Gemeinde Mont Sinai stellt ihr Gotteshaus vor

Einladung zum Tag der offenen Tür am Samstag, 14. April, am Schellerweg 50. Mit der Predigt eines Gastpastors und Beiträgen des Chores.

Foto: Christoph Hahn
Foto: Christoph Hahn

Sie setzen ein Zeichen: Schon seit ein paar Wochen hängt ein großes Transparent über der Tür der früheren Neuapostolischen Kirche am Schellerweg 50 in Stolberg und kündet davon, dass hier jetzt die vor zwölf Jahren gegründete „Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Mont-Sinai“ ihre Heimat gefunden hat.

 

Dafür wollen die rund 70 Christen, die überwiegend aus dem Kongo stammen und sich untereinander entweder auf Französisch, Deutsch oder Lingala verständigen, ein öffentliches Zeichen setzen – mit einem Tag der offenen Tür, zu dem sie für Samstag, 14. April, in ihr Domizil einladen.

 

Es geht um ein Zeichen an die Adresse der Mitbürger, betont Gemeindevorsteher Tati Kazembe: „Wir wollen uns öffnen.“ Für Kazembe (Vater Gérard ist der Pastor und Gründer) wird die Zuflucht zur Heimat: „Wir leben in Deutschland“, betont er. Praktische Konsequenz: „Alles wird auf Deutsch übersetzt.“

 

Jetzt will die Gemeinde mehr und mehr nach außen wirken. Mit Blick auf die Veranstaltung am 14. April formuliert er: „Das ist die erste Gelegenheit, bei der wir uns der Öffentlichkeit zeigen.“ Es geht ihm und den Seinen darum, durch die Einladung ein positives Verhältnis zu den Mitmenschen und -christen in Stolberg aufzubauen. Aber die Gläubigen, deren Gemeinde zum baptistisch orientierten „Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden in Deutschland“ gehört, wollen auch die Stolberger mit ihrer Lesart des Christentums bekanntmachen: „Ab dann wollen wir missionarisch tätig sein.“ Damit das gelingen kann, haben die Angehörigen von „Mont-Sinai“, die ehedem in Aachen zu Hause waren, bereits 2016 die 2012 als solche angesichts schwindender Mitgliederzahlen aufgegebene neuapostolische Kirche gekauft und zu ihrer Home-Base gemacht.

 

Die soll in Zukunft keine rein afrikanische Angelegenheit mehr sein: „Wir wollen einen Raum bieten, wo Deutsche hinkommen und Gott finden können.“ Auf keinen Fall wollen die Gläubigen unter sich bleiben – im Gegenteil: „Wir wollen uns integrieren.“ Und: „Wir wollen alle Arten von Menschen erreichen.“

 

Damit das gelingt, werden alle Gottesdienste zeitnah über den Videokanal YouTube auch im Internet bereitgestellt. Darum haben Projektleiter Cedric Ngovo, in Aachen ein Aktivposten im Mittelfeld des FV Haaren und Mitarbeiter in einem medizintechnischen Unternehmen, und andere Christen den eher spartanischen Kirchenraum gehörig aufgehübscht. Links und rechts von der breiten Kanzel stehen auch schon die modernen Instrumente der Band bereit, die den Gottesdienst begleitet.

 

Insgesamt bietet das Erdgeschoss Platz für etwa 100 Menschen. Ungefähr zweimal so viele Zuhörer finden auf der Empore Sitzplätze vor. Ob dieses Angebot am 14. April ausreicht? Kazembe, Ngovo und die Anderen sind sich, da nicht so sicher: „Unsere Vermutung ist, dass es dann hier sehr voll werden wird.“ Denn eingeladen wurden nicht nur die Stolberger und Flüchtlinge aus dem Kongo, sondern außerdem ehemalige Mitglieder aus Frankreich und Belgien. Projektleiter Ngovo nimmt derweil schon sein nächstes Vorhaben in Angriff: Nach der Vorderfront soll jetzt der Garten hinter der Kirche schöner gestaltet werden. Die Gemeinde ist im Internet unter www.eglisemontsinai.de erreichbar. Die Gemeinde „Mont-Sinai“, Stolberg, Schellerweg 50, lädt für Samstag, 14. April, zwischen 15 und 16.30 Uhr, zum Tag der offenen Tür ein. Programmpunkte sind ein Vortrag über den Kauf der Kirche und die Entwicklung seither (15.15 Uhr), die Predigt eines Gastpastors aus Leverkusen (15.45 Uhr), der Auftritt des Chors (16.10 Uhr) und ein gemeinsames Abendessen ab 16.30 Uhr.

 

Baptisten wie die Mitglieder von „Mont-Sinai“ haben ihren Ursprung in der Reformation. Von anderen evangelischen Christen unterscheiden sie sich dadurch, dass ihre Mitglieder nicht als Kinder, sondern erst als Erwachsene durch Untertauchen taufen. Da es dafür am Schellerweg kein Taufbecken gibt, nutzen die Gläubigen dazu öffentliche Schwimmbecken wie das in der Halle am Glashütter Weiher.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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