Nachbarschaften fördern und das Quartier so stärken

Eine Maßnahme der neuen Förderkulisse soll der Bürgerfonds sein. Kleine Projekte können damit finanziell unterstützt werden.

Foto: Sonja Essers
Foto: Sonja Essers

Integriertes Handlungskonzept: Ein eher sperriger Begriff für ein Papier, das Projekte beinhaltet, die Nachbarschaften fördern und soziale Zusammenhänge in einem Quartier stärken sollen. Eines dieser Projekte soll ein sogenannter Bürgerfonds sein. Für kleinere Projekte sollen Bürger künftig Fördergelder abrufen können. Wie das überhaupt funktioniert? Und was eine Jury damit zu tun hat? Dazu später mehr.

 

Zum Hintergrund: Unter dem Titel „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“ will die Stolberger Verwaltung ein nachhaltiges Konzept auf den Weg bringen, das Städtebau und Soziales miteinander vereinen soll. Der Plan der Verwaltung: Das Programm Talachse Innenstadt soll künftig in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ integriert werden. Erst in dieser Woche war Ministerin Ina Scharrenbach zu Besuch und machte sich ein Bild von der Stolberger Innenstadt. Der Bürgerfonds soll eine Maßnahme im integrierten Handlungskonzept sein und vor allem Menschen, die in sozial benachteiligten Quartieren leben, dazu animieren, sich aktiver in ihrem Viertel einzubringen.

 

Das ist nämlich meist nicht der Fall, wie auch Professor Andreas Reiners und seine Studenten von der Katholischen Hochschule in Aachen herausfanden. Sie befragten zahlreiche Stolberger, warum sie sich engagieren und warum gerade das vielen Menschen so schwerfällt und stellten ihre Ergebnisse in der letzten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Generationengerechtigkeit (ASG) vor (wir berichteten).

 

Quartiere können nur in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort gestärkt und auch entwickelt werden, ist sich Robert Voigtsberger sicher. „Genau da setzt der Bürgerfonds an. Kleine Projekte im Quartier sollen auf diese Weise gefördert werden“, sagt der Erste Beigeordnete. Der Kreativität der Stolberger seien dabei keine Grenzen gesetzt. Es sei jedoch wichtig, dass das Ziel, das Quartier mit diesem Projekt zu stärken, auch verfolgt werde.

 

Ob dies der Fall ist, soll künftig eine Jury entscheiden, die aus Bewohnern des Quartiers besteht. Vorab sollen – in Zusammenarbeit mit der Stolberger Verwaltung – entsprechende Richtlinien festgelegt werden. „Das Projekt ist sehr stark auf die Eigeninitiative der Bürger ausgerichtet“, sagt Voigtsberger.

 

Gefördert wird das Projekt mit bis zu fünf Euro pro Einwohner und Jahr. In den drei Quartieren leben rund 20 000 Menschen. Macht eine Fördersumme von rund 100 000 Euro im Jahr. Bis 2023 soll das Projekt voraussichtlich laufen. Der Startschuss soll bereits im kommenden Jahr fallen. „Wir wollen zügig eine Unterstützung bereitstellen. Uns ist das Projekt ein wichtiges Anliegen“, sagt Robert Voigtsberger. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass auch die Politik dem integrierten Handlungskonzept zustimmt.

 

Der Bürgerfonds soll natürlich nicht das einzige Projekt sein, das in Zukunft im integrierten Handlungskonzept zu finden sein wird. Es geht beispielsweise eng einher mit dem sogenannten Quartiermanagement, das ebenfalls in die Quartiere eingebunden werden soll.

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

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