Den „brennenden Schuppen“ gelöscht

Die Stolberger Jugend-Feuerwehr stellt bei einer Übung mögliche Szenarien eines Einsatzes nach. Ganz besondere Erfahrung.

Foto: Eva Rößler
Foto: Eva Rößler

Der Alarm geht los, und sofort stürmen die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr zu den Einsatzfahrzeugen. Die Einsatzstelle ist ein Schuppenbrand. An echten Einsätzen dürfen die Jugendlichen noch nicht teilnehmen, doch jetzt wurden für die fünfzehn ältesten Mitglieder der Jugendfeuerwehr Stolberg die verschiedensten Einsätze realitätsgetreu nachgestellt.

 

In Mausbach schlugen sie für 24 Stunden ihr Lager am Gerätehaus hinter der Schule auf, immer bereit für den nächsten Einsatz. Carsten Nellißen, Stadtjugendfeuerwehrwart, war unter anderem an der langen Planung für diesen Feuerwehrtag beteiligt. Personensuche, eine brennende Gasflasche, eine Eisrettung und viele weitere Aufgaben mussten die Jugendlichen meistern.

 

„Bei der Eisrettung mussten wir natürlich aufgrund des Wetters etwas improvisieren. Es war uns aber wichtig, auch diese Aufgabe nachzustellen, da dort besonders Geschicklichkeit und Teamarbeit gefragt sind. Sie erfordert ein Umdenken, schließlich darf man nicht selber ins Eis einbrechen“, erzählt Nellißen. Am Nachmittag wurde dann zu dem brennenden Schuppen gerufen.

 

Das Team, welches sich um den sicheren Aufbau des Feuers kümmerte, hatte verschiedene Holzpaletten und Bretter zusammengestellt, so dass das Feuer in etwa die Größe eines kleinen Schuppenbrandes annahm.

 

An der Einsatzstelle angekommen, wussten die Jungs und Mädchen ohne zu zögern, was zu tun ist. Eine Gruppe kümmerte sich um die Wasserversorgung, die andere Gruppe um das Löschen des Feuers. Etwa eineinhalb Stunden dauert so ein Einsatz. Das Feuer ist schnell gelöscht, doch die Nachlöscharbeiten dauern umso länger. Mit aller Kraft kümmerten sich die Jugendlichen darum, auch die kleinsten Glutreste zu löschen, um sicherzugehen, dass das Feuer nicht erneut auflodern kann.

 

Solche Übungen sind für die Jugendlichen etwas ganz Besonderes, denn normalerweise üben sie nur „trocken“. Jeden Donnerstag treffen sie sich und üben, wie die Wasserversorgung aufgebaut wird, jedoch ohne ein echtes Feuer zu löschen. „Wir haben sehr lange dafür gebraucht, um diese nachgestellten Einsätze vorzubereiten und zu planen“, berichtet Carsten Nellißen.

 

„Oft können wir das leider nicht machen, da der Aufwand viel zu groß ist. Das ist jetzt nur das i-Tüpfelchen zu den üblichen Übungen.“

 

Insgesamt hat die Stolberger Jugendfeuerwehr etwa 80 Mitglieder aus dem gesamten Stadtgebiet im Alter von 10 bis 18 Jahren. Damit die Aufgaben altersgerecht bleiben, sind sie in fünf Altersgruppen eingeteilt. Bei den jüngeren Gruppen steht dabei vor allem der Spaß im Vordergrund, wie auch der 16-jährige Leon zu berichten weiß. Er ist bereits seit sechs Jahren in der Jugendfeuerwehr und ist nach wie vor begeistert: „Früher ging es hauptsächlich um den Spaß, aber jetzt werden wir so langsam auch auf die Grundausbildung vorbereitet.“

 

Trotzdem wird der Spaß nicht in den Hintergrund gerückt. „Ich möchte zwar beruflich nicht zu der Feuerwehr, aber auf jeden Fall die Grundausbildung machen und dann weiterhin aktiv in der freiwilligen Feuerwehr weiter machen“, erzählt Leon.

 

Den Spaßfaktor betont auch Carsten Nellißen: „Natürlich machen wir hier ernsthafte Übungen, aber das Wichtigste an der ganzen Sache ist, dass die Jungs und Mädchen Freude an der Sache haben. Dennoch ist die älteste Gruppe auch die Nachwuchsschmiede für die Einsatzabteilung. Aber nicht alle hier möchten die Grundausbildung machen, um dann beruflich zur Feuerwehr zu gehen.“ Ganz konkrete Pläne als Berufsfeuerwehrmann dagegen hat der bereits volljährige Jamchid. Der gebürtige Afghane träumte schon als Kind davon, Feuerwehrmann zu werden. „Ich mochte den Beruf schon immer, weil ich damit die Möglichkeit habe, Menschen zu helfen. In Afghanistan ist die Ausbildung aber leider viel zu teuer“, erzählt er.

 

Als der 18-jährige vor etwa zwei Jahren alleine nach Deutschland kam, trat er dann sofort der Jugendfeuerwehr bei. „Meine Grundausbildung habe ich jetzt schon absolviert. Und ab und zu bin ich auch bei echten Einsätzen dabei.“ Auf seinen Erfolg ist auch Carsten Nellißen sehr stolz: „Es war toll zu sehen, wie schnell er sich die Sprache aneignete und wie begeistert er sich immer mehr für die Feuerwehr einsetzt.“ Dass er trotz seiner Grundausbildung weiterhin bei der Jugendfeuerwehr dabei ist, sei eine Ausnahme.

 

Ob die Jugendlichen also berufliche Pläne bei der Feuerwehr haben oder nicht, Spaß haben sie in jedem Fall alle an den Übungen, und sie freuen sich jeden Donnerstag auf das wöchentliche Treffen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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