Stolberg sehen und davon erzählen

Großes Interesse an der Vernissage von „Gleich und doch anders“. Zeitungsserie als Ausstellung im Torburg-Museum.

Fotos: Christoph Hahn
Fotos: Christoph Hahn

Die Kupferstadt und ihre Geschichte sind seine große Liebe. Und weil das so ist, hat Toni Dörflinger, seit Jahren treuer Mitarbeiter der Lokalredaktion, in Zusammenarbeit mit deren Leiter Jürgen Lange die Reihe „Gleich und doch anders“ begründet: Aufnahmen von markanten Punkten im Weichbild Stolbergs wie dem Steinweg, einmal aus den frühen 70e Jahren des vergangenen Jahrhunderts, einmal aus der Gegenwart, durch den Kontrast der baulichen Veränderungen in ein spannendes Wechselverhältnis gebracht. Dieses Gemeinschaftsunternehmen von Dörflinger und Stadtarchivar Christian Altena erhält jetzt als aktuelle Ausstellung im Stolberger Torburg-Museum eine neue Intensität. Hermann Frantzen, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins, hat den Journalisten und den Wächter über Urkunden und andere Dokumente eingeladen, mit 42 Bilder-Paaren den Ausstellungsraum im Obergeschoss zu bespielen. Das wird Stelltafel für Stelltafel richtig spannend. Die erste Aufnahme, wahrscheinlich von einem unbekannten Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf Film gebannt, zeigt – ausnahmsweise in den 50er-Jahren – einen Steinweg, in dessen Pflaster gerade die Schienen der Straßenbahn erneuert werden. Auf Dörflingers Fotos, die mit den Bildern des Anonymus kontrastieren, sind die Schienen nicht mehr wiederzufinden. Mehr noch: Von der Tram, deren Strecke durch diesen Teil der Innenstadt im Oktober 1959 stillgelegt wurde, ist nicht mal ein kleiner Maueranker für die Oberleitung geblieben.

 

Aber diese Präsentation dokumentiert nicht nur die Historie der Straßenbahn: Mit mindestens der gleichen Sorgfalt zeichnen die Macher die vielfältigen Spuren der Eisenbahn wie der Strecke nach Münsterbusch nach. Mindestens ebenso viel Sorgfalt bekommen Industriebetriebe, Gasthöfe, Hotels und andere Monumente städtischen Lebens ab. Denn Toni Dörflinger gräbt – mit Christian Altenas vielfältiger Unterstützung – gerne tief und weiß unter jeder Oberfläche bis dato unbekannte Details zu finden. Ein weiterer Anlass: Die Serie ist unlängst zum 100. Mal erschienen.

 

So nimmt es denn auch kaum Wunder, dass dem Urheber und seiner Schau bei der Eröffnung am Samstagnachmittag die Redner ein ums andere Mal ihre Anerkennung zollten. So bekannte Hermann Frantzen, an jedem Donnerstag seit der Erstveröffentlichung anno 2016 die Lokalseiten erwartungsfroh aufzuschlagen: „Ich hab‘s genossen, wenn ich die Zeitung aufgeschlagen habe“, beschrieb der Torburg-Vize, wie sehr und andere Fans der Serie das Erscheinen einer neuen Folge erwarten. Stadtarchivar Altena hingegen machte sich rhetorisch klein, indem er formulierte: „Das Archiv ist im Grunde nur der Lieferant. Sprach‘s und wies auf Toni Dörflinger: „Hier haben wir den Koch!“, dessen „fundierte Informationen“ er ausdrücklich lobte. Altenas gar nicht mal so stille Hoffnung: „Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung im nächsten Jahr.“

 

Aus vollem Herzen freute sich auch Toni Dörflinger selber. Zuerst einmal spendete der gelernte Drucker und Schriftsetzer seinem Mitstreiter Altena Anerkennung für die gelungene Gestaltung der Schautafeln, um dann einen Ausspruch von Jürgen Lange zu zitieren: „So ist er halt, unser Toni: Er hat immer etwas mehr zu erzählen.“ Davon verschafften sich auch die vielen Gäste der Eröffnung nicht bloß eine Kostproben: Bescheiden und dabei beredt führte der Erzähler, Chronist und Reporter seine Zuhörer, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen und Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen, von Foto zu Foto und ließ sie so an seinen Kenntnissen teilhaben. Stolberg sehen und davon erzählen – das ist nun mal Toni Dörflingers Beruf. Und seine Berufung ist es auch.

 

Das Museum im Internet:

 

Dörflinger-Präsentation ist bis 13. Mai zu sehen

  • Die Ausstellung „Gleich und doch anders“ mit Fotos aus dem Stolberg der 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts und Aufnahmen aus der Gegenwart ist bis zum 13. Mai im Stolberger Torburg-Museum am Luciaweg zu sehen. Es bietet darüber hinaus einen imposanten Überblick über die lokale Heimat- und Handwerksgeschichte sowie ein gemütliches Café mit selbst geröstetem Kaffee.
  • Öffnungszeiten sind sams-, sonn- und feiertags von 14 bis 18 Uhr.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

Rathaus

52220 Stolberg

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