Mehrfamilienhaus stört einige Nachbarn

Überwiegend Einfamilienhäuser am Eburonenweg . Der geplante Neubau unterschreitet erlaubte Traufe und Firsthöhe deutlich.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

Wenig erfreut zeigten sich einige Nachbarn eines Neubauvorhabens am Büsbacher Eburonenweg. Mitten in dem von Einfamilienhäusern geprägten Neubaugebiet soll ein dreigeschossiges Mehrfamilienwohnhaus mit vier Wohneinheiten, zwei Garagen und vier Stellplätzen entstehen. Das haben die Nachbarn „mit Bedauern erfahren müssen“, sagen sie in der Einwohnerfragestunde des Ausschusses für Stadtentwicklung.

 

Der befasst sich mit dem Bauvorhaben allerdings nur, weil zwei kleinere Abweichungen vom Bebauungsplan zum Erreichen der Barrierefreiheit beantragt sind. Die Politik behält sich in diesen Fällen vor, die planungsrechtliche Stellungnahme dazu abzusegnen. Es geht um eine Überschreitung der eigentlichen Baugrenzen um 20 Zentimeter auf einer Länge von knapp fünf Metern für das Treppenhaus sowie für ein 1,50 Meter breites Vordach über dem Eingang um 80 Zentimeter. Das interessiert die Nachbarn weniger als der Umstand, dass zwischen den Einfamilien- und „ein so großes Mehrfamilienhaus“ gebaut werden soll.

 

Aber das entspreche den Vorgaben des zuletzt 2012 geänderten Bebauungsplans, erläutert Tobias Röhm. Der Bauherr bleibe sogar noch unter den planerischen Möglichkeiten. Der Bebauungsplan schreibe an dem Standort eine Zwei- oder Dreigeschossigkeit vor bei einer Traufe von neun und einer Firsthöhe von 14,50 Meter. Der Neubau liege mit 7,64 und 10,51 Meter deutlich unter diesen Grenzen. Das Gebäude erscheine eigentlich zweigeschossig, wobei das ausgebaute Dachgeschoss aufgrund von Traufe und Firsthöhe bauordnungsrechtlich als Vollgeschoss gewertet werden müsse.

 

Für die drei benachbarten Parzellen der derzeitigen Freifläche sehen drei teilweise schon genehmigte Anträge eine Bebauung mit zwei Geschossen, in zwei Fällen zusätzlich mit Dachgeschoss, vor. Erst in vergangenen Jahr war das Grundstück in vier Parzellen geteilt worden. Einerseits um der Nachfrage am Eburonenweg nach Grundstücken für Einfamilien- bzw. Doppelhaushälften nachzukommen, andererseits um die Baudichte noch einmal auflockern zu können.

 

„Denn ursprünglich hatte der Bebauungsplan noch viel Schlimmeres vorgesehen“, sagte Siegfried Pietz (CDU) und erläuterte die Historie des Büsbacher Neubaugebietes. Die 1990 aufgestellte und 1994 verabschiedete Bauleitplanung forderte unter dem seinerzeitigen Eindruck des Wohnungsmangels im gesamten Kern zwingend eine dreigeschossige und geschlossene Mehrfamilienhaus-Bebauung vor. „Da hätte es an dieser Ecke zu einer 20 mal 25 Meter langen Riegelbebauung wie bei einer Kaserne kommen können“, verdeutlichte Pietz. Die Nachfrage bleib aus. Erst 2005 erfolgte die Erschließung. In die anfänglich schleppende Vermarktung der Parzellen kam frischer Wind mit der Änderung des Bebauungsplanes vor sechs Jahren, die aktuellen städtebaulichen Entwicklungen Rechnung tragen sollte. Die bisher zwingend festgesetzten Höhen wurden in maximale geändert, Garagen und Stellplätze zugelassen sowie die Möglichkeit zur gelockerten Bauweise eröffnet. Den Christdemokraten, so Pietz ging das damals noch nicht weit genug, sie hätten gerne ganz die Dreigeschossigkeit verhindert, konnten sich damit aber nicht durchsetzen. Aber „Bei der zweimaligen Teilnahme Büsbachs am Dorfwettbewerb wurde der dörfliche Charakters des Neubaugebietes bestätigt“, erklärte Pietz.

 

Ein ganz anderes Problem dagegen hatte Gabi Halili. Einerseits würde sie als Linke ja den Bau von neuem Wohnraum begrüßen, aber angesichts der Beschwerden aus der Nachbarschaft könne sie jetzt nicht mehr den beantragten Abweichungen zuzustimmen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende enthielt sich. Alle übrigen Ausschussmitglieder stimmten der Befreiung der geringfügigen Überschreitung der Baugrenzen zu.

 

Birnen aus Ribbecks Garten lassen auf sich warten

  • Während der generationenübergreifende Spielplatz im Büsbacher Neubaugebiet am Eburonen- und Gallierweg fertiggestellt und bepflanzt ist, wird eine Ernte von frischen Beeren und leckerem Obst aus „Ribbecks Garten“ noch länger auf sich warten lassen müssen.
  • Für die den Spielplatz umgebende Grünanlage müssen die Anpflanzungen zuerst noch ausgeschrieben werden. Gesetzt werden könnten die Gehölze dann im kommenden Winter. Lediglich mit einer Fertigstellung der Wege sei im Herbst zu rechnen, so die Verwaltung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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