreiten.

 

Was macht ihr Sozialkaufhaus besonders?

 

Peters: Wir sind ein bisschen verrückt. Es ist immer brechend voll. Bei uns herrscht so ein gewisser Flohmarktcharakter und wir können schlecht nein sagen. Manchmal ist uns die Arbeit dann auch zu viel. Aber wir bekommen es immer irgendwie hin.

 

Ihre vielen Projekte sprechen auch für Sie.

 

Peters: Eigentlich könnten wir noch ein Kaufhaus aufmachen. Der Bedarf ist unheimlich groß. Und ich denke, dass er noch viel mehr werden wird.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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