Probesanierung soll Gesamtaufwand klären

Asbestbelastung: Hochhaus bleibt gesperrt. Leoni lässt Akten und Möbel reinigen. Medizinische Hilfe.

Fozo: J. Lange
Fozo: J. Lange

Weiterhin geräumt ist das Verwaltungs-Hochhaus der Leoni Kerpen GmbH am Nachtigällchen, nachdem es im Dezember erste Hinweise auf eine Asbestbelastung gegen hat. In Kürze soll die Probesanierung einer Etage Erkenntnisse für Aufwand und Dauer weiterer Sanierungsmaßnahmen liefern. Sollte das komplette Hochhaus saniert werden müssen, dürfte dies bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.

 

„In dem Gebäude sind mittlerweile alle Räume auf belastete Materialien gemessen worden“, erklärte Michael Keßler auf Anfrage. „Die Messergebnisse sind sehr unterschiedlich und variieren von keiner Belastung bis hin zu einer Belastung, die über den zulässigen Grenzwerten liegen und damit eine Nutzung ausschließen“, sagte der Geschäftsführer in Stolberg.

 

Obwohl in einigen Bereichen des Gebäudes keine Belastungen durch ein externes Gutachterbüro nachgewiesen worden waren, hatte die Geschäftsleitung nach den ersten Messergebnissen sofort die kompletten Bürobereiche für alle Mitarbeiter und Besucher gesperrt und den Zugang unterbunden. Für die betroffenen 55 Mitarbeiter wurden auf dem Firmengelände Ausweichbüros und Arbeitsmittel bereitgestellt. Insgesamt rund 500 Beschäftigte sind am Standort tätig.

 

Leoni geht davon aus, dass Möbel, Akten und sonstige Materialien durch Faserstäube verunreinigt sind. Deshalb werden die notwendigen Dinge durch ein Sanierungsfachunternehmen aufwendig gereinigt. Vor einer Wiederverwendung werden die gereinigten Akten durch ein externes Gutachterbüro beprobt und freigegeben, erklärte Keßler weiter. Berufsgenossenschaft und Bezirksregierung waren gleich nach dem Bekanntwerden der Asbestbelastung informiert worden. „Beide Behörden werden regelmäßig über die laufenden und geplanten Maßnahmen unterrichtet“, so Keßler weiter. Leonis Krisenmanagement und Kommunikation würden dort gelobt.

 

Bei einer Routinekontrolle der Heizungsanlage im Dezember war in einem Raum eine Asbestplatte entdeckt worden. Daraufhin wurden auch alle anderen Räume des Hauptgebäudes überprüft. In einem weiteren Raum wurden ebenfalls zwei Platten gefunden – jeweils in der Größe von etwa einem Din-A-4-Blatt. Nachdem die Geschäftsführung aufgrund der ersten Messergebnisse die betroffenen Bereiche sonntags gesperrt hatte, waren die Mitarbeiter am nächsten Morgen auf einer ersten Veranstaltung über die Asbestbelastung informiert worden. Bei den folgenden Informationsveranstaltungen wurden die Mitarbeiter über die Messergebnisse der einzelnen Bereiche informiert. Allen betroffenen Mitarbeitern sei die Möglichkeit eingeräumt worden, sich fachärztlich beraten und gegebenenfalls untersuchen zu lassen. „Informationsveranstaltungen für die betroffenen Mitarbeiter finden weiterhin statt“, betonte Keßler. „Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Beschäftigten beruhigt ihren Aufgaben nachgehen können“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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