Für den Schritt in die Zukunft gibt es positive Resonanz

Spätestens morgen steht fest, ob der VfL 08 Vichttal und der SV Grün-Weiß Mausbach fusionieren werden. Ein Meinungsbild.

In dieser Woche wird es soweit sein: Dann werden die Mitglieder des SV Grün-Weiß Mausbach und des VfL 08 Vichttal auf ihren Mitgliederversammlungen entscheiden, ob die beiden Vereine fusionieren, oder nicht. Welche Auswirkungen könnte die Fusion auf die anderen Stolberger Fußballvereine haben? Und wie bewerten sie den Zusammenschluss? Wir haben bei ihnen nachgefragt.

 

Axel Wirtz, Vorsitzender der SG Stolberg meint: „Die Intensivierung der Zusammenarbeit der Fußballvereine bis hin zur Fusion ist immer gut im Sinne der Jugendarbeit und auch der sportlichen Leistungen. Auch ist die Modernisierung und Erneuerung der Infrastruktur nur so möglich. Dafür gibt es gerade in unserer Sportstadt gute Beispiele.“

 

Etwas Negatives kann Wirtz der geplanten Fusion nicht abgewinnen – im Gegenteil! „Auswirkungen auf unseren Verein wird das nicht haben. In unseren Reihen befinden sich Kinder, Jugendliche und Senioren aus den Orten Gressenich, Werth, Mausbach und Schevenhütte und das wird auch so bleiben, weil es bei uns sportlich gut läuft und wir moderne und attraktive Sportstätten in Gressenich und Werth haben.“ Wirtz wünscht dem VfL Vichttal Mausbach Vicht Zweifall „viel Erfolg und einen guten Start. Es spricht sich ja noch ein wenig holprig“, meint Wirtz.

 

Positive Resonanz gibt es auch vom SV Breinig. „Das ist der richtige Schritt. Vor allem für Mausbach. Für sie wäre es wohl auf lange Sicht schwierig geworden“, ist sich Ralf Clemens, Abteilungsleiter Seniorenfußball, sicher. Von Neid und Missgunst gebe es keine Spur. „Wir gönnen ihnen die Fusion. Beide Vereine befinden sich Tür an Tür. Da ist eine Fusion absolut sinnvoll“, sagt Clemens.

 

Besonders gut findet er, dass der SV Grün-Weiß Mausbach auch im neuen Namen des Vereins präsent sein wird. Auch er ist der Meinung, dass sich durch die Fusion für den eigenen Verein nichts ändern wird. „Für uns wird das keine Konsequenzen haben. Wir haben uns mit dem VfL Vichttal immer gut verstanden und pflegen eine Konkurrenz in Anführungszeichen“, so Clemens weiter.

 

„Fusionieren ist die einzige Möglichkeit, die letztendlich übrig bleibt“, sagt Anton Küffen, Geschäftsführer des FC Breinigerberg. Er ist der Meinung, dass der SV Grün-Weiß Mausbach irgendwann einmal in der Versenkung verschwunden wäre, wenn eine Fusion nicht zur Debatte gestanden hätte. Ein Problem, das Küffen auf zahlreiche kleinere Fußballvereine zukommen sieht – auch auf den eigenen. „Letztendlich müssen wir auch irgendwann fusionieren – in welcher Form auch immer. Oder man meldet den Verein ab“, sagt er. Allerdings sei es gar nicht so einfach, einen geeigneten Partner zu finden. „Überall sinkt die Zahl der Mitglieder“, sagt Küffen. Eine Jugend habe der FC Breinigerberg bereits seit einigen Jahren nicht mehr. „Also haben wir auch keine Angst, dass man uns die Kinder wegnimmt“, sagt Küffen. Derzeit besteht der Verein aus einer Seniorenmannschaft.

 

Dass die Fußballer allerdings aufgrund der angestrebten Fusion abwandern könnten, glaubt Küffen nicht. Was Küffen allerdings schade findet: Dass durch die Fusion auch immer weniger Mannschaften an der Stadtmeistermeisterschaft teilnehmen.

 

Diese Meinung teilt auch Boris Theiner, Geschäftsführer von SV ASA Atsch. „Wir wünschen beiden Vereinen viel Erfolg. Es ist nur schade, dass wieder ein Verein fusioniert. Irgendwann können wir uns zu einem Kleinfeldturnier treffen“, sagt Theiner mit Blick auf die Stolberger Stadtmeisterschaften. Ob die Fusion Auswirkungen auf den eigenen Verein habe, könne man nicht sagen.

 

Zu den Vereinen, die bereits eigenen Erfahrungen mit dem Thema Fusion gemacht haben, gehört der FC Stolberg. 2010 stand die erste Fusion an – neue Satzung inklusive. 2013 trat der FC Münsterbusch dem FC Stolberg bei. „Wir können Fusionen bis zu einem gewissen Maße gut heißen“, sagt Hans-Josef Siebertz, Vorsitzender des FC Stolberg. Gerade weil sich die ehrenamtliche Arbeit, zu der auch immer mehr Anforderungen gehören, verändert habe, seien Fusionen heute oft wichtig. „Vereine müssen heute schon eine bestimmte Größe haben, um noch eine erfolgreiche Arbeit machen zu können“, sagt Siebertz und fügt hinzu: „Aber wenn die Politik auf allen Ebenen so weitermacht, dann gibt es nicht weniger Bürokratie, dann wird sie immer schlimmer. So etwas fördert nicht das Ehrenamt, sondern verhindert es.“

 

Mit den eigenen Fusionen sei man beim FC Stolberg zufrieden. Seit 2015 besitzt der Verein auch einen Kunstrasenplatz. „Das sind gute Voraussetzungen“, sagt Siebertz.

 

Ob die Fusion von Mausbach und Vichttal Auswirkungen auf den eigenen Verein haben könnte? „Wo gespielt wird, entscheiden die jungen Erwachsenen auch nach der Auswahl der Sponsoren. Das darf man nicht unterschätzen. Uns ist es wichtig, dass wir Angebote im Senioren- und im Jugendbereich haben“, so Siebertz.

 

Die Entscheidung über die Zukunft des SV Grün-Weiß Mausbach und des VfL 08 Vichttal fällt in dieser Woche. Am morgigen Dienstag, 10. April, entscheiden zunächst die Mitglieder des SV Grün-Weiß Mausbach. Am Mittwoch, 11. April, stimmt dann der VfL 08 Vichttal ab.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den StädteRegionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)


Kreisverband Aachen Stadt und

Kreisverband Aachen Land

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: info@cdu-aachen-land.de

Verlinkungen:

Internetseite der CDU Aachen
Internetseite der CDU Aachen

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.