Mit „Trittsteinen“ die Berg- und Talachse verbinden

Ökologische Aufwertung von einem Dutzend kleiner Grünfläche geplant. 90 Prozent Förderung für Konzept erwartet.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Ein vergilbter Zettel übermittelt die Bitte an die Benutzer der Bank: „Abfall in den Mülleimer. Umfeld sauber halten“ – die Anwohner werden‘s danken. Ein Kinderspielplatz ist die Ecke von Eichsfeldstraße und Schellerweg schon seit vielen Jahren nicht mehr. Eine relativ geringe Frequenz, Vandalismus und hoher Pflegeaufwand waren seinerzeit die Begründung, den Bauhof zu entlasten, indem auch dieser Spielplatz entwidmet wurde. Als Hort für Drogenkonsum und -umschlag blieb das wenig einsehbar Gelände Anwohnern lange Zeit weiter ein Dorn im Auge.

 

Mittlerweile scheint sich heute auf dem einst idyllischen Fleckchen Erde kaum noch jemand wohl zu fühlen. Kräftige Brombeerranken haben die Baum umstandene Fläche erobert. Müll liegt zwischen den Dornen und die Sitzbank ist angekokelt.

 

Doch das kann sich bald ändern. Der einstige Spielplatz ist ein potenzieller Kandidat für das „Trittstein“-Konzept, mit dem punktuell etwa ein Dutzend kleiner Flächen in Münsterbusch, Unter- und Oberstolberg ökologisch umgestaltet, miteinander in Bezug gesetzt und vernetzt werden sollen.

 

Dies ist eine Maßnahme des Integrierten Handlungskonzeptes „Berg- und Talachse“. Zur angestrebten Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ ab 2019 sollen nun kurzfristig vorbereitende Planungsleistungen eingeholt werden. „Im Untersuchungsgebiet gibt es keine größeren, zusammenhängenden Grünflächen oder vernetzte Grünzüge“, erklärt Robert Voigtsberger. „Deshalb müssen kleinere Freiflächen, grüne Verbindungswege oder Abstandsflächen an Gebäuden den vielfältigen Nutzungsansprüchen gerecht werden“, so der Erste Beigeordnete der Stadt. Eine ökologische Aufwertung dieser Flächen soll zukünftig die biologische Vielfalt wiederherstellen, das Ökosystem stabilisieren und das Naturempfinden für die Bevölkerung verbessern. Bevölkerungsgruppen, die auf Grund ihrer ökonomischen und sozialen Lage in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und die umliegenden Naherholungsgebiete nicht kennen und nutzen, sollen so ebenfalls von den Wohlfahrtswirkungen der grünen Infrastruktur profitieren können.

 

Voigtsberger geht von einer Gesamtflächengröße von etwa 5000 Quadratmetern für die „Trittsteine“ aus, verteilt auf zehn bis zwölf Standorte innerhalb des Projektgebietes. Die Kosten der Umsetzung werden mit rund 165 000 Euro kalkuliert, die Planungskosten mit rund 30 000 Euro.

 

Die Verwaltung rechnet mit einer 90-prozentigen Förderquote aus Landes- und EU-Mitteln. Der Vergabeausschuss soll heute die Planung beauftragen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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Dr. Tim Grüttemeier

 

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