Kleiner Eingriff bei künstlichem Schultergelenk

Gut informiert zu sein, ist entscheidend. Experten des Bethlehem Gesundheitszentrum erklären in der Cafeteria, worauf zu achten ist. Praktische Übungen.

Fotos: Heike Eisenmenger
Fotos: Heike Eisenmenger

Bereits in den 50er Jahren wurde das erste künstliche Schultergelenk vorgestellt. Seither hat sich die Endoprothetik rasant weiterentwickelt. Heutzutage werden in deutschen Klinken jährlich rund 25 000 künstliche Schultergelenke – Fachleute sprechen von einer Totalendoprothese (kurz Schulter-TEP) – eingesetzt.

 

Obwohl die Operation hochkomplex ist, verläuft sie meist ohne Komplikationen. Vor einem solchen Eingriff sollten Patienten sich dennoch gut informieren. Diese Informationen möchte die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Bethlehem Gesundheitszentrums Betroffenen an die Hand geben und lädt für Mittwoch, 18. April, zum Info-Abend „Neues Schultergelenk – Wir beantworten Ihre Fragen!“ ein. Beginn ist um 18.30 Uhr.

 

Die Referenten sind Dr. Herbert Röhrig, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im „Bethlehem“, Oberarzt György von Zombory und Physiotherapeut Marc Unterberger, Leiter der ambulanten Reha-Einrichtung im Haus (ZAP). Gemeinsam klären die drei Fachleute im Rahmen der Veranstaltung, die in der Cafeteria des Krankenhauses stattfindet, über alle Schritte der Diagnostik, der Operation bis hin zur Nachbehandlung auf.

 

„Die Beschwerdesymptomatik, der Funktionsverlust, das Ausmaß des Knorpelschadens und auch das Alter des Patienten entscheiden darüber, ob und wann die Implantation eines künstlichen Schultergelenkes sinnvoll ist“, sagt Chefarzt Dr. Röhrig, der in seinem Vortrag den Schulterverschleiß thematisieren wird. „Sind alle konservativen Therapien erschöpft, ist eine Operation oftmals die beste Möglichkeit dem Patienten zu helfen. Bei der Implantation wird – sofern möglich – ein minimalinvasives Verfahren verwendet“, erklärt der Chefarzt.

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Experten über Ursachen und Operationsmöglichkeiten aufklären. „Welche Materialien und Fixierungsmöglichkeiten verwendet werden können, ist von der individuellen Situation des Patienten abhängig“, sagt Oberarzt von Zombory, der über ausgedehnte Frakturen des Oberarms, bei denen das Gelenk aufgrund der Frakturmorphologie ersetzt werden muss, sprechen wird. Abhängig von der Indikation, ist auch die Wahl des Prothesenmodells.

 

Doch nicht nur eine fundierte Diagnostik sowie das handwerkliche Geschick der Operateure sind für den Behandlungserfolg entscheidend: Auch eine individuell angepasste Nachbehandlung, wie sie in der im „Bethlehem“ ansässigen ambulanten Reha-Einrichtung „ZAP“ angeboten wird, ist wichtig. Die kurzen Wege ermöglichen einen optimalen Austausch der Fachleute, was eine fein justierte Therapie und ein schnelles Eingreifen erlaubt. „Das Training wird individuell angepasst“, betont ZAP-Leiter Unterberger. „Es müssen Bewegungsabläufe neu erlernt und natürlich auch Muskeln aufgebaut werden“, so der Physiotherapeut. Er wird Übungen für Patienten mit Schulter-TEP vorstellen und weitere Einblicke geben.

 

Fragen an die Experten des „Bethlehem“

  • Die Info-Veranstaltung „Neues Schultergelenk – Wir beantworten Ihre Fragen!“ beginnt am Mittwoch, 18. April, um 18.30 Uhr in der Cafeteria des Bethlehem-Krankenhauses an der Steinfeldstraße.
  • Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich gewünscht. Eintritt und Getränke sind frei. Abgerundet wird der Info-Abend mit einer Prothesen-Ausstellung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister der Stadt Stolberg
Dr. Tim Grüttemeier

 

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